Frage von viciii00, 104

Wie hat Aristoteles genau herausgefunden, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel ist?

Aristoteles hat ja beobachtet, dass egal aus welcher Richtung Schiffe kamen, man immer zuerst am Horizont die Masten sah und daraus gefolgert, dass die Erde keine Scheibe sein kann, sondern eine Kugel sein muss. Kann mir bitte jemand die Folgerung erklären, weil ich verstehe nicht wieso die Erde keine Scheibe sein kann, weil man die Masten immer zuerst sieht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TomPiketty, 73

Er hat das aus den folgenden Beobachtungen abgeleitet:

Sämtliche schweren Körper streben zum Mittelpunkt des Alls. Da sie
dies von allen Seiten her gleichmäßig tun und die Erde im Mittelpunkt
des Alls steht, muss sie eine kugelrunde Gestalt annehmen

.
Bei von der Küste wegfahrenden Schiffen wird der Rumpf vor den Segeln der Sicht verborgen.

In südlichen Ländern erscheinen südliche Sternbilder höher über dem Horizont.

Der Erdschatten bei einer Mondfinsternis ist stets rund.

Kommentar von viciii00 ,

Weshalb streben alle schweren Körper zur Erde?

Antwort
von tuedelbuex, 47

Wenn Du auf halber Höhe auf einer Kuppel stehst und schaust in Richtung Kuppelspitze wirst Du von einer Person, die aus eben dieser Richtung die Kuppel hinaufkommt auch zuerst den Kopf sehen. Nicht schwer vorstellbar, dass das im "Großen" ganz genau so sein muß. Andernfalls müsste das Schiff ab dem Moment, wo es sichtbar wird komplett zu sehen sein und dann größer werden und nicht nach und nach mehr von dem Schiff zu sehen sein. 

Antwort
von gegenalle, 44

Wenn es eine Scheibe sein sollte, dann müsse man an Horizont als erstes das gesamte Schiff sehen. Und weil es eben eine Kugel ist sieht man zunächst das Mast des Schiffes, und dann aufsteigend das gesamte Schiff.

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