cathystraum am 12.08.2009 um 12:20 Uhr
Es werden ja oft Bücher aus der Zeit mit der alten Rechtschreibung wieder neu aufgelegt. Entweder erscheinen sie in Sondereditionen oder werden in einem Kanon veröffentlicht. Auch gibt es die SZ-Editionen oder die anderer Zeitschriften. Mein Gedankengang ist jetzt, ob die alle nach der neuen Rechtschreibung bearbeitet werden oder nach der alten Vorlage gedruckt werden. Das sie jetzt alle digitalisiert sein müssen ist mir klar, da das alte Setzverfahren nicht mehr angewandt wird.
Ich weiß, dass es eine Wissensfrage ist, aber Google gibt mir nichts und einen Verlag möchte ich noch nicht anschreiben.
Die Tochter meiner Nachbarn hat mich auf den Gedanken gebracht, als ich ihr Effi Briest lieh und sie sich über die Rechtschreibung beschwerte.
Danke für eure Antworten.

Das ist wirklich eine gute Frage! Da ich die Antwort nicht wusste, begab ich mich auf die Suche: meine SZ-Bände z.B. müssten nach dem Zeitpunkt ihres Erscheinens schon längst in neuer Rechtschreibung sein, sind es aber nicht. Allerdings haben Süddeutsche und Frankfurter Allgemeine auch jahrelang die neue Rechtschreibung boykottiert. Auch von Kiepenheuer & Witsch habe ich eine Márquez-Neuausgabe von 2006 nach den alten Regeln. Ob allerdings Gabriel García Márquez tatsächlich eine Verfügung zum Druck in deutscher Sprache getroffen hat, darf bezweifelt werden.
Kinderbuchverlage veröffentlichen dagegen, soweit ich weiß, konsequent in neuer Rechtschreibung, z.B. die "Ur-Pippi". Es wäre den jungen Lesern gegenüber auch unfair; schließlich lernen sie die neue Rechtschreibung im Deutschunterricht.
Solange ich keinen Gegenbeweis finde, gehe ich davon aus, dass jeder Verlag selbst entscheidet, ob er Neuauflagen unverändert lässt oder bearbeitet.
Die Lanze, die hier jeweils für die originale Rechtschreibung gebrochen wird, in allen Ehren; ich möchte aber einwerfen, dass schon ein Goethe (Göte) in Originalschreibweise teilweise schwer zu verdauen ist, von älteren Schriftstellern ganz zu schweigen. Die Entscheidung, welche Manuskripte oder alten Auflagen man als Vorlage nimmt und was behutsam verändert werden muss, wird vermutlich sorgfältig zwischen Verlagsrepräsentanten (Lizenznehmern) und Urheberrechtsinhabern (Lizenzgebern) geklärt.
Nein, nicht alle Bücher werden auf die neue Rechtschreibung umgeschrieben (wäre auch schade!). Es gibt Autoren, die dies ausdrücklich untersagt haben.
marlylie am 12. August 2009 12:26 bei vielen büchern wäre das auch gradezu eine verschandelung...
Recht hast Du!

Eindeutige Tippfehler werden ausgebessert. Aber nicht jede Neuerung in der Rechtschreibung wird übernommen. Z. B. gab es zur Zeit Goethes keine Rechtschreibregelung, wie es heute der Fall ist. In sog. Kritischen Ausgaben werden die grammatischen und orthographischen Eigenheiten übernommen und im Anhang wird darauf eingegangen. Bestimmte Eigenheiten können übrigens auch ganz entscheidend sein für das Verständnis des Lesers. In älteren Werken z. B. der Klassik fällt das auf.
Ja, die Bücher werden in die neue Rechtschreibung umgewandelt. Es sei denn es gibt Autoren die dies verbieten und meinen es wär so was wie Zerstörung seines Werkes.

Nein. Was ist mit alte Bücher gemeint? Klassiker? Oder Titel aus den letzten Jahren? Wenn Bücher vor Neuauflagen in die neue Rechtschreibung umgewandelt werden sollten, wäre das viel Arbeit. Oft fast ein neues Buch. Das steht dann auch in den Büchern im Impressum drin. Zu finden ist dort meist "korrigierte Auflage", das bedeutet grobe Fehler werden korrigiert.

Zur Zeit lese ich ein Buch, dass erstmals 1938 veröffentlicht wurde und das in der 21. Auflage 2007 erschien.
Es liegt - bis auf die Rubriken "Zu diesem Buch" und "Über den Autor" - komplett in der alten Rechtschreibung vor.
Bild/er:
Buchfink am 17. August 2009 12:18 ....das erstmals 1938....

Die Bücher sind in der Regel urheberrechtlich geschützt, das schließt die Schreibweise ein. Das macht ja den Schriftsteller aus. Stell Dir mal vor die Bibel würde angepasst werden.... undenkbar.
cathystraum am 13. August 2009 15:53 Es gibt eine Bibel mit der neuen deutschen Rechtschreibung. Ich habe nämlich eine. :-))
Buchfink am 17. August 2009 11:37 Dann ist die Bibel zumindest orthografisch auf der Höhe der Zeit.
hüstelhüstelzwinkerzwinker
Quandt am 25. August 2009 09:41 Also icke fand den Wissenschafts-Geschichts-Fantasy-ScienceFiction-Schinken sehr interessant, einzig das Buch der Könige hatte nicht so den Pepp! ;-)
Quandt am 25. August 2009 09:39 Die Bibel wurde so oft angepasst, dass sie mit ihren Urtexten nur wenig gemein hat. Schnapp Dir mal ´ne Luther-Bibel und versuche die zu lesen, viel Spass dabei! By the way, lies mal eine altkatholische, eine evangelische und eine von den Türklinglern paralell, da gibt es ganz schön viel Abweichungen! ;-)
für die Bibel gibt es ja auch keine Urheber mehr, jedenfalls keine mehr die ihre ansprüche geltend machen könnten... Da kann man schon die Rechtschreibung anpassen.
Ich habe in den letzten Jahren eine Menge Belletristik gekauft. Alle diese Bücher beinhalten aber noch die alte Rechtschreibung, obwohl die entsprechende Auflage auf lange nach der Umstellung datiert ist.
Ich denke also, man kann deine Frage mit "Mal so, mal so" beantworten. ;)

Weiß nich... Vielleicht, vielleicht auch nich...
Fantastisch! Das ist die am wenigsten hilfreiche Antwort, die ich hier je gesehen habe! Glückwunsch! XD
das kommt ganz auf das buch an hat es historischen wert zbs. für´s museum oder andere einrichtungen wird das meißten nicht gemacht , ist es jedoch ein buch wie zbs. ein roman von vor 10 jahren wird das gemacht

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ganz auf das Buch ankommt, so wie soust schon schrieb :)
nein sie bleiben in der alten rechtschreibung. sonst wären es nicht die gleichen bücher.
bleibt leider alles so wie es ist, es gibt soger autoren die es nicht wollen
MfG

die meisten bücher,werden dann mit richtiger rechtschreibung geschrieben.aber nicht alle!es kommt drauf an welches buch es ist!
bei mittelalter büchern nicht ;D aber bei nicht total veralteten büchern wie 1980 oder so ja klar

kla werden die in neue rechtschreibung gemacht.
NOPE^^
Es gibt kein Gesetz das Verlage zur neuen Rechtschreibung zwingt, deswegen ist es unterschiedlich je nach Buch, Auflage und Verlag.

Erst kürzlich hat mir eine Mitarbeiterin des Verlags Suhrkamp bestätigt, daß auf die alte Rechtschreibung Rücksicht genommen wird. Für mich prominentester Zeuge und Autor dieser Tage: Peter Sloterdijk. Ich befürworte das.

Klar! wieso:Weil man dann in alterr schrift nicht verstehen könnte
Merci!
nicht schlecht