Von welchen Nebenkosten wird in neuem Mietvertrag ausgegangen?

Hallo,

mein Mitbewohner und ich hatten heute eine Diskussion und wir kamen zu keinem Ergebnis, deshalb hier Mal das Problem:

Wir sind vor kurzem in eine neue Wohnung gezogen und hatten im Mietvertrag einen Absatz in dem beschrieben war, dass die Nebenkostenim Falle eines überdurchschnittlichen Verbrauchs entsprechend angepasst werden bzw nachgezahlt werden muss. Jetzt die Frage: was heißt überdurchschnittlich?

Vor uns hat eine Einzelperson in der Wohnung gewohnt. Logischerweise wird von einer Person weniger Wasser verbraucht als von zwei. Ich bin deshalb der Meinung, dass in unserem Falle nicht vom Durchschnitt des Vormieters ausgegangen werden kann, da sonst auf jeden Fall eine Nachzahlung die Folge wäre. Ich ging davon aus, dass im Falle eines neuen Mietvertrages die Nebenkosten auch auf die neue Anzahl an Bewohnern angepasst wird. Mein Mitbewohner ist sich jedoch sicher, dass hier die Nebenkostenhöhe am Verbrauch des Vormieters bemessen werden. Ich kann mir das aber einfach nicht vorstellen. Angenommen in eine Wohnung zieht eine 5-köpfige Familie ein. Zuvor hat jedoch ein Geschäftsmann die Wohnung gemietet und nur unregelmäßig benutzt. Im neuen Mietvertrag steht dieselbe Regelung wie bei uns, nämlich dass bei einem überdurchschnittlichen Verbrauch eine Nachzahlung anfällt. Jetzt weiß die 5-köpfige Familie ja nicht wer davor in der Wohnung gewohnt hat und erhält am Ende des Jahres logischerweise eine riesen Nachzahlung da vermutlich 7-8x so viel Wasser verbraucht wurde wie zuvor. Das kann doch nicht sein oder? Es muss doch vom durchschnittlichen Verbrauch einer 5-köpfigen Familie in der Region ausgegangen werden. Ich hoffe das Problem ist verständlich und ihr könnt mir hier weiterhelfen...

Vielen Dank im Voraus

Miete, Recht, Mietrecht, Nebenkosten
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