Muss mir das Amt diese Unterkunft bezahlen?

Ich hatte dann eine Jobzusage in Berlin bekommen und habe den Arbeitsvertrag unterschrieben. Für den ersten Monat habe ich ALG II beantragt und erhalten. Seit April nun ursprünglich nicht mehr, weil ich ja dann schon gearbeitet und Gehalt gehabt hätte. Ich wohnte erstmal bei einer Freundin auf der Couch bis ich eine eigene Wohnung hätte. Soweit der Traum/die Illussion.

Der Arbeitgeber (eine Zeitarbeitsfirma) gab mir dann seit Vertragsbeginn keine Einsätze, schon gar nicht die Zugesagten. Einmal hätte ich dann für einen halben Tag für weniger Geld als vereinbart halbtags arbeiten sollen. Das habe ich nicht gemacht und dem Arbeitgeber per Mail mitgeteilt, dass er sich dafür einen anderen Dummen suchen könne. Dies habe ich dem Amt mitgeteilt. Leider war zum Ultimo des März noch kein Geld drauf, da der Sachbearbeiter es erst drei Tage vorher auf dem Tisch hatte. In der Unterkunft bei meiner Freundin musste ich dann raus, weil wir uns partout nicht verstanden haben. Ein Freund aus der alten Heimat konnte mir zum Glück ein Hostel für bis morgen buchen.

Ab morgen könnte ich evtl. eine feste Unterkunft haben. Und zwar ist es ein möbliertes Zimmer, wo ich auch auf Dauer bleiben könnte, bis ich eine eigene Wohnung hätte. Die Miete betrüge nur 300 Euro warm und hier in Berlin dürften Wohnungen 404 Euro bruttokalt kosten. Das würde ja schon in den Satz passen, es ist halt nur keine Angabe über eine Kaltmiete, sondern lediglich über den Gesamtpreis, wo auch WLAN, etc. drin ist. Extra was ausfüllen für das Amt vorher würde der Vermieter nicht. Aber der Vermieter sieht das so, dass er nicht reservieren muss und er würde daher nicht lange auf das Amt warten wollen. Morgen unterschreibe ich um 9:00 Uhr meinen neuen Arbeitsvertrag und diesen dann gleich beim Amt einreichen. Ich würde auch noch mal verdeutlichen, dass ich für diesen Monat noch dringend Geld bräuchte, sofern das nicht überwiesen wurde, was ich aber hoffe, weil sonst bin ich auf deutsch gesagt im Arsch.

Könnte ich also morgen von dem Amt verlangen, dass mir dieses die Miete in bar auszahlt und ich diese dem Vermieter geben würde, damit ich das Zimmer mieten könnte?

Falls nein, welche Alternativen hätte ich noch? Ich hätte noch ein weiteres Wohnungsangebot, da habe ich schon einen ununterschriebenen Mietvertrag auf meinen Namen vorliegen. Aber dieser übersteigt die Bruttokaltmiete von 404 Euro, kostet nämlich 574 bruttokalt und 624 Euro warm. Die Kaution betrüge 1.700 Euro. Würde das Amt normal nicht bezahlen. Gäbe es da eine Ausnahmeregelung, weil ich ja entsprechend verdienen würde, dass mir die erste Miete und die Kaution als zinsloses Darlehen gewährt wird? 

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