Frage von hexi123, 34

Welche Holzschutzfarbe ist die langlebigste für Gartenhaus?

Wer kann mir den Rat geben

Antwort
von dietar, 18

Die Frage ist leicht zu beantworten und wird dich ein wenig erstaunen.
Die Besten sind Kochfarben,  für die es verschiedene Rezepte gibt. Die Standzeiten sind je nach Rezept zwische 25 und 50 Jahren. Ein einmaliger Anstrich genügt. Wenn die Farbe erneuert werden muss, bürstet man mit einer kräftigen Bürste über die alte Farbe und streicht neu an. Eine der "berühmtesten" Farben ist das Falurot, mit dem die Skandinavier ihre Häuser angestrichen haben. Standzeiten im unwirtlichen Norden 30 bir 40 Jahre.
Leider muss man sich die Farbe selber machen. Obwohl die Herstellung sehr einfach  und sehr billig ist, werden auch in Skandinavien mehr und mehr Industriefarben verwendei. Die Standzeiten dieser Produkte liegen bei mageren 5 - 10 Jahren., wobei das Holz die Tendenz zeigt, unter dem Farbschutz zu verrotten. Die Rezepte kannst du nachlesen in dem Buch:
"Leitfaden zum vernünftigen Bauen.....", erschienen im Interna Verlag, Bonn ISBN: 978-3-939397-82-3. Zum Bauen mit Holz gibt es da viele Anregungen.
Trotzdem hier das Rezept für 25 Liter Punamulta/ Falunröd:
(Punamulta heißt die Farbe in Finnland)
Zuerst muss die Kochstelle hergerichtet werden.
Du brauchst ein kleines rundes Fass. Für 25 Liter (das ist erwa die Menge, die du für ein Gartenhaus brauchst) benötigst du mindestens 40 Liter, damit du die Farbe gut rühren kannst. Dann nimmst du etwa 150mm dicke Mineralwolle, legst sie stramm um das Fass und fixierst sie mit drei Drähten um Mineralwolle und Fass. Dann machst du dir im Garten aus alten Backsteinen eine Feuerstelle.
20   Liter Wasser
1.5 Kg Eisensulfat (Eisenvitriol)  Ist nicht giftig. Verseucht keine Umwelt.
2    Kg Roggen oder Weizenmeh
8    Kg Mineralpigmente je nach Farbe. Es müssen Mineralpigmente sein.
             Im Falle von Punamulta ist es Rotocker
3    Liter zweimal gekochtes Leinöl.
      Wichtig: das Reine Leinöl niemals aus dem Baumarkt. Man muss es     vonl eine Ölmühle besorgen. Das Öl wird in einem alten Topf zum Siedepunkt erhitzt und lässt es dann 19 bis 15 Minuten köcheln. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen und nochmals erhitzen. Nach dem Abkühlen ist aus dem Öl Firnis geworden und gebrauchsfertig.

Zunächst wird das Wasser erhitzt, dann das Eisensulfat eigerührt. Die Mischung abkühlen lassen und langsam das Mehl einrühren. Danach solange kochen bis es eine breiige Konsistenz annimmt.. Dann rührt man nach und nach die Mineralpigmente ein. Dazu braucht man einen Aufsatz auf der Bohrmaschine. Zum Schluss komm das Leinöl hinzu und die Mischung wird 3-4 Stunden gekocht. Mit einem Holzlöffel über den Boden streichen, damit das Gemsch nicht anbrennt. Falls die Mischung zu dick wird, mit kleinen Mengen wasser die gewünschte Konsistenz wiederherstellen.
Auf alle Fälle sollte man genug Farbe ansetzen, damit die Farbe nicht zu Ede geht, bevor man fertig ist. Eisenvitriol ist für dunklere Farben. Sollten helle Farben gewünscht sein, nimmt an statt Eisensulfat die gleiche Menge Zinksulfat. 1 Liter Farbe reicht für ertwa 4-5 qm.

Antwort
von Skinman, 15

Hier das wohl ausführlichste Kompendium in Sachen Leinöl, Kiefernteer und dergleichen:

http://www.farbmanufaktur-werder.de/linseed_oil.php

Antwort
von Denischen, 13

Es gibt vom verschiedenen Herstellern eine 7 Jahre oder 10 Jahre wetterschutzlasur :)

Antwort
von rudelmoinmoin, 9

jede Holzschutzfarbe hält lange, wenn man das Holz damit regelmäßig behandelt 

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