Frage von Georgios85, 178

Wie dick sollte das Kabel sein was in die Garage führt , reichen da 5x10mm²?

Hallo zusammen ich bin grade dabei , meine Garage in eine Werkstatt umzubauen, mein Problem ist ich habe zwar Starkstrom in der der Garage aber nicht genug nämlich nur 2 16 Ampere Steckdosen die auch nur mit 16 Ampere abgesichert sind, und ihren Strom über ein 5x2,5mm² Kabel erhalten . Was ich brauche ist mehr Power und mehr Steckdosen, ich habe vor zwei CnC Maschinen zu betreiben -Drehmaschine Colchester Combi 2000 -Fräsmaschine Da bin ich mir noch nicht sicher welche ich mir kaufe

Also was ich jetzt im groben vor habe von meinen Verteilerkasten ein dickes Kabel in die Garage zu legen dort einen zweiten Sicherungskasten einzubauen und damit dann eine 63 Ampere Steckdose zu betreiben für die Drehmaschine ich brauche mindesten noch eine 32er für die Fräsmaschine und zwei 16er eine für die Bohrmaschine und eine fürs schweißgerät Jetzt meine Fragen -Wie dick sollte das Kabel sein was in die Garage führt , reichen da 5x10mm² ? -ist ein 63 Stecker überhaupt nötig für die Drehmaschine oder reichen da evtl. auch ein 32 Ampere Anschluss - Wieviel Steckplätze muss der Sicherungskasten haben den ich in der Garage installieren lassen möchte , könnte ich jetzt zb. Drei Schmelzsicherungen für die 63 Ampere Steckdose einbauen und dann noch mal 3 für die 32 Ampere Steckdose und noch mal 3 für die zwei 16er , so gesehen wären es das dann 9 . oder muss ich da noch mehr platz haben um da noch mal eine Hauptsicherung reinzumachen ? Ich denke mehr Fragen habe ich in mom nicht , ich bedanke mich jetzt schon mal an diejenigen die sich die Zeit nehmen mir da etwas Klarheit zu verschlafen Mit freundlichen Grüßen Georgios

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik & Elektronik, 108

das kannst du mit verlaub gesagt knicken....

die 5 x 10 mm² reichen eventuell für die 63er Steckdose alleine, aber auch nur dann, wenn du sie mit maximal 50 Ampere absichert.

je nach Länge der Leitung und dimensionierung der Vorsicherung, hier wären 80 bis 100 Ampere angeraten, bräuchtest du 5 x 25 oder sogar 5 x 35 mm²

hier stellt sich als nächstes die frage, wie es bei euch eigendlich und überhaupt ums Netz bestellt ist. das Problem wird sein, dass du einen größeren Zähler brauchst, 100 Ampere direkt messend, ggf. Wandlermessung, hier sollte man mal mit dem Energieversorger rücksprache halten. der hausanschlusskasten muss ggf. auch dran glauben. die meisten energieversorger fordern nämlich ab einer anschlussleistung von 70 kVA (100 Ampere) einen NH 1 Kasten.

hier kommt es effektiv drauf an, was denn so sonst noch im Haus betrieben werden soll. wenn elektrische duchlauferhitzer im Spiel sind, oder eine Wärmepumpe. oder ihr meherere Wohneinheiten besitzt, dann werdet ihr um 100 Ampere schlicht nicht herum kommen.

lg, Anna

Antwort
von Gluglu, 103

Hallo.

Wenn Du von einer Garage sprichst, die Du zur Werkstatt umbauen willst, sprechen wir hier ja von einem Nebengebäude welches am Hauptgebäude hängt. Wieviel Strom Du maximal in die zukünftige Werkstatt bringen kannst hängt also von der Energieversorgungsleitung des Hauptgebäudes ab. Hast Du üblicherweise ein Hausanschlußkabel von 16mm² wirst Du sowieso nicht mehr als 63A vom EVU bekommen, ohne daß ein neues Hausanschlußkabel gelegt werden muß... und daß dann nur wegen der Garage. Daher ist es grundsätzlich die Frage, bei eventuell anstehenden Erdarbeiten das Haus Haus sein zu lassen und die Garage in Angriff zu nehmen.

Zum Querschnitt: Du brauchst in erster Linie mal den Querschnitt für den Strom, in zweiter Linie für die Leitungslänge. Wenn Du also eine lange Anschlußleitung für die Garage hast und Dein Haus mit 16mm² nahe am Stromkasten eingespeist wird, solltest Du eventuell schon mit 25mm² arbeiten. Liegt Dein Stromkasten (EVU) weiter weg dann wäre wieder 16mm² OK weil Du dann zwar wenig Spannungsabfall zwischen Haus und Garage hättest, dafür aber zwischen Haus und Stromkasten. Du siehst, das ist eine Abwägungssache.

Zur Ausführung: Wenn es finanziell nicht äußerst eng gestrickt sein sollte dann würde ich gleich den gleich 16mm² bzw. die besagten 25mm² bei langen Leitungen legen. Je höher der Querschnitt desto teurer ist zwar das Kabel aber Du must hier auch die Arbeit für die Verlegung rechnen... und wenn Du nach fünf Jahren merkst, die Leitung war zu klein und wieviel die größere Leitung mehr gekostet hätte, wird es Dich unter Umständen ärgern, daß Du jetzt die eine Leitung rausschmeissen (hat ja auch Geld gekostet) mußt und die gleiche Arbeit noch mal mit einer dickeren Leitung hast.

Wie groß Du das Ganze auslegen mußt hängt von den zu erwartenden Erfordernissen und den örtlichen Gegebenheiten ab. Aber wenn Du jetzt schon von zwei Fräßmaschinen sprichst dann wäre schon mal eine vernünftige Drehstromsteckdose für ein Schweisgerät durchaus denkbar. Dann kommt vielleicht noch irgendwann ein kleines, von einer Fabrikauflösung günstig erstandenes Drehbänklein dazu, gefolgt von einer Schleifmaschine...

Im Bekanntenkreis hat sich ein Maschinenbautechniker in einem kleinen freien Raum einer Schäune selbstständig gemacht und man soll nicht glauben, wie schnell dort der Maschinenbau dank diverser Fabrikschließungen gestiegen ist. Das Problem mit der Zuleitung trat dort ziemlich schnell auf... jetzt wird die Scheune schon außen mit Containern erweitert! Er macht das allerdings hauptberuflich selbstständig; ob das bei Dir eine Option ist weiß ich nicht. Denk aber bei sowas, wenn Du schon was Professionelles aufbaust, an eine sinnvolle Erweiterungsmöglichkeit!

Mfg

Antwort
von Chefelektriker, 66

Die Erfahrung lehrt,das es mit dem elektr.Anschluß oft nicht ausreicht.Da werden sehr schnell noch mehr elektr. Geräte angeschlossen und die Leistung reicht sehr selten aus.

Für eine Werkstatt solltest Du mit der örtlichen EVU reden.

Ich empfehle eine eigene Verteilung,mit einer mind. 5x50mm² Zuleitung.Wenn die Zuleitung nicht zu lang ist kann man die 50mm² mit 125A absichern.Das würde dann voerst reichen.

Mit den 5x10mm² kannst mal gerade eine 32A CEE-Steckdose und 3x Schukosteckdose betreiben,mehr nicht.

Für die Drehmaschine reicht es dann nicht mehr.Sämtliche Steckdosen,außer die Anschlüsse für Dreh-und Fräsmaschine ,sollten über einen FI(neu RCD) laufen.

Drehmaschinen und Fräsmaschinen mit Drehstrommotor sprengen jeden FI durch die hohen Anlaufströme,auch bei Sternanlauf.

Absichern mit Schmelzsicherungen,man kann auch Lastautomaten nehmen,aber ich empfehle Schmelzsicherungen, die die Anlaufströme deutlich besser verkraften.

Kommentar von Waldem4r ,

Was haben denn nu Anlaufströme mit FIs zu tun? Der misst Fehlerströme und löst dann aus, bei Motoren, die eine Anlaufschaltung benötigen, fliegen eher die Sicherungen raus.

Kommentar von Chefelektriker ,

Wenn der Anlaufstrom höher,als die max.Leistung des FI ist wird dieser beschädigt und dann "mißt" der keine Fehlerströme mehr.

Dann ist das Ding im Eimer und der Schutz perdue.

Die Sicherungen fliegen nur dann,wenn sie falsch,zu klein,dimensioniert sind.

Antwort
von Eichbaum1963, 63

Nun, es kommt auch auf die Leistungsaufnahme der 2 CNC-Maschinen an - ebenso wie die aller Anderen - denn das alles hat du uns verschwiegen. So kannst du also gar keine korrekte Antwort erhalten.

Aber bei einer 63 A Steckdose + einer 32 A Steckdose + 2x16 A Steckdosen dürften 5x10 mm² sicher nicht reichen.

Da wären eher mindestens 25 mm² erforderlich - u. U. sogar 35 mm² (Leitungslänge entscheidet mit!) - vor allem musst du auch dein zuständiges EVU über diese Änderung informieren.

Da wäre schon ein eigener Stromanschluss für die Garage überlegenswert. :)

Kommentar von Georgios85 ,

Die Leistungsaufnahme der Maschinen habe ich nicht ganz grundlos verschwiegen , ehrlich gesagt blicke ich da nicht ganz durch. Die Drehmaschine besitz einen Trafo auf dem 27,7KVA Steht , auf der Maschine selber steht etwas von 44kVA Derjenige bei dem ich die Maschine gekauft habe hat mir vergewissert das die Angaben vollkommen überzogen sind , er selber hat die Maschine nur mit 25 Ampere abgesichert , was ich ihn auch glaube da er seinen Betrieb bei seinen Eltern auf einen alten Bauernhof betrieben hat ,und er auch nur begrenz Strom zu Verfügung hatte. Es ist doch so das man immer weniger KW als Ampere hat, demzufolge müsste doch die Maschine unter 25 KVA oder KW Leistungsaufnahme haben. Das ist doch richtig oder ? Außerdem ist die Maschine auch nicht sonderlich stark die Spindel hat grade mal 7,5 KW Antriebsleistung .In einigen Monaten möchte ich mir noch eine kleine Fräsmaschine Kaufen , die ca ne Leistungsaufnahme von 7- 11kW hat, mein ziel ist halt beide Maschinen wen möglich gleichzeitig zu betreibenHier noch ein paar angaben zu unsren Stromnetzt ich wohne in einen Mehrfamilien haus mit insgesamt 5 Parteien alle singel, unser Wasser heizen wir mit elektrische Durchlauferhitzer ich weiß das ist jetzt nicht so günstig aber meistens sind die Leute nicht zuhause. Der Haupt Verteiler des Hauses wird mit 100 Ampere versorgt über ein 35mm² Kabel, von dort bis Garage sind es genau 7m mein Stromzähler ist mit 63 Ampere abgesichert und mit 50 Ampere die Wohnung die Garage wollte ich auch mit 50 Ampere sichern aus sorge das ich es übertreibe evlt das haus lahm lege.Wieviel kw kann ich den max mit 50 Ampere erreichen ? also wenn 100 Ampere 70Kva sind müssten doch 50 35kwa sein , sollte da nicht ein 16mm² reichen das ganze ist sowieso nur ne Übergangslösung in einem Jahr möchte ich mir ne richtige halle zulegen und das ganze Vollzeit betreiben

Antwort
von Kuno33, 64

Um es knapp zu sagen, ich rate Dir davon ab, das selbst zu machen. Sollte es nämlich aufgrund von Fehlern brennen, trägst Du allein die Verantwortung. Bei Drehstrom musst Du ausreichend Fachwissen haben, sonst schaffst Du Dir nur Probleme.

Kommentar von Georgios85 ,

Sorry das ist wirklich keine atwort die mir was bringt , nartürlich mache ich das nicht selber, ich möchte nur wiessen ob mein Lösungsanstz richtig ist es ist ja nie verkert sich schlau zu machen 

Kommentar von Kuno33 ,

Ehrlich gesagt wollte ich Dir auch keine genauen Angaben machen, weil ich befürchte, dass Du es am Ende doch selbst versuchst. Deine Beschreibungen waren auch etwas verwirrend. Wenn eine Maschine bis 44 kVA benötigt, der Trafo aber nur gut die Hälfte Strom liefert, halte ich das für sehr gewagt, auch wenn Dir jemand gesagt hat, dass es funktioniert. Ohne die Geräte vor Ort gesehen zu haben, würde ich schon aufgrund dieser Ungereimtheit keine Angaben machen. Also, ich bleibe dabei, dass Du das vor Ort die Dinge klären solltest. Was Du daraus machst, ist ja immer noch Deine Sache.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten