Meisterbrief nur zum Vertrieb von Extensions!?
Also ich stelle seit einigen Monaten Dreadlock Extensions aus Echthaar her und verkaufe diese übers Internet. Zum ersten mal im Leben hab ich das Gefühl dass ich als Schwerbehinderte etwas gefunden habe was mir wirklich Spaß macht und ich wirklich dauerhaft ausüben kann. Alternative lautet Hartz 4.
Jetzt habe ich Post von der Handwerkskammer bekommen, ich soll doch bitte einen Meisterbrief nachweisen als Friseurin. Ich verstehe das gar nicht, ich arbeite nichtmal am Kopf, ich stelle die Dinger ja nur her und die Kunden bringen sie selbst an. Brauch ich jetzt auch nen Meisterbrief zum Vertrieb von Haargummis?? Und wenn ich Skalpelle verkauf muss ich dazu jetzt Chirurg sein?
Kann jemand die Situation beurteilen? Wie siehts aus mit Klagen? Kann mir nicht vorstellen dass die damit durchkommen, ich hab noch KEINE normale Friseurin getroffen die in dem was ich mache bewandert war, also kann ich unmöglich das Friseurhandwerk ausüben wenn die meisten Friseure das doch nichtmal können.
2 Antworten
Das Friseurhandwerk hat doch gar keinen Meisterzwang mehr. Lass dir von der Kammer mal die Unterlagen schicken.
Danke für die Antwort.
Dann verstehe ich das umso weniger, zumal einige meiner Kollegen/innen da ebenfalls durch mussten bis hin zur Strafe und Unterlassungserklärung. Die haben teilweise gekämpft bis in die letzte Instanz - und verloren. (Die arbeiten allerdings als Dreader direkt am Kopf, vll lags daran).
Der Meisterzwang fällt wohl nur dann weg wenn man anderweitig viel Erfahrung nachweisen kann (Gesellenbrief + 6 Jahre Erfahrung im Beruf zB), und das hab ich ja nicht.
Hat sich geklärt, mein Handerk ist nicht zulassung-/eintragungspflichtig. :)