Was versteht man unter einem gewissens geleitetem Gehorsam?

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3 Antworten

Ludwig Beck, einer der Widerständler des 20. Juli 1944, hat das einmal sinngemäß so formuliert:

"Der soldatische Gehörsam stößt dort an seine Grenzen, wo das eigene Wissen und das eigene Gewissen die Ausführung eines Befehls verbieten."

Das trifft die Sache eigentlich genau. Die Bundeswehr verfolgt genau diesen Anspruch - ein Befehl ist nur dann verbindlich, wenn er dienstlich rechtfertigt werden kann und vor allem, wenn er keine Straftat beinhaltet. Im Klartext: Der Soldat soll bzw. muss sich vor seinem eigenen Gewissen prüfen und verantworten, ob er einen Befehl tatsächlich ausführt oder nicht. Er selbst trägt als Ausführender Mitverantwortung an den evtl. Folgen.

Der blinde Befehlsgehorsam, den z.B. die Wehrmacht kannte, wurde von vielen Tätern dann später als Ausrede vorgeschoben: "Aber wir hatten doch den Befehl und mussten..." Genau das sollte bei der Aufstellung der Bundeswehr verhindert werden - kein Kadavergehorsam, sondern ein Gehorsam, der rechtliche, menschliche und gewissensgeleitete Grenzen hat.

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Kommentar von Soldier79
10.08.2016, 15:41

Einen Befehl auf seine Straftat zu prüfen, hat meiner Meinung nach nichts mit dem Gewissen zu tun. Da kann man auch gehörig daneben liegen.

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Bezeichnet deine innere Selbstführung durch dein Gewissen

SG Kenneth

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Ein Soldat hat seinen Vorgesetzten zu gehorchen und ihre Befehle auszuführen. Das war gerade in vergangenen Zeiten die absolute Maxime für das Handeln von Soldaten, die auch dann galt, wenn der Befehl gegen das Gesetz oder moralische Grundsätze verstößt.

Heutzutage ist das nicht mehr so. Die Menschen sollen sich von ihrem Gewissen leiten lassen und dürfen z.B. den Dienst an der Waffe verweigern, wenn sie ihn mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Auch innerhalb des Dienstes haben sie das Recht dazu, das Ausführen von Befehlen zu verweigern, wenn diese zu einem Gewissenskonflikt führen.

Der Soldat soll also schon gehorchen, aber über dem Befehl des Vorgesetzten steht das eigene Gewissen.

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Kommentar von Soldier79
10.08.2016, 15:39

In welchem Paragraphen sollte das stehen? Dann gäbe es ja nur noch Diskussionen. Ich kenne nur die Gehorsamsverweigerung aufgrund von Widerspruch gegen die Menschenwürde, den Dienstlichen Zweck, oder aufgrund Unzumutbarkeit. Dann muss er diesen Befehl nicht ausführen.

Er darf den Befehl nicht ausführen bei Verstoß gegen das Völkerrecht oder wenn er damit eine Straftat begeht.

Das Gewissen spielt hierbei keine Rolle. Es gelten Gesetze.

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Kommentar von rav3ry
10.08.2016, 23:18

Also ganz echt. Wie kommst du auf sowas absurdes??

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