Fragen zu Handwerkerrechnungen in der Steuererklärung?

Hallo,

nachdem ich meine Steuererklärung für das Steuerjahr 2018 abgegeben habe und dort Handwerkerleistungen von etwas mehr als 16.000 Euro (ich weiss, dass sowieso nur 6.000 Euro max. berücksichtigt werden können) angegeben habe, habe ich heute eine Rückfrage mit der Anforderung der Handwerkerrechnungen und Überweisungsaufträgen angefordert. Dazu habe ich nun ein paar Fragen.

1.) Was ist mit Überweisungsaufträgen gemeint? Reicht hier als Nachweis ein Kontoauszug und kann ich die restlichen Posten auf dem Kontoauszug schwärzen, die nichts mit der Bezahlung der Rechnung zu tun haben?

2.) Mir ist bei der Durchsicht jetzt noch aufgefallen, dass ich bei einer Rechnung den Arbeitslohn wie auf der Rechnung angegeben in der Steuererklärung berücksichtigt habe und mit 3% Skonto bezahlt habe. Hat das Auswirkungen, dass dieser Posten vollumfänglich nicht berücksichtigt wird oder dürfte das keine Probleme geben und der Betrag wird automatisch gekürzt? Bei einer anderen Rechnung habe ich einen Tippfehler bemerkt, und hatte neben Lohn auch noch Material i.H.v. 10 Euro netto berücksichtigt. Kürzt das Finanzamt selbstständig diesen Posten?

3.) Wenn ich direkt am Montag die Belege auf dem Postweg zum FInanzamt sende, wann denkt ihr ist aus Erfahrung die Bearbeitung durch und ich erhalte die Rückzahlung? Ist hier bis Ende März - Mitte April realistisch?

Steuern, Recht, Steuererklärung, Finanzamt, Handwerkerrechnung, Wirtschaft und Finanzen
2 Antworten
Welche Heizkessel müssen nach EnEV getauscht werden?

Hallo zusammen,

ich habe im letzten Frühjahr ein Haus "geschenkt" bekommen. D.h. ich bin seit 2018 Eigentümer.

In diesem Haus ist eine Gasheizung verbaut.

Der Gas-Heizkessel ist ein Vaillant VKS 23/1E (Erdgas) Baujahr 1990. Es wurde bisher jedes Jahr eine Wartung durchgeführt und die Werte passen. Ebenso stellte der Bezirksschornsteinfeger keine Mängel fest. Bei dem Heizkessel VKS 23-E handelt es sich nach damaligem Stand um einen Niedertemperaturkessel der kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35° bis 40°C betrieben werden kann. So wurde es vom Hersteller bestätigt.

Gilt bei diesem Heizkessel, dass dieser auch nach 30 Jahren nach EnEV §10 ausgetauscht werden muss oder ist der Austausch, auch nach Eigentümerwechsel nach 2002, nur für Konstanttemperaturkessel verpflichtend?

EnEV § 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden

(1) Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betreiben. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.

(4) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 3 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang.

Ich verstehe das so, dass Eigentümer, die vor dem Stichtag 1. Februar 2002 Eigentümer waren, auch nach 30 Jahren und unabhängig von der verbauten Anlagentechnik, nichts machen müssen. Die 30 Jahre Austauschpflicht gilt nur für Konstanttemperaturkessel bei einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002. Niedertemperatur- und Brennwertkessel dürfen weiter betrieben werden, auch nach einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 und einem Alter >30 Jahre.

Verstehe ich das richtig oder falsch?

Kann der Bezirksschornsteinfeger trotzdem einen Austausch verlangen, auch wenn die Messwerte passen? Vielen Dank!

Recht, Heizung, EnEV, Wirtschaft und Finanzen
2 Antworten