Frage von Felixxnico, 178

Wie schafft der Beamer schwarze Farben?

Hallo, Ich frage mich schon immer wie der Beamer schwarze Farben erzeugen kann. Ich meine es gibt ja kein schwarzes Licht. Da wäre es doch logisch, wenn er auf die schwarz anzuzeigende gar kein Licht projiziert, allerdings müsste man dann auf der weißen Wand statt Schwarz, Weiß sehen, Das ist aber nicht so, man erkennt Schwarz und Grau deutlich. Wie macht er das denn? Danke schonmal für Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Asrex, 114

es gibt hier zwei möglichkeiten:

Die Additive Farbmischung hier wird aus den Grundfarben RGB (Rot; Grün; Blau) gemischt. Hier ensteht das schwarz durch das fehlen von Helligkeit/Farben und wirt meist sehr schwach oder eher grau dargestellt.

Die Subtraktive Farbmischung  hier wird mit den drei Sekundärfarben CMY (Cyan; Magenta; Yellow) gemischt. Hier entsteht das Schwarz durch das ausstrahlen aller Farben gleichzeitig. Hier kann Schwarz wesentlich besser dargestellt werden.

Kommentar von prohaska2 ,

Bei Licht, das an der Wand reflektiert wird, wirst du keine subtraktive Mischung schaffen. Außer die Wand ist knallrot oder grasgrün.

Antwort
von sarahj, 110

gar nicht.
Kein Licht. Der Beamer kann es nicht dunkler machen als die Hintergrundbeleuchtung im Raum. Genauer gesagt, die Helligkeit der  Wand ohne Beamerlicht.

Da der Beamer keine Farben an die Wand spritzt, sondern r/g/b Licht, ist es additive Farbmischung.
(wäre sonst vermutl. eine große Sauerei an der Wand ;-)

Vielleicht eine Erfindung wert...

Antwort
von AtomosDerWahre, 85

Gar nicht. Graue Farben entstehen dadurch, das der Beamer einzelne weiße Pixel an die wand strahlt(wie bei einem Schachbrett), das sieht dann so aus also ob es grau wäre.

Antwort
von k98765, 47

Also eigentlich ist das ganz einfach.

Wir sehen nicht das, was unser Auge sieht, sondern das, was unser Gehirn uns aus dem vom Auge erfassten nach entsprechender Bewertung sehen lässt. Eine per Beamer "schwarz ausgeleuchtete" weiße Leinwand kann im optimalen schwarzen Raum (Kino ohne Notbeleuchtung, etc.) (annähend) schwarz aussehen (sehr guter (Laser-)Projektor mit dyn. Iris erforderlich), im hellen Raum, ist diese halt so hell wie die Leinwandoberfläche bei dem vorhandenen (Streu-)Licht aussieht.

Dennoch gelingt es dem Betrachter je nach Restlicht und Beamer- / Leinwandkombination durchaus auch bei Restlicht sich der Überzeugung anschließen zu können, er würde ein Schwarz im projizierten Bild sehen, was jedoch nur eine (überzeugend echt wirkende) Täuschung ist.

In heller Umgebung nehmen wir die "schwarzen Bereiche" einer Projektion erst dann als Schwarz war, wenn diese sich von helleren Bereichen in ausreichendem Maß absetzen können. Es können sowohl kleinste Bereiche mit sehr großer Helligkeitsintensität aber auch größere Bereiche mit etwas weniger hellen oder farbigen Flächen ausreichen, um den Eindruck ein Schwarz zu sehen, zu erzielen. Es muss jedoch immer eine gewisse Schwelle überschritten werden, damit das Gehirn die dunklen Bereiche als Schwarz bewertet und den Betrachter dies so wahrnehmen lässt.

Ist der Unterschied zu klein, so wirkt das Bild flau und ausgewaschen, was sowohl an der fehlenden Schwarz-Wahrnehmung aber auch an fehlender Brillanz liegt.Die eher im Businesssegment anzutreffenden Hellraumleinwände erhöhen z.B. innerhalb eines Hauptsichtbereiches die Leuchtdichtewirkung eines Projektors um bis zu Faktor 26. Ein 10.000 ANSI Lumen Projektor wirkt dann so hell, wie wenn er 260.000 ANSI Lumen hätte. Der Intensitätsunterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen wächst um bis zu Faktor 26; dunkle Bildbereiche werden entsprechend bis zu 26-fach leichter vom Gehirn noch als Schwarz gedeutet, so fern noch ausreichend hellere Bildpassagen vorhanden sind.

Immer häufiger trifft man in Wohnzimmern auf Couchscreen Leinwände, die durch eine abdunkelnde graue Oberfläche in Kombination mit einer Leuchtdichtewirkungsverbesserung von ca. Faktor 6, dem Gehirn es über 12-fach leichter machen, die dunklen Bildbereiche als Schwarz zu bewerten und gleichzeitig die hellen und farbigen Bildbereiche bis zu 6-fach brillanter (im Vergleich zu einer weißen Gain 1 Leinwand) zu deuten.

Mit der richtigen Beamer-/Leinwandkombination wirkt das Bild daher deutlich kontrastreicher und brillanter wie auf einer herkömmlichen weißen Leinwand.

Antwort
von Schweinsbraten4, 73

Diese Frage ist echt gut! Weiß erzeugt er ja mit allen drei Farben auf einmal. Aber schwarz? Ich weiß es nicht. Ich glaube aber, dort word tatsächlich kein Licht hingeschickt. Mit Beamer schaut man ja in abgdunkelten Räumen, da wäre die Leinwand ja so auch dunkel, und wenn daneben alles beleuchtet ist, wirkt es noch dunkler. Ich glaub aber, auch auf einer hellen Leinwand schait es schwarz aus. Die Frage ist echt gut!

Antwort
von Plotz, 56

Beamer arbeiten wie Bildschirme subtraktiv (RGB), Drucker additiv (CMYK).

RGB: Rot, Grün und Blau ergeben weiß, CMYK: Cyan, Magenta und Gelb ergeben schwarz. Damit man keinen Dreifachauftrag und tiefschwarz mit einer Druckfarbe erzeugt, kommt als vierte Farbe schwarz hinzu.

RGB erzeugt kein schwarz, sondern nix stattdessen, und Drucker erzeugen kein Weiß, sondern nix stattdessen.


Kommentar von prohaska2 ,

Bildschirme subtraktiv (RGB), Drucker additiv (CMYK)

Falsch und falsch. Zurück in die Schule.

Kommentar von Plotz ,

Gut aufgepasst. #ffffff ist weiss, nicht #000000.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community