Juristische Weiterbildung?

Hallo,

zunächst einmal zu meiner Person: Ich bin männlich, wohne in RLP, bin vor wenigen Tagen 18 Jahre alt geworden und werde höchstwahrscheinlich in etwa 3 Monaten meine Ausbildung zum Verwaltungswirten (mittl. nichttechnischer Dienst) abschließen. Danach werde ich als Kreissekretär (A6) eingesetzt werden.

Während meiner Ausbildung habe ich schon länger gemerkt, dass mir das "Recht" besser gefällt als alles andere. Mit 11 Monaten theoretischer Ausbildung habe ich Kenntnisse in den Bereichen Staats- und Verfassungsrecht, Kommunalrecht, Gefahrenabwehrrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bauplanungs- und -ordnungsrecht, Privat-/Zivilrecht, Öffentliches Dienstrecht, Recht der Sozialen Sicherung sowie im Recht der Öffentlichen Finanzwirtschaft erlangen können. Ferner wurde die "Verwaltungsbetriebslehre" thematisiert.

Mein Ziel ist es, zu entsprechender Zeit ein Jura-Studium mit dem 2. Staatsexamen abzuschließen.

Nun suche ich nach Möglichkeiten, mich alternativ noch etwas weiterbilden zu können, denn ...

  1. Ich habe leider nur die Mittlere Reife, was mir weder ein Studium an einer Universität noch an einer Hochschule (geh. nichttechnischer Dienst) ermöglicht. Zumindest schon einmal meine Fachhochschulreife werde ich im kommenden "Schuljahr" nachholen. Eine gesetzlich geregelte Zulassung zum Hochschulstudium mittels qualifiziertem Abschlussergebnis meiner jetzigen Ausbildung werde ich aufgrund meiner Behörde nicht bekommen.
  2. Sehr interessieren würde mich ja das Ehrenamt eines Schöffes (ehrenamtlicher Richter), jedoch ist Voraussetzung dafür das Erreichen des 25. Lebensjahres.
  3. Einem Kollegialorgan der Gemeinde (Gemeinderat, Stadtrat) werde ich auch nicht beitreten, da ich mich zum jetzigen Stand noch nicht so arg politisch festlegen möchte.
  4. Auch werde ich in meiner Behörde nicht in der Rechtsabteilung eingesetzt werden können.

Eine Möglichkeit wäre es natürlich, Seminare zu besuchen, das habe ich mal bisher im Hinterkopf behalten. Kostet aber evtl. auch Geld.

Aber gäbe es denn noch andere Möglichkeiten? Ich habe so eine Motivation, noch mehr zu lernen aber stehe momentan in einer Zwickmühle.

Grüße
Lukas

Beruf, Studium, Ausbildung, Recht, Jura, Öffentliche Verwaltung, Weiterbildung
5 Antworten
Obdachlosigkeit - staatliches Handeln?

Hallo,

ein Bekannter von mir wurde am Freitagnachmittag nach schon längerer angespannter Lage zu Hause von seinen Eltern rausgeschmissen. Zwei wichtige Angaben: Er ist 21 Jahre alt und steht in der Ausbildung (ca. 600 €).

Über's Wochenende konnte er mit größten Umständen noch bei einer Freundin übernachten, heute war er beim Jobcenter. Er ist aktuell dabei, den Antrag auf ALG II auszufüllen.

Gehen wir davon aus, dass er zweifelslos einen Anspruch nach § 19 SGB II hat (habe selbst ein paar Kenntnisse im Bereiche des SGB II; mehr im SGB XII). Bzgl. seiner wirtschaftlichen Situation: Er hat grds. keinen Penny und auch noch 4-stellige Schulden nebenher. Um über das Wochenende klar zu kommen, hat ihm sein Chef schon mal anteilig seinen Lohn ausgezahlt.

Da ihm die Obdachlosigkeit bevorsteht, sind wichtige Schutzgüter bedroht.

Die Behörde müsste ihm doch dann bis heute Abend eine Unterkunft besorgen, nicht wahr? Oder kann sie das auch wirklich nur, wenn der Antrag vollständig ausgefüllt ist und alle Nachweise beiliegen.

Kindergeldanspruch hat er ja dann aufgrund seiner Hilfebedürftigkeit genauso wie auf Unterhalt, hat er ja aber jetzt nicht mal so auf der Hand liegen. Behörde kann ja vorausleisten und der Anspruch auf Kindergeld/Unterhalt ggü. den Eltern wird übergeleitet.

Habe beruflich auch selbst Interesse daran, dort etwas zu lernen und würde mich über Aufklärung freuen.

Grüße
Lukas

Recht, Arbeitslosengeld 2, Hartz IV, Jobcenter, Obdachlosigkeit, SGB II, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen
10 Antworten
Übernahme der Kosten der Unterkunft?

Hallo,

ich habe einen Freund, der momentan überhaupt nicht zufrieden bei sich zu Hause ist, er hat Stress mit den Eltern und andersherum. Dieser befindet sich in der Ausbildung und verdient lasche 600 € ungefähr. Außerdem ist er volljährig.

Nun ist er an dem Punkt, wo er von zu Hause ausziehen will. Die Eltern fänden das auch gut.

Mit dem oben genannten Betrag kann er natürlich nicht seinen notwendigen Lebensunterhalt bestreiten. Er wäre auf staatliche Leistungen angewiesen. In Betracht käme natürlich das BAföG, er meinte aber, dass seine Eltern zu viel verdienen würden (ist ja schließlich einkommensabhängig). Nun gehen wir mal davon aus, dass das wirklich zutrifft.

Dann blieben ja noch die Leistungen des SGB XII's bzw. des SGB II's.
Zum Personenkreis der Anspruchsberechtigten auf Grundsicherung gehört er nicht.

Ich habe zwar Kenntnisse im Bereiche des SGB XII's, jedoch nicht all' zu sehr was Sozialgeld und ALG II betrifft. Er ist erwerbsfähig. Also möglicherweise ALG II (§ 19 Abs. 1, 2 SGB II).

Jetzt kommt es aber zum Punkt: Kann er einzelne Leistungen zur Übernahme der KdU erhalten, ohne Anspruch auf Leistungen im Rahmen des Regelbedarfs zu haben (weil er ja immerhin etwas Geld hat)?

Ich würde mich insgesamt über eine Schilderung freuen, ob sich ein Gang zum Jobcenter/zur Arbeitsagentur lohnen würde oder was ihm sonst bliebe.

Außerdem: Seine Eltern haben noch Anspruch auf Kindergeld, kann er seinen notwendigen Lebensunterhalt ja nicht bestreiten, steht es ihm zu.

Dankeschön und Grüße
Lukas

P.S.: Wohngeld gibt es ja auch, aber davon habe ich leider erst recht keine Ahnung.

Recht, Sozialrecht, Arbeitsagentur, Jobcenter, SGB II, SGB XII, Sozialamt, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen
7 Antworten
Sixpack - Tipps und Einschätzungen?

Hallo,

zuerst einmal ein paar persönliche Angaben: Ich bin männlich und noch 17 Jahre jung, ca. 1,76 m groß und wiege 60 Kilogramm. Ich sehe absolut normal aus, keinerlei körperlichen Besonderheiten.

Nun, etwa Anfang September habe ich angefangen, meine Bauchmuskulatur mit dem Ziel „Sixpack“ zu trainieren. Das habe ich mit einem Home Workout jeden zweiten Tag (5 Minuten) gestartet. Seit Dezember dann täglich. Ab Januar habe ich die Dauer auf 10 Minuten erhöht, aber weiterhin täglich.

Nach jedem Workout gibt es bei mir einen Protein Shake. Auch sonst versuche ich regelmäßig „natürliche“ Proteine meinem Ernährungsplan beizufügen.

Ganz nebenher, seit 3 Wochen ist es mir wieder möglich ins Fitnessstudio zu gehen, was ich dreimal die Woche à 90 Minuten mache (2x Oberkörper ohne Abdominals, 1x hauptsächlich Beine und etwas Abs).

Kommen wir zur Sache. Momentan finde ich, dass es etwas in der Entwicklung stockt. Ich sehe definitiv Fortschritte aber so langsam dürfte es auch gerne nochmal ein Stück näher ans Ziel gehen. Ein Bild unten nach dem Workout mit angespannter Muskulatur ...

Es ist meiner Meinung nach nicht der Fall, dass ich meinen KFA weiter sinken müsste, da habe ich schon „wenig genug“, oder?

Ich würde mich über ein paar Bewertungen bzgl. meiner Bauchmuskulatur freuen und nehme gerne neue Ansporne und Tipps entgegen.

Danke und Grüße

Lukas

Sport, Fitness, Sixpack, Sport und Fitness, Bauchmuskulatur
1 Antwort
Muskelkater stört Trainingsplan?

Hallo,

nach 6 Monaten habe ich seit vorgestern wieder die Möglichkeit ins Fitnessstudio zu gehen.

Am Sonntag habe ich für 90 Minuten Brust, Trizeps und Schultern trainiert. Der Bizeps hat auch durch die Übungen profitiert, fast schon zu viel - mehr später.

Am Tag darauf war der Muskelkater so stark zu spüren, dass ich mir noch gerade so einen Hoodie anziehen konnte. Schultern, oberer Rücken und vorallem der Bizeps sind betroffen, Brust nur beim Anspannen. Meine Arme kann ich nicht ausstrecken oder nach oben strecken. Nun ja, ist halt eben so.

Heute, am Dienstag, ist es immer noch genauso schlimm. Ich wollte eigentlich jeden 2. Tag ins Fitnessstudio gehen. Heute hätte ich dann nur 90 Minuten Legday machen können, das war mir aber zu viel. Meine Bauchmuskulatur trainiere ich seit einigen Monaten so oder so zu Hause.

Hat jemand eine Idee, wie ich meinen Trainingsplan so verändern könnte, dass ich jeden 2. Tag gehen könnte? Natürlich kann es auch sein, dass der Muskelkater in Zukunft sich mildert, wollte aber dennoch lieber schon mal fragen.

Zu meiner Person einfach mal noch kurz, ich bin 17 Jahre alt, wiege ca. 60 kg (sehe relativ normal aus, nichts besonderes) und bin ca. 1,76 m groß. Durch mein Abs-Workout sind schon relativ gute Veränderungen sichtbar. Übrigens kann ich nur von Sonntag bis Donnerstag ins Fitnessstudio gehen, am Wochenende bin ich zu Hause.

Besten Dank und Grüße

Lukas

Fitnessstudio, Gesundheit und Medizin, Muskelkater, Sport und Fitness
3 Antworten
Bachelor of Arts - bundesweite Möglichkeiten?

Hallo,

vorerst zu mir. Ich bin 17 Jahre alt und habe im Sommer letzten Jahres meine Ausbildung zum Kreissekretär in RLP angefangen, nachdem ich meine mittlere Reife erlangt habe. Somit bin ich nun im zweiten und letzten Ausbildungsjahr (mittlerer Dienst übrigens).

Ich würde in Erwägung ziehen, unmittelbar nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes (also nächsten Sommer) direkt noch den gehobenen Dienst hinterherzuhängen. Das ist auch mit mittlerer Reife möglich!

Wenn ich das dann evtl. auch in paar Jahren geschafft hätte, wird mir der Titel „Bachelor of Arts“ verliehen.

Fraglich ist für mich nun, ob dieser Titel dann bundesweit anerkannt ist. Außerdem, und noch viel interessanter, könnte ich dann damit bundesweit ohne Probleme studieren gehen, da ich eben auch nicht vorhabe das Abitur nochmal nachzuholen.

Es ist ja schließlich auch ein Studium und somit würde es damit schon das Abitur „decken“, vielleicht ist das verständlich.

Zum Schluss möchte ich noch einmal erklären, warum das Ganze: Mein Ziel ist es auf jeden Fall Richter/Staatsanwalt/etc. zu werden. In z.B. einer Kreisverwaltung (auch Landratsamt genannt) möchte ich nicht ein Leben lang bleiben. Dazu brauche ich, wer hätte es gedacht, ein abgeschlossenes Jurastudium.

Nun kam mir die Idee, anstatt nochmal das nervige Abitur nachzuholen, könnte ich den Bachelor of Arts anstreben (wesentlich interessanter, bezahlt und Arbeitserfahrung) und damit dann später an eine Universität gehen.

Die Fragen stehen soweit oben und ich bedanke mich schon mal.

Grüße

Lukas

Studium, Schule, Jura, Richter, Bachelor of Arts, staatsanwalt, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
3 Antworten
Teures Auto mit 18 und weitere Tipps?

Hallo,

ich bin momentan 17 Jahre alt und bin recht nah an der praktischen Fahrprüfung zum BF17.

Ein Auto möchte ich mir aber erst nächsten Jahres in Richtung Frühling kaufen. Trotzdem plane ich gerne schon sehr früh.

Momentan bin ich in der Ausbildung zum Verwaltungswirten. Das bedeutet, ich bin Beamter und habe somit aller Voraussicht weiterhin ein sicheres Einkommen in Höhe von Besoldung AW A6 ~ netto sind das knapp 1.100 €. Jetzt aktuell habe ich ein liquides Vermögen von ca. 10.000 €.

Nun ja, ich bin ein sehr vernünftiger und wohl auch von meiner geistigen Reife her leicht überdurchschnittlich (der heutigen Zeit zumindest verglichen :D). Ein Stichwort ist schon mal „Alkohol“.

Daher traue ich es mir auch zu, ein teureres Auto von Beginn an zu fahren. SUV‘s begeistern mich sehr - Audi Q3/Q5 als Beispiel. Auch ein paar andere wie der Mazda 3 Kompakt 2017 gefallen mir.

Wichtig wäre mir auf jeden Fall die Innenausstattung wie einem Infontainment/Touchscreen/Bordcomputer/ ... und etwas wie einer Sitzheizung.

Hohe Ansprüche, ja :/

Checkliste:

  • finanzielle Mittel stehen zur Verfügung, auch einberechnet Versicherung, Reparaturen (die z.B. bei Audi sehr teuren sein sollen), ...
  • fahrerisches Können wird bis zur Vollendung des 18. LJ noch erübt, u.a. auch mit einem Fahrsicherheitstraining
  • persönliches Verhalten dem Risiko und der Gefahr angepasst
  • weiteres Argument: „In der Fahrschule fährt man auch mit einem BMW X3 - als Beispiel.“

Ihr dürft mir das gerne (wieder) ausreden, helfen werdet ihr mir damit leider nicht. Tut mir leid für den Satz.

Außerdem: Ich habe gehört Leasing oder Vario wäre sehr abzuraten, u.a. auch wegen der dicken Endrechnung und möglichen zusätzlichen Zahlungen und man keinerlei Eigentumsrechte hat. Könnt ihr das bestätigen?

Gebrauchtkauf oder direkt einen Sofortkauf bei so einer Summe (vielleicht ca. 15.000 €)?

Habt ihr weitere Dinge, die ich bei einem Autokauf beachten sollte?

Meine Eltern haben dem außerdem nichts einzuwenden, außerdem kann sich meine Meinung nach gewisser Fahrzeit noch ändern.

Ich würde mich über ein paar hilfreiche Antworten freuen.

Bei weiteren Fragen einfach melden!

Viele Grüße

Lukas

Autokauf, fahranfaenger, SUV, erstes-auto, Auto und Motorrad
7 Antworten
Ungerechtfertigte Bereicherung BGB?

Hallo,

folgender Fall zunächst:

A leiht B sein Buch. Nach kurzer Zeit verkauft dieser das Buch an C. Jedoch hält C ihn für den Eigentümer. Nun will A natürlich sein Buch zurück.

Infolge des Verfügungsgeschäftes erlangte C nun das Eigentum aufgrund gutgläubigem Erwerbes. Demnach ist ein sachenrechtlicher Herausgabeanspruch gem. § 985 BGB nicht möglich.

Aber könnte also ein schuldrechtlicher Herausgabenaspruch (§ 812 BGB) bestehen. C müsste etwas durch Leistung, aber ohne Rechtsgrund erlangt haben. Ist es richtig, dass dies auch nicht denkbar ist, da ein Rechtsgrund hier der Leihvertrag zwischen A und B ist?

Also läge hier eine ungerechtfertigte Bereicherung (§ 816 BGB) vor. Ein Nichtberechtigter trifft eine (un)entgeltliche Verfügung, die dem Berechtigten gegenüber wirksam ist. Somit könnte A das von dem Kaufvertrag des B und C Erlangte verlangen.

Ist diese Herangehensweise und der Inhalt richtig?

Liegt der Unterschied zwischen § 812 BGB und § 816 BGB darin, dass im Falle des § 812 BGB ein Berechtigter mit Rechtsgrund gehandelt hat (und wenn kein Rechtsgrund, dann Herausgabeanspruch) und beim § 816 BGB ein Nichtberechtigter gehandelt hat? Betonung also: a) Rechtsgrund b) Berechtigung

Ich hoffe, das ist ganz gut verständlich. Das hoffe ich nämlich auch von euren Antworten, denn ich bin erst 16 Jahre ^^

Viele Grüße und dankend im Voraus

Lukas

Recht, BGB, Privatrecht, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen
1 Antwort