Frage von Lillyput89, 48

"Zu sehr lieben", Wo finde ich eine Selbsthilfegruppe?

Hallo,

leider musste ich schmerzhaft feststellen das ich zu sehr liebe, dennoch zieht es mich immer wieder zu Männern die große Probleme im Leben haben und ich mich somit aufopfere ihnen zu helfen um dann "geliebt" zu werden. Jedoch möchte ich einfach nur eine harmonische, glückliche, gleichberechtigte Beziehung ohne aufopferung. Im Moment date ich einen richtig tollen Mann der keinerlei Probleme hat und mit dem ich mich auch sehr gut verstehe, allerdings fehlt mir jetzt schon "der Kampf" um die Liebe. Das treibt mich schon in die Panik. Ich brauche also dringend Hilfe.

Kennt jemand eine Selbsthilfegruppe im Raum 88316 Isny oder vielleicht hätte jemand Interesse sich mit mir auszutauschen?

Danke schon mal für eure Antworten...

Antwort
von DODOsBACK, 24

Das nennt sich Helfersyndrom und hat mit "zu sehr lieben" wenig zu tun.

Nimm deine rosarote Brille ab und sieh dein eigenes Verhalten realistisch: du opferst dich nicht auf, du willst dich für den anderen unentbehrlich machen! Du willst, dass er zu dir aufschaut, dich bewundert und sich dir verpflichtet fühlt.

Dahinter steckt meistens ein ziemlich bescheidenes Selbstvertrauen, dass du mit deinen "guten Taten" aufbauen willst. Meistens glauben solche Menschen nicht, dass man sie um ihrer selbst willen lieben kann. Und sorgen deshalb für andere "Gründe".

Dankbarkeit ist zwar eine tolle Bestätigung, hat aber mit Liebe wenig zu tun. Meistens führt diese Erkenntnis dann auch zum Ende einer Beziehung - aus der beide unglücklich herausgehen. Du, weil du dich schlecht behandelt und ausgenutzt fühlst, der Partner, weil er das Gefühl hat, nur wegen seiner Probleme überhaupt interessant gewesen zu sein.

Eine kurze Zusammenfassung findest du da:

http://www.psychotipps.com/helfersyndrom.html

Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung kannst du über deinen Hausarzt oder Stellen wie KISS herausfinden. Oft reicht es aber schon, das "Problem" zu erkennen und mit Freunden darüber zu sprechen!

Alles Gute!!!

Antwort
von Ille1811, 19

Hallo,

das 'Helfersyndrom' habe ich als Kind in kranken Familienstrukturen 'eingeprägt' bekommen. Schau mal, ob jemand in deiner Ursprungsfamilie (kann auch mehrere Generationen zurückliegen) 'hilfsbedürftig' war. Ich schreibe es in Anführungszeichen, weil derjenige vom Rest der Familie als 'der kann sein Problem nicht lösen, also muss ich das für ihn tun', bewertet wurde.

Wenn du das Problem, was dieser Mensch hatte, entdeckst, dann geh zu einer Selbsthilfegemeinschaft, die sich speziell mit der Angehörigenproblematik bei dem von dir entdeckten Problem befasst.

Finden kannst du dann die passende Selbsthilfegruppe selbst, indem du das spezielle Problem und 'Angehörige' in eine Suchmaschine eingibst.

Antwort
von Alsterstern, 24

Es ist doch so: das ganze Miteinander muss man erst einmal lernen. Ist man in einer Beziehung muss man den anderen 'kennenlernen'. Man muss für alles sensibel sein. Sich in den anderen hinein versetzen können. Das kannst Du glaube ich noch nicht. Deine Gedanken kreisen zu oft um Dich selber.  Eine Beziehung sollte kein ständiger Kampf sein. Eher eine Ergänzung. Dem anderen auch mal Luft zum Atmen geben. Selber Dinge machen ohne den Partner. Jeder muss eine eigenständige Person bleiben. Vielleicht wäre es gut, wenn Dir da mal eine Beratung zur Seite steht. Eine Gruppe ist immer schwierig, weil Du dort auch alle anderen Probleme mitbekommst, was ich für nicht notwendig halte. Schau mal wo es in Deiner Nähe eine Beratungsstelle gibt. Das kannst Du über die Gelben Seiten herausfinden.  

Antwort
von FooBar1, 21

Keine Sorge. Jeder hat Probleme. Du findest seine später noch

Antwort
von Lastrono, 27

Brauchst keine Gruppe musst ja drotzdem um ihn kämfpen willst ja sein Herz erobern ;-)

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