Frage von kirschblueten,

wie wichtig ist religion für kinder?

Ich selbst bin sehr gläubig erzogen worden, mit den Jahren hat es bei mir persönlich immer mehr abgenommen.
Nun hatte ich wieder die leidige Diskussion mit meinem Vater. Er ist der Meinung ich müsste meinem Sohn unseren Glauben näher bringen, auch stört es ihn das ich nicht jeden Sonntag in der Kirche sitze.
Ist religiöse Erziehung ein wichtiger Teil oder sollte ich meinem Kind die Möglichkeit geben, völlig Vorurteilsfrei an diese Dinge heranzugehen, wenn er es später selbst möchte

Antwort
von Nordseefan,

Ich finde auch wenn du jetzt nicht mehr gläubig bist solltest du versuchen deinem Sohn den Glauben näher zu bringen. Denn ob man etwas gut findet kann man ja nur entscheiden wenn man es kennt. Ich bin auch so erzogen worden, ebenso meine Freundin. Beide haben wir zum Beipiel auch ministriert. Während ich heute immer noch meine Glauben lebe geht auch meien Freundin nicht mehr häufig zur Kirche. Und auch wenn ich gläubig bin, so kann ich deinem Vater nicht recht geben. Jeden Sonntag in dir Kirche, das muss nicht sein. Du solltest also deinem Sohn die Möglichkeit geben die "Kirche" kennenzulernen, aber ihm nichts aufzwingen. Und das KInder den Gottesdienst manchmal langweilig finden ist auch normal.

Antwort
von macvici,

Ich sehe es genauso. Wie es schon in der NS- Zeit war, ging es darum wie man die Kinder erzog. Hat man sie streng diszipliniert und nach dieser Ideologie erzogen oder sie auf die Missstände aufmerksam gemacht. Je nach dem haben sich Kinder zu biegsame Regierungsverehrer oder kritisch denkende feindlich gesinnten Erwachsene entwickelt. Eltern sind Vorbilder und Mentoren. Sie zeigen was richtig und was falsch ist. Ich wurde auch christlich aufgezogen. Abends gebetet und "Gott sei Dank" nicht jeden Sonntag in die Kirche gegangen, sondern nur an hohen Feiertagen. Mit der Zeit wurde ich kritischer, durch Mitschüler beeinflusst und diversen Bücher überzeugt wie "Gotteswahn" entpuppte sich für mich die Kirche als eine rießen Mogelpackung. Gegen Gott sage ich nichts, auch wenn ich dem ebenfalls misstrauisch gegenüber stehe, doch die Kirche ist eine Erfindung der Menschen. Schon immer verstand der Mensch sich darauf andere Menschen zu täuschen und zu beherrschen. Die Kirche erfand Sündenböcke, wenn die Ernte Mal nicht so gut war, die Kirche nennt sich selbst das Vorhaus Gottes und lockt so täglich alte Menschen an um Spenden freudig entgegen zu nehmen. Dabei muss man sagen, dass die Spenden meistens für einen guten Zweck dienen und auch die Kirchensteuer bei Behinderten oder Familien in Not ankommt. Doch göttliche Beweise, wie die Bibel wurde von Geschichten zusammen genäht, die eher an stille Post über hunderte Jahre hinweg zeugen.

Ob du nun deine Kinder religiös erziehen solltest oder nicht, kann ich nicht sagen. Entweder sie werden zu Polytheisten, Monotheisten, Säkularisten, Agnostiker,Theistisch oder Atheisten.

Antwort
von JTKirk2000,

Glaube kann einem Menschen gut helfen, sich richtig zu entwickeln, aber als Kind einer inaktiven evangelischen Mutter und einem atheistischen Vater hatte ich den Vorteil, aus eigener Entscheidung heraus die evangelische Kirche zu besuchen und mir machte auch niemand Vorschriften, was ich zu glauben hatte. Das führte später sogar dazu, dass ich die evangelische Kirche verließ, weil ich aus eigenem Empfinden heraus weiß und damals schon wusste, dass die Liebe ein ewiger geistiger Zustand ist, und daher auch die Ehe ein Bündnis ist, welches zu den Bündnissen gehört, welche für Zeit und Ewigkeit gedacht sind (siehe Matthäus 16:19). Da in der evangelischen Kirche erwartet wird, dass man an einen liebenden Gott glauben soll (und diesen Glauben habe ich nie verloren) verlor ich den Glauben an eine Kirche, welche von Anfang an die Gültigkeit der Ehe auf die irdische Zeit begrenzt, während doch bei der Trauung immer gesagt wird: was Gott vereint, soll der Mensch nicht trennen. Wenn ich Dir einen Rat geben darf, lass Deinem Kind die eigene Entscheidung, ob es sich einer Kirche anschließen möchte, unterstütze seine Entscheidung, sei ihm ein gutes Vorbild und ergründe selbst vorurteilsfrei (also unabhängig von kirchlichen Lehren) die Bibel um zu erkennen, was Christus eigentlich lehrte. Erziehe Dein Kind in Liebe und Geduld, sodass es das elterliche Zuhause immer als einen Ort der Liebe (siehe 1. Korinther 13), Güte und Zuflucht sehen kann, denn dadurch wird es mehr auf Dich hören und selbst zu einem Erwachsenen und einen Vater werden, der seine Kinder ebenso in Güte und Liebe erzieht.

Kommentar von Gegengift ,

Differenziert gute Antwort

Kommentar von JTKirk2000 ,

Danke :)

Antwort
von saraperle,

Nun, ich habe einen kleinen Bruder und habe mir das ein oder andere mal eben deine Frage gestellt. Ich glaube, dass es wichtig ist, einfach den Gedanken Gott vorzustellen, ihn jedoch aus dem ganzen ,,Rahmen'' rauszuhalten, wenn du es nur für ihn machst. Meinem Bruder half es sehr, zu wissen, dass es da draußen oder hier drinnen einen Gott gibt, der alles sieht.Der die menschen liebt und traurig wird, wenn sie etwas sehr böses machen. Bezüglich der Vorurteilsfreiheit: Mir sind viele Leute begegnet, welche in ihrer Kindheit gänzlich von jenem Thema ferngehalten wurden und anstatt es dann auch vorurteilsfrei zu sehen, haben sie eher eine ablehnende Haltung gegenüber der ganzen Thematik entwickelt. Viele Jugendliche fangen spätestens mit 16 Jahren an, sich intensiv mit verschiedenen Lebensanschauungen zu befassen und da ist es besonders wichtig, dass sie kritisch denken können. Da macht es keinen allzu großen Unterschied ob sie schon vorher in Berührung gekommen sind oder nicht. Sie verwerfen sowieso das meiste. Und fangen komplett von vorne an.

Antwort
von Drachenherz1976,

Als Elternteil hat man seinem Kind gegenüber eine gewisse Verpflichtung. Man sollte auf jeden Fall versuchen den Glauben etwas näher zu bringen. Der Glaube ist sehr wichtig, allerdings sollte dies niemals unter Zwang oder Gewalt geschehen sondern auf eine liebevolle, verständnisvolle und geduldige Art. Wenn man den Glauben mit negativen Erfahrungen verbindet, dann kann es sein, das man damit anfängt sich von diesem Thema zu distanzieren und das wäre sehr traurig.

Wenn dein Vater sich das nächste mal darüber aufregt, weil du nicht regelmäßig in die Kirche gehst, dann versuche ihm deine Gedanken und deine Gefühle zu erklären.

Ein kleiner Tipp, man sagt zwar das die Kirche das Haus Gottes sei, aber das Haus Gottes ist von Liebe gefüllt , leider kann man diese LIebe nicht in jeder Kirche spüren. Du musst auch nicht unbedingt in die Kirche gehen um zu beten. Beten kann man überall. Und es müssen auch keine traditonellen Gebete sein, es können auch die eigenen Worte sein.

Gruß Drachenherz

Antwort
von akumu,

Ich finde es schrecklich, dass das ahnungslosen Kindern derart eingespritzt wird, bevor sie sich darüber Gedanken machen.

Ich kann jetzt nur aus meiner Sicht berichten, aber ich z.B. war weder für meine Kommunion noch für meine Firmung bereit, sondern habe das einfach aus dem Grund über mich ergehen lassen, dass "es sich doch so gehört" und mir obendrein meine Eltern Druck gemacht haben. Das war Gift für mich, ich habe gedacht, wenn ich einmal eine kleine Notlüge benutze oder mich nicht jeden Sonntag aus dem Bett quäle, werde ich schreckliche Schmerzen erleiden etc. und eben über diese Angstpropaganda habe ich den eigentlichen Sinn dahinter nicht gesehen, war einfach durch die Angst nicht in der Lage, für mich selbst zu differenzieren und Taten einzuordnen. Es gab nur das, was ich nicht machen durfte und das, was ich sollte. Auch wenn ich den Sinn dahinter vielleicht nicht verstanden habe. Aber das war nicht von Bedeutung, Hauptsache ich habe schön meine Gebete drei Mal am Tag gesprochen, Freitags kein Fleisch gegessen und bei der Messe ministriert. Als ich keine Lust mehr hatte, habe ich das meine Eltern spüren lassen und die Reaktion war, drei Jahre langer Streit darüber. Das soll jetzt nicht klingen, als wäre bei uns Eiseskälte gewesen oder als wäre ich auf eine schlechte Weise erzogen worden (eher das Gegenteil ist der Fall!), es ging nur selten wirklich explizit darum und rrgendwann haben sie es auch akzeptiert.
Aber das war dennoch völlig überflüssig und hat dazu geführt, dass ich eine gewisse Abneigung gegenüber der katholischen Kirche hege, obwohl sie sicher auch ihre guten Seiten hat.

Ich glaube, dass sämtliche Religionen nur deshalb so lange überleben konnten, weil sie quasi meinungslosen Kindern eingepflanzt wurden. Natürlich ist sowas dann für den Erwachsenen wichtig, immerhin ist er damit aufgewachsen usw. Hinzu kommt, dass viele Menschen einer Religion angehören, weil sie es eben so gelernt haben und sich sogut wie keine Gedanken darüber machen.
Wenn es der Normalfall wäre, dass Kinder vorurteilsfrei aufwachsen und nicht ausgenutzt würde, dass sie sich noch alles sagen und gefallen lassen, dann sähe es in vielen Gesellschaften ganz anders aus und es gäbe mindestens halb so viele Kriege.

Aber so macht man bei manchen so einiges kaputt in den Köpfen, man schürt Vorurteile und ich lehne mich so weit aus dem Fenster, zu sagen, dass man die Entwicklung des Kindes in diese philosophischen Hinsicht ver- bzw. behindert, da man ihm schon Dinge vorgibt, ohne dass es selbst zu einem Schluss kommt. Deswegen machen sie sich auch keine Gedanken mehr. Und wenn dann noch andere Ventile in Form von verschiedenen Medien zur Verfügung stehen, erst recht nicht.

Religion ist an sich etwas Schönes und Positives, aber wenn sie heruntergeplärrt und anerzogen wird, dann geht der ganze Sinn verloren.

Antwort
von Saturnine,

Ich bin Katholisch erzogen worden, aber nicht streng. ich musste nicht jeden Sonntag in die Kirche, war aber im kirchlichen Kindergarten, im Kirchlichen Flötenuntericht, im Kirchenchor und in der Kirchlichen Spielgruppe. Und in den Schulferien haben die auch immer irgendwelche schönen Aktivitäten angeboten (ohne dass der Glaube da im Mittelpunkt stand). Ich war damals gläubig und habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich hatte durch den Glauben an Gott auch immer das Gefühl, dass wenn es mal schlecht läuft, Jemand für mich da ist. Jetzt wo ich nicht mehr gläubig bin habe ich dieses Gefühl nicht mehr wenn mal was schlecht läuft! Es war nicht nur der Glaube, der mir als Kind oft geborgenheit gegeben hat sondern auch die ganzen Aktivitäten die die Kirche anbietet. Wenn ich mal Streit mit meinen Eltern hatte oder mit Freunden, dann konnte ich zu dem Betreuungspersonal gehen und mit denen darüber sprechen. Also ich denke, auch wenn ich jetzt keinen Bezug zu Gott habe und überhaupt nicht mehr gläubig bin, würde ich mein Kind taufen und ihm die gleiche Möglichkeit geben sich im kirchlichen umfeld umzusehen und selbst herauszufinden ob das Kind sich dort wohlfühlt oder nicht. Ich war sogar gerne in der Kirche und ich denke es hat viel damit zu tun, dass ich nicht gezwungen wurde:)

Antwort
von kataha,

Auch ich bin sehr religiös erzogen worden, dazu kam erst eine weltlichere Ebene, als sich meine Eltern scheiden ließen und sich herausstellte, dass Muttern doch nicht so fromm war. Für mich war dieser massive Religionsspam nicht gut, ich hatte schon als recht kleines Kind meinen eigenen Kopf und bin natürlich auch immer wieder damit angeeckt. Lustigerweise konnten die Erwachsenen nie so "argumentieren", dass ich ihnen ihre Botschaft abkaufen konnte. Das wurde natürlich nicht besser, als ich älter wurde. Einiges hat durch die Intensität der versuchten Gehirnwäsche sehr nachdrückliche schlechte Erinnerungen und unheimlich starke Ablehnung von Religion und den Methoden, die in Glaubensgemeinschaften angewendet werden, zurückgelassen.

Meine eigenen Kinder habe ich vorurteilsfrei erzogen, und ihnen weder den Zugang zu Religionen noch zu anderen Lebenssinnmodellen verwehrt. Wir können über alles miteinander reden, sie fühlen sich in ihrer Meinung wahr- und ernstgenommen und sind im Allgemeinen recht gut geraten.

Man kann natürlich auch nichts wirklich vermitteln, was man selbst nicht glaubt - bleib bei der vorurteilsfreien Variante, und lass den Opa hin und wieder Religion vermitteln, das schadet den Kindern nicht, und er freut sich. Aber steh auch dahinter, sonst wirst Du gleich mitmissioniert, wenn Du Pech hast.

Antwort
von Petr50,

Ich finde man sollte Kinder nicht Religiös erziehen da sie ihren glauben selbst wählen sollten

Allerdings habe ich kürzlich etwas interesantes gehört Dass der Glaube an eine allmächtige Figur Babys und Kleinkindern hilft einzuschlafen und ihren Bio ryhtmus zu finden.

Da es wichtig für sie ist dass der tag möglichst gleich ableuft und sie angst haben nicht mehr aufzuwachen wenn sie einschlafen und um ihnen zu versichern dass es den nechsten Tag auch noch geben wird ist es wichtig dass es eine Allmächtige Figur gibt die das garantiert

Antwort
von matinschneider,

Ich selbst habe eine religiöse Erziehung "genossen" und muss sagen das es einfach nur furchtbar ist wenn man immer gesagt bekommt das wenn man nicht dies und das macht man in der Hölle landet. Gerade für Kinder kann das sehr schlimme Folgen haben, wesshalb eine religionsfreie Erziehung die besssere meiner Meinung nach ist. Selbst mein eigenes Kind werde ich nicht taufen, da ich es ihm lieber selbst über lassen will ob er religiös werden will oder nicht. Ich bin nach meiner Konformationen recht schnell zum Atheisten geworden, da ich mit 15 angefangen habe alles an der Kirche anzuzweifeln. Da die Kirche aber recht wenige gute Argumente hat wieso man an einen Gott glauben soll wurde ich Atheist. Lass deinem Kind die Möglichkeit selbst zu entscheiden.

Antwort
von Marigoldi,

Ich finde es manchmal seltsam wenn jemand keine Kenntnisse aus der Bibel hat und sich dann entscheiden soll ob es der richtige Glaube ist. Wirklich entscheiden kann man sich nur für Dinge die man kennt. Wer will schon die Katze im Sack. Kinder kann man in den meisten Fällen zu christlichen Veranstaltungen schicken ohne das sie dadurch ernsthaften Schaden nehmen. Dort gibt es meistens eine ruhige rücksichtsvolle Athmosphäre. Jemand der sich Christ nennt sollte wissen was an Pfingsten und an Ostern gefeiert wird. In der Bibel gibt es viele schöne und oft auch pädagogisch sinnvolle Geschichten. Kinder mögen solche Geschichten.

Mein Sohn orientiert sich da an mir. Ich gehe nur noch zu christlichen Veranstaltungen bei denen mir was geboten wird. Erntedank mit anschließender geselliger Nachmittagsveranstaltung oder Kirchenkino u.ä. oder Einladung zur Hochzeit und so. Ich fühle mich da wohl solange keiner meint er müsste mich missionieren. Aber ich bin froh das ich biblische Grundkenntnisse habe und mitreden kann wenn ich will. Christliche Werte sind sinnvoll in der Erziehung. Aber auch da muss man vorsichtig sein. Ich hab mal gelesen das jede Bibelstelle sich mit einer anderen Bibelstelle wiederlegen lässt. Wenn es wirklich einen Gott gibt dann will er sicher nicht das wir uns in einer fremden Phantasiewelt verlieren sonder er will das wir den Bezug zur Realität in der Welt behalten,

Antwort
von teemit2zucker,

wie alles was direkt- oder indirekt zum leben gehört, ist die religion natürlich auch ein sehr wichtiges thema für kinder..

allerdings sollte man den kindern den glauben nicht aufzwingen sondern den kindern die religion stückchenweise näher bringen. das dann altersabhängig erörtert- kindergerecht erklärt. ob ein kind sich dann mit einer religion (gibt ja reichlich optionen) identifizieren kann, das sollte im ermessen des kindes liegen. also.....so gut es geht ohne beeinflussung. wenn aber religion thematisiert wird, sollte aber auch über mögliche alternativen gesprochen werden..

was ich übrigens auch als wichtig betrachte, es sollte dringlichst vermittelt werden, dass religion und kirche nicht wirklich im zusammenhang stehen....das dürfte dann aber der schwerverständlichste part an der sache sein..

Antwort
von zuiiuz,

Ich bin zwar getauft und konformiert jedoch glaube ich persönlich nicht an GOTT aber eigentlich must du es entscheiden ob es wichtig für DICH ist lass dich nicht von deinem vater umstimmen (auch wens nicht einfach ist ,manchmal)

Antwort
von LittleMaria,

es kommt auf die eltern an. wenn die eltern den kindern einreden religion ist wichtig dann sehen die kinder es natürlich auch so...wenn ein kidn ohne religion aufwächst wird es religion wohl auch eher selten als wichtig emfpinden..xD

Antwort
von mia68,

...regelmäßigst sonntäglich nur dumpf in der Kirchenbank zu sitzen, wenn es keinerlei inhaltlichen Bezug zu alledem gibt, wäre für mich so ziemlich das Schlimmste, was man seinem Kind (und: auch sich selbst!) antun kann. Und zudem nah am Rande der Heuchelei - das braucht kein Mensch.

Wenn du allerdings eine (wie auch immer geartete) Haltung ("d)einer(") Religion gegenüber hast, dann tust du wahrscheinlich nicht wirklich "falsch" daran, auch deinem Junior davon bisschen was mitzuteilen/mitzugeben. (Kinder mögen und schätzen es -und das gewiss ja nicht zufällig-, wenn "die Großen" klare Position zu etwas beziehen...)

Die Form dessen (!) ist sicher noch entscheidend; heißt: immer deutlich zu machen, dass die eigene Meinung nicht absolut ist - und drüber hinaus: unbedingt "erlaubt", "ganz anders" zu glauben. Oder auch gar nicht.

Geh´ doch auch einfach mal bisschen ins Gespräch mit deinem Lütten. Was ich bisher so mitbekommen habe, ist das doch ein pfiffiges Kerlchen; möglicherweise wird er sich sogar schon seine ganz eigenen Gedanken gemacht haben, zu all dem. Lohnt sich, auch mal darauf zu hören - bevor man über kleine Köppe hinwegst einfach so entscheidet, in welche Richtung kleine Köppe kucken sollen... ;-)

(das Wort "Religion" stammt übrigens vom lat. religere - was da heißt: "sich rückbinden an"; find´ ich eigentlich ganz gut mal zu überdenken, so im Hinblick auf Kinder...)

Antwort
von Frustschutz,

Es gibt Menschen die in einer atheistischen Familie aufwuchsen und trotzdem gläubig wurden und es gibt Menschen die streng katholisch erzogen wurden und letztlich den Atheismus wählten...

.........wie ein Mensch aufwächst orientiert sich an den Grundwerten der Eltern , seinen Weg findet er trotzdem selbst.

Davon abgesehen hilft gegen den christlichen Glauben nichts besser als eine streng katholische, heuchlerische Erziehung, aber das ist eine andere Geschichte....

Antwort
von stinkenderFurz,

Ich denke man sollte Kindern zwar erklären das es einen Gott gibt ect und vielleicht aus einer kinderbibel vorlesen. wichtig ist das man sie nicht zu irgendwas zwingt. Interesse ist bei Kindern soweiso vorhanden mehr als genug xD Wenn man Kindern oder Jugendlichen sagt sie müssen jeden Sonntag in die Kirche gehen, geht das meistens voll in die Hose. Meistens mutieren die dann zu übertriebenen Rebellen Punks oder ähnlichem. Meiner Meinung nach hat Glaube nichts mit Religion oder Kirche zu tun. Aber wenn man selbst an Gott glaubt sollte man das den KIndern auf jeden Fall nicht vorenthalten. Was sie von Kirche Taufe und so halten werden sie sich Gedanken drüber machen wenn sie alt genug sind

Antwort
von Fantho,

Hallo,

wie wichtig ist denn Atheismus für Kinder? Das ist nicht der Punkt, sondern vielmehr, ob man Kindern Zugang zur Religion gewähren soll, oder nicht.

Und hier sage ich ganz eindeutig: JA!

Solange dieser Zugang ohne dogmatischen Einfluss, manipulativen Charakters vonstatten geht, sondern in eine informative Aufklärung mündet, ist es soagr empfehlenswert. Das Dilemma zu meiner Schulzeit war die Tatsache, dass ausschließlich das Christentum gelehrt wurde. Ich finde, dass der Religionsstoff auf die anderen Glaubensrichtungen ausgeweitet werden sollte. Aber Religion aus dem Schulstoff zu verbannen wäre verkehrt, denn unsere Welt ist nun einmal von zwei Strömungen durchzogen; Theologische Denkrichtungen und wissenschaftliche Denkrichtungen, welche bereits in den naturwissenschaftlichen Fächern (Physik, Chemie, Biologie) zum Ausdruck kommen. Desweiteren plädiere ich, dass die Ethik nicht anstatt Religion, sondern neben der Religion gelehrt wird, und zwar für alle. Auch sollte in Religionsstunden Schüler aller Glaubensrichtungen vertreten sein, um so den anderen Glauben besser 'kennezulernen' und zu verstehen.

Du schreibst hier von Erziehung - Erziehung lässt kein freie Wahl zu. Besser ist es deshalb, wenn man Aufklärung betreibt, und zwar in beiden Richtungen. Auch die Argumente, die ein Kind naturelement von den Eltern abfragt, sollten so gestaltet sein, dass kein Ausrufezeichen dahinterkommt, sondern dem Kind die Möglichkeit gelassen wird, selbst dann eigene Meinungen aus der Argumentation bilden zu können, indem man die Argumente dann mit einer Frage wie z.B. 'Was meinst Du?', oder 'Wie denkst Du darüber' abschließt. Hiermit wird gleichzeitig das Denken gefördert.

Dein Vater begeht den 'Kardinalsfehler' einer Indoktrinierung.

MfG Fantho

Kommentar von Gegengift ,

Meine Zustimmung prinzipiell..

Noch besser fände ich es, wenn man auch die unideologische, nicht-religiöse und rein spirituelle Sicht als den Kern aller Religionen wieder Raum gibt... Also vielleicht auch mal ein paar spirituelle Techniken mit in die Hand geben, mit denen man zu sich finden kann.

Kommentar von michma ,

Also vielleicht auch mal ein paar spirituelle Techniken mit in die Hand geben, mit denen man zu sich finden kann.

also bei mir hilft in der nase popeln oder krach hören - und bei dir?

wieder zurück zu "ernst"

Noch besser fände ich es, wenn man auch die unideologische, nicht-religiöse und rein spirituelle Sicht als den Kern aller Religionen wieder Raum gibt

jo - das wär was feines :D

aber das scheibt man niemandem vor, sondern macht es, weil es dem naturell entspricht oder lässt es - ganz individuell^^

Kommentar von Gegengift ,

also bei mir hilft in der nase popeln oder krach hören - und bei dir?

Ganz verschieden. Ich höre HC Punk oder ich setz mich ins Gras und leere meinen Geist.

aber das scheibt man niemandem vor, sondern macht es, weil es dem naturell entspricht oder lässt es - ganz individuell^^

Vorschreiben?

Die bist so voller Vorurteile ..

Nein ein gesellschaftlicher Konsens und positive Inhalte sollten einfach vermehrt vermittelt werden. Die Forderung ist eigentlich so, dass diese Inhalte wieder mehr in den gesellschaftlichen Konsens übergehen - das wäre eine positive Entwicklung ...

Kommentar von michma ,

Ganz verschieden. Ich höre HC Punk oder ich setz mich ins Gras und leere meinen Geist.

da haben wir ja noch mehr gemeinsam :D

Die bist so voller Vorurteile ..

ich glaube da hast du recht - bin derzeit ziemlich geladen mit ziemlich viel müll, aber ein missverständnis aufgrund meiner missglückten ausdrucksweise ist auch beteiligt ^^

Nein ein gesellschaftlicher Konsens und positive Inhalte sollten einfach vermehrt vermittelt werden. Die Forderung ist eigentlich so, dass diese Inhalte wieder mehr in den gesellschaftlichen Konsens übergehen - das wäre eine positive Entwicklung

jo :D - prost baby^^

Kommentar von Gegengift ,

Prostataa :O

Kommentar von Fantho ,

Sehr interessant; der eine erfreut sich am Ekel und Lärm, ich eher mich an schönen und feinen DIngen. Diese Divergenz macht es erst so richtig interessant.

MfG Fantho

Kommentar von michma ,

wäre ja auch langweilig sonst :)

Antwort
von ToniQuiet,

Hallo,

Wusstest du das es Selbsthilfegruppen für Menschen gibt die religiös erzogen worden und wahre Phobien vor der Hölle haben? Wusstest du wie viel Religion bei einer unschuldigen Kinderseele kaputt machen kann?

Ich sage nicht das es automatisch so schlimm kommen kann. Aber es ist möglich. Und ein zwanghaftes in-die-Kirche gehen bringt die Kirche nicht näher, sondern bringt einfach nur bei das zu glauben was dort am Altar erzählt wird. Ein Kind glaubt es wenn man ihm die Geschichten aus der Bibel erzählt. Von Himmel bis Hölle - bedingungslos. Es wird ihm also praktisch beigebracht dies als einzige Wahrheit zu betrachten und das finde ich persönlich nicht richtig. Es gibt immer mehrere Ansichtsweisen von unterschiedlichen Personen. Jeder sollte entscheiden was er glaubt.

Eine strenge christliche Erziehung würde ich nicht raten. Erzieh dein Kind offen - auch wenn es sich einmal dafür entscheidet Atheist zu werden oder gläubiger Christ. Vollkommen egal. Aber es zwanghaft in eine Richtung zwingen (auch wöchentlicher Kirchengang ist in dieser Hinsicht Zwingen) ist nichts was zu einem gesunden Verstand beiträgt.

Mach das was du für richtig hältst - es ist dein Kind und nicht das deines Vaters. Und du allein hast zu entscheiden was für es richtig ist.

LG Toni

Kommentar von Gegengift ,

Weißt du was ein naturwissenschaftliches Weltbild bei Kindern kaputt machen kann?

Weißt du wie schlimm es ist, wenn Kinder nach rationalen Werten erzogen werden statt nach inneren Werten?

Weißt du was in einer Kinderseele kaputt geht, wenn die Kinder nur lernen, dass ihre Intelligenz über ihren Wert als Mensch in der Gesellschaft entscheidet. Was muss da kaputt gehen, wenn sie solch faschistoiden Werte eingebläut bekommen.

In einer Gesellschaft mit naturwissenschaftlich geprägtem Weltbild zählt die Rationalität und das Gehirn - sprich die Intelligenz. Alles andere woraus der Mensch noch besteht wird bestenfalls zweitrangig gewertet. Diese Gesellschaft legt keinen besonderen Wert auf Herzensbildung und hat ein flaches Bild vom Menschen und wird auch seinem Wesen nicht gerecht.


Der Blick abseits von Zeitgeist und unabhängig von der gesellschaftlichen Prägung eröffnet doch ein anderes Bild als das, welches innerhalb dieser Gesellschaft geformt wird. Was ich schreib ist nur als Gegenstück zu deinem Beitrag zu sehen. Ich sehe es nämlich nicht so dramatisch - es sehe tatsächlich keine Kinderseelenverstümmlung oder Ähnliches - weder in dem einen Weltbild noch in dem anderen. Wir müssen alle mit der Zeit in der wir leben zu rande kommen und keine war jemals annähernd perfekt oder "richtig".

Kommentar von michma ,

Weißt du was ein naturwissenschaftliches Weltbild bei Kindern kaputt machen kann? ... Weißt du wie schlimm es ist, wenn Kinder nach rationalen Werten erzogen werden statt nach inneren Werten?

beides schließt sich in keiner weise aus, aber das scheint für euch S/W missionare unverständlich zu sein ...

Diese Gesellschaft legt keinen besonderen Wert auf Herzensbildung und hat ein flaches Bild vom Menschen und wird auch seinem Wesen nicht gerecht.

albernes bild und wieder nur polarisierend.

die einheit bekommts de dann doch nicht so hin trotz "techniken" - oder?

Kommentar von Gegengift ,

Euch!? :O

Da liegst du ganz verkehrt. Ich gehöre keiner Religion an und glaube nicht an einen theistischen Gott. Naturwissenschaft und naturwissenschaftlicher Werte finde ich gleichberechtigt wichtig wie andere Werte. Wenn jedoch zeitgeistlich bedingt nur noch einseitig ein rationales Weltbild vermittelt wird, dann sträube ich mich dagegen.

Trete mal den direkten Vergleich an in dem du die Gewohnheit heraus rechnest. Stell dir unsere Gesellschaft ungewohnt vor und vergleiche sie mit anderen Weltbildern. Dann wird einem schnell klar, dass die heutige Gesellschaft genauso ihre Illusionen züchtet wie eh und je.

Ich bin für Ausgewogenheit. Und genau davon sehe ich hier nichts.

Kommentar von michma ,

ja und nein - ich halte die lösung von bisherigen glaubendogmen für absolut nötig um überhaupt erst wieder zu einer neutralen religiösität zu gelangen

neutral meint hier vor allem "ursprünglich" und rein - ohne doktrinen - ein freier zugang, den es aus eigener erfahrung gibt ;)

Kommentar von Gegengift ,

ich halte die lösung von bisherigen glaubendogmen für absolut nötig um überhaupt erst wieder zu einer neutralen religiösität zu gelangen

Nun das ist genau der Punkt. Viele haben die Dogmen der Gesellschaft aber längst überwunden und gehen mit Spiritualität und Glaube völlig ohne Belast um und das manchmal sogar wenn sie selbst auch eine negative Vorbelastung hatten. Leider sind diejenigen, die (noch) unter den Auswirkungen der Dogmen und religiösen Traditionen stehen äußerst aggressiv gegenüber jenen, die die Gesellschaft eher in das glatte Gegenteil der religiösen Dogmen versinken sehen.

Ein Gegenschlag der die Gesellschaft nicht wieder zur Mitte führt, sonder extrem in die andere Richtung ausschlagt. Da sehe ich das Problem drin.

Kommentar von michma ,

interessante darlegung - werde ich mal etwas setzen lassen und betrachten

thänx :D

Kommentar von ToniQuiet ,

Bezieh dich mit deinen Kommentaren bitte nicht nur auf einen Abschnitt meiner Antwort und lass bitte nicht den andere - größeren - Teil außer Achtung.

"Ich sage nicht das es automatisch so schlimm kommen kann. Aber es ist möglich. Und ein zwanghaftes in-die-Kirche gehen bringt die Kirche nicht näher, sondern bringt einfach nur bei das zu glauben was dort am Altar erzählt wird. Ein Kind glaubt es wenn man ihm die Geschichten aus der Bibel erzählt. Von Himmel bis Hölle - bedingungslos. Es wird ihm also praktisch beigebracht dies als einzige Wahrheit zu betrachten und das finde ich persönlich nicht richtig. Es gibt immer mehrere Ansichtsweisen von unterschiedlichen Personen. Jeder sollte entscheiden was er glaubt.

Eine strenge christliche Erziehung würde ich nicht raten. Erzieh dein Kind offen - auch wenn es sich einmal dafür entscheidet Atheist zu werden oder gläubiger Christ. Vollkommen egal. Aber es zwanghaft in eine Richtung zwingen (auch wöchentlicher Kirchengang ist in dieser Hinsicht Zwingen) ist nichts was zu einem gesunden Verstand beiträgt."


In diesem ganzen oberen Abschnitt rede ich die ganze Zeit davon eine offene Erziehung gegenüber Glauben oder nicht Glauben zu haben. Der erste Abschnitt ist lediglich zur Anschauung da was passieren kann wenn man es mit der "guten" christlichen Erziehung übertreibt. Ich räume gleich am Anfang des zweiten Abschnittes ein, dass es nicht so schlimm kommen muss aber durchaus kann und das eine religiöse Erziehung nicht immer der beste Weg ist.

Und zu dem Gegenstück zu meinem Beitrag, müsstest du schon den ganzen Beitrag lesen und ihn dann auch komplett umdrehen. Ich bin nicht christenfeindlich und ich respektiere Menschen und ihre Ansichten, also stell mich und meine Aussagen nicht anders da als sie sind, denn das ist auch ein Teil von Ignoranz, der nicht von Religion sondern einfach nur von Respekt abhängt.

Kommentar von Gegengift ,

"Ich sage nicht das es automatisch so schlimm kommen kann. Aber es ist möglich. Und ein zwanghaftes in-die-Kirche gehen bringt die Kirche nicht näher, sondern bringt einfach nur bei das zu glauben was dort am Altar erzählt wird.

Tatsächlich gehe ich auf alles ein. Ich hab das auch alles gelesen. Und ich schrieb deshalb in meiner Antwort, dass ich es auch nicht so drastisch sehe, da die Menschen immer mit den Anforderungen ihrer Zeit umgehen müssen, egal was sie nun hervorbringt.

Ich begegne deiner eingangs fatalistischen Äußerungen nur mit dem Gegenstück dazu und danach stelle ich genau wie du fest, dass es so weit gar nicht kommen muss und nicht alles sw ist..

Ein Kind glaubt es wenn man ihm die Geschichten aus der Bibel erzählt. Von Himmel bis Hölle - bedingungslos. Es wird ihm also praktisch beigebracht dies als einzige Wahrheit zu betrachten und das finde ich persönlich nicht richtig. Es gibt immer mehrere Ansichtsweisen von unterschiedlichen Personen. Jeder sollte entscheiden was er glaubt.

Das Ding ist, dass man dieses Argument zu 100% zurückgeben kann.

Kindern wird heute überwiegen ein rationales, naturwissenschaftliches Weltbild eingebläut und kein Kind bekommt je die Chance sich dagegen zu wehren. Verstehe mich nicht falsch. Ich finde das ja eben nicht verkehrt. Denn die Dinge von denen die Eltern überzeugt sind sollen sie auch an ihre Kinder weitergeben.

Nur weil ein rationales Weltbild heute dem Zeitgeist entspricht ist ist keineswegs besser. Und nur weil es überwiegend so gehandhabt wird, bedeutet es nicht dass es enorme gesellschaftlichen Schaden anrichten kann. Genauso wie ein von Dogmen zersetztes religiös fundamentalistisches oder lebensverneinendes Weltbild in der Erziehung schädlich sein kann oder ist.

Eine strenge christliche Erziehung würde ich nicht raten. Erzieh dein Kind offen - auch wenn es sich einmal dafür entscheidet Atheist zu werden oder gläubiger Christ. Vollkommen egal. Aber es zwanghaft in eine Richtung zwingen (auch wöchentlicher Kirchengang ist in dieser Hinsicht Zwingen) ist nichts was zu einem gesunden Verstand beiträgt."

Du implizierst eine religiöse Erziehung mit Strenge. Doch dieses Bild stammt von dir nicht von mir.

In diesem ganzen oberen Abschnitt rede ich die ganze Zeit davon eine offene Erziehung gegenüber Glauben oder nicht Glauben zu haben. Der erste Abschnitt ist lediglich zur Anschauung da was passieren kann wenn man es mit der "guten" christlichen Erziehung übertreibt. Ich räume gleich am Anfang des zweiten Abschnittes ein, dass es nicht so schlimm kommen muss aber durchaus kann und das eine religiöse Erziehung nicht immer der beste Weg ist.

Wir reden hier einfach über rational/naturwissenschaftlich oder religiös geprägte Erziehung. Keiner redet von irgendwelchen Extremen. Nun extrem kann man mit jeder Ideologie oder mit jeder Art und Weise werden.

Du versuchst immer religiöse Erziehung als an sich tendenziös extrem darzustellen.

Darauf möchte ich nur klar stellen, wie tendenziös schlecht sich eine rein rational/naturwissenschaftliche Erziehung auswirken kann.

Und zu dem Gegenstück zu meinem Beitrag, müsstest du schon den ganzen Beitrag lesen und ihn dann auch komplett umdrehen. Ich bin nicht christenfeindlich und ich respektiere Menschen und ihre Ansichten, also stell mich und meine Aussagen nicht anders da als sie sind, denn das ist auch ein Teil von Ignoranz, der nicht von Religion sondern einfach nur von Respekt abhängt.

Schau dir mal deinen Beitrag an bitte. Er besticht durch Aggressivität und Polarisierung. Und nun beschwere dich nicht wenn jemand einen Spiegel vor deinen Beitrag hält und deine Sätze übernimmt um darzustellen wie das andere Extrem aussieht. Mehr habe ich gar nicht gemacht ..

Ich bin kein Christ und glaube auch an keinen theistischen Gott. Man muss doch sehen wie einseitig zu Extremen neigend die Gesellschaft sich entwickelt.

Kommentar von ToniQuiet ,

Wen wir es beide nicht so drastisch sehen verstehe ich dein Problem gar nicht. Du hast jetzt also dein Kommentar also nur geschrieben um mal meine Aussagen umzudrehen? Du hältst meine Aussagen für radikal? Nein. Das sind sie nicht. Der erste Abschnitt zeigt die Folgen von Radikalität und gegen die spreche ich mich eindeutig aus und was dort steht sind Fakten. Keine erfunden, christenfeindlichen Märchen.

religiöse Erziehung = streng und strenge religiöse Erziehung sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Dreh mir bitte nicht die Worte im Mund um - das ist nicht gerade nett ;)

Und ich bin nicht aggressiv in meinen Aussagen - falls das irgendwann so rübergekommen ist (ich habe wirklich keine Ahnung wo genau das der Fall sein sollte), dann tut es mir leid, weil ich es wirklich nicht so gemeint habe.

Mehr will ich eigentlich nicht dazu sagen. Ich habe wirklich andere Probleme als irgendwelchen Leuten hier zu erklären, wie sie meinen Kommentar zu verstehen haben und wie nicht.

Kommentar von animanga ,

ao da hier jeder seine antwort an dem hoechsten punkt schreibt mach ich das auch:D Also ich weis zwar nicht ob du das jetzt liest aber wenn du einen glauben hast dann waere es ja deine aufgabe um es deien kind zu erklaeren anstatt ihm seine eigene welt lassen. DEnn kinder sind nicht wie erwachsene , die sind sehr leichglaeubig und koennen auf alles hoeren und dann hast du, als ein religiouser mensch, versagt die nachricht von deiner Religion weiter zu bringen und hast nicht deinen kind eine chance gegeben das er die 'wahrheit' die du glaubst kennen lernt und es verteidigt als auch auch eine interesse waechst was um leben und gott angeht, Denn spaeter wenn man erwachen wird ann mann meistens eh wieder den glauben verlieren und so da mann daann mehr ueber das lernt und sich selbst fragt um was man glauben soll und was nicht denn spaeter eeis ja dein ein kind was richtig und flasch ist oder was logik ist und kann jederzeit wieder seine eigene wege gehen.

So wenn du nicht religous bist dann hast du dennoch ein sorgerecht fuer seine kinder denn sie sind wennn sie klein sind nicht eigenstaendige leutte oder erwachsene die alles wissen. Die muessen ja das wissen von irgendwoher bekommen und ich wuerde dir raten , awar nicht s intensive wenn du kein religiouser mensch bist, das du dein kind aufklaerst was es mit religion zu tuen hat und das man niemanden deswegen discriminieren sollte oder sie hassen sollte. Den ein kind kann spaeter kein respekt fuer religioouse leute haben deseegn wuerde ich mehr vorsichtig seindarueber.

Antwort
von ragglan,

hallo kirsche, wir hatten ja gestern abend schon ein wenig darüber geplaudert ...

wie bereits in der hoch bedäumelten antwort hier kommentiert wurde, ist das ausschliessen einer gläubigen/religiösen erziehung ebenso beeinflussend, wie die miteinbeziehung von religion und glaube. am verstörendsden ist es, wenn etwas aus dem leben, der wertewelt der eltern herausgeschnitten wird, in der annahme, es währe zum wohle des kindes ... es schadet dem kind nicht, wenn es die lebenskultur - wertewelt der eltern, bzw. die ihm umgebenen bezugspersonen - kennenlernt und ein stück begleitet.

ich kenne ein beispiel eines befreundeten elternpaares, welche ein atheistisches weltbild bevorzugen. ihre kleine tochter ist allerdings ganz anderer auffassung. die eltern sind nun in einem konflikt, den sie sich tag täglich stellen. find ich mutig. sie begleiten ihre tochte in den kindergottesdienst, sie macht fereinfreizeiten der kirche mit ... engagiert sich i, kinderchor, gittarengruppe der kirche. sie könnten es sich leicht machen und das kind bequatschen, bis ihm die ohren bluten .. machen sie aber nicht, sie gehen den anstrengenderen weg ;) weil ihre auffassung, dass die kinder behütet ihren weg selbst finden sollen, stärker ist, als ihr atheistisches weltbild.

solang wie es ohne zwang und brechenden druck geschieht ... denn wie soll sich ein kind entscheiden können, wenn es nicht weiß wofür? und diese entscheidungsmöglichkeit sollte immer gegeben sein, sowie die gewissheit bei dem kind, dass egal für welchen weg es sich entscheidet (auch wenn es es sich noch oft entscheiden wird), dass das kind auf deine unterstützung zählen kann. und wen die unterstützung eben das akzeptieren dieses weges bedeutet.

was deinen vater angeht, so wird es schwierig, denn das wird wohl eher ein ding zwischen ihm und dir sein ...

Kommentar von ragglan ,

was mir auch aufgefallen ist. kaum einer macht sich die mühe zu schauen, was denn nun nach dem kinde und dir ist, sondern zu hauf nur danach gehen, was ihr eigenes faforisiertes weltbild ist und das dies das beste für alle wäre ...

Kommentar von Gegengift ,

DH. Ja das vergisst man schnell. Und genau da liegt auch der Punkt. Das Weltbild hat wohl nur sehr optional etwas mit guter oder schlechter Erziehung zu tun.

Antwort
von cortijero,

kein Kind sollte zur Religion gezwungen werden. Noch dazu, wo Religion nur verdummt. Man glaubt an einen nicht existenten Gott statt an seine eigene Kraft. Im Namen der Religionen sind die größten Verbrechen auf der Welt begangen worden und werden es auch noch. Kirche ist ein scheinheiliger Verein. Kindesmißbrauch wird vertuscht, man stellt sich gegen Verhütung, Reichtümer werden angehäuft. Für mich ist die Kirche eine kriminelle Vereinigung, die es versteht, Menschen zu beeinflussen. Meinem Kind würde ich es nie antun, es für diesen Verein zu begeistern. Wenn es erwachsen ist und in die Kirche möchte, dann soll es das tun.

Kommentar von Gegengift ,

Hier wird mal wieder klassisch Glaube und Spiritualität mit Religion, Kirche mit Glaube und Historisches mit Gegenwart verwechselt ...

Antwort
von Panazee,

Das hängt wohl davon ab, wie sehr du an die Existenz eines christlich-judäischen Gottes glaubst.

Bist du 100% davon überzeugt, so musst du dein Kind eigentlich gläubig erziehen. Zust du es nicht und es stirbt, bevor es sich entschieden hat, dann bist du ja Schuld, dass es in die Hölle kommt. Das würde ich nicht verantworten wollen.

Bist du in der glücklichen Lage ein Atheist zu sein oder doch zumindest starke Zweifel an der Existenz von Paradies und Hölle zu haben, dann kannst du deinem Kind seine eigene Entwicklung und Entscheidung gönnen.

»Gib mir das Kind während seiner ersten sieben Jahre, dann gebe ich dir den [gläubigen] Mann zurück«

Satz, der den Jesuiten zugeschrieben wird

Kommentar von Panazee ,

P.S.:

Wobei man ehrlicherweise einräumen muss, dass Atheisten genauso manipulativ vorgehen können. Ich sage zu meinem Sohn auf religiöse Fragen hin immer "Ich glaube nicht das ein Gott existiert, aber es könnte sein, dass ich mich täusche." Auf konkrete Fragen erkläre ich ihm, welche Argumente mich dazu bewegen nicht an Gott zu glauben.

Kommentar von CrazyDaisy ,

DH für eine solches wahrhaft weises Verhalten!

Antwort
von UmeaM,

Ich habe meine Kinder nicht streng christlich erzogen, habe sie aber an allem teilhaben lassen. Zur Kirche ging ich mit wenn sie Lust hatten, an Erstkommunion und Firmung haben sie auch teilgenommen. ABgesehen davon hatten sie wohl tolle Religionslehrer! Beide Haben mittlerweile sogar kirchlich geheiratet, und halten es mir dem Kirchgang genauso wie in der Kinderzeit. Ich bin sehr stolz behaupten zu können dass aus Beiden gesellschaftsfähige und brauchbare Menschen geworden sind,das ist auch der Verdienst der Religion!

Antwort
von HektorPedo,

Hmm. Ich gebe mal meine persönliche Meinung kund in der Frage.

(Christliche) Religiosität hat unglaublich viele Facetten, Möglichkeiten, Seinsformen. Gerade gegenüber (kleineren) Kindern ist es vor allem elementar wichtig, die Gottesebenbildlichkeit des Menschen in seiner besonderen "Rolle" elterliche Verantwortlichkeit durch ein Mit- und Vorweggehen in Glauben und Handeln widerzuspiegeln. Sozialethische Haltungen durch möglichst konsequente, eigene Ausübung als lebbares und gottgewolltes Handeln und Denken dem Nächsten gegenüber zu demonstrieren.

Dazu gehören ja alle "Leitwerte", die Paulus auf den Punkt bringt, wenn er das Wesen der Liebe auslegtt; gehören dann nachrangig Verkündigung, Liturgie und Ritus, die umso leerer zu wirken beginnen, je mehr das elterliche Handeln vom christlichen (besser: evangelischen) Moralparadigma abweicht.

Kommentar von HowardFrazetta ,

also quasi eine garantie, dass kinder auch einen sinn sehen nett zu anderen zu sein und andere zu respektieren ?

Antwort
von katwal,

Ein Kind religiös zu erziehen, hat - wie alles im Leben - zwei Seiten!

Ich selbst bin streng religiös (röm.-kath.) erzogen worden. Ich habe sehr unangenehme Erinnerungen an meine Kindheit. Der gesamte Alltag hing mit dem Glauben und der Religion zusammen (Morgengebet, Frühmesse, Mittagsgebet, Christenlehre, Abendgebet, Beichte, Abendandacht, ständiges Erinnern an den Tod und Ende des irdischen Lebens bei einem jungen Menschen, Angstmacherei vor der Hölle und dem Fegefeuer, Kontaktverbot mit Andersgläubigen; damals waren die evangelischen Christen auch schulisch getrennt etc.).

Was ich daraus positiv verzeichne und verinnerlicht habe: Ehrlichkeit, Redlichkeit, Fairness, moralische Denkweise etc.

Eigentlich sollte jeder Mensch selbst entscheiden können, ob er einer Religion angehören will oder nicht (und welcher!). Aber das ist i. d. R. nicht möglich, weil bereits die Babys von ihren Eltern sozusagen in die Religion bzw. den Glauben hineinwachsen.

Antwort
von Destroyer69,

religion ist für kinder uninteressant. eher für die eltern/grosseltern. wenn die kinder alt genug sind, können sie doch selbst spitituelle wege gehen, wenn es sie interessiert. warum schon früh den kindern was in den kopf setzen, was nur glauben und nicht bewiesen ist ?

Antwort
von TomBombadil2010,

Kein Kind sollte mit nicht verifizierbaren, jahrhunderte alten Dogmen irgendeines religiösen Glaubenssystems indoktriniert werden. Und "Erziehung" ist immer mit Indoktrinierung verbunden, ob man es will oder nicht. Ein Kind hat schlichtweg noch nicht die Möglichkeit, Dinge kritisch zu hinterfragen, es glaubt, was ihm glauben gelehrt wird.

Kein Kind wird als Christ, oder als Moslem, oder als Hindu, geboren, der Grundzustand ist sozusagen "Atheismus", und in meinen Augen ist es ein Verbrechen, Kinder in eine Religion hineinzuerziehen.

Im übrigen gibt es nichts an der Religion, was einem modernen Menschen noch einen Vorteil brächte. "Spiritualität" - was auch immer das bedeutet - findet man auch in der Schönheit und Eleganz der Natur, in der Kunst, in der Musik, in der Literatur. Schon gegen die Wunder der Natur allein, wenn man erst einmal die Augen dafür geöffnet hat, sieht die von der Religion gebotene Spiritualität nur schal und fad aus.

Kommentar von mia68 ,

...glaube eher nicht, dass die besagte "Schönheit" (ob nun in der Natur, der Musik, der Literatur oder anderswo) von dem zu trennen ist, was wiederum auch eine Religion (oder: die ganz eigene Spiritualität) ausmachen kann.

(Betonung liegt hier wohlgemerkt auf dem "kann" - je nachdem, in welcher Form sie "gelebt" und/oder ausgeübt wird)

Sofern man aber -innerhalb dessen- alles, was auf dieser Erde "ist", auch als "beseelt" (an)erkennt (der sogenannte "göttliche Funke" darf da auch sehr gern mal ins Spiel kommen), wird man um diese Schlussfolgerung jedenfalls kaum umhin kommen.

Kommentar von TomBombadil2010 ,

glaube eher nicht, dass die besagte "Schönheit" (ob nun in der Natur, der Musik, der Literatur oder anderswo) von dem zu trennen ist, was wiederum auch eine Religion (oder: die ganz eigene Spiritualität) ausmachen kann.

Metaphorisch ist das wie der Vergleich von einem Menschen, der billigen Fusel trinkt, nur um die berauschende Wirkung zu erzielen, mit einem Menschen, der guten Wein genießt und dabei viel tiefere Freuden empfindet als nur den blanken Rausch. ABER beachte folgendes:

Religion (oder: die ganz eigene Spiritualität)

Religion ist nicht die "ganz eigene Spiritualität"! Hier liegt ein zentraler Punkt des Problems begraben. Religion ist immer etwas indoktriniertes, anerzogenes, von außen her eingeflößtes. Menschen, die ohne religiöse Erziehung aufwachsen, schließen sich in ihrem späteren Leben seltenst(!) einer bestimmten Religion an.

.

Ich z.B. besitze sehr wohl eine eigene Spiritualität, nur das jene bei mir rein gar nichts mit irgendeiner Religion oder gar irgendetwas Übernatürlichem verbunden ist.

Verstehst du nun besser, was ich meine?

Kommentar von mia68 ,

...vermute hier viel eher, dass ich nicht verstanden wurde (bzw. dass wir möglicherweise dichter beinander sind, als deinerseits angenommen).

Was da von "gutem Wein" und "billigem Fusel" steht, das wiederum erschließt sich mir tatsächlich nicht.

Dass "Religion" per se immer mit (irgendeiner Form) von "Indoktrination" einhergeht, das mag sogar sein - schließt gleichzeitig (zumindest für mich) jedoch nicht aus, dass auch aus dem etwas erwachsen kann (Betonung liegt hier abermals auf dem "kann"), das von dir hier als "Spiritualität" bezeichnet wird; und sich (dadurch) von dem, was es in seinem Ursprung war, abhebt...

Das hier...

Ich z.B. besitze sehr wohl eine eigene Spiritualität, nur das jene bei mir rein gar nichts mit irgendeiner Religion verbunden ist.

...würde ich für mich also ebenfalls in Anspruch nehmen (bin ganz genauso keiner "Religion" wirklich "verhaftet", wenn ich auch sowas wie die "Wurzeln" all dessen schon im christlichen Glauben ansiedeln würde); nur mit dem Unterschied eben, dass mich allein dieser Umstand (im Vergleich zu jenen, die sich gleichsam innerhalb dieses Spektrums -irgendwo "zwischen" Religion und Spiritualität- bewegen; und die Grenze innerhalb dessen würd ich sicher nicht so selbstverständlich ziehen wollen) nicht "besser" oder "schlechter" macht.

Und den Imperativ da oben ("ABER beachte!") schätze ich im Übrigen (und demgemäß) fast ebenso wenig wie ein "Sich-Erheben" über andere.

Antwort
von Wenne,

Eine gute Erziehung kann man auch ohne Kirche und Religion vermitteln. Manchmal glaube ich dass das ohne das enge Korsett von Kirche und Glaube sogar besser geht.

Kommentar von Fantho ,

von Kirche ja, ohne Glaube aber nicht. Ihr solltet mal aufhören, Gottesglauben nur mit der Kirche in einen Zusammenhang zu bringen.

Kommentar von michma ,

man kann für eine menschliche und aufmerksame erziehung sehr gut auf BEIDES verzichten...

Ihr solltet mal aufhören...

egal aus welcher ecke zu missionieren

Kommentar von Gegengift ,

Die Erziehung in der Glaube eine Rolle spielt dürfte das Gegenstück zur heutigen modernen Erziehung sein.

Und die ist geprägt von einer enormen Kaltherzigkeit und sozialen Kleinkariertheit. Hier wird der ganze Mensch verleugnet und auf sein Gehirn reduziert.

In so eine Gesellschaft haben diejenigen mit hoher Intelligenz das höchste Ansehen. Die Einfältigen und Dummen hingegen stehen ganz unten.

Das vermittelt heute unser naturwissenschaftlich-rationales Weltbild.

Andere Werte verschwinden zunehmend von der Bildfläche. Natürlich hat das nicht nur etwas mit diesem Weltbild zu tun aber es trägt doch einen großen Teil mit.

Kommentar von michma ,

ich glaube nicht, dass glaube und werte einfach so schwinden - ich bin selbst vollkommen glaubensfrei erzogen worden und kann in keiner weise klagen und muss sogar sagen, dass mir diese eine große offenheit der möglichkeiten geboten hat oder bietet.

die sache ist, dass es das thema glaube oder nicht glaube garnicht gab es war wie es ist und hatte doch seine sehr menschlichen werte.

ich denke in diese richtung gehen einige kommentare - nun fällt mir auch gerade auf was mich immer wieder zu provokationen reizt - die suggestive unterstellung ohne kein mensch zu sein.

dabei bin ich durchaus mensch und habe es ohne jmd unter die nase bügeln zu müssen sogar zu einem recht intensiven spirituellem leben gefunden, genau wie meine ganze familie. die jüngeren kinder in unserer familie erhalten kenntnisse von möglichkeiten und facetten des lebens, aber glaiube oder religion rückt trotzdem nie als "geht nicht ohne" instanz in den vordergrund.

ich denke du meinst eigentlich auch etwas anderes als religion, sondern eine grundlage für eine aer "wertesystem".

aber auch da weiss ich, dass dieses ohne religion möglich ist, zumal aus meiner erkenntnis religion rein garnichts mit werten zu tun hat, auch wenn diese durch wirksamkeit eines bewusst sprechenden sich als solche artikulieren können.

*ballaballa :D

Kommentar von Gegengift ,

ich glaube nicht, dass glaube und werte einfach so schwinden - ich bin selbst vollkommen glaubensfrei erzogen worden und kann in keiner weise klagen und muss sogar sagen, dass mir diese eine große offenheit der möglichkeiten geboten hat oder bietet.

Das ist genau der Punkt.

Ohne Glaube ist selbstverständlich und im vollen Umfang alles möglich und nichts wird ohne Glaube ausgeschlossen oder vermindert. Für mich ganz klar. Und davon bin ich auch vollauf überzeugt.

Das sind eben die häufigen Missverständnisse. Umgekehrt unterlege ich diesen auch häufig.

"geht nicht ohne"

Geht nicht ohne gibt es nicht.. Auch meine Meinung.

Ich stelle mich wirklich ausschließlich nur kritisch gegen den Zeitgeist, der sein Heil in der totalen Wissenschaftsgläubigkeit sieht und abseits rationaler Überlegungen den Menschen immer weniger Raum lässt ..

Eigentlich ist Glaube und Spiritualität nur ein Raum der dadurch zurückgedrängt wird. Man könnte sicher auch noch andere nennen die ähnlich sind.

Antwort
von HowardFrazetta,

ich finde die frage gut ... hab deswegen nun nochmal ein wenig hier rumgelesen

scheint ja fast so, als ob niemand was von religiöser erziehung hat, die atheisten wollen es einfach nicht, die religiösen finden selber dahin und unentschlossene scheinen durch das zwanghafte auseinandersetzen mit religion(en) eher negativ beeinflusst.

Antwort
von SanoVX,

Religiöse Überzeugung ist glücklicherweise nicht vererbbar, sodass man meiner Meinung nach ein Kind nicht mit einem Glauben manipulieren sollte bzw. sollte dies meiner Meinung nicht einmal erlaubt sein. Ich meine, ihre Eltern können ihren kindern alles erzählen und sie werden ihren Erzeugern Glauben schenken. Ich jedenfalls bin glücklicher ohne Glauben und finde es nicht gut, dass Kinder dazu gezwungen wurde wie einst ich.

Kommentar von HowardFrazetta ,

sehr gute ansicht!

Kommentar von SanoVX ,

danke ;)

Kommentar von Gegengift ,

Du musst in einer Illusion leben wenn du glaubst dass die einen Werte Manipulation sind und die anderen wiederum richtig und gut sind nur weil sie dem Zeitgeist entsprechen ..

Kommentar von HowardFrazetta ,

er hat doch nicht gesagt, dass die einen werte manipulation sind und das andere richtig ist.

er sagt nur manipulation allgemein ist falsch und man solle dem kind es selbst überlassen

er persönlich ist glücklicher ohne glauben

Kommentar von Gegengift ,

Ahja den Kindern die Erziehung selbst zu überlassen ist eine gute Idee :)

Kommentar von HowardFrazetta ,

keine polemik bitte :D

du stellst es so dar, als ob es gänzlich unmöglich wäre neutral zu erziehen.

als ob religion zu kennen auf gleichem level ist wie reden und essen beibringen

Kommentar von Gegengift ,

du stellst es so dar, als ob es gänzlich unmöglich wäre neutral zu erziehen.

Erstens dürfte eine "neutrale Erziehung" keine Erziehung sein. Wie soll man denn in der Erziehung neutral sein?

Zweitens kann man natürlich zumindest hinsichtlich Weltbilder versuchen Neutralität walten zu lassen. Aber ich bezweifle dass dir klar ist was das bedeutet und wie schwierig das wäre.

Denn wenn du ein eher rationales oder auch naturwissenschaftlich geprägtes Weltbild vermittelst, hast du die Neutralität genauso verloren.

Mit anderen Worten man erzieht immer entweder so oder so oder verwendet Teilaspekte aus beidem. Na ja - ansonsten müsste man mal definieren worüber man genau redet.

Kommentar von HowardFrazetta ,

"Na ja - ansonsten müsste man mal definieren worüber man genau redet."

das ist wohl der knackpunkt, man muss immer sehr ausschweifen um deutlich zu machen, was genau man meint, bzw worauf man sich bezieht.

Neutral meine ich, dass man den kindern sagt was es so für ansichten gibt, aber nicht jeden sonntag in die kirche geht und abends vorm pennen das kind nochma zum beten zwingt.

Kommentar von Gegengift ,

Ja ich denke darüber herrscht Konsens : ))

Kommentar von HowardFrazetta ,

ich hab ja auch ihre antwort gelesen, ist nicht so, dass wir total unterschiedlich das sehen.

Liegt wohl einfach am sensiblen thema

Kommentar von SanoVX ,

Ja stimmt ja ich habe ganz vergessen, dass man Kinder nur mit Religion erziehen kann. Sorry hab ich vergessen. Ironie Off

Ich sehe ja in meiner Schule wie gut Christen erzogen sind. Alle anderen Religionen sind für sie Mist und so entsteht nur Rivalismus! Wie oft habe ich in meiner Kindheit folgenden Spruch gehört: "Die moslems glauben an so einen schieß" Dabei unterscheiden sich die Religionen kaum und sie wussten nicht einmal genau an was Muslime glauben. Wer hat ihnen das eingetrichtert. Die Geschichte der Kirche und ihre Eltern und evtl auch die Pfarrer.

Kommentar von Gegengift ,

@SanoVX .. eine total subjektive Wahrnehmung. Religion hat tausend Gesichter. Und neben Religion gibt es auch den reinen Glauben und die Spiritualität - beides auch religionslos beständig .. doch wird das alles in einen Topf geworfen. Deshalb reden wir von der gesamten Bandbreite.

Kommentar von SanoVX ,

Warum habe ich dann noch nie einen Christen getroffen, der andere Religionen akzeptiert?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community