Warum sind in SAP Sofortaufträge nicht Dispositionsrelevant?

2 Antworten

Dispositionsrelevant bedeutet das die Materialien für einen Fertigungszeitraum geplant werden. Sprich wenn ich am 17.01.2015 was produzieren will müssen Materialien und Produktionsmittel/Produktionshilfsmittel verügbar sein. Durch Lagerabruf oder JIT Lieferung.

Ein Sofortauftrag wird direkt ausgeführt - sprich es wird nicht die Resourcenbereitstellung in der Zukunft geplant (Disposition), sondern nur verfügbarkeit der Resource geprüft und bei ausführbarbeit wird der Auftrag ausgeführt.

Das hängt mit der grundsätzlichen Eigenschaft eines Transportauftrages zusammen, da beim Sichern nach erfolgter Anlage im Standard sofort eine Lieferung (Sofortlieferung) erzeugt wird. Siehe auch folgenden Link:

help.sap.com/saphelp_45b/helpdata/de/dd/55fc8e545a11d1a7020000e829fd11/content.htm

Es kann demnach gar nicht erst dazu kommen, dass ein Sofortauftrag als offener Bedarf in der Bedarfs- und Bestandsliste geführt wird, da dieser über die sofort erzeugte Auslieferung sogleich wieder verschwinden würde.

Indirekt gibt es eine Disporelevanz, was übrigens nichts anderes bedeutet, als für die Bedarfsplanung von Bedeutung und somit entweder in der Bedarfs- / Bestands- oder in der Dispoliste aufgeführt:

In der Dispoliste wird stets nur das Ergebnis der letzten Planungslaufs dargestellt. Wird nach Verbuchung des Sofortauftrags mit Auslieferungserzeugung und Kommisionierung anschließend für dieses Material ein neuerlicher Planungslauf ausgeführt, hat sich im Ergebnis der Bestand reduziert.

Einfacher, weil ohne Planungslauf, funktioniert das Prozedere in der Bedarfs-/Bestandsübersicht, die zwar grundsätzlich ähnlich wie die Dispoliste aussieht, jedoch zudem über einen Auffrischbutton verfügt, mit dem man sich die stets aktuelle Situation zu Bedarfen und Beständen eines Materials anzeigen lassen kann.

Auch hier würde im Anschluss der Bestand reduziert werden.

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