Frage von Jersey11, 204

Welchen "Vorteil" hat ein Multikulturelles Land?

In den Medien wird im Zusammenhang von Zuwanderung immer von "Kultureller Bereicherung" geredet, aber wo ist wirklich der Vorteil dieser "Bereicherung"? Auch gestern auf der Arbeit kam ich nicht um ein Gespräch rum, in dem mein Gegenüber vehement darauf pochte, dass Multikulti gewinnbringend wäre. Auf meine Frage, was denn genau die Vorteile wären, kamen dann die immer gleichen Nebelkerzen wie Essen, Sprache, Urlaub, Musik (Ist dazu eine Massenzuwanderung überhaupt notwendig?). Aber dies hilft ja niemandem in dem Sinne, dass es ihm Wohlstand oder überhaupt erstmal Essen und ein Dach über dem Kopf beschert. Mich interessiert diese Frage wirklich, da ich bis dato keine wirklich fundierte und überzeugende Antwort bekommen habe. Ich bin mittlerweile Mitte 20, und lebe in einer kulturellen Stadt. Und konnte ehrlich gesagt bis heute noch keine Vorteile feststellen.

Antwort
von Lennister, 98

Nebelkerzen wie Essen, Sprache, Urlaub, Musik

Das sind keine "Nebelkerzen". Auf ausländisches Essen hier möchte ich z.B. nicht verzichten. Und ja, dafür braucht es Zuwanderung. Denn es sind nun einmal in aller Regel Zuwanderer, die ausländische Restaurants eröffnen.

Ansonsten: Wir brauchen Zuwanderung aus wirtschaftlichen Gründen. Deutschland überaltert, wir bekommen zu wenige Kinder. Deshalb brauchen wir eine anhaltend hohe Zuwanderung(Wanderungssaldo 400 000-500 000 Menschen/Jahr, wie in den Jahren vor der Flüchtlingskrise) nach Deutschland.

Damit können wir das Problem zwar nicht allein lösen, aber es ist eine notwendige "Säule" der Problemlösung. Dazu kommen noch andere Vorteile, vor allem der allgemeine Vorteil einer vielfältigen Gesellschaft: Mehr Kulturen bedeutet auch, dass wir mehr unterschiedliche Sichten auf Dinge bekommen.

Und unterschiedliche Sichten können nur hilfreich sein,sie helfen uns, unsere Sichtweisen zu hinterfragen. 

Antwort
von nochfrei, 135

Okay fangen wir mal an :)
Ich bin in einem "multikulti" umkreis aufgeachsen, hatte also Frrunde aus Serbien, Bulgarien, China, Korea, der Türkei und diversen anderen. Unter vorteile nenne ich mal drei Sachen vorrangig: Diversität Wirtschaftskraft und de rdemografische Wandel.
Wirtschaftskraft:
Deutschland entwickelt sich immer mehr in Richtung "hochqualifizierter arbeitskräfte" (tertiärer und quartiärer Sektor). Das ist Schön und gut und bedeutet dass wir mehr und mehr Geld verdienen. Aber eine Gesellschaft funktioniert nicht ohne dass auch Jobs die geringere Qualifikationen brauchen ausgeübt werden. Da helfen z.B. viele Migranten die aus schlechteren verhältnissen kommen und bereit sind diese Jobs zu übernehmen.
Demographischer Wandel: Deutschland wird alt. Wir werden alle Rente bekommen und die wird nunmal auf pump finanziert (wir zahlen jetzt für unsere elterngeneration in etwa). Wir brauchen also junge Menschen damit dieses System nicht kollabiert.
3. Diversität: das wichtigste Argument. Menschen mit verschiedenen Kulturellen Eindrücken haben andere Sichten. Das kann essen sein das kann politik sein, musik etc. Sowas erlaubt erst vielfalt. Deutschland um 1933-1945 z.B. wollte alles raushalten. Wir wissdn na wo das hingeführt hat. Die wichtigere Frage sollte doch sein: Warum nicht? Diese Menschen zahlen in unsere Sozialkassen ein, bereichern unsere Kultur und ermöglichen uns ein gutes Leben. Warum sollten wir ihnen eine Chance verwehren mit uns zu leben?

Ich hoffe mal dass das ungefähr kl\rt was du meintest. Wenn ich daneben lag sag mir einfach bescheid :)

Kommentar von Ontario ,

hochfrei ! Es trifft zu, dass wir uns immer weiter zu einem technologisch hochentenwickelten Land mausern. Das bedarf aber Arbeitskräfte, die sich solchen anspruchsvollen Anforderungen auch gewachsen sehen. Es gibt eben auch Jobs, die von Menschen erledigt werden können, deren Bildungs.-und Berufsweg diesen Anforderungen nicht entsprechen. Da wir an die 4 Millionen Arbeitslose haben, wäre es doch sinnvoller, zuerst mal diese Leute in das Berufsleben einzugliedern, als weiterhin Millionen an HartzIV und Sozialhilfe auszugeben. Diese Leute müssen nicht erst unsere Sprache lernen. Ich sehe wenig Sinn darin, Zuwanderern, verbunden mit erheblichen Kosten, erst Lesen und Schreiben beizubringen. Dann haben die immer noch keinerlei berufliche Ausbildung. Während sich die Menge an HartzIV und Sozialhlfebeziehern nicht verringert. Ich kenne einige die schon seit Jahren HartzIV beziehen und sich nebenbei ein Mehrfaches dessen verdienen, als das, was sie an staatlicher Unterstützung bekommen. Da sollten die Ämter zuerst den Hebel ansetzen, um unsere Sozialkassen zu entlasten. Was die Rentensituation betrifft, könnte auch etwas geändert werden. Nämlich, dass alle, ausnahmslos, Beamte, Anwälte, Ärzte, Apotheker auch in  e i n e  Rentenkasse einzahlen. Die Pensionskassen werden ausschliesslich mit Steuergeldern finanziert, das mal ganz nebenbei.Warum haben wir so wenig Nachwuchs in unserem Land ? Da gibt es einige Gründe, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Ich habe kein Problem damit, jemanden eine Chance zu geben, der bereits über eine Ausbildung verfügt, somit recht schnell in unsere Arbeitswelt eingegliedert werden kann. Was das Multikulturelle angeht, kann das unsere Gesellschaft schon bereichern, wenn Kultur und Religion mit unserer Gesellschafftsordnung kompatibel sind. Es kann nicht angehen, dass der eine Teil unserer Gesellschaft nur die Scharia anerkennt, deutsche Gesetze ablehnt. Ein syrischer Arzt hat gesagt, er würde sich niermals deutschen Gesetzen unterwerfen. Für ihn hat einzig und alleine die Scharia Gültigkeit. Es werden sich Parallelgesellschaften in grösserem Ausmass bilden und das kann keiner wollen. Zu uns sind in den fünfziger Jahren Italiener, Spanier, Griechen gekommen, da gab es keine Probleme, weil eben die Kulturen und die Religionen einigermassen passten. Das waren die Anfänge unserer Multikultigesellschaft und hat sicher unsere Gesellschaft bereichert. Eine Bereicherung unsere Gesellschaft sehe ich nicht darin, wenn Frauen nicht gleichberechtigt sind, Mädchen in unseren Schulen nicht am Schwimm.-oder Sportunterricht oder Klassenausflügen teilnehmen dürfen. Schwimmbäder tageweise nur für Muslimas geöffnet sind und wir keinen Zutritt haben. Lehrerinnen bei männlichen Moslems keine Akzeptanz finden. Mehrehe erlaubt ist, was bei uns als Bigamie gilt und strafbar ist. Glaubt denn jemand,dass das in unsere Gesellschaftsordnung passt ? Je mehr Moslems wir in unserem Land auf Dauer aufnehmen, umsomehr werden diese auch auf ihre Traditionen bestehen. Wir in deren Augen Ungläubige sind und immer solche bleiben werden.Saudi Arabien fianziert überwiegend die Moscheen in Deutschland. Warum wohl ? Es geht darum den Islam in Europa zu verbreiten. Selber nimmt Saudi Arabien keinen der Glaubensbrüder auf, die zu Tausenden auf eine Einreise bei uns warten.  

Kommentar von KaLia1 ,

nichts für ungut, bin selber ausländer: aber wenn ihr deutsch euch so sehr um eure landsleute kümmer würdet, wie um gewisse "flüchtlinge" hättet ihr kein problem mit zu wenig kinder! - warum ich das wort flüchtlinge mit "" gemacht habe, nun, komm mal i´n unsere stadt und gucks dir selber an wie die sich hier benehmen. satte junge respektlose junge männer, wenn das flüchtlinge sind, bin ich kaiser von china!

Antwort
von voayager, 43

Der Hinweis auf eine kulturelle Bereicherung ist ein gedankeloses und hohles Gefasel, ersonnen in moralisierenden Hirnen, bar einer Alltagserfahrung, ein neoliberaler Popanz, der so kosmopolitische Gelüsten bedient.

Wenn was bereichernd war, dann wohl der Bereich der Gastronomie. Deutsche kannten vor dem Zuzug ausländischer Mitbürger kaum ausländische Gerichte. Aber auch hier sind gewisse Aspekte einzubweziehen. Zwar ist die landesweite deutsche Küche eher banal und nicht grade aufregend, doch sie besitzt ober besaß eine interessante regionale Küche, die zu einem beachtlichen Teil ausgesprochen schmackhaft ist. Mit dem massiven Restaurantangebot ausländischer Küche, ist die regionale weitestgehend verkümmert, verschütt gegangen. So ist es also wie bei einer Wippe, was Neues wurde gewonnen, was Alt-Bewähtes hingegen verloren, so dass diese nun in der Schwebe sich befindet, sprich kein Gewinn, kein Verlust durch die ausländische Gastronomie.

Dann noch ein anderwer Aspekt, etliche arme Leute hierzulande können sich einen Besuch in einem ausländischen Restaurant garnicht leisten, also ist denen egal was es an nichtdeutschen Speisen und Getränken so alles dargeboten wird.

Damit ist also klar, dass selbst bei Gerichten weder ein Plus noch ein Minus verbleibt.

Bei übermäßiger Überfremdung einzelner Stadtteile kommt es immer mal wieder zu einem Kinosterben, da unsere ausländischen Mitbürger und Mitbürgerinnen oftmals die deutsche Sprache nicht oder nicht ausreichend verstehen und von daher Kinofilmen fernbleiben.

Ein leichte Plus ergibt sich durch die meist türkischen Änderungsschneidereien.

Fazit: ein multikulturelles Land bietet weder Vorteile noch Nachteile. Lediglich das Kapital mit seinen Arbeitgebern zieht nen eindeutigen Nutzen aus dem Zuzug ausländischer Menschen.

Antwort
von hutten52, 55

Es gibt kein funktionierendes Multikulti-Land. Die USA haben starke Rassenspannungen, in Brasilien mauern sich die Weißen in bewachten Wohnvierteln ein, in den europäischen Ländern sind die meisten Moslems nicht integrierbar und bilden Parallelgesellschaften.

Die Schweiz ist interessant: Da funktioniert es nur, weil Deutschschweizer, Welschschweizer und Tessiner ihre abgegrenzten Landesteile haben, wo die jeweilige Sprache geschützt ist. Außerdem sind alle Schweizer christlich geprägt und das Land ist sehr reich, so dass es wenig soziale Spannungen gibt.

Der US-Forscher Putnam hat in einer großen Studie gezeigt: Je heterogener ein Land, desto mehr Misstrauen zwischen den Gruppen, desto weniger Zusammenarbeit und Solidarität,  desto mehr Probleme: Kriminalität gegen die andre Ethnie etc. Jede ethnische/religiöse Gruppe zieht sich auf sich zurück. Der Oxford-Wissenschaftler Paul Collier hat die gleichen Ergebnisse bei seinen Untersuchungen in afrikanischen Ländern. Je vielfältiger, desto mehr Krisen.

Japan, China: Sträuben sich vollständig gegen Multikulti, sind dabei wirtschaftlich sehr erfolgreich.

Arabische Länder: Keinerlei Einwanderung von "Flüchtlingen", Begründung: "Das destabilisiert die Gesellschaft!"

Um ausländische Musik, Essen, Filme, Bücher zu genießen, brauchen ja nicht Ausländer einzuwandern, jedenfalls nicht in Massen.

Außerdem: Die heute Einwandernden sind am allerwenigsten Multikulti-Anhänger. Die meisten wollen ihre eigene Kultur leben. Das sieht man an den Stadtvierteln, in denen sie die Mehrheit haben. Es gibt nur sehr wenige Moslems, die sich wirklich für christliche Kultur, deutsche Sitten, französisches Essen, karibische Musik und den Karneval von Rio interessieren.



Kommentar von Yamato1001 ,

Hallo :) Sehr gute Ausführung. Als Anmerkung noch zur Schweiz: Die Schweiz klappt vor allem desshalb so gut, da (deine bereits sehr guten Argumente schreibe ich nicht nocheinmal auf...) das Land einerseits historisch auf dem Grundsatz der Freiheit gewachsen ist. Andererseits waren und sind sich die Kulturen Westeuropas sehr ähnlich, wodurch ein "Multikulti-Staat" nicht wirklich so vorhanden ist. Der wichtigste Pfeiler ist bei uns so denke ich die direkte Demokratie - jeder kann sein Anliegen jederzeit einbringen und nicht nur alle 4 Jahre. Und eine Schlussbemerkung noch: Wir haben in der Schweiz auch ethnische Spannungen, doch durch den Reichtum bleiben die (im Moment noch!) in einem kontrollierbaren Bereich. lg

Antwort
von Maxieu, 64

Keinen.

Es empfiehlt sich zunächst einmal, "Multikultur" von bunter Vielfalt im Alltag zu unterscheiden.

Kultur ist ein Begriff, der heute zwar inflationär gebraucht wird , m. E. aber ohne juristische Basis, also ohne rechtlich verankerte Sitten, sinnlos ist.

Ein Beispiel: Wenn du eine Pizza oder einen Döner ist, dann bist du nicht "kulturell" aufgeschlossen oder wechselst gar die "Kultur". Du liebst vielleicht nur die Abwechslung auf dem Speiseplan.
Wenn du dich aber dafür einsetzt, dass in KITAs keine Schokokekse mehr serviert werden dürfen, weil die eventuelle Verwendung von Schweinefett bei deren Zubereitung deine religiösen Gefühle oder die Anderer verletzt, dann ist das eine "Kultur"handlung.

Multikultur impliziert m. E. also die Geltung verschiedenen Rechts (das etwa auch dadurch entstehen kann, dass der Staat auf die Durchsetzung geltender Rechtsnormen in bestimmten Milieus verzichtet).

Wo das nicht angestrebt oder - im Gespräch - gemeint ist, sollte man besser den schon lange existierenden Ausdruck "Pluralismus" verwenden. Er bedeutet, dass im Rahmen des bestehenden Rechts jeder seine Meinung haben und seinem Lebensgefühl freien Ausdruck verleihen darf. Das ist dann sogar wünschenswert und eine echte Bereicherung, denn die Welt wäre doch entschieden langweiliger, wenn alle so wären wie wir selbst.

Ideologien/ Religionen, die Menschen an dieser persönlichen Entfaltung hindern wollen (und da ist im Moment natürlich an erster Stelle an den Islam zu denken), sind keine Bereicherung, sondern eine Verarmung.

Kommentar von Ontario ,

Menschen an deren persönlicher Entfaltung, Ideologien/Religionen zu hindern ist keine Bereicherung, sondern eine Verarmung ? Da du den Islam angeführt hast dazu die Frage. Du als Ungläubiger, welchen Wert hast du als Mensch in den Augen eines gläubigen Moslems ? Welchen Wert haben unsere Frauen in deren Augen ? Von Gleichberechtigung keine Spur. Oder sollen wir uns zurückbilden wie das zu Zeiten des Mittelalters üblich war ? Lies mal die Sure 34, vielleicht hilft dir das ?

Kommentar von Maxieu ,

?????

"Ideologien/ Religionen (an erster Stelle der Islam), die Menschen an dieser persönlichen Entfaltung hindern wollen..."

"..hilft dir das ?"

Antwort
von lupoklick, 40

eine kulturelle Stadt  - was ist denn DAS ?

"Multikulti" als Gewissensberuhiger Grüner, war lange Zeit das Wort für gleichgültig in "Ghetttos" aneinander vorbei lebende Menschen verschiedenster Herkunftsländer...

Derr Vergleich mit Speisezettel, Kennenlernen der Sitten und Gebräuche, Architektur,  Kunst ..... kommt meiner Vorstellung deutlich näher

Antwort
von 1988Ritter, 43

Einige Vorteile hat es schon, wobei man multikulturelle Einflüsse nicht pauschal in einen "Schmelztiegel" der Völker werfen kann. Dies wurde ja auch von der Politik erkannt, und Multikulti als gescheitert erklärt.

Deutschland ist ein Paradebeispiel in Europa für die Möglichkeit vielen Kulturen eine Heimat zu geben, und dann auch noch voneinander zu lernen.

In den 60iger und 70iger Jahren kamen in Zeiten des Wirtschaftswunders viele Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft zu uns, und haben hier gearbeitet und gelebt. Dabei entwickelte sich ein Verständnis, für mich sehr wichtig in:

  • gegenseitige Akzeptanz 
  • Möglichkeit auf friedliches Zusammenleben
  • Steigerung und Schaffung einer Produktivität
  • Mentalitäten wurden aufgenommen

Dieses Musterbeispiel an Kleinst-Europa hat funktioniert, und uns tatsächlich weit gebracht. Meine persönliche Ansicht ist dabei, dass diese Vielfalt mit Garant für einen dauerhaften europäischen Frieden war und ist. Noch nie in der Geschichte Europas wurde gegenseitiges Verständnis so einfach entwickelt und gelehrt.

Wo dann letztendlich Probleme entstanden, war zu dem Zeitpunkt wo islamisch geprägte Kulturen in unser Land kam. Man hatte komplett außer acht gelassen, dass der Islam sich als die einzige Religion verstand, und zudem nicht nur geistige Interessen verfolgt, sondern vielmehr auch weltliche. 

Aus diesem Umstand resultierte dann, dass man den Gastgeber Deutschland wenig Achtung entgegenbrachte, und sich Parallelgesellschaften gebildet haben. Diese Auswüchse gingen sogar soweit, dass man versuchte in Köln ein Kalifat auszurufen. Diese religös motivierte Disharmonie in unserer Gesellschaft ist die Hauptursache dafür, dass ein pauschales Multikulti nicht geht.

Antwort
von mafi23, 94

Naja in einem land in dem es Immer weniger Kinder gibt sind ein Paar hinzugekommene Facharbeiter die vlt. irgendwann mal deine Rente Zahlen nicht unbedingt schlecht.

Aber wie alles auf der Welt hat auch Multikulti vor und Nachteile, es gibt selten etwas was nur gut für alle ist, damit sollten wir uns abfinden.

Antwort
von loema, 67

Wenn du keine Vorteile feststellen kannst, dann vergisst du, dass unsere Kultur und unsere Wissenschaft aus vielen anderen Ländern und Kontinenten kommt. Wir schreiben Arabische Zahlen. Wir schreiben die Lateinische Schrift. Unsere Nahrung kommt aus der ganzen Welt.

Antwort
von DieterSchade, 79

Wo es hinführt, wenn sich ein Staat konsequent gegen Multikulti wehrt, sieht man am Beispiel Japans. Die sind bis heute noch nicht einmal Fußballweltmeister geworden; ausgenommen bei den Frauen. 

Kommentar von DieterSchade ,

Im ernst, es hat natürlich seinen Grund, dass sich die CDU vor 60 Jahren für den Zuzug von Gastarbeitern eingesetzt hat und sich jetzt für die Masseneinwanderung einsetzt. Je mehr Menschen in einem industrialisierten Staat leben, umso größer können die Kapitaleinkommen sein, die von den Arbeitern dort erwirtschaftet werden. Je mehr potentielle Arbeitskräfte, umso geringer das durchschnittliche Arbeitseinkommen, aber umso höher das BIP und somit das erwirtschaftete Kapitaleinkommen.

Kommentar von Ontario ,

Wenn man es nur so einseitig aus wirtschaftlichen Gründen sieht, gebe ich dir Recht. Die Gastarbeiter die vor 60 Jahren zu uns kamen, waren überwiegend Italiener, Spanier und Griechen. Das hat gut funktioniert. Es ist aber ein grosser Unterschied, wenn Menschen zu uns kommen, die völlig andere Ideologien/Religion haben, was mit unserer Gesellschaftsordnung nicht kompatibel ist. Die uns als Ungläubige sehen, uns im Grunde ablehnen. Wenn nur noch der Moloch Geld eine Rolle spielen soll und alles danach ausgerichtet ist, verarmen wir schneller, als es uns recht sein kann.

Kommentar von DieterSchade ,

Schon die erste Welle der Gastarbeiter hat gesamtwirtschaftlich gesehen eben nicht so gut funktioniert. Noch Anfang der 60-er gab es in der damaligen BRD mehr offene Stellen als Arbeitslose, und damals waren die Statistiken noch einigermaßen korrekt! Dadurch mussten die Unternehmer angemessene Arbeitseinkommen bezahlen. Und es gab eine hohe Fluktuation zwischen innovativen Arbeitern als Erfinder und Firmengründer und Altunternehmern.

Aber durch den Zuzug der Gastarbeiter regelte der Markt durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage die Arbeitseinkommen nach unten. Das durchschnittliche pro Kopf Einkommen des Deutschen sank, obwohl natürlich mehr Arbeiter auch mehr Produktion und mehr Verbrauch bedeuteten, so dass weniger deutsche Firmen pleite gingen und die Kapitaleinkommen wuchsen. Aber diese Verwerfungen hielten sich im Rahmen. 

Die CDU sagt übrigens heute, sie hätten sich nicht aus eigenem Antrieb für den Zuzug von Gastarbeitern eingesetzt, sondern wären von den USA dazu aufgefordert worden, insbesondere im Fall von türkischen Gastarbeitern. 

Als Folge der durchschnittlich geringeren Qualifikation der Gastarbeiter wurden immer weniger High-Tech-Produkte in Deutschland hergestellt. Der Trend hält an. Dadurch erhalten die Universitäten  immer weniger Geld, insbesondere für Forschungsmittel, so dass auch hier immer weniger Spitzenleistungen erzielt werden, was wiederum weniger High-Tech-Produkte bedeutet. Und es war natürlich ein Problem, dass viele Gastarbeiter ihre Rente in ihrer Heimat verbraucht haben. Dadurch fehlte dem Binnenmarkt Geld. 

Deutschland hat WELTWEIT die geringste Geburtenrate, wobei die vielen Neudeutschen sogar noch positiv in die Statistik eingehen. Die politischen Fehler und Versäumnisse sind offensichtlich. 

ALLE Parteien die in Deutschland über 3% liegen sind EXTREM schlecht, einschließlich der AfD, wobei diese zur Zeit aber wohl das kleinste Übel darstellt. Lieber rechtsextrem als schlechtextrem.

Antwort
von Geraldianer, 28

Der Begriff "kulturelle Bereicherung" durch Migranten findet sich eigentlich nur in rechtsextremen Medien und den Internetseiten der Verschwörungswichtel.

Dort wird der "Lügenpresse" dann stillschweigend zum Vorwurf gemacht, sie wolle unsere Kultur durch den Zuzug von "Kulturbereicherern" abschaffen. Der Begriff stammt aber aus der rechten Propaganda.

Tatsächlich sind es ja gerade die fremdenfeindlichen Kräfte, die unsere pluralistische Gesellschaft und die Toleranz in unserem Land ablehnen. Leute die "kulturelle Bereicherung" sprechen übersehen, dass wir auch in der deutschen Kultur zahllosen Unterschiede haben.

Regional, kulturell, sexuell und auf soziale Schichten bezogen ist unser Land bereits vielfältig. Meist lehnen diese fremdenfeindlichen Menschen auch abweichende Strömungen in unserer Gesellschaft ab. Sie wünschen sich ein homogenes Volk, wie wir es aus vielen rechtsextremen Strömungen kennen.


Antwort
von Reanne, 74

Du meinst Multikulti im Alltagsleben? Ist eine Erfindung der Grünen und hat noch nie richtig funktioniert sondern zur Getthobildungen geführt.

Kommentar von Lennister ,

Z.B. in Kanada funktioniert Multi-Kulti seit Jahrzehnten. Also erst informieren und dann reden. Nur weil in der Blödzeitung steht "Multi-Kulti funktioniert nicht!" muss das nicht unbedingt stimmen. 

Kommentar von railan ,

Einfach mal in der eigenen Stadt umschauen.

Kommentar von Lennister ,

Unsere sogenannten "Integrationsprobleme" sind allesamt Prekarisierungsprobleme. Wenn man Migranten und Nichtmigranten vergleicht, sondern Migranten und Nichtmigranten, die der selben sozialen Schicht angehören,dann gibt es z.b. keinen relevanten Unterschied bei der Kriminalitätsrate mehr. 

Kommentar von Maxieu ,

Stimmt nicht.

1. sind Alter und Geschlecht (neben der Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht) ein statistisch relevantes Merkmal für Kriminalität.
Es gibt unter Zuwanderern (auch solchen älteren Datums) aber viel mehr junge Männer als bei den "Deutschen".

(Außerdem wäre, selbst wenn deine Aussage stimmen würde, das immer noch kein gutes Argument, denn von den Zuwandernden landen absehbar auch viel größere Anteile im "Prekariat" als  von den hier Aufgewachsenen.)

2. können sich offizielle Statistiken ja nur auf verurteilte (oder zumindest zur Anklage gebrachte) Straftaten beziehen.
In Bremen werden aber z. B. 93% der Wohnungseinbrüche gar nicht aufgeklärt.

Was fängt ein Kriminaltätsstatistiker mit einer Beschreibung am Ende nicht ermittelter Täter an, die typischerweise so aussieht:
"dunkle Haare, dunkler Teint, sprachen Deutsch mit arabischem, türkischem bzw.  osteuropäischem (dann weniger dunklerTeint) etc. Akzent" ?
- Gar nichts - selbst wenn er sich nicht davon abhalten ließe, mit ungeschminkten Statistiken eventuell auch "Rechtspopulisten" zu bedienen.

Schließlich passt  diese Beschreibung auch auf viele junge Männer, die schon länger in Deutschland leben und vielleicht auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben, deren Integration nur leider noch nicht ganz abgeschlossen ist (auch wenn du vielleicht behaupten könntest, sie sei gelungen, weil deren Kriminalitätsrate ja nun genauso erwartbar hoch sei wie bei den "urdeutschen Proleten").

Kommentar von Lennister ,

sind Alter und Geschlecht (neben der Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht) ein statistisch relevantes Merkmal für Kriminalität

Was meine Aussage zu 100% bestätigt. Es gibt kein Integrations-/Ethnien-/Kulturproblem, es gibt nur eine Reihe anderer Probleme, die nichts mit der Kultur der Migranten zu tun haben. Wie Armut, Alter oder Geschlecht.

können sich offizielle Statistiken ja nur auf verurteilte (oder zumindest zur Anklage gebrachte) Straftaten beziehen

Was- wenn es überhaupt zu einer Verzerrung führt- eher zu einer Verzerrung zu Ungunsten der Migranten führt. Studien haben nämlich gezeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund eher angezeigt und von den Behörden härter angefasst werden als solche ohne Migrationshintergrund.

Kommentar von Reanne ,

Kanada ist seit jahrzehnten ein Einwanderungsland. Die Bedingungen sind streng, man sucht sich die Leute aus, die man haben möchte und für die Wirtschaft erforderlich sind. In Deutschland gibt es bis heute kein Einwanderungsgesetz. Es wird aber eingewandert, seit Jahren, nur so konnte es in vielen Großstädten zu Getthobildungen kommen. Die Migranten verweigern sich auch, sich zu integrieren, wie in Frankreich auch. Die Probleme sind heute sichtbar. Im übrigen beziehe ich eine seriöse Tageszeitung, die "Bildung" habe ich noch nie gekauft.

Kommentar von Lennister ,

In Deutschland gibt es bis heute kein Einwanderungsgesetz

Was nicht ist, kann noch werden. Und trotzdem sind die regulären Einwanderer, die nach Deutschland kommen, gut qualifiziert- 32% sind hochqualifiziert(Deutsche: 22%), die Erwerbstätigkeitsquote liegt bei 69%. 

Die Migranten verweigern sich auch, sich zu integrieren, wie in Frankreich auch.

Du kapierst es nicht, oder? Es hat nichts mit irgendwelchen Eigenarten der Menschen zu tun, schon gar nicht mit Böswilligkeit. Es geht um andere, soziale Ursachen- v.a. Armut- die bei einem Altdeutschen die selben Folgen haben. 

Antwort
von IDC16, 59

Du erfährst durch den Umgang mit anderen Kulturen etwas von der entsprechenden Kultur, du hast die Chance, diese Kultur und die Menschen zu verstehen.
Abgesehen davon, dass exotische Gerichte aus anderen Ländern mal eine Abwechslung sein können, ist Austausch mit und Verständnis für andere Kulturen und Länder wichtig für den Frieden, denn was man nicht kennt, fürchtet man, und was man fürchtet, beseitigt man (oder versucht es zumindest).

Kommentar von IDC16 ,

Abgesehen davon, dass andere Menschen immer auch andere Sichten haben, die bei der Bildung einer möglichst objektiven Sicht auf die Dinge beiträglich sein können (wie @nochfrei bereits sagte)

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