Meiner Meinung nach spielt das Lied auf ein ambivalentes Verhältnis des lyrischen Ichs zum Thema Patriotismus an, das sich bei vielen Deutschen beobachten lässt.

In der ersten Strophe beschreibt das lyrische Ich historisch wichtige innerdeutsche Ereignisse und Konflikte wie z.B. die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands ("im Geist getrennt, im Herz vereint") oder die Gründung von Deutschland aus einem gemeinsamen Nationalgefühl durch die Einheits-und Unabhängigkeitsbewegung im 19. Jahrhundert ("wir sind schon sehr lang zusammen"). Im Video wird zudem noch die Varusschlacht der Germanen aufgegriffen. Diese Ereignisse haben Deutschland als Nation geformt, sind damit Teil der "gemeinsamen Geschichte" der Deutschen ("du, ich, wir ihr") und könnten Ausgangspunkt eines positiven Nationalgefühls sein. Am Anfang der zweiten Strophe kommt zudem noch eine positive Einstellung zum aktuellen Deutschland, in dem das lyrische Ich sich sicher und zuhause fühlt, zum Vorschein ("Ich will dich nie verlassen").

Dem wird jedoch am Ende der zweiten Strophe die Zeit des Nationalsozialismus ("Überheblich, überlegen, Übernehmen, übergeben, Überraschen, überfallen, Deutschland, Deutschland über allen") und der aktuell aufkommende Rassismus ("du hasst, du hasst, du hasst") gegenübergestellt, die der Grund sind, warum das lyrische Ich dieses positive Gefühl nicht entwickeln kann ("man kann dich lieben, und will dich hassen"), obwohl es sich durchaus danach sehnt. Dieses ambivalente Gefühl wird dann vor allem im Refrain deutlich:

"Deutschland, mein Herz in Flammen
Will dich lieben und verdammen
[...]
Deutschland, deine Liebe
Ist Fluch und Segen"

Am Ende positioniert das lyrische Ich sich jedoch eindeutig, dass es trotz den positiven Aspekten Deutschland aufgrund der jüngeren Vergangenheit nicht lieben kann: "Deutschland, meine Liebe kann ich dir nicht geben".

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Wie sieht deine Flasche oben denn aus?

Soweit ich weiß haben die neuen Macallans oben eine Kunststoffkappe mit einem Hologramm (sieht man hier relativ gut), woran man Fälschungen erkennen kann. Falls deine vor dem 1. Öffnen schon den schwarzen Rand hatte, könnte es sich tatsächlich um eine Fälschung handeln. Gerade Macallan scheint da aufgrund dem exklusiven Ruf und der damit verbundenen Preispolitik wirklich Probleme zu haben. Eventuell wäre es dann auch mal intressant zu wissen, wo deine Freundin die Flasche gekauft hat und zu welchem Preis. Wenn das ein halbwegs seriöser Whisky-Fachhandel oder Online-Shop war, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass so eine gefälschte Flasche überhaupt bei denen ankommt und wenn doch, dass das denen nicht auffällt.

Ansonsten verändert sich ein Whisky durch den Kontakt mit Sauerstoff auch nach dem Öffnen immer noch ein klein wenig, viele werden etwas runder, milder und weicher. Dass diese Veränderungen so krass sind, wage ich aber ehrlich gesagt zu bezweifeln.

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Wenn die mit Coca-Cola oder Pepsi einen Vertrag hätten, würden die im Gegenzug sehr wahrscheinlich darauf bestehen, dass deren Name ebenfalls auf der Dose steht - tut er aber nicht. Eigene Cola herstellen würde sich wahrscheinlich finanziell nicht lohnen, da sie dafür eine komplett neue Produktionsanlage aufbauen müssten. Insofern vermute ich mal, dass die irgendeine No-Name oder Discounter-Marke verwenden.

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Der Superbowl bzw. die Vince Lombardy Throphy ist die mit Abstand höchste Trophäe im American Football. Es gibt zwar auch eine WM, aber die hat nicht annähernd dieselbe Bedeutung. Auf den Super Bowl-Ringen steht sogar "World Champion" drauf - klingt zwar nach typischer Ami-Arroganz, ist in dem Fall aber wahr. Der Super Bowl-Sieger ist faktisch das beste Team der Welt.

Der Grund dafür ist ganz einfach, dass Football in den USA zu den wichtigsten Sportarten überhaupt gehört, durch das High-School und College System auch viel stärker gefördert wird, und deshalb auf einem komplett anderem Niveau gespielt wird, als im Rest der Welt, wo es nur eine kleine Randsportart ist. Sportlich liegen da einfach Welten zwischen. Alle Spieler und Coaches in der NFL, selbst Back-Ups gehören im internationalen Vergleich mit riesigem Abstand zu den Besten der Welt. Die Teams der NFL sind mit großem Abstand die besten Teams der Welt und das macht den Super Bowl zu der Trophäe, die eben am schwierigsten zu gewinnen ist.

Europäische Ligen wie z.B. die GFL in Deutschland arbeiten, was Coaches, Teamärzte, Videoanalysten usw. zwar durchaus auch professionell, aber gegen jedes größere College-Football Team hätten sie nicht den Hauch einer Chance. Um mal ein Beispiel zu nennen: 2010 haben die Stuttgart Scorpions ein Freundschaftsspiel gegen das Team von Hanover College, ein kleines unbedeutendes NCAA-Division III College gespielt. Spieler von solchen Colleges haben im NFL-Draft kaum eine Chance, da das Niveau in der Division III nicht ansatzweise mit dem von den großen College-Teams wie Clemson, Ohio State, Alabama usw. vergleichbar ist. Trotzdem gewann das College-Team haushoch mit 13-44.

Die Nationalmannschaft der USA nimmt übrigens ebenfalls an der WM teil, und hat bis jetzt 3 von 3 Turnieren gewonnen, davon zwei haushoch mit über 40 Punkten Vorsprung. Im Team der Amis steht dabei aber nicht ein einziger Profi, weder aus der NFL noch aus unteren Ligen wie der CFL.

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Die Aussage, dass Death oder Black Metal an sich rechtsextrem sind, stimmt an sich definitiv nicht. Speziell im Death Metal sind mir noch nie rechte Tendenzen aufgefallen. Was Black Metal, handelt es sich um ein Vorurteil, das vermutlich v.a. durch die Ereignisse um die Person Varg Vikernes oder die Band Absurd entstanden sind (das jetzt alles ins Detail zu erklären, würde zu weit führen, kann man alles wunderbar auf Wikipedia nachlesen). Durch die riesige mediale Aufmerksamkeit wurden diese in der allgemeinen Wahrnehmung zu zentralen Symbolen des Black Metal und ihre Ansichten wurden auf die gesamte Szene übertragen. Die Tatsache, dass Black Metal seit jeher anders und "extrem" sein will und Provokation immer eine Rolle spielt, was sich dann zB in Texten über Kriege wie zB die Band Marduk, und einer bestimmten Ästhetik, die schnell mit rechten Gedankengut, wie altdeutsche Schriftarten, nordische Symbole oder Militärkleidung, Lederjacke und Springerstiefel als Bühnenoutfit, tut dann ihr übriges dazu.

Vollkommen aus der Luft gegriffen ist das Klischee jedoch auch nicht: Es gibt im Black Metal eine rechte Szene, nennt sich dann NSBM. Und auch wenn es wahrscheinlich in so ziemlich jeder Musikrichtung schwarze Schafe gibt, wage ich zu behaupten, dass diese Szene im Black Metal, auch wenn es weiterhin eine sehr kleine Minderheit ist, doch deutlich größer ist, als in vielen anderen Genres. Das Gute ist jedoch, dass sich diese Bands durch ihren Namen, einschlägige Albentitel oder Symbole meist direkt selbst verraten, oder zumindest soweit aufhorchen lassen, dass man lieber erst einmal über die Band recherchiert. Da gerade in Deutschland sehr vorsichtig mit dem Thema umgegangen wird, findet man da meist auch schnell genug Infos, um sich dazu eine eigene Meinung bilden zu können.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die allermeisten Bands aus dem Bereich kann man bedenkenlos hören und supporten, aber bei Zweifeln lieber einmal zu viel googeln als zu wenig.

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Bourbon stammt aus den USA und wird dort vor allem in Kentucky hergestellt. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist, dass Bourbon zu mindestens 51% aus Mais bestehen muss. Mais enthält von Natur aus mehr Zucker als andere Getreidesorten, weshalb Bourbon vom Grundcharakter meist eher süßlich ist. Zweiter wichtiger Unterschied ist, dass Bourbon nur in frischen d.h. unbenutzten und innen ausgekohlten Fässern aus amerikanischer Weißeiche gelagert werden darf. Dadurch enthält er besonders viele und intensive Aromen direkt aus dem Holz. Typische Bourbon-Aromen sind v.a. Vanille und Karamell, darüber hinaus aber bei längerer Lagerzeit zunehmend auch Gewürze wie z.B. Zimt, Muskat oder Nelke.

Schottischer Whisky aka. Scotch wird zu 100% in Schottland hergestellt. Im Gegensatz zu Bourbon ist der Ausgangsstoff vor allem gemälzte oder ungemälzte Gerste (bei Malt/Single Malt Whisky zu 100% gemälzte Gerste). Einige Destillerien insbesondere auf Islay oder anderen Inseln, trocknen das Malz traditionell über Torffeuer, was einen ziemlich charakteristischen und für Anfänger/Nicht-Whisky-Liebhaber vielleicht etwas gewöhnungsbedürftigen rauchigen Geschmack gibt. An der Stelle muss man aber sagen, dass Scotch zwar oft mit Rauch assoziiert wird, die Faustregel "Scotch=rauchig" jedoch nicht gilt. Es gibt insgesamt deutlich mehr nicht-rauchigen als rauchigen Scotch.
Zweiter wichtiger Unterschied zu Bourbon ist, dass Scotch grundsätzlich in den unterschiedlichsten Eichenfässern lagern darf, auch in welchen die schon längst benutzt sind. Beliebt sind hier lustigerweise vor allem alte Bourbonfässer (da Bourbonhersteller die ja nur 1x benutzen dürfen, gibts die wie Sand am Meer) sowie Fässer in denen vorher Sherry, Portwein oder Rotwein gelagert wurde. Diese Fässer haben die Aromen von dem, was vorher drin lag, ein Stück weit aufgenommen und geben die dann an den Whisky weiter: Whisky aus Sherryfässern schmeckt häufig nach getrockneten Früchten (Rosinen, Aprikosen..) und leicht nussig, während Port-,oder Rotweinfässer Aromen von Waldbeeren und roten Früchten wie z.B. Johannisbeere, Kirschen, Pflaume an den Whisky abgeben. Teilweise sind diese Fässer auch nicht aus amerikanischer Weißeiche, sondern aus europäischer Eiche hergestellt. Die enthält deutlich mehr Tannine und damit auch würzige bis leicht bittere Aromen, die mit dem Alter immer mehr durchkommen.

Insgesamt ergibt sich für Scotch damit eine deutlich größere Vielfalt. Bourbon ist insgesamt, aufgrund des geringeren Spielraums bei der Fassauswahl, ein wenig "eindimensionaler" d.h. die Destillerien ähneln sich tendenziell stärker. Das heißt aber auf gar keinen Fall, dass Bourbon langweilig oder schlechter ist, auch wenn es gerade unter Scotch und Single-Malt Enthusiasten einige gibt, die dir das erzählen wollen: Bourbon wird von einigen häufig mit Massenprodukten wie Jack Daniels Old Nr 7 oder Jim Beam gleichgesetzt, was jedoch ungefähr so viel Sinn macht als würde man mit Scotch Single Malt mit Johnnie Walker Red Label gleichsetzen. Genauso wie es guten und schlechten Scotch gibt, gibt es guten und schlechten Bourbon und ein guter Bourbon wie z.B. der Wild Turkey Rare Breed Barrell Proof oder Noahs Mill kann ähnlich komplex wie ein guter Scotch sein.

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Was für ein Konzert von welcher Band war das denn?

Meiner Meinung nach kommt das immer auf die Band und deren Musik an: Wenn ich mich bei Kreator, Slayer, Amon Amarth oder Lamb of God ganz vorne in die ersten Reihen stelle, dann sollte mir vollkommen bewusst sein, dass es dort hart zur Sache gehen wird. Bei Bands, die sehr ernste, emotional-traurige Musik machen z.B. aus dem Doom Metal- oder DSBM-Bereich, oder Bands die viel Wert auf Atmosphäre, evtl in Kombination mit einer besonderen Bühnenshow machen, z.B. Schammasch oder Mgla, sieht das ganz anders aus. Da fände ich einen Moshpit ziemlich unpassend und der Musik unangemessen. Bei solchen Bands will ich mich auf die Musik, die Show und die Emotionen der Musiker konzentrieren, und hab herzlich wenig Lust darauf, dass mir dabei ständig ein Typ von hinten in den Rücken springt. Teilweise kommt das dann auch ein wenig auf den einzelnen Song an: Bei Avenged Sevenfold gibt's viele Songs, zu denen man bestimmt super moshen kann, aber bei "So Far Away" sollte man auch mal für 5 Minuten die Füße still halten können.

Ich würde allerdings nicht so weit gehen, Leute deshalb direkt blöd anzumachen. Nur weil ich einen Moshpit bei Band X oder Lied Y unpassend finde, müssen andere diese Einstellung nicht teilen, und wenn ich der einzige bin, der das so sieht, hab ich halt Pech gehabt. Die Leute haben ja schließlich genauso für ihr Ticket bezahlt. Auf den meisten Konzerten hab ich es so mitbekommen, dass, wenn nur ein paar Leute moshen und der Rest keinen Bock hat, man die Leute außen abfängt und wieder in den Pit zurückschubst. Das kann dann aber auch mal ein wenig grober passieren, einfach um klar zu signalisieren "hier ist der Pit vorbei, die Leute hier haben keinen Bock auf moshen, also pass möglichst auf". Bisher hat das nach meiner Erfahrung immer gut funktioniert, einerseits checken die meisten Leute dann auch was die Grenze ist, , andererseits hab ich bei Bands, wo es mMn unpassend wäre, auch noch keine Moshpits erlebt. Wenn ich aber das Gefühl hätte, dass die Leute das nicht respektieren, sich absichtlich in Umstehende reinschmeißen oder versuchen, die noch mit reinzuziehen, dann würde ich die auch mal bei Seite nehmen, und 'ne klare Ansage machen.

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Für gebratenen Reis ist es wirklich wichtig, dass der Reis trocken und kalt ist. Wenn du frisch gekochten Reis in die Pfanne gibst, wird er matschig und nicht schön körnig. Ideal ist Reis vom Vortag, ansonsten den Reis ein paar Stunden vorher kochen und gut auskühlen lassen.

Als Gewürze gehört v.a. in der chinesischen Küche in so gut wie jedes Gericht Knoblauch, Frühlingszwiebel und Ingwer. Knoblauch und Ingwer werden fein gehackt gegen Ende dazugegeben und ganz kurz mit angeröstet. Bei den Frühlingszwiebeln kann man die unteren weißen Teile in Ringe mit dem Gemüse mit anbraten und die grünen Teile fein gehackt am Ende oben drüber streuen. Ansonsten nehm ich zum Würzen meist eine Mischung aus Sojasauce, (Sweet-)Chilli-Sauce und einem Schuss Reisessig. Eine weitere typische Zutat, die ich ebenfalls sehr häufig für solche Gerichte nehme, ist dunkles Sesamöl. Zum Braten ist das eher ungeeignet, da der Rauchpunkt zu gering ist. Man verwendet es eher wie ein Gewürz (ein recht intensives um genau zu sein), einfach gegen Ende einen kleinen Schluck unter die Nudeln/Reis mischen. Wenn man häufig solche Gerichte kocht, lohnt sich auch eine Flasche Shaoxing-Wein. Der wird häufig extra zum Kochen als "Chinese Cooking Wine" angeboten. Schmeckt pur fürchterlich, aber man findet ihn in seeeeeeehr vielen Gerichten, sowohl zum marinieren von Fleisch, als auch direkt als Gewürz.

Bei Gemüse und Fleisch ist vor allen Dingen wichtig alles in kleine, mundgerechte Stücke zu schneiden, und es dann bei sehr hoher Hitze kurz anzubraten. Ist die Pfanne nicht heiß genug, verdampft das austretende Wasser in der Pfanne nicht schnell genug, und das Gemüse fängt an zu kochen d.h. es bildet keine Röstaromen, verliert schnell an Geschmack und wird labberig. Die Pfanne sollte also wirklich heiß sein und beim Anbraten soll dann alles möglichst schnell gehen. Deshalb finde ich es für solche Gerichte immer besser, vorher alles in Ruhe kleinzuschneiden, alle Zutaten und Gewürze, Soßen etc. zurechtzulegen und dann mit dem Braten anzufangen. Die Stücke sollten logischerweise möglichst gleich groß sein, ansonsten sind einige Stücke noch nicht gar und andere schon komplett durch und fangen an zu dunkel zu werden. Um sicherzugehen, dass alles auch wirklich anbrät und nicht kocht, sollte man nie alles auf einmal in die Pfanne schmeißen. Gibst du zu viele kalte Zutaten in eine heiße Pfanne, sinkt die Temperatur zu stark, sodass sich keine Röstaromen mehr bilden. Daher lieber alles in Schüben anbraten, und zwischendurch rausnehmen. Ich brate meist erst das Fleisch an bis es ca 3/4 gar ist, stell es dann beiseite in eine Schüssel, wo es auch nochmal nachgart, und dann kommt das Gemüse in die Pfanne. Zutaten, die länger brauchen wie z.B. Möhren kommen logischerweise früher rein, Ingwer, Knoblauch oder Chilli werden nur kurz mitgeröstet. Dann kommt das Fleisch nochmal kurz rein, und zum Schluss werden Reis/Nudeln untergehoben und mit den Soßen gewürzt.

Mit den Tipps solltest du schon mal was leckeres zaubern können. 100% so wie im Restaurant wird man das aber vermutlich zu Hause nie hinbekommen: Dieses ganz spezielle umami-Aroma (Wok-Hei genannt) und die perfekte Textur von Fleisch und Gemüse, das genau auf den Punkt gegart, knackig und nicht zu hart ist, bekommt man nur mit einem echten runden Wok, extrem kurzen Garzeiten und der dafür notwendigen Rührtechnik und entsprechenden Temperaturen, die mit normalen europäischen Herden gar nicht möglich sind. So 'ne normale Kochplatte in einem Elektroherd hat vllt. max 2,5 kW, ein Gasherd vllt 3-3,5 kw. Ein echter asiatischer Gasbrenner für Woks kommt locker auf 5-7,5kW und wird damit viel heißer. Und genau das macht eben den Unterschied. Einerseits schade, andererseits macht sowas Kochen ja auch wieder interessant: Jede Küche hat eben nicht nur eigene Zutaten, sondern auch eigene Techniken, die sich als Teil der Kultur über Jahrhunderte entwickelt haben. Und sowas kann man nicht mal eben einfach ohne weiteres 1:1 kopieren. Das anzuerkennen hat meiner Meinung nach auch etwas mit Wertschätzung und Respekt gegenüber einer fremden Kultur zu tun.

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An sich musst du es nicht anbraten. Wichtig ist, dass das Fleisch auch von innen komplett durch ist (wegen der Salmonellen) und das geht sowohl mit Anbraten und anschließend in der Soße fertig garen oder einfach nur in der Soße kochen.

Für den Geschmack würde ich das Fleisch aber immer vorher scharf anbraten. Dabei bilden sich Röstaromen, die dem Gericht einfach viel mehr Geschmack geben. Ob es sich dann nach dem Braten noch lohnt das Fleisch in den Thermomix zu schmeißen, anstatt einfach direkt das Curry in der Pfanne zu machen und dabei noch den Geschmack aus dem ausgetretenen Fleischaft und dem Bratfett in der Pfanne mitzunehmen, muss man wohl für sich selbst entscheiden..

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Wie bereits gesagt, der größte Teil verdampft, wobei Schwangere, kleine Kinder und ehemalige Alkoholiker trotzdem drauf verzichten sollten.

Alkohol verwendet man beim Kochen meist aus zwei Gründen: Zum einen lassen sich dadurch Röststoffe, die sich beim Anbraten von Fleisch oder Gemüse am Pfannenboden bilden, lösen. Dadurch gehen diese in die Soße über und geben zusätzlichen Geschmack ab. Das funktioniert prinzipiell aber auch mit Brühe, Wasser oder jeder anderen Flüssigkeit. Alkoholische Getränke bringen da jedoch noch einmal zusätzliche Aromen mit rein: Vielen herzhaften Gerichten tut als Ausgleich eine leicht fruchtig-säuerliche Note gut, die man z.B. durch Wein bekommt. Beispielsweise wirken Sahnesaucen mit einem kleinen Schuss Weißwein dadurch nicht ganz so mächtig, und Rotwein verleiht Schmorgerichten durch seine Säure, dunklen Fruchtnoten und Gewürzaromen ebenfalls zusätzliche Komplexität und macht die Sauce ein wenig runder.

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Austauschbar ja, aber nicht ganz dasselbe.

Bulgur ist Grütze aus Hartweizen, Couscous ist Hartweizengrieß. Der Ausgangsstoff ist also derselbe, Couscous ist ganz einfach feiner gemahlen. Dementsprechend schmeckt Bulgur meiner Meinung nach ein wenig klein wenig intensiver, genau wie Brot oder Nudeln aus Vollkornmehl eben ein wenig anders schmecken als solche aus normalen Weizenmehl. Ich persönlich mag Bulgur lieber, aber das ist ja Geschmackssache.

Ich mache Bulgur gerne als nordafrikanisch-tunesisch angehauchten Salat mit roten Paprika, Frühlingszwiebel, Tomaten, Gurken, glatter Petersilie, Minze, Feta und gerösteten Pinienkernen. Gewürzt wird das Ganze mit einer Marinade aus Olivenöl, Balsamico-Essig, Zitronensaft, Honig, Salz Pfeffer und Ras-El Hanout, eine typische Gewürzmischung aus dem Mahgreb mit sehr sehr vielen Zutaten. Gibts inzwischen fertig in den meisten gut sortierten Supermärkten. Das Rezept ist vielleicht nicht 100% authentisch tunesisch, aber geht auf jeden Fall in die Richtung, schmeckt sehr lecker und passt v.a im Sommer sehr gut zu gegrilltem Fleisch oder Gemüse.

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Das kommt auf sehr viele Faktoren an.

Wenn du die 100ml mehr oder weniger auf einmal pur wegkippst, wirst du danach ordentlich einen sitzen haben. Das kann schon mal schnell nach hinten logsgehen. Wenn du die aber über mehrere Stunden verteilt und evtl noch mit Cola trinkst, dann wirst du vermutlich gut angeschwippst, aber nicht sturzbesoffen sein.

Nebenbei gibt es aber auch viele andere Faktoren, die das beeinflussen: Deine Körpergröße, dein Gewicht, wie sehr du an Alkohol gewöhnt bist, wieviel du an dem Tag gegessen hast..

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Nein, tut er nicht.

Portwein und Sherry gehören zwar beide zu den verstärkten Dessertweinen, werden aber ganz unterschiedlich hergestellt: Sherry wird in den meisten Fällen aus Palomino-Trauben d.h. einer weißen Rebsorte hergestellt. Portwein wird dagegen aus verschiedenen roten Rebsorten hergestellt (es gibt zwar auch weißen Port, aber das ist die Ausnahme) - allein dadurch ergeben sich also schon unterschiedliche Aromen. Beim Sherry wird der Most zunächst vollständig vergoren (Hefezellen wandeln Zucker in Alkohol um) und dementsprechend ist der Restzuckergehalt eher gering. Im Prinzip wird als erstes ein ganz normaler Weißwein hergestellt, der dann anschließend mit Branntwein aufgespritet und zum Reifen ins Fass gefüllt wird. Beim Portwein wird bereits während der Gärung Branntwein auf die Maische gegeben, der dafür sorgt, dass die Hefezellen absterben und dadurch die Gärung zu einem Zeitpunkt gestoppt wird, an dem sie eigentlich noch nicht vollständig abgeschlossen - der Restzuckergehalt ist also deutlich höher, weshalb Portwein grundsätzlich süßer ist.

Davon abgesehen gibt es sowohl beim Portwein als auch beim Sherry sehr viele unterschiedliche Richtungen, die ganz unterschiedlich schmecken.

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Wie bereits hier mehrfach angeklungen ist, einen Whisky ohne viele Anhaltspunkte zu empfehlen, ist immer schwierig bzw. "riskant", da Whiskys sehr unterschiedlich sind und das Geschmacksempfinden immer subjektiv sind. Am besten wäre es daher noch ein paar mehr Information aus dem Beschenkten herauszuquetschen und tendenziell eher zu einer der bekannten Standards zu greifen, da du damit potentiell weniger falsch machen kannst. Gute rauchige Standard-Abfüllungen gibt es auch in dem Preissegment zum Glück so einige:

  • Highland Park 12
  • Oban 14
  • Talisker 10
  • Bowmore 12
  • Caol Ila 12
  • Ardbeg 10
  • Laphroaig 10
  • Laphroaig Quarter Cask

Sind alles schottische Single-Malts, allesamt rauchig und allesamt bis max 40€ (naja gut, der Oban kostet 45€), aufsteigend sortiert nach Rauchigkeit: Beim Highland Park schwingt der Rauch nur leicht süßlich im Hintergrund mit, beim Quarter Cask knallt er dir mit einer extrem medizinischen Note voll in's Gesicht, dass es aus den Ohren wieder rauskommt. So einen Whisky muss man dann wirklich mögen. Für Fans von Laphroaig oder Ardbeg wäre das durchaus intressant, ansonsten wäre ich gerade beim Quarter Cask ein wenig vorsichtig.

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Nö, ganz im Gegenteil. Ich find ihn sogar ziemlich sympathisch und schaue manche seine Videos gerne.

Ich denke, bei Gordon Ramsay ist es wie bei vielen anderen Stars auch: Man muss zwischen seiner Figur als Star in der Öffentlichkeit und dem echten Menschen dahinter unterscheiden. Die Art und Weise wie er im Fernsehen in Shows wie Kitchen Nightmare auftritt, ist eben nur eine Rolle die er spielt. Die kommt zwar nicht von ungefähr und vermutlich hat er auch in echt etwas von dieser extrem perfektionistischen und sehr harschen, aufbrausenden Art (wobei man sagen muss, dass der Ton in der Gastronomie generell ziemlich rau ist) aber die Darstellung im Fernsehen ist sicherlich übertrieben. Ansonsten könnte ich mir beim besten Willen nicht erklären, wie seine Restaurant-Kette über so lange Zeit so erfolgreich sein kann.

Neben den ganzen Fernsehshows, die ich mir auch nicht angucke, gibt es auf Youtube sehr viele Videos von ihm, wo er bei sich zu Hause alleine oder mit seinen Kindern kocht. In diesen Videos wirkt er wie ein komplett anderer Mensch: Er ist sehr ruhig und besonnen, erklärt sehr viel und wirkt einfach wie ein freundlicher, herzlicher Mensch, und vor allem spürt man seine unfassbare Leidenschaft für's Kochen, was die Videos wirklich intressant und sehenswert macht:

https://www.youtube.com/watch?v=4MpYuaJsvRw&

https://www.youtube.com/watch?v=orc_y7aYqv8

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Informatik

Jeder Studiengang in dem ausführlich Statistik behandelt wird.

Datenmengen sind heute zu einer unfassbar wertvollen Ressource geworden. Ob in der Marktforschung für personalisierte Werbung, KI-Algorithmen die mit riesigen Datensätzen über menschliches Verhalten gefüttert werden um daraus zu lernen, Finanzunternehmen und Versicherungen, die mit statistischen Verfahren globale Trends beobachten oder Risikobewertung betreiben, Geowissenschaftler die zB Klimadaten analysieren oder Modelle zur Erkennung von Naturkatastrophen aufstellen, Sozialwissenschaftler, die Sozialstrukturanalyse zu Themen wie z.B. Einkommensungleichheit vornehmen, was dann wieder für andere Felder wie Wirtschaft und Politik interessant ist..die Liste könnte man endlos fortsetzen. So ziemlich jede Wissenschaft (abgesehen vielleicht von Philosophie oder so..^^) und jedes Geschäftsfeld braucht heutzutage Daten als empirische Grundlage. Also braucht es Menschen, die mit solch riesigen Datenmengen umgehen können, die sich mit unterschiedlichen Erhebungsmethoden auskennen, die die entsprechenden Programme bedienen können, um aus riesigen Datensätzen relevante Informationen herauszufiltern und die diese veranschaulichen und richtig interpretieren können.

Da das ganze sehr viel Programmierung und technisches und mathematisches Know-How umfasst, hab ich jetzt mal Informatiker angekreuzt, jedoch gibt es auch sehr viele aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften, Mathematik als solches oder auch Psychologie die sich damit befassen.

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Ja

Ja, sind sie.

Um nur mal ein Beispiel von sehr vielen zu nennen: Andreas Kalbitz ist seit 2017 Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg. Abseits davon hat er mindestens zwei mal an Camps der rechten "Deutschen Heimattreuen Jugend" teilgenommen, war als Autor für die rechte Zeitung "Junge Freiheit" tätig, Mitglied des völkisch-nationalistischen "Witikobund" und Autor des dazu gehörenden Witikobrief, wo er vom "Ethnozid am deutschen Volk" schrieb, und zu guter letzt, Vorsitzender des Vereins "Kultur- und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit". Gegründet wurde dieser von niemand geringerem als einem gewissen Waldemar Schütz aka. ein ehemaliges Mitglied der NSDAP und der Waffen-SS.

Wer einen solchen Menschen in seiner Partei duldet, und zum Landesvorsitzenden wählt, hat jeglichen Bezug zur bürgerlichen Mitte und zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verloren.

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Ja, Whisky kann süßlich schmecken. Wobei du hier natürlich keine total vordergründige klebrige Süße wie bei Softgetränken oder Fruchtsäften erwarten kannst. Whisky ist schließlich immer noch eine Spirituose mit mindestens 40% Alkohol, und anders als z.B. bei Likören oder auch bei Rum darf bei Whisky kein zusätzlicher Zucker zugesetzt werden.

Aber durch die Reifung im Holzfass können durchaus süßliche Aromen z.B. nach Honig, Karamell, Vanille, frische Früchte, getrocknete Früchte usw entstehen. Ein recht süßlicher Whisky, der sehr mild und ein guter Einsteiger ist, wäre z.B. der ganz normale Jameson oder ein Buffalo Trace Bourbon. Wenn es ein etwas teurerer Single Malt sein darf, wäre der Balvenie 12 Double Wood oder ein Glenfiddich 15 sehr empfehlenswert.

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Jacky Cola

Ich trink zwar auch sehr gerne guten Single Malt (und dann gefälligst pur, ohne Eis aus einem entsprechenden Glas), aber ab und zu auf Partys oder mit Freunden, die pur eher keine Whisky-Trinker sind, darfs auch Whisky Cola sein.

Von den beiden würd ich mich für Jack Daniels entscheiden, Jim Beam find ich selbst mit Cola furchtbar. Zum Mixen mag ich aber tatsächlich den ganz einfachen Standard Ballantines lieber. Ebenfalls ganz lecker ist der Buffalo Trace oder Bulleit Bourbon. Der Buffalo Trace ist sehr mild, Bulleit ist mit seinem höheren Alkoholgehalt (45%) und dem höheren Rye-Anteil etwas würziger. Das macht ihn für Longdrinks wie Whisky-Cola und viele weitere Cocktails ganz intressant, da er dort zwischen den anderen, meist süßen oder säuerlichen Zutaten, nicht untergeht, sondern etwas mehr Charakter mit reinbringt und einen würzigen Kontrast bildet.

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