Frage von Tobidima, 89

Wie weit sollte man beim Kolloquium ins Fachwissen gehen und wie viel Input ist sinnvoll?

Hi alle zusammen,

ich stehe im Moment vor meinem Kolloquium der Erzieher Ausbildung und bin mehr oder weniger Ratlos. Bei uns ist es so, dass wir 20 Minuten insgesamt Zeit haben, Vortragzeit ca. 10 bis 15 Minuten und restliche Zeit Gesprächsrunde bzw. Fragerunde. Für mich stellt sich einfach die Frage, wie tief man wirklich in das Thema eintauchen kann, da ja so ziemlich jedes Thema sehr umfangreich sein KANN. Ich habe als Thema "Arbeiten mit Borderline Persönlichkeitsstörung in der Jugendhilfe" gewählt, da dieses ein aktuelles in unserer Einrichtung sein muss. Die Gliederung sieht bei mir wie folgt aus:

  1. Vorstellung des Fallbeispiels

- Klar, ich stelle eine Betroffene Klientin unserer Einrichtung vor 2. Allgemeines zur Borderline Persönlichkeitsstörung - Klassifikationssystem der American Psychatric Association , DSM - IV Kriterien, evtl. geschichtliches, kurz die Entstehung des Begriffes wobei ich hier überlege Allgemeines als ersten Punkt zu wählen. 3. Eigene Praxiserfahrungen in der Arbeit mit BPS - Welche Kriterien passen auf das Fallbeispiel? - Wie wurde bereits mit der Klientin bezüglich der BPS gearbeitet? - Was war hilfreich, was weniger ? 4. Methodische Ansätze zur Arbeit mit Borderline - Welche weitern Möglichkeiten gibt es für die Arbeit mit Borderlinern?

Also für mich sieht das einfach nach zu viel Masse für 10-15 Minuten aus, aber ich wüsste nicht, wie ich das kürzen sollte bzw. würde ich einfach nicht zu arg ins Fachwissen gehen, um es verständlich, relativ kurz und nachvollziehbar zu halten. Was meint ihr, ist das machbar?

Danke schonmal :-) Gruß Tobi

Antwort
von ToniRamboiu, 65

Hallo Tobi,

ich kenne mich in deinem Fachgebiet nicht aus, aber ich kann generell gut etwas zu Prüfungen sagen.

In deinem Vortrag ist wichtig, dass du strukturiert rüberkommst. Oben hast du ja schon eine Struktur benannt, das ist grundsätzlich genau der richtige Anfang. 

Ein zweiter Schritt könnte sein, dass du den Vortrag mal übst vor einem Freund und dabei auch auf die Uhr schaust, wie lange die einzelnen Abschnitte dauern.

Wenn man einen Vortrag hält, hat man während dessen auch oft ein sehr intensives Gefühl, ob ein Abschnitt zu lang ist oder zu kurz oder genau richtig, interessant genug etc. 

Nach diesem Gefühl kannst du deine Gliederung etwas anpassen.

Und ein super Tipp ist, in der Prüfung sowas zu sagen wie: "Der nächste Aspekt wäre xxx und darin die Unterpunkte a, b und c. Weil ich mich in der begrenzten Zeit gerne genauer auf den Aspekt yyy eingehen möchte, soll es an dieser Stelle bei den drei Stichpunkten bleiben - wenn Sie einverstanden sind."

So, und wenn dann dein Aspekt yyy super ist, ist das in der Prüfung sogar eher ein Vorteil als ein Nachteil.

Alles Gute!

Toni

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