Was tun, wenn ein Lehrer einen Schüler vor der ganzen Klasse bloßstellt?

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8 Antworten

Meine Erfahrungen mit extrem-Rechts-Denkern besagen, dass doch einige gerne mal provozieren und ihre Gesinnung ständig an die große Glocke hängen, um möglichst viel Getöse zu veranstalten. Auch habe ich schon mal erlebt, dass sich der eine oder andere dann hinter einer intellektuellen Schutzmaske verbirgt und sich dann als abgewertetes Opfer gibt. Das scheint so eine Masche zu sein...

Ich gebe dir erst einmal recht, dass niemand dich wegen deiner persönlichen Meinung abwerten darf. Schon gar nicht ein Lehrer.

Meine o.g. Erfahrungen allerdings haben mich da vorsichtig werden lassen. Ich kann und möchte diese Situation nicht beurteilen, ohne einen Kontext zu kennen.

Wenn du einen Rat möchtest, dann schlage ich dir vor, die komplette Politik erst mal aus der Schule draußen zu lassen. Denn so wie du dich zeigen willst, so wirst du halt auch wahrgenommen. Wenn du als politsch sehr aktiver Rechter auftrittst, dann werden die Menschen darauf in ihrer Art und Weise reagieren.

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Selbst wenn ich deine Einstellung nicht vertrete (bin selber Ausländerin) gilt es als Beleidigung dich als nazi dazustellen also darf das der Lehrer natürlich nicht und wenn du mir der Schulleitung redest sollte schon mindestens ein Gespräch zwischen Schulleitung und Lehrer diesbezüglich rausspringen und dein Lehrer würde sowas wohl nicht mehr sagen immerhin hast du deine Meinungsfreiheit und Wahlfreiheit er verletzt streng genommen deine Grundrechte

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Kommentar von baehrchen2
23.08.2016, 07:15

Ich will diese Frage nicht selbst beantworten, weil meine Antwort vermutlich nicht mal in die Nähe der Qualität von deiner käme und mir da jede Objektivität fehlt. Deshalb ziehe ich einfach nur den Hut vor dir, Ljubavi!

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Kommentar von Unsinkable2
23.08.2016, 18:43

er verletzt streng genommen deine Grundrechte

Blödsinn! Er verletzt gar nix, außer vielleicht das Ego des Fragestellers. Und erst recht verletzt er keine "Grundrechte". 

gilt es als Beleidigung dich als nazi dazustellen 

Kannst du nicht lesen, oder willst du nicht, Ljubavi00? Der Fragesteller sagt, dass er in der NPD aktiv ist. Diese Partei ist eine NEO-NAZI-ORGANISATION. (Und nein, dieser Begriff ist nicht meine Erfindung.)

... also darf das der Lehrer natürlich nicht und wenn du mir der Schulleitung redest sollte schon mindestens ein Gespräch zwischen Schulleitung und Lehrer diesbezüglich rausspringen und dein Lehrer würde sowas wohl nicht mehr sagen ...

Angenommen, der Lehrer ist selbst nicht NPD-Mitglied oder anderweitig in dieser Partei aktiv: Woher könnte er wohl erfahren haben, dass der Fragesteller in der NPD aktiv ist? 

Im Übrigen ist es nun wirklich komplett naiv, zu glauben, dass "ein Gespräch zwischen Schulleitung und Lehrer herausspringen" würde, nur weil ein Lehrer einen bekannten Fakt benennt...

Es ist bekannt, dass Nazis stets auf Meinungsverbote abstellten und abstellen, wenn ihnen eine Meinung nicht gefiel oder gefällt. Doch noch gilt die Meinungsfreiheit für JEDERMANN; sowohl für den Fragesteller, als auch für dessen Lehrer. 

Und wenn valentinomaxi eine so sensible Seele hat, dass er es nicht einmal verträgt, "Nazi" genannt zu werden, wenn er in einer bekennenden "Nazi-Apologeten-Partei" politisch aktiv ist, sollte er einen Psychologen aufsuchen und nicht die Schulleitung.

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Was tun, wenn ein Lehrer einen Schüler vor der ganzen Klasse bloßstellt?

Ich fasse mal zusammen:

  • Du sagst: "Ich bin bei der NPD politisch aktiv"
  • Die NPD zieht haufenweise bekennende Neo-Nazis an (und ist durchaus stolz darauf, möchte es also auch). Das ist ein "offenes Geheimnis", denn das kannst du in jedem relevanten Verfassungsschutz-Bericht der vergangenen 25 Jahre nachlesen.
  • Dein Lehrer sagt:"Seht, er ist bei einer Partei, die bekennende Neo-Nazis anzieht, 'politisch aktiv', vertritt also deren (neo-nazistische) Ziele aktiv."

An welcher Stelle vermutest du die "Beleidigung"?

Bringt es etwas, wenn ich das Gespräch mit der Schulleitung suche?

Nun, vor allem "bringt" es wohl, dass noch mehr Leute sich ein Bild über dein zweifelhaftes Verständnis von Meinungs- & Redefreiheit machen können.

Aber mache dir nichts draus: Auch das zweifelhafte Verständnis von Meinungsfreiheit ist so ziemlich allen Reaktionären und den meisten Konservativen im Allgemeinen - und der NPD im Besonderen - immanent. Insofern passt du da gut rein. Und das kannst du natürlich auch der Schulleitung zeigen.

Rein rechtlich steht es dir selbstverständlich frei, dich an die Schulleitung zu wenden. Doch abgesehen vom oben Genannten dürfte es keine weiteren "Erfolge" zeitigen. 

... Nun, einen vielleicht: Man wird dich zukünftig nicht nur als "(Neo-)Nazi" bezeichnen können; sondern auch als "Heulsuse, die nach Mamis Rockzipfel ruft", sobald man ausspricht, was dir nicht gefällt; selbst, wenn es der Wahrheit ziemlich nahe kommt oder sogar die Wahrheit ist.

Ich sehe das als ziemliche Beleidigung an

Moooooment! Du bist bekennendes Mitglied bzw. bekennend 'politisch aktiv' bei einer Partei die selbst bekennende Neo-Nazis anlockt. Und wenn das jemand ausspricht, fühlst du dich beleidigt?

Ist dir eigentlich schon mal durch den Kopf gegangen, zu welchem Zweck man "Mitglied einer Partei" wird bzw. "politische Arbeit für eine Partei" leistet?

Oder schwebte dir sowas wie "Untergrund-Arbeit" vor?

... mein politisches Engagement geht den Lehrer ja nichts an und er hat mich zu behandelt wie jeden anderen Schüler auch.

Hier hast du völlig Recht, auch, wenn du fundamentale Dinge verwechselst:

Wenn du beweisen kannst, dass dein Lehrer dich wegen deiner Gesinnung bei der Zensurenvergabe benachteiligt, ist er im Unrecht.

Doch solange er nur offensichtliches ausspricht, nennt man das Meinungs- bzw. Redefreiheit. Und dass die NPD ein Hort der bekennenden Neo-Nazis ist, ist nun wahrlich kein Geheimnis. 

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Bevor man diese Frage beantworten kann sollte man zunächst eine gemeinsame Basis zur Abgrenzung von Bloßstellung und Tatsachenbehauptung schaffen.

Ich tendiere eindeutig zur Tatsachenbehauptung.

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Obwohl ich mit deinen Ansichten nicht viel anfangen kann, hast du in dieser Hinsicht vollkommen recht. Das ist nicht nur Bedingung, sondern Diskriminierung aufgrund deiner politischen Ansichten. 

Du kannst natürlich zum Direktor oder besser erst einmal zum Vertrauenslehrer gehen. Der wird dir dann sagen, was du machen kannst, damit sich das bessert. Leider haben Lehrer meist den längeren Hebel und bei vielen wirst du es danach sehr schwer haben, wenn es Konsequenzen für sie gibt. Denk auch daran!

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Wo der Lehrer Recht hat, hat er Recht. Es war vielleicht politisch nicht besonders korrekt, man muss das aber auch nicht übertreiben. Ihr Neonazis seid doch sonst nicht so zart besaitet, wenn's ans Austeilen geht.

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Wieso fühlst du dich beleidigt? Die NPD besteht aus Nazis. Oder prollst du nur damit um zu provozieren?

Ich denke letzteres ist der Fall! Da du noch zur Schule gehst hast du natürlicherweise überhaupt keine Lebenserfahrung und bist nur Mitläufer. Und in dem Alter ist das ja auch noch richtig cool zu provozieren. Bis du irgendwann merkst das du so nicht weiter kommst und dir nur selbst im Weg stehst

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Kommentar von genau14zeichen
23.08.2016, 07:31

Vorweg erstmal: Es gibt mittlerweile (zumindest wo ich herkomme) kein Alter, in dem es cool ist, in der NPD zu sein. 

Zweitens ist es schon so, dass das Wort Nazi als Beleidigung verwendet wird. Der Lehrer hat einfach kein Recht dazu, den Schüler aufgrund seiner Meinung bloßzustellen. Selbst wenn es nur ne Protestphase ist - und ich hoffe, sie geht vorüber -, handelt es sich um Diskriminierung. 

Man stelle sich folgende Situation vor: Im erzkonservativen Bayern wird ein Schüler bloßgestellt, weil er in der SPD ist.  

Ähnliche Situation, völlig andere Antworten garantiert... 

Man sollte immer im Kopf haben, dass es in einer Demokratie auch Meinungen gibt, mit denen man nicht übereinstimmt. Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas geändert werden muss, sondern dass sie funktioniert.

Das Voltaire-Zitat spare ich mir mal an der Stelle. Ich habe meinen Punkt mehr als deutlich gemacht.

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