Frage von kirschblueten 07.05.2012

wie wichtig ist religion für kinder?

  • Antwort von IceCreamMan1996 07.05.2012
    61 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich finde und denke, dass sich Kinder da keine Gedanken drüber machen sollten, das kommt mit steigender Reife/Alter. Ich finde auch, dass Kinder noch keine eigene Meinung haben (Leichtgläubig) und so werden sie zu einem Glauben gedrängt den sie vielleicht nicht wirklich wollen. Ich denke man sollte Kinder konfessionslos aufziehen, sie sollten sich dann entscheiden, welchem Glauben sie angehören, wenn sie in der Lage sind, rational zu denken und eigene Entscheidungen treffen können. Ich wurde zwar mit lockerem Glauben aufgezogen, habe mich aber für den Atheismus (Kein Glauben) entschieden, da ich im Leben immer gemerkt habe, dass es besser ist nur an das zu glauben, was man sieht, allerdings mache ich mir auch eigene Bilder, von Geburt, Tod und was davor bzw danach passiert ist/passieren wird.

  • Antwort von ToniQuiet 07.05.2012
    28 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    Wusstest du das es Selbsthilfegruppen für Menschen gibt die religiös erzogen worden und wahre Phobien vor der Hölle haben? Wusstest du wie viel Religion bei einer unschuldigen Kinderseele kaputt machen kann?

    Ich sage nicht das es automatisch so schlimm kommen kann. Aber es ist möglich. Und ein zwanghaftes in-die-Kirche gehen bringt die Kirche nicht näher, sondern bringt einfach nur bei das zu glauben was dort am Altar erzählt wird. Ein Kind glaubt es wenn man ihm die Geschichten aus der Bibel erzählt. Von Himmel bis Hölle - bedingungslos. Es wird ihm also praktisch beigebracht dies als einzige Wahrheit zu betrachten und das finde ich persönlich nicht richtig. Es gibt immer mehrere Ansichtsweisen von unterschiedlichen Personen. Jeder sollte entscheiden was er glaubt.

    Eine strenge christliche Erziehung würde ich nicht raten. Erzieh dein Kind offen - auch wenn es sich einmal dafür entscheidet Atheist zu werden oder gläubiger Christ. Vollkommen egal. Aber es zwanghaft in eine Richtung zwingen (auch wöchentlicher Kirchengang ist in dieser Hinsicht Zwingen) ist nichts was zu einem gesunden Verstand beiträgt.

    Mach das was du für richtig hältst - es ist dein Kind und nicht das deines Vaters. Und du allein hast zu entscheiden was für es richtig ist.

    LG Toni

  • Antwort von PeVau 07.05.2012
    24 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    oder sollte ich meinem Kind die Möglichkeit geben, völlig Vorurteilsfrei an diese Dinge heranzugehen, wenn er es später selbst möchte

    Genau das solltest du tun!

    Kein Mensch wird zum Kriminellen oder zum Soziopathen, weil er als Kind nicht religiös erzogen wurde. Vielleicht gerade deshalb nicht.

  • Antwort von Spaghettus 08.05.2012
    21 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin entsetzt, wie viele hier tatsächlich vorschlagen, Kinder ohne den rechten Glauben aufwachsen zu lassen. Noch entsetzter bin ich, wie viele Daumen sie für ihre falschen Ratschläge bekommen. Auch die Begründung ist geradezu lächerlich: Sie sollen sich selbst entscheiden können. Das haben sie doch längst, oder kennt ihr ein Kind, das nicht gern Pasta ißt?

    Also Mut zur Entscheidung: www.pastafari.eu

  • Antwort von Wenne 07.05.2012
    12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine gute Erziehung kann man auch ohne Kirche und Religion vermitteln. Manchmal glaube ich dass das ohne das enge Korsett von Kirche und Glaube sogar besser geht.

  • Antwort von Kallimachos 07.05.2012
    12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "oder sollte ich meinem Kind die Möglichkeit geben, völlig Vorurteilsfrei an diese Dinge heranzugehen, wenn er es später selbst möchte"..Genau das solltest du tun!..Punkt..Gibt es auch nichts zu diskutieren..:-)..Diese elende Indoktrination muss endlich mal aufhören.

  • Antwort von Wutklumpen 08.05.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Religionen sind wie Penisse. Sie haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Und haltet sie gefälligst aus Kinderköpfen fern." - Treffender kann ich es nicht beschreiben.

  • Antwort von TomBombadil2010 08.05.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kein Kind sollte mit nicht verifizierbaren, jahrhunderte alten Dogmen irgendeines religiösen Glaubenssystems indoktriniert werden. Und "Erziehung" ist immer mit Indoktrinierung verbunden, ob man es will oder nicht. Ein Kind hat schlichtweg noch nicht die Möglichkeit, Dinge kritisch zu hinterfragen, es glaubt, was ihm glauben gelehrt wird.

    Kein Kind wird als Christ, oder als Moslem, oder als Hindu, geboren, der Grundzustand ist sozusagen "Atheismus", und in meinen Augen ist es ein Verbrechen, Kinder in eine Religion hineinzuerziehen.

    Im übrigen gibt es nichts an der Religion, was einem modernen Menschen noch einen Vorteil brächte. "Spiritualität" - was auch immer das bedeutet - findet man auch in der Schönheit und Eleganz der Natur, in der Kunst, in der Musik, in der Literatur. Schon gegen die Wunder der Natur allein, wenn man erst einmal die Augen dafür geöffnet hat, sieht die von der Religion gebotene Spiritualität nur schal und fad aus.

  • Antwort von mia68 07.05.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ...regelmäßigst sonntäglich nur dumpf in der Kirchenbank zu sitzen, wenn es keinerlei inhaltlichen Bezug zu alledem gibt, wäre für mich so ziemlich das Schlimmste, was man seinem Kind (und: auch sich selbst!) antun kann. Und zudem nah am Rande der Heuchelei - das braucht kein Mensch.

    Wenn du allerdings eine (wie auch immer geartete) Haltung ("d)einer(") Religion gegenüber hast, dann tust du wahrscheinlich nicht wirklich "falsch" daran, auch deinem Junior davon bisschen was mitzuteilen/mitzugeben. (Kinder mögen und schätzen es -und das gewiss ja nicht zufällig-, wenn "die Großen" klare Position zu etwas beziehen...)

    Die Form dessen (!) ist sicher noch entscheidend; heißt: immer deutlich zu machen, dass die eigene Meinung nicht absolut ist - und drüber hinaus: unbedingt "erlaubt", "ganz anders" zu glauben. Oder auch gar nicht.

    Geh´ doch auch einfach mal bisschen ins Gespräch mit deinem Lütten. Was ich bisher so mitbekommen habe, ist das doch ein pfiffiges Kerlchen; möglicherweise wird er sich sogar schon seine ganz eigenen Gedanken gemacht haben, zu all dem. Lohnt sich, auch mal darauf zu hören - bevor man über kleine Köppe hinwegst einfach so entscheidet, in welche Richtung kleine Köppe kucken sollen... ;-)

    (das Wort "Religion" stammt übrigens vom lat. religere - was da heißt: "sich rückbinden an"; find´ ich eigentlich ganz gut mal zu überdenken, so im Hinblick auf Kinder...)

  • Antwort von osmond 08.05.2012
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hi, ich habe neutral erzogen. Keine Kirchenzugehörigkeit, aber Religionsunterricht (gehört zu unserer Kultur). Wertevermittlung der Schröderschen Sekundärtugenden wie: Treue, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Mäßigung, Respekt vor anderen etc. Damit kann man zwar ein KZ betreiben (egal, ob in Deutschland, USA, Kuba, Israel, Argentinien oder Irak), aber auch als wertgeschätztes Mitglied irgendeiner Gruppe (Firma, Freunde, Staat, Gemeinde, Verein, Bundeswehr, Feuerwehr, Sportverein, Antifa etc. anerkannt werden. Soas zählt! Im Sinne von Seneca. Und Schröders Primärtugenden sind Geldrafferei beim lupenreinen Demokraten. Gruß Osmond http://www.zeit.de/1999/07/Zurueck_zu_den_Sekundaertugenden

  • Antwort von gottesanbeterin 07.05.2012
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dein Vater hat gehandelt, wie er es für richtig erachtet hat und du handelst, wie du es für richtig hältst. Aus. Ende.

  • Antwort von michma 07.05.2012
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    vollkommen unwichtig!!!

    ich bin froh, dass meine eltern uns absolut religionsfrei erzogen haben - aus uns allen sind selbstständig denkende und äusserst gewissenhafte menschen geworden.

    und jeder von uns hat auf seine weise zu einer form von spiritiualität gefunden ohne dazu gedrängt worden zu sein.

    unser eindeutiger vorteil ist, dass wir ohne angst vor dem großen rächer behauptungen hinterfragen können und wenn uns etwas unschlüssig erscheint es auch so annhemen können ohne an "aber man muss doch oder der sagt doch" klammern zu müssen.

    erziehe deine kinder vor allem zu bewusst lebenden, aufgeweckten menschen die respekt vor dem leben und ihren mitmenschen haben - der rest ist nebensache und kommt von selbst, wenn es denn passt.

  • Antwort von katwal 08.05.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Kind religiös zu erziehen, hat - wie alles im Leben - zwei Seiten!

    Ich selbst bin streng religiös (röm.-kath.) erzogen worden. Ich habe sehr unangenehme Erinnerungen an meine Kindheit. Der gesamte Alltag hing mit dem Glauben und der Religion zusammen (Morgengebet, Frühmesse, Mittagsgebet, Christenlehre, Abendgebet, Beichte, Abendandacht, ständiges Erinnern an den Tod und Ende des irdischen Lebens bei einem jungen Menschen, Angstmacherei vor der Hölle und dem Fegefeuer, Kontaktverbot mit Andersgläubigen; damals waren die evangelischen Christen auch schulisch getrennt etc.).

    Was ich daraus positiv verzeichne und verinnerlicht habe: Ehrlichkeit, Redlichkeit, Fairness, moralische Denkweise etc.

    Eigentlich sollte jeder Mensch selbst entscheiden können, ob er einer Religion angehören will oder nicht (und welcher!). Aber das ist i. d. R. nicht möglich, weil bereits die Babys von ihren Eltern sozusagen in die Religion bzw. den Glauben hineinwachsen.

  • Antwort von HektorPedo 08.05.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hmm. Ich gebe mal meine persönliche Meinung kund in der Frage.

    (Christliche) Religiosität hat unglaublich viele Facetten, Möglichkeiten, Seinsformen. Gerade gegenüber (kleineren) Kindern ist es vor allem elementar wichtig, die Gottesebenbildlichkeit des Menschen in seiner besonderen "Rolle" elterliche Verantwortlichkeit durch ein Mit- und Vorweggehen in Glauben und Handeln widerzuspiegeln. Sozialethische Haltungen durch möglichst konsequente, eigene Ausübung als lebbares und gottgewolltes Handeln und Denken dem Nächsten gegenüber zu demonstrieren.

    Dazu gehören ja alle "Leitwerte", die Paulus auf den Punkt bringt, wenn er das Wesen der Liebe auslegtt; gehören dann nachrangig Verkündigung, Liturgie und Ritus, die umso leerer zu wirken beginnen, je mehr das elterliche Handeln vom christlichen (besser: evangelischen) Moralparadigma abweicht.

  • Antwort von cortijero 08.05.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    kein Kind sollte zur Religion gezwungen werden. Noch dazu, wo Religion nur verdummt. Man glaubt an einen nicht existenten Gott statt an seine eigene Kraft. Im Namen der Religionen sind die größten Verbrechen auf der Welt begangen worden und werden es auch noch. Kirche ist ein scheinheiliger Verein. Kindesmißbrauch wird vertuscht, man stellt sich gegen Verhütung, Reichtümer werden angehäuft. Für mich ist die Kirche eine kriminelle Vereinigung, die es versteht, Menschen zu beeinflussen. Meinem Kind würde ich es nie antun, es für diesen Verein zu begeistern. Wenn es erwachsen ist und in die Kirche möchte, dann soll es das tun.

  • Antwort von Destroyer69 07.05.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    religion ist für kinder uninteressant. eher für die eltern/grosseltern. wenn die kinder alt genug sind, können sie doch selbst spitituelle wege gehen, wenn es sie interessiert. warum schon früh den kindern was in den kopf setzen, was nur glauben und nicht bewiesen ist ?

  • Antwort von SanoVX 07.05.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Religiöse Überzeugung ist glücklicherweise nicht vererbbar, sodass man meiner Meinung nach ein Kind nicht mit einem Glauben manipulieren sollte bzw. sollte dies meiner Meinung nicht einmal erlaubt sein. Ich meine, ihre Eltern können ihren kindern alles erzählen und sie werden ihren Erzeugern Glauben schenken. Ich jedenfalls bin glücklicher ohne Glauben und finde es nicht gut, dass Kinder dazu gezwungen wurde wie einst ich.

  • Antwort von teemit2zucker 08.05.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wie alles was direkt- oder indirekt zum leben gehört, ist die religion natürlich auch ein sehr wichtiges thema für kinder..

    allerdings sollte man den kindern den glauben nicht aufzwingen sondern den kindern die religion stückchenweise näher bringen. das dann altersabhängig erörtert- kindergerecht erklärt. ob ein kind sich dann mit einer religion (gibt ja reichlich optionen) identifizieren kann, das sollte im ermessen des kindes liegen. also.....so gut es geht ohne beeinflussung. wenn aber religion thematisiert wird, sollte aber auch über mögliche alternativen gesprochen werden..

    was ich übrigens auch als wichtig betrachte, es sollte dringlichst vermittelt werden, dass religion und kirche nicht wirklich im zusammenhang stehen....das dürfte dann aber der schwerverständlichste part an der sache sein..

  • Antwort von iRewa 08.05.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich selbst bin nicht getauft und finde es viel besser mir einen Glauben aussuchen zu können, sobald ich volljährig bin. Aber am Ende musst du es selber entscheiden, wie du deine Kinder erziehen möchtst. Es sind schließlich die Kinder und nicht die deiner Eltern.

  • Antwort von JTKirk2000 07.05.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Glaube kann einem Menschen gut helfen, sich richtig zu entwickeln, aber als Kind einer inaktiven evangelischen Mutter und einem atheistischen Vater hatte ich den Vorteil, aus eigener Entscheidung heraus die evangelische Kirche zu besuchen und mir machte auch niemand Vorschriften, was ich zu glauben hatte. Das führte später sogar dazu, dass ich die evangelische Kirche verließ, weil ich aus eigenem Empfinden heraus weiß und damals schon wusste, dass die Liebe ein ewiger geistiger Zustand ist, und daher auch die Ehe ein Bündnis ist, welches zu den Bündnissen gehört, welche für Zeit und Ewigkeit gedacht sind (siehe Matthäus 16:19). Da in der evangelischen Kirche erwartet wird, dass man an einen liebenden Gott glauben soll (und diesen Glauben habe ich nie verloren) verlor ich den Glauben an eine Kirche, welche von Anfang an die Gültigkeit der Ehe auf die irdische Zeit begrenzt, während doch bei der Trauung immer gesagt wird: was Gott vereint, soll der Mensch nicht trennen. Wenn ich Dir einen Rat geben darf, lass Deinem Kind die eigene Entscheidung, ob es sich einer Kirche anschließen möchte, unterstütze seine Entscheidung, sei ihm ein gutes Vorbild und ergründe selbst vorurteilsfrei (also unabhängig von kirchlichen Lehren) die Bibel um zu erkennen, was Christus eigentlich lehrte. Erziehe Dein Kind in Liebe und Geduld, sodass es das elterliche Zuhause immer als einen Ort der Liebe (siehe 1. Korinther 13), Güte und Zuflucht sehen kann, denn dadurch wird es mehr auf Dich hören und selbst zu einem Erwachsenen und einen Vater werden, der seine Kinder ebenso in Güte und Liebe erzieht.

  • Antwort von ragglan 09.05.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hallo kirsche, wir hatten ja gestern abend schon ein wenig darüber geplaudert ...

    wie bereits in der hoch bedäumelten antwort hier kommentiert wurde, ist das ausschliessen einer gläubigen/religiösen erziehung ebenso beeinflussend, wie die miteinbeziehung von religion und glaube. am verstörendsden ist es, wenn etwas aus dem leben, der wertewelt der eltern herausgeschnitten wird, in der annahme, es währe zum wohle des kindes ... es schadet dem kind nicht, wenn es die lebenskultur - wertewelt der eltern, bzw. die ihm umgebenen bezugspersonen - kennenlernt und ein stück begleitet.

    ich kenne ein beispiel eines befreundeten elternpaares, welche ein atheistisches weltbild bevorzugen. ihre kleine tochter ist allerdings ganz anderer auffassung. die eltern sind nun in einem konflikt, den sie sich tag täglich stellen. find ich mutig. sie begleiten ihre tochte in den kindergottesdienst, sie macht fereinfreizeiten der kirche mit ... engagiert sich i, kinderchor, gittarengruppe der kirche. sie könnten es sich leicht machen und das kind bequatschen, bis ihm die ohren bluten .. machen sie aber nicht, sie gehen den anstrengenderen weg ;) weil ihre auffassung, dass die kinder behütet ihren weg selbst finden sollen, stärker ist, als ihr atheistisches weltbild.

    solang wie es ohne zwang und brechenden druck geschieht ... denn wie soll sich ein kind entscheiden können, wenn es nicht weiß wofür? und diese entscheidungsmöglichkeit sollte immer gegeben sein, sowie die gewissheit bei dem kind, dass egal für welchen weg es sich entscheidet (auch wenn es es sich noch oft entscheiden wird), dass das kind auf deine unterstützung zählen kann. und wen die unterstützung eben das akzeptieren dieses weges bedeutet.

    was deinen vater angeht, so wird es schwierig, denn das wird wohl eher ein ding zwischen ihm und dir sein ...

  • Antwort von kataha 08.05.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Auch ich bin sehr religiös erzogen worden, dazu kam erst eine weltlichere Ebene, als sich meine Eltern scheiden ließen und sich herausstellte, dass Muttern doch nicht so fromm war. Für mich war dieser massive Religionsspam nicht gut, ich hatte schon als recht kleines Kind meinen eigenen Kopf und bin natürlich auch immer wieder damit angeeckt. Lustigerweise konnten die Erwachsenen nie so "argumentieren", dass ich ihnen ihre Botschaft abkaufen konnte. Das wurde natürlich nicht besser, als ich älter wurde. Einiges hat durch die Intensität der versuchten Gehirnwäsche sehr nachdrückliche schlechte Erinnerungen und unheimlich starke Ablehnung von Religion und den Methoden, die in Glaubensgemeinschaften angewendet werden, zurückgelassen.

    Meine eigenen Kinder habe ich vorurteilsfrei erzogen, und ihnen weder den Zugang zu Religionen noch zu anderen Lebenssinnmodellen verwehrt. Wir können über alles miteinander reden, sie fühlen sich in ihrer Meinung wahr- und ernstgenommen und sind im Allgemeinen recht gut geraten.

    Man kann natürlich auch nichts wirklich vermitteln, was man selbst nicht glaubt - bleib bei der vorurteilsfreien Variante, und lass den Opa hin und wieder Religion vermitteln, das schadet den Kindern nicht, und er freut sich. Aber steh auch dahinter, sonst wirst Du gleich mitmissioniert, wenn Du Pech hast.

  • Antwort von snowlana 08.05.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zu deiner ersten Frage . Ja Religion ist für die kinder wichtig! Dabei ist mir nach dem Lesen vieler Antworten hier aufgefallen, das man erst nochmal tiefer darauf schauen sollte, was mit Religion gemeint ist. Es geht nicht um eine bestimmte Glaubensrichtung, um Dogmen oder festgelegte Denkweisen, sondern um den Begriff der Religion zu erklären=> Re-rück, ligion-sich verbinden mit etwas. In dem Fall sich verbinden mit etwas was größer ist, als der Mensch selbst. Kinder suchen nach Religion und eigentlich sind sie noch näher an den Glaubensfragen dran, als wir! Es geht mehr als nur darum, was wir mit den bloßen Sinnen wahrnehmen, sondern um das, was sich zwischen uns , zwischen Himmel und Erde befindet. Wer viel mit Kindern zu tun hat, wird schon festgestellt haben, das die Kinder durch und durch authentisch sind und das sie viel mehr über das Leben und deren Stimmungen wissen, als wir. Sie sehnen sich nach authentischen und ehrlichen Menschen, die ihnen die Wahrheit aufzeigen...Religion heißt vor allem für mich, das ich mich mit den Dingen auf der Welt verbinde, das ich liebevoll und achtsam mit meiner Umgebung und mir umgehe und bewusst zwischenmenschliche Beziehungen pflege....Also all das was zur Menschlichkeit gehört und das was uns zum Vorbild der Kinder macht...Man muss nicht in die Kirche gehen um Religion zu leben, nicht einer Religion angehören um etwas zu sein, nicht Beten zum Schein, sondern dem Kind die Wahrheit leben, sich mit ihm auf das Leben einlassen, wachsam sein, um das Kind in seiner Einzigartigkeit zu erkennen, Offen für Stärken und Schächen zu sein, besonders bei sich selbst, aber vor allem anzuerkennen, das es etwas gibt, was größer und aufrichtiger ist, als wir selbst es sein können...Mancher Mensch möge keiner direkten Glaubensrichtung anghören, aber meißt sind diese Menschen manchmal mehr Christen(zum Beispiel) als derjenige, der es zu glauben scheint oder man es von ihr rein äußerlich weiß! Es geht um die Selbsterkenntnis, um die Liebe und die Freiheit.... Denke immer daran: Kinder kann man nicht erziehen, sie machen einem eh alles nach!!! Folge : Sei authentisch, liebevoll mit den Dingen und geh den Weg des Lebens eine Weile mit dem Kind, empfange es in Liebe, erziehe es in Ehrfurcht und entlasse es in Freiheit! Das ist Religion...Und diese ist für das Kind und für mich, als Erwachsener von großer Bedeutung! :-) Die Herzebene-diese macht uns zum Menschen und dann leben wir auch Religion :-)

  • Antwort von HowardFrazetta 08.05.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich habe es immer gehasst, dass man mit 13 konfirmiert wird, als ob man mit 13 schon gute entscheidungen treffen kann

  • Antwort von Fantho 08.05.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    wie wichtig ist denn Atheismus für Kinder? Das ist nicht der Punkt, sondern vielmehr, ob man Kindern Zugang zur Religion gewähren soll, oder nicht.

    Und hier sage ich ganz eindeutig: JA!

    Solange dieser Zugang ohne dogmatischen Einfluss, manipulativen Charakters vonstatten geht, sondern in eine informative Aufklärung mündet, ist es soagr empfehlenswert. Das Dilemma zu meiner Schulzeit war die Tatsache, dass ausschließlich das Christentum gelehrt wurde. Ich finde, dass der Religionsstoff auf die anderen Glaubensrichtungen ausgeweitet werden sollte. Aber Religion aus dem Schulstoff zu verbannen wäre verkehrt, denn unsere Welt ist nun einmal von zwei Strömungen durchzogen; Theologische Denkrichtungen und wissenschaftliche Denkrichtungen, welche bereits in den naturwissenschaftlichen Fächern (Physik, Chemie, Biologie) zum Ausdruck kommen. Desweiteren plädiere ich, dass die Ethik nicht anstatt Religion, sondern neben der Religion gelehrt wird, und zwar für alle. Auch sollte in Religionsstunden Schüler aller Glaubensrichtungen vertreten sein, um so den anderen Glauben besser 'kennezulernen' und zu verstehen.

    Du schreibst hier von Erziehung - Erziehung lässt kein freie Wahl zu. Besser ist es deshalb, wenn man Aufklärung betreibt, und zwar in beiden Richtungen. Auch die Argumente, die ein Kind naturelement von den Eltern abfragt, sollten so gestaltet sein, dass kein Ausrufezeichen dahinterkommt, sondern dem Kind die Möglichkeit gelassen wird, selbst dann eigene Meinungen aus der Argumentation bilden zu können, indem man die Argumente dann mit einer Frage wie z.B. 'Was meinst Du?', oder 'Wie denkst Du darüber' abschließt. Hiermit wird gleichzeitig das Denken gefördert.

    Dein Vater begeht den 'Kardinalsfehler' einer Indoktrinierung.

    MfG Fantho

  • Antwort von Panazee 08.05.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das hängt wohl davon ab, wie sehr du an die Existenz eines christlich-judäischen Gottes glaubst.

    Bist du 100% davon überzeugt, so musst du dein Kind eigentlich gläubig erziehen. Zust du es nicht und es stirbt, bevor es sich entschieden hat, dann bist du ja Schuld, dass es in die Hölle kommt. Das würde ich nicht verantworten wollen.

    Bist du in der glücklichen Lage ein Atheist zu sein oder doch zumindest starke Zweifel an der Existenz von Paradies und Hölle zu haben, dann kannst du deinem Kind seine eigene Entwicklung und Entscheidung gönnen.

    »Gib mir das Kind während seiner ersten sieben Jahre, dann gebe ich dir den [gläubigen] Mann zurück«

    Satz, der den Jesuiten zugeschrieben wird

  • Antwort von Knetus 08.05.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sind wir die nicht getauft sind - schlechtere Menschen? Manchmal kommt es mir so vor wenn Andere erfahren das man nicht getauft ist. Schade .

  • Antwort von Saturnine 08.05.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin Katholisch erzogen worden, aber nicht streng. ich musste nicht jeden Sonntag in die Kirche, war aber im kirchlichen Kindergarten, im Kirchlichen Flötenuntericht, im Kirchenchor und in der Kirchlichen Spielgruppe. Und in den Schulferien haben die auch immer irgendwelche schönen Aktivitäten angeboten (ohne dass der Glaube da im Mittelpunkt stand). Ich war damals gläubig und habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich hatte durch den Glauben an Gott auch immer das Gefühl, dass wenn es mal schlecht läuft, Jemand für mich da ist. Jetzt wo ich nicht mehr gläubig bin habe ich dieses Gefühl nicht mehr wenn mal was schlecht läuft! Es war nicht nur der Glaube, der mir als Kind oft geborgenheit gegeben hat sondern auch die ganzen Aktivitäten die die Kirche anbietet. Wenn ich mal Streit mit meinen Eltern hatte oder mit Freunden, dann konnte ich zu dem Betreuungspersonal gehen und mit denen darüber sprechen. Also ich denke, auch wenn ich jetzt keinen Bezug zu Gott habe und überhaupt nicht mehr gläubig bin, würde ich mein Kind taufen und ihm die gleiche Möglichkeit geben sich im kirchlichen umfeld umzusehen und selbst herauszufinden ob das Kind sich dort wohlfühlt oder nicht. Ich war sogar gerne in der Kirche und ich denke es hat viel damit zu tun, dass ich nicht gezwungen wurde:)

  • Antwort von saraperle 08.05.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nun, ich habe einen kleinen Bruder und habe mir das ein oder andere mal eben deine Frage gestellt. Ich glaube, dass es wichtig ist, einfach den Gedanken Gott vorzustellen, ihn jedoch aus dem ganzen ,,Rahmen'' rauszuhalten, wenn du es nur für ihn machst. Meinem Bruder half es sehr, zu wissen, dass es da draußen oder hier drinnen einen Gott gibt, der alles sieht.Der die menschen liebt und traurig wird, wenn sie etwas sehr böses machen. Bezüglich der Vorurteilsfreiheit: Mir sind viele Leute begegnet, welche in ihrer Kindheit gänzlich von jenem Thema ferngehalten wurden und anstatt es dann auch vorurteilsfrei zu sehen, haben sie eher eine ablehnende Haltung gegenüber der ganzen Thematik entwickelt. Viele Jugendliche fangen spätestens mit 16 Jahren an, sich intensiv mit verschiedenen Lebensanschauungen zu befassen und da ist es besonders wichtig, dass sie kritisch denken können. Da macht es keinen allzu großen Unterschied ob sie schon vorher in Berührung gekommen sind oder nicht. Sie verwerfen sowieso das meiste. Und fangen komplett von vorne an.

  • Antwort von KaeteK 08.05.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich weiß ja nicht, was du selber glaubst - ob du ein Kind Gottes bist - wärst du eins, müsste dein Vater dich nicht ermahnen, dein Kind gläubig zu erziehen. Im Grunde meint es dein Vater gut. Du sollst dein Kind ja nicht religiös erziehen, sondern nach Gottes Wort - nur das zählt. Dein Kind wird es dir eines Tages danken, davon bin ich persönlich überzeugt.

    Dein Kind kann ja nicht entscheiden, wenn es nicht noch die andere Seite kennt (Glauben) Von nix kommt nix..

    lg

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