Frage von Silviaa, 119

Wie viel Nähe sollte ich zu Welpen zulassen?

Hallo :-)

Wir haben ein neues Familienmitglied, einen kleinen Jack Russel Welpen. Sie ist sehr lieb, möchte allerdings den ganzen Tag auf dem Arm, auf dem Schoß, oder zu einem auf dem Sofa. Wieviel Nähe sollte ich zulassen? So das sie auch lernt, das sie in ihrem Nest liegen soll..

Danke für die Antworten :)

Achja, sie ist heute den zweiten Tag bei uns.

Antwort vom Tierarzt online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihren Hund. Kompetent, von geprüften Tierärzten.

Experten fragen

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 107

Du hast einen Welpen übernommen. Das bedeutet diesem aufwachsendem Wesen die Sozialisierung zu ersetzen und ein soziales Gruppenleben anzubieten.

Kleine Welpen ab der, bestens 10. Woche wollen die Welt kennen lernen aber dabei auch einen sicheren Rahmen in der Sozialgruppe erlernen. Der Rahmen ist ein Zeitrahmen aber auch Regeln im Miteinander. Er gibt dem Hund für sein weiterees Leben Sicherheit.

Dieser Rahmen ist eine Art Stundenplan. Mit Zeiten zum Löseplatz zu gehen (so wird der Hund stubenrein). Mit festen Zeiten auf kleinen Ausgängen mit seinem Mensch die Welt zu erkunden, gemeinsam Kontakte zu anderen Wesen in der Welt zu knüpfen.

Das sind Zeiten in welchen der Welpe auch lernt seinen Körper immer besser zu beherrschen und einzusetzen.

Wichtig dabei sind immer - die gemeinsamen Zeiten für ein kleines Spiel bei welchem beide Seiten gewinnen sollen und Zeiten zum gemeinsamen Ruhen.

Körperlicher Kontakt ist ein wichtiges soziales Anliegen und dabei sollte Dein Welpe schon lernen, dass Du mit einer weichen Babybürste beginnst sein Fell zu pflegen, die Ohren anzugucken, die Zähnchen zu kontrollieren. Alles ganz unverkrampft beim gemeinsamen kuscheln.

Daran kannst Du sehen wie wichtig dieses Kuscheln ist und wie wenig wichtig wo Dein Hund nun erst einmal liegt.

Du siehst, vertrauensvolle Nähe ist wichtig. Das Wichtigste in einer Mensch - Hund Beziehung. Das soll Dein Welpe und Junghund nun lernen.

Das bedeutet aber nicht das Herumturnen auf dem Mensch zuzulassen. Wer nicht möchte, dass der Hund auf Bett und Sofa geht, der begibt sich zum Welpen auf den Boden. Welpen brauchen noch Körperkontakt, dass soll man ihenen nicht zu früh meinen "abgewöhnen zu müssen"

Räumliche Distanz kommt ganz von alleine mit dem sicherer werden und älter werden des Welpen.

Kein Welpe dominiert jemals einen Mensch wenn er körperliche Nähe sucht! Es gibt kein dominieren wollen des Hundes beim Mensch, das ist Fehlinformation von Gestern!

Seinen Liegeplatz machst Du Deinem kleinen Hund schmackhaft, indem er dort seine Kauknochen und Knabbersachen bekommt. Dort wird er in Ruhe gelassen - auch wenn Du meinst schmusen zu wollen. Das gilt eisern für alle in der Familie!

Kein Hund will dauernd beschmust werden. Hunde wollen mit ihrem Menschen etwas erleben, bei ihm Sicherheit finden. Und wenn sie müde nach Hause kommen wollen sie mit ihrem Menschen bei der gemeinsamen Ruhezeit - ruhen.

Das passiert aber nicht auf dem Menschen, sondern generell daneben, dort wo der Hund eben liegen möchte. Man muss auch den Wunsch auf Distanz eines Hundes, wenn er mit dessen Alter entsteht - akzeptieren.

Buchtipp: Welpen - Anschaffung, Erziehung und Pflege, Autor: Clarissa v Reinhard

Buchtipp: Mit dem Hund auf Du - Zum Verständnis seines Wesens und Verhaltens, Autor: Eberhard Trumler

Unbedingt lesen, jetzt wenn Dein Welpe neben Dir liegt und Ruhezeit hat:

Ein Jahr im Leben einer Hundefamilie, Autor: Enerhard Trumler

Mehr kann man gar nicht zum artgerechten Aufziehen eines Welpen lernen. Viel Spass mit dem kleinen Racker.

Antwort
von douschka, 119

Nähe so viel wie möglich geben. Das entspricht der Natur, denn ein Welpe braucht rund um die Uhr Schutz und Geborgenheit. Distanz in Form von alleinlassen kommt die nächsten Monate nicht in Frage und bedarf dann Übung. Hund auf dem Arm nehmen und rumtragen ist gegen die Natur. Es liegt an Dir wie weit Du Nähe zulassen möchtest. Er muss auch nicht unbedingt auf den Schoß, doch Kontaktliegen braucht er und es fördert die Bindung. Ob der Hund aufs Sofa darf ist eine langfristige Entscheidung. Einmal Sofa = immer Sofa oder Bett.

Ein Welpe braucht unbedingt menschliche Anlehnung, doch wie weit diese geht, entscheidet der Halter. Ich verweise immer auf die ähnlichen Bedürfnisse eines Menschenbabys/ - kleinkind. Ein Menschenkind braucht auch seine geregelten Zeiten/ strukturierten Tagesablauf, altersgerechte Beschäftigung, Grenzaufzeigung, Ruhephasen, liebevollen Umgang. Ein gemütliches Körbchen, wo er Übersicht hat, was zugfrei und in beruhigter Wohnzone ist, wird sein Rückzugsort werden, wie ein Kinderbett. Später wird es seine "Festung". Soll er ein Körbchen annehmen, dann bringe ihn immer zu bestimmten Zeiten dahin (nach dem Lösen, s. Erziehung zur Stubenreinheit).

Das wird schon, wenn Du und andere merken, dass er seine Ruhe braucht und dort ungestört ist. Die Neuankunft ist für alle Seiten unsicher und unruhig.

Grundsätzlich bestimme ich wann Spiel- oder Kuschelzeit ist. Bei Welpen bin ich nachgiebiger, aber auch da gibt es Grenzen. Habe auch noch anderes zu tun. Ganz viel Liebe und Zuwendung, aber keine Vereinnahmung.

Antwort
von xttenere, 93

soviel Nähe, wie DU ihr geben möchtest. DU bestimmst den Zeitpunkt des kuschelns und spielens. Wenn Du genug hast, wendest Du Dich ab und sagst fertig zu ihr. Das Ganze wird sich innerhalb der nächsten 10-14 Tage einspielen.

Antwort
von wotan0000, 94

Im Augenblick ist das eigene *Nest* Nebensache.

Nähe, Nähe und nochmals Nähe.

Damit schafft man schon die Grundlage für Vertrauen.

Antwort
von Schwoaze, 96

Das dürfte halt nicht zur Gewohnheit werden. Aber sie ist ja sooo süüüß! In 10 Jahren will sie das dann aber auch noch so haben. Freundlich, aber bestimmt sein - konsequent sein!

Kommentar von wotan0000 ,

Mein Hund ist inzwischen Senior. Warum sollte ich ihm Nähe/Kuscheln nicht gewähren?

Mein Hund weiss, ob ich Zeit habe oder nicht. Wenn ich auf dem Sofa sitze spricht doch nichts gegen Wunschkuscheln von seiner Seite.

Kommentar von Schwoaze ,

Wie Du sagst, Dein Hund ist Senior. Er hat schon längst gelernt, was er darf und was nicht. Die kleine Süsse hingegen, muß das noch lernen. Und das geht eben nur mit Konsequenz.

Kommentar von wotan0000 ,

Wir halten das aber schon so seit Welpenzeit. Klar Hundi lernt *Hausarbeit = keine Zeit*. Aber Sofa = jederzeit.

Kommentar von Schwoaze ,

Ja mei, Du kannst ja Deinem Hund erlauben, was immer Du willst, es geht ja nicht um Dich, sondern um Silviaa und ihr habe ich meine Meinung mitgeteilt. Daß man mit kleinen Hunden eher nachsichtig umgeht, merkt man an den vielen unerzogenen, keifenden, kleinen Handtaschenhunden.  Bei großen Hunden kann man eher davon ausgehen, daß sie wohlerzogen sind - im eigenen Interesse. Ich will damit nicht unterstellen, daß Dein Hund nicht erzogen ist. Nur muß ich bei meiner Dogge andere Grenzen setzen. Wenn er auf der Couch liegen würde, müßte ich auf dem Boden bleiben. Und das... will ich nicht!   ;-}

Kommentar von wotan0000 ,

 **Wenn er auf der Couch liegen würde, müßte ich auf dem Boden bleiben. Und das... will ich nicht!   ;-}**

Dito! Es geht ja nicht um Dich. ;-)

Auch ich habe mir erlaubt, meine Meinung zu äussern.

Kommentar von wotan0000 ,

Dogge und kleiner Hund bringt für mich noch einen kleinen Unterschied.

Ich denke mal, wenn Du auf dem Sofa sitzt, darf Dein Hund auf dem Boden neben Dir sitzen und auch mal seinen Kopf auf Dein Bein legen und Du kannst ihn dann kraulen.

Das geht beim Jack Russel und auch bei meinem Zwerg nicht. Als Halter will man aber auch nicht ständig mit rundem Rücken und Kopf nach unten sitzen. Ich denke, dass dieser Unterschied durchaus erklärt, dass ein kleiner Hund auch auf das Sofa darf.

Das macht einen kleinen Hund auch nicht zum unerzogenen keifenden Hund. :-)

Kommentar von Schwoaze ,

Nein, natürlich nicht, aber gibt genug davon!

Antwort
von FrauStressfrei, 88

Die ersten Tage bekommt sie soviel Liebe wie sie will und brauchst. Da wird gar nichts reduziert. Dann fängst du an, sie minutenweise alleine zu lassen. ZB wenn du ins Bad willst oder so. Später, etwa wenn sie 16 Wochen ist, drehst du langsam und von ihr unbemerkt, die Kuschelregeln um: sie bekommt so viel Zuneigung wie DU ihr geben willst, aber niemals wenn SIE die einfordert. Als Beispiel: sie kratzt bei dir am Bein und fordert kuscheln ein. Das ignorierst du so lange, bis sie das lässt. Dann kannst du sie nehmen und knautschen und kuscheln soviel du willst.

Antwort
von BlueFlower02, 52

Ihr seit für den Hund so zu sagen die neue Mutter! Er braucht viel zuneigung! Außerdem sind Jack Russell Terrier eh sehr verschmusst😉😇

Antwort
von momolo13, 80

die nähe zu dir ist ok und so kurz wie der kleine bei euch ist, auch verständlich. nur, das viele auf den arm nehmen könnte sich kontraproduktiv auswirken. nur weil der hund klein ist, sollte er nicht auf dem arm verhätschelt werden, dass kann zu verhaltensstörungen führen. ich kenne einige jackys die, weil man sie am anfang verwöhnt hat, zu kleinen tyrannen mutiert haben. klar sind die kleinen süss und niedlich, aber in ihnen steckt trotzdem ein richtiger hund, der ernst genommen werden sollte. mit dem kleinen spielen, ihn streicheln ist richtig, aber er sollte auch von anfang an geführt und angeleitet werden, grenzen aufgezeigt bekommen. eine gute welpenschule wird euch sicher auch helfen, mit eurem hund angemessen umzugehen und ihn gut zu erziehen. ich empfehle allen hundehaltern, mit ihrem hund im minimum die ersten zwei jahre eine gute hundeschule zu besuchen. 

Kommentar von wotan0000 ,

Ein Hund der verwöhnt wird, wird doch nicht zum Tyran. Zum Tyran wird der Hund, der nicht erzogen wird.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 40

ist doch klar, dass der kleine eure naehe barucht..lass es zu -aber wenn du etwas anderes tust, wird der kleine dir folgen. von liebe kann man nie genug haben: )

Antwort
von Tierfreundun, 51

ich würde sie nicht auf den arm nehmen, auf den schoß nehmen oder aufs sofer/ bett lassen. dennoch würde ich viel mit ihr schmusen und spielen. das dann aber eher auf dem boden. du kannst dich ja auch auf eine decke bzw. einen teppich setzen. natürlich solltest du ihr auch einen eigenen platz bieten, bei dem sie ihre ruhe hat. auch würde ich ihr spielzeug und kuscheltiere geben,weil du ja nicht den ganzen tag mit ihr rumturnen kannst.

Antwort
von brandon, 89

Wenn Du die Kleine erst zwei Tage hast dann ist es normal das sie schüchtern ist.

Immerhin ist sie zum ersten mal ohne Mutter und Geschwister in einer völlig fremden Umgebung mit fremden Gerüchen. Das sie sich dann fürchtet kann man ihr nicht verübeln, deshalb solltest Du ihr die Nähe und die Wärme geben die sie jetzt dringend braucht. Wenn sie sich eingelebt hat wird sich das wieder legen. 

Ich hoffe nur das sie aus guter Haltung kommt und nicht krank ist. Wie alt ist sie denn?

LG

Kommentar von Silviaa ,

In ein paar Tagen 10 Wochen :)

Kommentar von brandon ,

Okay, wie gesagt Du kannst ihr ruhig die Nähe geben die sie sucht.

Du solltest sie nur nicht bedauern weil Du dieses Angstgefühl sonst bestätigst.

Lass ihr einfach ein bisschen Zeit dann wird das schon.

Ich wünsche Dir viel Freude an Deiner Kleinen.

LG

Antwort
von Jasi2530, 84

Du solltest ehr mit ihr spielen als zu kuscheln

Kommentar von Silviaa ,

Möchte ich ja auch gerne, nur sie traut sich nicht so wirklich.  

Ich habe das Gefühl,  dass sie Sicherheit bei mir sucht.

Kommentar von spikecoco ,

warum, Jasi 2530 ?

Kommentar von Jasi2530 ,

dann musst du ihr erst zeigen, dass sie keine Angst haben braucht

Antwort
von Goodnight, 53

So viel Nähe wie der Hund braucht und einfordert. Was für eine Frage?! Einen Welpen darf man in den ersten 3 Wochen nie! allein lassen.

Antwort
von 1Paradise1, 37

Nähe unbegrenzt,allerdings sie ständig und überall auf den Arm zu nehmen macht nicht gerade einen selbstsicheren Hund aus ihr. Lass sie daheim ruhig auf Deinen Schoss,aber Du bestimmst wann und wie lange.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community