Ein Verein kann auch von zwei Personen gegründet werden. Soll der Verein allerdings im Vereinsregister eingetragen werden, muss er zum Zeitpunkt der Anmeldung sieben Mitglieder haben. Bis dahin ist der Verein ein nicht eingetragener und damit auch nicht rechtsfähiger Verein. Ein solcher kann zum Beispiel kein eigenes Vermögen haben.

JotEs

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Es ist nicht das Problem des Vorstandes, wenn die Kassenprüfer ihrer Aufgabe nicht nachkommen.

Die Kassenprüfer (Buchprüfer, Rechnungsprüfer o.ä.) sind ein Instrument der Mitgliederversammlung (MV). Stellvertretend für alle Mitglieder sollen sie prüfen, ob die Geschäftsführung des Vorstandes der Satzung entsprach, sowie korrekt und sinnvoll war. Über diese Prüfung haben sie ihrem Auftraggeber, nämlich der MV, Bericht zu erstatten. Dieser Bericht ist eine wichtige Grundlage für die Entscheidung der MV über die Entlastung des Vorstandes.

Findet die Prüfung nicht statt, so kann die MV den Vorstand dennoch entlasten. Aber auch wenn sie das nicht tut, weil ihr ohne den Bericht die Grundlage fehlt, so ist das auch nicht weiter schlimm. Die Vorstandsmitglieder können auch ohne Entlastung gut leben, sofern sie nichts "angestellt" haben.
Eine Nichtentlastung bedeutet auch nicht, dass man sein Amt nicht fortsetzen bzw. neu gewählt werden kann.


Die Entlastung wird in vielen Vereinen überbewertet. Sie ist nichts weiter als deas Versprechen des Vereines, den Vorstand nicht wegen seiner Geschäftsführung in Haftung zu nehmen.

Aufgrund der dargestellten Zusammenhänge erkennst du sicher, dass es unsinnig ist, wenn der Vorstand "seine" Prüfer selbst bestellt. Statt dessen kann die MV wie gewohnt berufen und durchgeführt werden.

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Es kommt nicht auf die Eintragung des Vereines an sondern darauf, ob der Verein als steuerbegünstigt anerkannt ist (also als gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich).

Voraussetzung für die Anerkennung als steuerbegünstigter Verein ist, dass die Satzung sicherstellt, dass das Vereinsvermögen, welches ja steuerbegünstigt ist, auch in Zukunft ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke verwendet wird. Deshalb muss die Satzung eines solchen Vereines klar sagen, wer das Vermögen des Vereines bei seiner Auflösung erhalten soll.

Die entsprechende Formulierung ist in der Abgabenordnung wörtlich vorgeschrieben (2 mögliche Alternativen):


Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft


1. an – den – die – das – …
(Bezeichnung einer juristischen Person desöffentlichen Rechts oder einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft),
– der – die – das – es unmittelbar und ausschließlich für
gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

oder
2. an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere
steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für …
(Angabe eines bestimmten gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecks, z. B. Förderung von Wissenschaft und Forschung, Erziehung, Volks- und Berufsbildung, der Unterstützung von Personen, die im Sinne von § 53 derAbgabenordnung wegen … bedürftig sind, Unterhaltung des Gotteshauses in …).

Die Formulierungen in den Klammern sind Hinweise, sie gehören nicht zu dem vorgeschriebenen Text.
Die durch "... " gekennzeichneten Stellen sind geeignet auszufüllen.

Nicht als steuerbegünstigt anerkannte Vereine können hingegen frei bestimmen, wie das Vermögen bei einer Auflösung verwertet werden soll.





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Hallo,

Vereinsstrafen können nur verhängt werden, wenn das Vergehen dem Grunde nach in der Satzung mit Strafbarkeit bedroht ist. Die Höhe der jeweiligen Strafe kann sowohl in der Satzung als auch durch eine Vereinsordnung (in deinem Fall also durch den Strafenkatalog) festgelegt werden.

Der Strafenkatalog ist dann wirksam gültig, wenn er auf die in der Satzung hierfür vorgesehene Weise ratifiziert worden ist. Ist das der Fall, dann gilt er grundsätzlich für alle Mitglieder. Die Satzung kann jedoch Ausnahmen vorsehen.

Eine Zustimmung eines jeden Mitgliedes zu dem Strafenkatalog ist nicht erforderlich.


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Mann muss immer unterscheiden zwischen Vereinsmitgliedschaft und Spielberechtigung.

Die Vereinsmitgliedschaft (und somit auch den Vereinsaustritt) regelt die Vereinssatzung. Wenn du den dort genannten Termin für den Austritt verpasst hast, dann musst du bis zum nächstmöglichen Austrittstermin Mitglied bleiben und die Beiträge bezahlen.

Tipp: Lass dir die Satzung geben (oft findet man die auch im Internet) und lies nach, wie der Austritt geregelt ist. Verlasse dich hierbei nicht auf Aussagen von Vereinsmitarbeitern!

Auch wenn du Vereinsmitglied bleiben musst, so hindert dich dies keineswegs daran, zusätzlich Mitglied in einem anderen Verein zu werden.

 

Die Spielberechtigung und somit auch der Wechsel als Spieler zu einem anderen Verein wird hingegen durch die entsprechende Vorschrift des übergeordneten Fachverbandes geregelt, hier vermutlich der Berliner Fußball-Verband (BFV)). Ein Wechsel kann grundsätzlich nicht verwehrt werden, allerdings sind einige Bedingungen zu erfüllen. Frage beim BFV nach oder lies in dessen Meldeordnung  https://berliner-fussball.de/fileadmin/user_upload/der_bfv/Downloads/satzung-und-ordnungen/BFV-Meldeordnung_-_Stand_6._Juli_2016.pdf

insbesondere in $ 5 "Spielerlaubnis beim Vereinswechsel von Amateuren".

Besonders wichtig ist im Zusammenhang mit deiner Frage folgende Vorschrift (§ 5 Abs. 1.4 der Meldeordnung des BFV):

 

Geht einemVerein eine Abmeldung per Einschreiben / Rückschein zu, so ist er verpflichtet,dem Spieler oder dem neuen Verein oder seinem zuständigen Verband denSpielerpass mit dem Vermerk über die Freigabe oder Nicht-Freigabe innerhalb von14 Tagen ab dem Tag der Abmel dung gegen Empfangsbescheinigung auszuhändigenoder per Einschreiben / Rückschein zuzusenden.

 

Ein Wechsel vom 1. Juli bis zum 31. August möglich (Wechselperiode I), also auch jetzt noch. Du musst dich einfach bei deinem alten Verein als Spieler abmelden (Vereinsmitglied wirst du, wie gesagt, bleiben müssen). Die Abmeldung muss per Einschreiben mit Rückschein auf einer Postkarte erfolgen (so geregelt in $ 5 Abs. 1.2 der Meldeordnung).  Der Verein muss dann deinen Spielerpass innerhalb von 14 Tagen herausgeben.

Etwas anderes gilt, wenn du mit deinem bisherigen Verein einen Vertrag abgeschlossen hast, der dich verpflichtet, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt für diesen Verein zu spielen. Dann gilt allerdings: "Pacta sunt servandum" (Verträge sind einzuhalten).

Mein Rat: Wende dich an den BFV und schildere diesem deine Problematik. Ich glaube, dass dein bisheriger Verein bezüglich seiner merkwürdigen Forderungen einigen Ärger bekommen könnte ...

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Da die Satzung 3 bis 5 Vorstandsmitglieder zulässt, ist für das beschriebene Vorhaben keine Satzungsänderung erforderlich. Die zusätzlichen Vorstandsmitglieder können daher einfach per Beschluss ("Wahl") bestellt werden, vorausgesetzt, dass die Wahl bei der Berufung der Versammlung (also in der Einladung) angekündigt wird.

Etwas anderes (nämlich das, was der Vorstand meint) gilt  dann, wenn zunächst eine Satzungsänderung erforderlich wäre. Dann müsste nämlich zunächst die Satzungsänderung beschlossen und diese Änderung in das Vereinsregister eingetragen werden. Erst danach, also auf einer weiteren Versammlung, könnten dann die zusätzlichen Vorstandsmitglieder bestellt werden


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Es handelt sich um eine Tempo-30-Zone, ich gehe also davon aus, dass dort Rechts-vor-Links gilt. Du bist nach rechts abgebogen und dir kam von dort ein Fahrzeug entgegen. Dieses kam also von dir aus gesehen von rechts und hatte somit die Vorfahrt - und zwar auf der gesamten Straßenbreite, nicht nur auf deren rechtem Teil. Folglich hast du die Vorfahrt des Autofahrers nicht beachtet und bist somit der Unfallverursacher.  

rechts konnte ich nur ca. 10m einsehen.

Und dennoch bist du einfach ohne Weiteres nach rechts abgebogen. Das war falsch. Statt dessen hättest du dich in dieser Situation vorsichtig in die Kreuzung hineintasten müssen, bis du die Übersicht gehabt hättest. So jedenfalls steht es in § 8 Abs. 2 StVO.

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Wenn man einen Schaden sieht (wenn auch nur "kaum"), dann liegt ein Unfall vor. Dein Kumpel war an diesem Unfall beteiligt und hat sich entfernt, ohne dem Geschädigten die Feststellung der Umstände und seiner Daten zu ermöglichen. Damit hat er den Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort erfüllt (§ 142 StGB). Er hat sich also strafbar gemacht und muss daher mit einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (vorliegend eher unwahrscheinlich) oder zu Geldstrafe rechnen.

Sollte es sich um einen Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs handeln (also etwa beim Ein- oder Ausparken) und sollte das noch keine 24 Stunden her sein, dann kann er bei einer nachträglichen Meldung bei der Polizei auf Strafmilderung oder gar auf Absehen von Strafe hoffen.

Dein Kumpel hat im Grunde genommen nun drei Möglichkeiten:

1) Er unternimmt nichts und hofft darauf, dass er nicht ermittelt wird.

2) Er nimmt Kontakt zu dem Geschädigten auf und hofft, dass dieser den Unfall noch nicht bei der Polizei angezeigt hat.

3) Er meldet den Unfall bei der Polizei. 

Nr. 3) bringt nicht viel, wenn der Unfall bereits länger als 24 Stunden her ist, denn die Tatsache, dass er sich freiwillig gestellt hat, kann zwar vom Gericht strafmildernd gewertet werden. Einen Anspruch darauf hat man allerdings nicht.

Nr. 1) ist extrem unfair gegenüber dem Geschädigten. Wenn aber dein Kumpel mit dieser Schuld leben kann, dann ist das durchaus eine Option.

Der goldene Mittelweg ist m.E. die Nr. 2). Dabei sollte dein Kumpel zunächst anonym bleiben und herausfinden, ob der Geschädigte den Unfall bereits angezeigt hat. Wenn ja, dann läuft das Verfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort bereits und wird von Amts wegen weiterbetrieben. Der Geschädigte kann die Anzeige nicht wieder zurückziehen. In diesem Falle sollte dein Kumpel auf Nr. 1) umschwenken.

Andernfalls sollte er dem Geschädigten seinen Schaden ersetzen und damit sein Gewissen erleichtern. Dabei sollte er aber möglichst versuchen, weiterhin anonym zu bleiben, denn er weiß nicht, wie der Geschädigte "tickt". Dieser könnte trotz Schadensersatz deinen Kumpel anzeigen - und dann kommt es eben doch zu einer Verurteilung.

Bei einer Verurteilung droht deinem Kumpel neben Freiheits- oder Geldstrafe auch die Entziehung der Fahrerlaubnis und die Anordnung einer Sperrfrist für die Neuerteilung. Die Sperrfrist wird etwa 9 bis 12 Monate dauern.

Da dein Kumpel noch in der Probezeit ist, drohen ihm im Falle einer Verurteilung auch Probezeitmaßnahmen - beim ersten Mal: Aufbauseminar für Fahranfänger  sowie Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre.

Im Übrigen wird er den angerichteten Schaden aus eigener Tasche zahlen müssen, da seine Versicherung ihn wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort in Regress nehmen wird.

Diese ganzen Probleme hätte dein Kumpel vermeiden können, wenn er sich nicht unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hätte. Die Versicherung hätte den  Schaden bezahlt (evtl. wäre er sogar so gering gewesen, dass es sich gelohnt hätte, ihn selbst zu bezahlen) und dein Kumpel hätte mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von höchstens 35 Euro rechnen müssen. Alle die oben beschriebenen straf- und fahrerlaubnisrechtlichen Folgen würden ihm dann nicht drohen ... 

Mir ist nicht so ganz verständlich, warum Fahranfänger so häufig den Weg der Flucht wählen, wenn sie in einen Unfall verwickelt sind, zumal dann, wenn es sich um einen Unfall beim Parken handelt. Es scheint mir so, als würde in den Fahrschulen nicht eindringlich genug auf die Folgen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort hingewiesen ...

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Würdest du nicht das Endkapital K3 sondern den gesuchten Zinssatz Z3 kennen, so wüsstest du doch bestimmt, wie man aus dem Anfangskapital K0 = 12000 und den angegebenen Zinssätzen Z1 = 3,5 % = 0,035 und Z2 = 4 % = 0,04 und Z3 das Endkapital K3 berechnen könnte, nämlich so:

K3 = K0 * ( 1 + Z1 ) * ( 1 + Z2 ) * ( 1 + Z3 )

Vorliegend kennst du nun allerdings nicht den Zinssatz Z3, dafür aber das Endkapital K3. Löse also die obige Gleichung nach Z3 auf:

<=> 1 + Z3 = K3 / (  K0 * ( 1 + Z1 ) * ( 1 + Z2 ) )

<=> Z3 = K3 / (  K0 * ( 1 + Z1 ) * ( 1 + Z2 ) ) - 1

und setze dort K3 = 13394,72 sowie Z1 = 3,5 % = 0,035 und Z2 = 4 % = 0,04 ein:

Z3 = 13394,72 / (  12000 * 1,035 * 1,04 ) - 1

Rechne aus:

Z3 = 0,037 (gerundet)

= 3,7 %

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Behauptung:

Es gilt:

a ^ x = e ^ ( x * ln ( a ) )

Beweis:

ln ( a ^ x )

= ln ( a * a * ... ( x - mal ) ... * a )  

= ln ( a ) + ln ( a ) + ... ( x - mal ) ... + ln ( a )

= x * ln ( a )

Es gilt also:

ln ( a ^ x ) = x * ln ( a )

und daraus folgt wegen der Bijektivität der Exponentialfunktion die Behauptung:

<=> e ^ ( ln ( a ^ x ) ) = e ^ ( x * ln ( a ) )

<=> a ^ x = e ^ ( x * ln ( a ) )

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Als Maßstab M bezeichnet man das Verhältnis der Bildlänge B einer Strecke zur Urbildstreckenlänge U dieser Stecke, also:

M = B / U

Hat man also ein Urbild und einen Maßstab, dann findet man zur Länge einer jeden Urbildstrecke die Länge der entsprechenden Bildstrecke, indem man die obige Gleichung nach B auflöst:

B = M * U

und in diese Gleichung den Maßstab M und die Länge der Urbildstrecke einsetzt.

Beispiel:

Eine Urbildstrecke von U = 10 Metern Länge soll im Maßstab M = 1 / 100 abgebildet werden. Dann ist die Länge B der entsprechenden Bildstrecke:

B = M * U = ( 1 / 100 ) * 10 Meter = 0,1 Meter = 10 cm

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