Buch Weiterer Teil?

Was sagt ihr zum weiteren Teil meines Buches? (Abgesehen von den Absätzen)

Jackow schlenderte den, an beiden Seiten von Rosen geschmückten Kiesweg entlang. Fae liebte Blumen ,so sehr wie er historische Ereignisse. In diesem Garten, dem Haus, in allem hier verbargen sich die angenehmsten, zugleich furchtbarsten Erinnerungen, welche das Leben im Laufe seines Voranschreitens ans Tageslicht gebracht hatte.

Jackow wollte vergessen. Alles. Jeden noch so winzigen Augenblick.

Doch tief in seinem Inneren kannte er die Antwort bereits. Solche

Geschehnisse lösten sich nicht einfach so in Luft auf. Sie blieben, krallten sich fest und rissen von Zeit zu Zeit, unerwartet fälschlicherweiße für verheilt gehaltene Wunden wieder auf. Unbarmherzig. Und was daraus entstand, jedes Mal aufs Neue. Ein sich immer wieder gleichender Ozean , bestehend aus Empfindungen in denen man qualvoll zu ertrinken drohte.

Und genau in diesem gefährlichen Wasser waren die beiden Kinder von 7 und 9, damals, in dieser bitterkalten Nacht beinahe zu Grunde gegangen. Und auch heute noch kamen sie diesem Wasser von Zeit zu Zeit bedrohlich nah. Jackow blieb stehen. Ihre Großeltern hatten ihn und Fae aufgefangen. Ihnen Kraft gegeben, Hoffnung geschenkt als keine existierte. Für Rayshawn und Vanity Grantham war es eine solche Selbstverständlichkeit gewesen wenngleich ihr Schmerz mindestens genau so schwer wog. Kein Wunder. Sie hatten in einer einzigen Nacht völlig unvorhergesehen ihren Sohn und ihre Schwiegertochter verloren. Unvermittelt holte ein unüberhörbares Bellen Jackow in die Gegenwart zurück. Etwas schoss auf ihn zu und prallte Sekunden später mit voller Wucht gegen seine Beine.

Schmunzelnd beugte Jackow sich hinunter. Zwei schokoladen-

braune Augen strahlten ihm entgegen. Hey. Was machst du denn hier ganz alleine? Ist Fae nicht da? Das Tier legte den Kopf schief.

„Oder hat sie dich ausgesperrt? Gedankenverloren fuhr Jackow mit der Hand durch das braune-schwarze Fell des Hundes. Seit fünf Jahren war die Schäferhund-Dame nun schon sein treue Begleiterin

und ein Leben ohne sie schien für Jackow unvorstellbar.

„Jackow? Er sah auf. Seine Schwester Fae eilte mit schnellen Schritten auf ihn. Fae. Wo steckst du? Warum ist Makayla ganz alleine hier draußen.

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Buch Meinung?

Was ist eure Meinung zum Anfang meines Buches? (Feedback ist immer willkommen)

Unbewegt, einsam, geheimnisvoll. So lag das von der Morgensonne erhellte Wasser vor ihm. Genau dieses Gewässer, dieser See, den er so gut kannte, mit dem er über die Jahre eine außerordentlich enge Beziehung, in seinen Augen sprach man längst von einer Seelenverwandtschaft, aufgebaut hatte, ihm nun unglaublich fremd vor kam. Derart unvertraut. Jackow Jeremiah Bradshaw war kein Mann des Frühaufstehens, alles vor zehn Uhr war für ihn die Hölle. Nur wenn es nicht anders ging zwang er sich vorzeitig aus den Federn. Jackows Job gehörte zu diesen „nur wenn es nicht anders ging" Sachen. Vor vier Jahren hatte er als Kurator im „Royal Silvermoonstreet" Museum angefangen. Schon seit erdenken konnte war er ein "Kunst-Fanatiker", wie seine Schwester Fae permanent zu sagen pflegte. Jackow faszinierte alles was irgendwie mit Geschichte zusammenhing. Obgleich es sich dabei um historische Gemälde aus dem 19 Jahrhundert oder die Geschichte Kleopatras handelte. Ein einzelner Regentropfen streifte Jackows Wange. Sein Blickrichtete sich gen Himmel.Ein typisches Aprilwetter. Jackow atmete hörbar aus und verlor sich wiederholt in den schwachen Wellen des Sees, ehe er auf dem Absatzkehrt machte. "Mysteric Lake", so hatte man ihn getauft, vor mehr als 100 Jahren, lange vor Jackows Zeit. Und er passte, dieser Name, wie die Faust auf's Auge.

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