Wäre ein Lügen in dieser Situation legitim?

Also ich mache mir schon länger nichts mehr auch Weihnachten und habe eigentlich nur wenig Lust einige Verwandte zu treffen. Also es ist für mich eigentlich ein Tag wie jeder andere, die Wichtigkeit, die er mir mal hatte, ist nicht mehr vorhanden. Ich würde die Zeit eigentlich gerne intensiv für mich nutzen und etwas tun, was mir gut tut. Es wäre auch nicht so, dass ich über die Feiertage nicht reichlich für die Uni zu tun hätte, insbesondere zu Vorbereitung auf zwei heftige Klausuren im Januar.

Da ich diese Woche wegen einer Wesensänderung und laufender Gereiztheit meinen Arzt befragt habe, hat er sich auch nach diversen größeren und kleineren Belastungen in meinem Leben erkundigt.

Er meinte, seiner Meinung sei es völlig ausreichend, von Heiligabend auf den 1.Feiertag zu Hause zu sein und dann wieder hier in die Unistadt zu fahren. Er sei ja eher der Familienmensch, hätte aber auch volles Verständnis, wenn Mitmenschen die Feiertage zu viel würden. Und wenn ich aktuell eh schnell gereizt wäre, wäre es auch nicht sinnvoll, eine falsche Familienharmonie zu spielen (was die von mir eher unbeliebten Verwandten betrifft).

Seiner Meinung nach sollte ich dann zu Hause einfach sagen, dass ich noch etwas für die Uni tun müsste und ich aber nach der Klausurenphase gerne zu Besuch kommen würde. Dies wäre laut ihm auch gar nicht so sehr gelogen, da ich ja wirklich einen Batzen Arbeit auf dem Schreibtisch habe.

Wäre ein Lügen (wenn man es als solches bezeichnen möchte) in dieser Situation legitim? Ergo: Sollte ich den Rat meines Arztes beherzigen?

Medizin, Gesundheit, Wahrheit, Verhalten, Psychologie, Charakter, Mitmenschen, Psyche
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