Das Erwerben geklauter Sachen fällt unter § 259 StGB (Hehlerei) und wird bis zu 5 Jahren Haftstrafe oder Geldstrafe bestraft. Nach dem, was Du schreibst, glaube ich aber nicht, dass Dir etwas passiert. Zunächst einmal ist es egal, was die Polizei Dir bei der Befragung sagt. Am Ende ermittelt die Staatsanwaltschaft (durch die Polizei) und von denen hast Du ja noch nichts gehört. Bei dem von Dir geschilderten Sachverhalt, werden die Dich höchstwahrscheinlich als Zeugen befragen wollen. Und Du sollst nicht verschweigen, bei wem Du das Handy gekauft hast. Apropos. Dir ist auch ein Anspruch gegen die entsprechende Person entstanden. Du kannst den Kaufpreis zurückfordern. 

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Liebe Nina,

Heranwachsende sind leider oft so. Ob nun Ausländer, oder nicht. Ich bin selbst ein Ausländer, war aber in meiner Kasse in der Minderheit gegenüber anderen Ausländer. Also ich kam aus Russland und die anderen aus Jugoslawien. Und ich war alleine aus Russland. Als Folge wurde ich zum Außenseiter und im Gegensatz zu Dir, wurde ich auch richtig schlimm gemobbt.

Das die ihre Länder verherrlichen, ist eine Phase. Die hatte ich auch. Ich bin mir relativ sicher, dass keiner dieser Leute in diesen Ländern tatsächlich dauerhaft gelebt hat, Sie waren da höchstens Touristen, eventuell da geboren, aber nie die Erfahrung gemacht, die Ihnen erlauben würde tatsächliche Vergleiche zu Deutschland aufzustellen. Bei mir ging diese Phase vorbei, als ich zu begreifen anfing, was tatsächlich im Leben notwendig ist, was ein Rechtsstaat ist, was Kultur ist usw. Das dauert.

Damit ist Dir aber nicht geholfen. Nur weil Du verstehst weshalb sie so sind, wie sie sind, wirst Du dich nicht wohler fühlen. Du kannst natürlich die Schule wechseln, bzw. die Klasse, oder aber du nimmst Dir jemanden aus dieser Gruppe und freundest dich mit dieser Person an. So entsteht eine Verbindung. Am besten jemanden, der Dir auch schon so systematisch ist. Lade diejenige Person einfach mal mit zu einem Ausflug mit deinen Freundinnen ein oder was ähnliches. Dadurch kannst Du diese Grenze aufbrechen und könntest mitreden, Deutschland vertreten in diesen Diskussionen. Unter sich alleine haben die ja keine andere Sicht auf die Dinge. Du fühlst dich dann auch nicht mehr ausgeschlossen.

Mir hat es geholfen, als ich in einer anderen Schule sofort Kontakt gesucht habe zu Mitschülern die mir Sympathisch waren. Jetzt, 10 Jahre später, habe ich immer noch Freunde aus der Schulzeit. Mein Bester Freund und Trauzeuge ist Türke, mein anderer ist Deutscher und ich bin richtig froh darüber, wie die Sache am Ende verlaufen ist.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du durchmachst. Ich wünsche Dir das beste!

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Mündlicher Kaufvertrag. Kann ich dagegen angehen?!

Guten Abend, ich habe folgendes Problem:

Ich habe vor 9 Tagen mein Auto mündlich verkauft, vorraussetzung dafür war, dass ich die Kreditsumme bei der Bank ablöse ( sodass der Käufer den Fahrzeugbrief direkt bekommt ), das Auto lackieren lasse ( weil es ein Kratzer hatte ), ein Gutachten mache lasse und eine Garantieverlängerung vom Werk kaufe. Unterm Strich hat mich der spaß 650,- € gekostet + 7400,- € die ich als Sonderzahlung in den Finanzierungsvertrag eingezahlt habe.

Heute hatten wir den übergabe Termin, wo das Fahrzeug eigentlich gekauft werden sollte. Bei der Besichtigung haben wir festgestellt, dass der Kratzer nicht optimal lackiert wurde, sodass der Käufer meinte, dass wir nicht mehr in Geschäft kommen.

Natürlich habe ich dem Käufer angeboten, dass Fahrzeug noch einmal zum Lackierer zu bringen, weil es offensichtlich ein Fehler vom Lackierer war.

Davon wollte der Käufer nichts wissen und meinte, dass es für Ihn erledigt sei und das er dadurch kein Interesse mehr hat.

Jetzt bin ich ( nach mündlicher Zusage des Käufers ) ca. 650,- € in Vorkasse getreten, 7400,- in den miesen bei der Bank und mein neues Auto wartet auch schon auf mich.

Kann ich irgendwie gegen den Käufer vorgehen bzw. schadensersatz verlangen?!!

Ich fühle mich mehr als hintergangen und finde es einfach nur traurig, dass man so wenig der Menschheit nur noch vertrauen kann.

Liebe Grüße und danke für eure hoffentlich vernümpftigen Antworten.

ps. wir sind beides Privatpersonen

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A. Du hast (hattest) einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen. Es spielt dafür keine Rolle, ob es nun schriftlich, oder mündlich abgeschlossen wurde. Zumindest nicht bei Autos.

Grundsätzlich hättest Du also einen Anspruch darauf, dass der Käufer das Auto auch abnimmt (Natürlich ohne den Kratzer).

B. Aber der Käufer könnte unter gewissen Umständen ein Rücktrittsrecht aus dem Vertrag haben. Jetzt wird es komplex. Hat der Käufer beim Vertragsschluss (Also 9 Tage vor Übergabe) gesagt, dass er kein Interesse mehr am Fahrzeug haben werde, wenn es nicht zu dem vereinbarten Termin in Ordnung ist, so dürfte er zurücktreten, sonst MUSS er Dir eine angemessene Frist zur Nacherfüllung (Nachbesserung) geben. Gegen die Möglichkeit des Rücktritts vom Kaufvertrag spreche auch, dass du ja das Auto grundsätzlich ihm schon zur Verfügung gestellt hast und er damit nur wegen einer fehlenden „Teilleistung“ plötzlich kein Interesse hat. Da muss von ihm aber für einen wirksamen Rücktritt mehr kommen, als das. Zumal nach meiner Einschätzung deine Pflichtverletzung unerheblich ist und er damit überhaupt nicht zurücktreten dürfte. (Ich habe den Kratzer aber nicht gesehen).

C. Nimmt er das Fahrzeug dennoch nicht in Empfang, so könntest Du natürlich Schadensersatz verlangen. So z.B. Ersatz von vergeblichen Aufwendungen, die Du gemacht hast. Dazu gehört auch die Lackierung. Eventuell musst du ihn vorher aber mahnen.

D. Theoretisch wären vielleicht auch Ansprüche gegen den Lackierer möglich (der hats ja verbockt), aber es ist schon ein juristisches Gutachten notwendig, um das Dir sagen zu können.

ACHTUNG: Ich empfehle Dir einen Anwalt zu nehmen, da dieser über eine entsprechende Erfahrung verfügt und dir sagen kann, welche Ansprüche du gegen den Käufer geltend machen kannst und ob du diese auch beweisen kannst, denn da liegt der Hund begraben. Du hast einen mündlichen Kaufvertrag geschlossen. Gültig ist er, aber auch beweisbar? Ich kann dir das nicht sagen. Dafür fehlt es mir an Erfahrung und Wissen. Grundsätzlich scheint deine Frage begründbar zu sein und du könntest einige Ansprüche durchbringen, aber das ist nur die Theorie.

Ich nehme hier nicht in Anspruch dich jetzt richtig beraten zu haben. Dafür fehlen mir, wie gesagt, die Erfahrung und die Berechtigung.

Viel Glück

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Du kannst ruhigen Gewissens eine Ukrainerin/Ukrainer nach dem russischen Erziehungsstil fragen. So viel geben sich die Stile nicht, da Ukrainer und die Russen sehr nah verwandte Völker sind, tausende Jahre zusammen waren und teilweise sogar dieselbe Sprache sprechen. Die Unterschiede sind wohl minimal (Bin selbst Ukrainer).

Zumal gibt es da noch den Sowjetischen Erziehungsstil gab, so dass ich als Ukrainer z.B. die selbigen Wertvorstellungen teile wie ein bekannter Aserbaidschaner desselben Alters und ein Kirgise, obwohl das eigentlich grundliegend unterschiedliche Kulturen sind.

Da gibt es eher Unterschiede zwischen der Landbevölkerung und Stadtbevölkerung. Und zwar große Unterschiede. Du sollst deshalb darauf stark achten. Du kannst fragen, wie die Eltern das mit der Selbständigkeit ihrer Kinder handhaben. Ich z.B. habe schon mit 4-5 Jahren eigenständig eingekauft (Wobei meiner Eltern am Anfang wohl mir heimlich nachgelaufen sind :-)). Du kannst fragen, wie wichtig Bildung ist. Kulturelle Bildung. Musikinstrumente, Sport und co. Ab wann die Kinder von Zuhause wegziehen bzw. ob überhaupt, da teilweise Familien generationsübergreifend zusammen leben. Usw. Nach Religion. Das ist gerade in Kommen. Sind aber nur Ideen, da ich kein Pedagoge bin.

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Es gibt einige Gründe weshalb Russland nicht in der NATO ist und auch nicht in die NATO will.

1. Historische Gründe:

Die NATO wurde als ein Bündnisblock gegen Russland/UDSSR gegründet. Mit dem Zerfall der Sowjetunion änderte sich die Lage zwar, aber die meisten Menschen sind noch damit aufgewachsen, dass die NATO Ihr Feind sei. Eine neue Generation wird eventuell später anders darüber urteilen. Das gilt übrigens auch für den Westen. Auch hier dominiert eine noch sehr russlandkritishe Generation die Gesellschaft. (Wobei die neuere Kritik teilweise ihre Berechtigung hat).

2. Soziale und Politische Gründe:

Die russische Politikelite benötigt leider einen Feind und dieser ist die NATO. Damit versuchen Sie die Bevölkerung um sich zu einen. Je stärker die Kritik von Ihnen an der Politik umso hälftiger werden die angeblichen Konflikte mit der NATO nach außen projiziert. Da werden auch schon mal 40 Spione erwischt (letzer Bericht des FSB an den Präsidenten), oder Raketen nach Kaliningrad geschickt. Die Wahrheit ist aber, dass die NATO Russland wohl nie angreifen wird. Und auch die russische Elite wird kaum einen Krieg mit dem Westen riskieren, wo do ihre ganzen geraubten Reichtümer in westlichen Banken liegen und ihre Kinder in London und co. zu Schule gehen. Diese Taktik geht langsam auch nicht mehr auf, da die neue Generation sich nicht mehr so vor der Welt fürchtet.

3. Militärische Gründe:

Die NATO Länder haben grundsätzlich eine sehr ähnlichen Militäraufbau. Das ist auch notwendig, damit die Streitkräfte auch zusammen arbeiten können. Zumal steigert das die Effizienz und auch sonst sind die Streitkräfte der Mitgliedsstaaten auf einem ähnlichen Stand. Russland hat aus Tradition und politischen Kalkül einen gänzlich anderen Militäraufbau. (So bestehen die Unteroffiziersränge in der russischen Armee zum größten Teil nur aus länger dienenden Soldaten ohne eine langwierige Ausbildung durchlaufen zu haben, wie das die deutschen Unteroffizieren tun). Russland hat eine anderes Ausbildungssystem und eine andere Militärdoktrin. Ob das eine, oder das andere besser ist sei dahingestellt. (Zwar hat die russische Armee im Georgienkrieg gegen die nach NATO-Standards aufgebaute Armee der Georgier gewonnen, doch ist wohl die inoffizielle Anzahl der Opfer bei der russischen Armee ziemlich hoch gewesen). Der Umbau einer Armee in der Größe wäre ein riesiger und komplexer Akt, dass die russische Regierung im Moment nicht stemmen kann (Siehe die misslungenen Reformen der letzten Jahre). Auch die Waffensysteme müssten an die NATO-Standards angepasst werden. Womit wir zum nächten Thema kommen

4. Wirtschaftliche Gründe

Russland ist der zweitgrößte Waffenhändler und Waffenproduzent der Welt nach den USA. Die russischen Waffensysteme stehen in der direkten Konkurrenz zu den Amerikanischen und Europäischen Systemen. Ein Eintritt in die NATO würde bedeuten, dass Russland seine Waffensysteme an die NATO-Standards anpassen müsste (Was nicht heißt, dass sie schlechter sind, aber sie sind halt anders). Russland würde damit Teile seiner Prodiktion verlieren, Waffen nicht mehr frei verkaufen können usw. Das ist ein Einschnitt, dass die russische Regierung heute auch nicht eingehen wird.

Natürlich ist ein NATO-Eintritt in der Zukunft nicht ausgeschlossen, aber bei der politischen Lange zurzeit sicher nicht bald und auch sonst ist die Wahrscheinlichkeit dafür für die nächsten 20 Jahre eher gering.

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