Hallo

ich bin eigentlich ein paar Jahrzehnte zu spät dran, um auf die Frage zu antworten, aber ich mach es trotzdem mal.

Mich hat damals auch interessiert, was, wie und warum reagiert genau wie bei den ersten beiden Antworten. Schließlich besteht alles auf der Welt aus Atomen und Molekülen. Ich hab dann 68, also 1968, angefangen, Chemie zu studieren. Ich musste dann feststellen, dass man vieles lernen muss, was einen nicht unbedingt interessiert oder sogar nervt, weil es viele Teilbereiche gibt, Anorganisch, Organische, Analytische, Theoretische, Physikalische, Biochemie und so weiter. Außerdem fehlte jeglicher Bezug zum Alltag und den Problemen. Mag sein, dass das heute anders ist.

Zur Diplomarbeit hab ich mich dann in Richtung Anorganischer Kristallchemie bewegt und war damit sehr zufrieden.

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Hallo

deine Frage hat es in sich, was man auf den ersten Blick gar nicht glaubt. Man kommt immer wieder, wenn man sich eine Frage ausdenkt, als Antwort auf die Namen der Edelgase.

Mir ist da auch nicht viel eingefallen:

Was bedeuten He, Ne, Ar, Kr, Xe, Rn ? Antwort die Edelgasnamen

Außenelektronenzahl Helium?  Zwei

Außenelektronenzahl Neon? Acht

Womit kann man einen Baum fällen? Antwort: Axt senkrecht bei Xenon (hihi)

oder Musikinstrument? Antwort: Xylophon, hier sogar senkrecht bei Xenon und Krypton (hihihi)

Gruß Bernd

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Hallo

hier auch noch ein kleiner Beitrag

Argon wird vielfach als Schutzgas verwendet.

Eine spezielle Anwendung ist der Argon-Kasten. Das ist ein mit Argon gefülltes Metallgehäuse mit einer oben befindlichen Glasscheibe. Über angeflanschte Gummihandschuhe gelangt man in den Kasten. Über eine evakuierbare Schleuse kann man luft- und feuchtigkeitsempfindliche Substanzen (z.B. Kalium-Metall) einführen und weiterverarbeiten.

Weiter gibt es von Helium und Neon keine Verbindungen, wohl aber von den anderen Edelgasen. Dies gelingt aber nur mit einem sehr hohen Energieaufwand und einem Reaktionspartner, der Elektronen in Bindungen sehr stark anzieht, also Fluor und Sauerstoff. Die entstehenden Verbindungen sind z.T. nicht haltbar und zersetzen sich wieder.

Gruß Bernd

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Hallo Metallgewinnung

ich versuche mal ein wenig zu beantworten, da die Frage doch recht allgemein gehalten ist.

Im Periodensystem werden die Metalle umso leichter mit Säure reagieren, je weiter sie 'links' stehen und innerhalb einer Gruppe je weiter sie 'unten stehen. So reagiert Kalium schon mit Wasser fast explosionsartig, während Lithium sich langsam 'auflöst'. Beim Einsatz von Säuren erfolgt die Reaktion entsprechend heftiger.

Allerdings muss man auch im Auge behalten, welches Metall auf welche Säure trifft. Platinmetalle oder Gold lassen sich nur in starken oxidierend wirkenden Säuren lösen. Einige Metalle bilden bei der Reaktion mit Säuren eine Art Schutzpanzer aus Metall-Oxid, das die weitere sogar Lösung unterbindet.

Vielleicht hilft es ein wenig

Gruß Bernd

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Hallo lala15011999

die Säurestärke ist abhängig davon, wie leicht oder schwer eine Säure ihr Wasserstoff als H+ abgibt. wenn in einer Verbindung Atome enthalten sind, die Elektronen stark anziehen, dann wird H+ umso leichter abgespalten. Und je mehr elektronenanziehende Atome vorhanden sind, steigt auch die Tendenz, H+ abzugeben.

Im Beispiel H2O und HClO: Im Gegensatz zum Wasser zieht hier neben dem O noch das Cl Elektronen in ihre Richtung. Folglich: Wasser neutral, HClO sauer. Die Säurestärke steigt mit "zunehmenden O-Atomen" an. Also: In der Reihe HClO, HClO2, HClO3, HClO4 ist HClO4 die stärkste Säure.

Im zweiten Beispiel kommt genau dieses Prinzip zum tragen. Je mehr CL desto saurer.

Hoffe, ich konnte dir helfen

Gruß Bernd

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Hallo Lea0103

schau dir mal in deiner Zeile 'Ox' an, wieviel H auf der linken und rechten Seite stehen. (Du hast schlicht die 8 H vergessen. 12 H aus dem H2O und 8 H aus dem C3H8, damit ändert sich auch die Anzahl H* und e-)

Gruß Bernd

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Vielen Dank für die Bewertung und das Kompliment, freut mich

Ich bin erst seid 2 Tagen hier. Und nochmal 'Tschuldigung wegen der Fehler

Gruß Bernd

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Hallo misternice2

zu deiner Frage:

Bei Hydraten muss man zwischen anorganischen und organischen Hydraten unterscheiden. Bei anorganischen Hydraten wird Wasser in das Molekül eingelagert. z.B. Gips als CaSO4.xH2O

Bei organischen Hydraten reagiert das Wasser mit den CO-Doppelbindungen und bildet aus R2CO (Aldehyd, Keton, Säure) nun eine Verbindung mit 2 OH-Gruppen am gleichen C-Atom, also R2C(OH)2. Diese Verbindungen sind aber wenig stabil und geben leicht wieder das Wasser ab.

Halbacetale sind dagegen Verbindungen die an einem C-Atom eine OH-Gruppe und eine OR-Gruppe

R= Alkanrest, aber das ist sicher bekannt

Gruß

Berndt.

 

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Hallo AngelofDeath111

Deine Frage ist sehr allgemein gehalten. Es gibt z.B. Säure-Base-Reaktionen, Redox-Reaktionen, Additions-Reaktionen, usw.

Für jede chemische Reaktion gleich welcher Art und mit welchen Stoffen auch immer kann man eine Reaktionsgleichung aufstellen, wenn eine Reaktion stattfindet (!!!). Man kennt ja die Ausgangsstoffe und kann auch feststellen, was bei einer Reaktion entstanden ist.

Um dir weiterzuhelfen, würden Beispiele helfen, mit denen du nicht klar kommst.

Schöne Grüße

Bernd

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Hallo 

vergiß alle Antworten, mir sind 2 Fehler passiert und zum korrigieren war es immer zu spät. Hier die hoffentlich richtige Version.

Ausgangsstoffe sind der Alkohol und Kupfer(II)oxid, Endprodukte sind Kupfer, Wasser und das Aldehyd. Man kann jetzt so vorgehen:
2 C4H9OH = 2 C4H9O + 2 H+ + 2 e- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
dann:
CuO = Cu2+ + O2- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
es folgt:
Cu2+ + 2 e- = Cu (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
dann noch:
O2- + 2 H+ = H2O (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
Schreibt man diese vier Gleichungen untereinander, schreibt alles, was auf der linken Seite steht zusammen und alles auf der rechten Seite, bekommt man:
2 C4H9OH + CuO + 2 e- + Cu2+ + O2- + 2 H+ = 2 C4H9O + Cu + Cu2+ + O2- + 2 e- + 2 H+ + H2O (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
Nun kann man gleiche Bestandteile, die auf beiden Seiten in gleicher Anzahl ( überprüfen !) auftauchen rechts und links streichen.
Übrig bleibt:
2 C4H9OH + CuO  =  2 C4H9O + Cu + H2O 
Hoffe, ich konnte dir helfen
Gruß
Bernd

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Hallo
wage mal einen Versuch, es gibt, glaube ich, auch noch einen anderen Weg
Ausgangsstoffe sind der Alkohol und Kupfer(II)oxid, Endprodukte sind Kupfer, Wasser und das Aldehyd. Man kann jetzt so vorgehen:
C4H9OH = C4H9O + 2 H+ + 2 e- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
dann:
CuO = Cu2+ + O2- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
es folgt:
Cu2+ + 2 e- = Cu (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
dann noch:
O2- + 2 H+ = H2O (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
Schreibt man diese vier Gleichungen untereinander, schreibt alles, was auf der linken Seite steht zusammen und alles auf der rechten Seite, bekommt man:
C4H9OH + CuO + 2 e- + Cu2+ + O2- + 2 H+ = C4H9O + Cu + Cu2+ + O2- + 2 e- + 2 H+ + H2O (Zahlen und Zeichen hochgestellt)
Nun kann man gleiche Bestandteile, die auf beiden Seiten in gleicher Anzahl ( überprüfen !) auftauchen rechts und links streichen.
Übrig bleibt:
C4H9OH + CuO  =  C4H9O + Cu + H2O 
Hoffe, ich konnte dir helfen
Gruß
Bernd

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Hallo

wage mal einen Versuch, es gibt, glaube ich, auch noch einen anderen Weg

Ausgangsstoffe sind der Alkohol und Kupfer(II)oxid, Endprodukte sind Kupfer, Wasser und das Aldehyd. Man kann jetzt so vorgehen:

C4H9OH = C4H9O + 2 H+ + 2 e- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)

dann:

CuO = Cu2+ + O2- (Zahlen und Zeichen hochgestellt)

es folgt:

Cu2+ + 2 e- = Cu (Zahlen und Zeichen hochgestellt)

dann noch:

O2- + 2 H+ = H2O (Zahlen und Zeichen hochgestellt)

Schreibt man diese vier Gleichungen untereinander, schreibt alles, was auf der linken Seite steht zusammen und alles auf der rechten Seite, bekommt man:

C4H9OH + CuO + 2 e- + Cu2+ + O2- + 2 H+ = C4H9O + Cu + Cu2+ + O2- + 2 e- + 2 H+ (Zahlen und Zeichen hochgestellt)

Nun kann man gleiche Bestandteile, die auf beiden Seiten in gleicher Anzahl ( überprüfen !) auftauchen rechts und links streichen.

Übrig bleibt:

C4H9OH + CuO  =  C4H9O + Cu + H2O 

Hoffe, ich konnte dir helfen

Gruß

Bernd

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ich versuche es, 12justsmile345

im Wasser H2O werden die Elektronen in den Bindungen zum Sauerstoff gezogen, bei den Wertigkeiten macht man es nun so, dass man die Bindungselektronen ganz zum elektronegativen Partner verschoben denkt. Also verlieren die Wasserstoffatome ihr Elektron komplett, die dann der Sauerstoff aufnimmt. Also wird der Wasserstoff zu +1, der Sauerstoff zu -2. In Wirklichkeit werden die Elektronen aber nicht komplett verschoben, sondern nur etwas verschoben. Man macht dies, um überhaupt sinnvoll Reaktionsgleichungen aufstellen zu können. Vorsicht: + und - nicht vergessen, sonst gibt es Chaos !

Noch Fragen? Dann frag ruhig

Gruß

Bernd

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Hallo nochmal

Erst ein Vorbemerkung, die dir vielleicht grundsätzlich hilft:

Die Wertigkeit sagt aus, welches Atom wieviel Elektronen aufgenommen oder abgegeben hat. Dafür gibt es eine bestimmte Reihenfolge. Wasserstoff grundsätzlich in Verbindungen +1, dann kommt Fluor in Verbindungen immer -1, dann kommt Sauerstoff in Verbindungen immer -2 (Ausnahmen: H2O2 Wasserstoffperoxid, hier -1 wegen H +1), dann kommen die Alkalimetalle mit +1, Erdalkalimetalle +2, bei den meisten anderen Elementen wird es oft sehr unübersichtlich. Mit den oben genannten kommst du aber in der Regel hin.

Um ein paar Beispiele von dir zu nehmen:

FeO : O ist -2, also Fe +2

Fe2O3  : O -2, da dreimal vorhanden -6, die 2 Fe müssen dann +6 sein, damit es sich ausgleicht, also Fe +3

Die anderen gehen entsprechend

Noch ein Beispiel

CuCl2 : Cl hier als Anion wie Fluor -1, also Cu +2

Jetzt müsstest du eigentlich klarkommen. Wenn nicht, bitte melden

Gruß

Bernd

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Hallo

mischt man  z.B. FeO und C, beides in sehr fein verteilter Form, und erhitzt es, so sollte der Kohlenstoff als Reduktionsmittel wirken und je nach Bedingungen, wie Druck und Temperatur, das  FeO zu Eisen reduzieren, wobei der Kohlenstoff zu CO bzw. CO2 oxidiert wird.

Ein wenig stört mich das Reagenzglas. Ob dies der Reaktion standhält, weiß ich nicht. Und es wird wahrscheinlich ein Teil des Eisens wieder zu Oxid oxidiert werden.

Vielleicht hilft meine Antwort

Gruß

Bernd

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Hallo

in der organischen Chemie werden häufig Synthesen in entzündlichen Lösungsmittel wie Äther, Aceton, Alkohol usw. gemacht. Dabei handelt es sich aber um (fast) geschlossene Systeme. Meist sieht das dann so aus: Erlenmeyerkolben (runder Kolben mit geradem Hals und Schliff) dann Rückflusskühler (wasserdurchströmte Glasschlange, an der das siedende Lösungsmittel wieder kondensiert und zurückläuft in den Kolben), dann ganz oben Gärröhrchen mit einer Sperrflüssigkeit, durch den möglicher Überdruck entweichen kann. Beheizt wird das ganze mit einem elektrischen Heizpilz, der sich der Form des Kolbens anpasst.

Bei der Anordnung passiert nichts.

So, wie du das beschreibst, ist es egal, ob es abbrennt oder explodiert. Die Feuerwehr wird auf jeden Fall kommen müssen.

Gruß

Bernd

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