Frage von lucillamoon, 45

Was ist das "Besondere" am Markusevangelium?

Was ist das Besondere am Markusevangelium und wie stellt Markus Jesus dar?

Antwort
von Netie, 23

als den wahren Diener.

"Ich bin nicht gekommen bedient zu werden, sonder um zu dienen." Markus 10,45

Antwort
von Teifi, 33

Guck mal hier: http://relilex.de/markusevangelium/

Das Evangelium nach Markus ist das älteste griechisch geschriebene Evangelium. Es entstand ungefähr 70 n. Chr. und ist für Heidenchristen geschrieben. Verfasser des Evangeliums ist der Überlieferung nach Markus, der in der Apostelgeschichte als Begleiter der Apostel Paulus und Petrus auftritt. Markus, der in Jerusalem
beheimatet war, war kein Jünger Jesu. Sein Symbol ist der Löwe. Seine
Gebeine ruhen der Legende nach seit dem 9. Jh. in Venedig.

Die Besonderheit des Markusevangeliums liegt darin, dass es
unvermittelt, also ohne einen Prolog oder Berichte über Geburt und
Kindheit Jesu, einfach die Taten des Herrn berichtet. Es beginnt mit dem
Auftreten Johannes d. Täufer (Mk 1,1-13) und endet mit der Auffindung des leeren Grabes am Ostermorgen (Mk 16,1-8).....

Antwort
von Sturmwolke, 9

Einige Besonderheiten des Markusevangeliums. Markus
behandelt zwar zum großen Teil ähnlichen Stoff wie Matthäus und Lukas,
aber er gibt auch ergänzende Einzelheiten an. Einige davon beleuchten
Jesu Empfindungen. Er war ‘tief betrübt wegen der Gefühllosigkeit des
Herzens’ von Personen, die Einspruch erhoben, weil er am Sabbat die
verdorrte Hand eines Mannes heilte (Mar 3:5). Als er in seinem Heimatgebiet von den Leuten nicht gut aufgenommen wurde, ‘verwunderte er sich über ihren Unglauben’ (6:6). Und zu dem reichen jungen Mann, der ihn fragte, was erforderlich sei, um ewiges Leben zu erlangen, ‘empfand er Liebe’ (10:21).

Gewisse Einzelheiten in Verbindung
mit dem Ende des irdischen Lebens Jesu sind ebenfalls nur im
Markusevangelium zu finden. Markus berichtet, daß während Jesu Verhör
die Aussagen der falschen Zeugen nicht übereinstimmten (Mar 14:59).
Der Vorübergehende, der gezwungen wurde, den Marterpfahl Jesu zu
tragen, war Simon von Kyrene, der „Vater von Alexander und Rufus“ (15:21).
Und Markus erwähnt, daß sich Pilatus vergewisserte, ob Jesus auch
wirklich tot war, bevor er Joseph von Arimathia die Erlaubnis gab, den
Leib zu nehmen, um ihn zu begraben (15:43-45).

Eines der vier Gleichnisse Jesu, die im Markusevangelium zu finden sind, wird sonst nirgends erwähnt (Mar 4:26-29).
Markus erzählt von mindestens 19 Wundern, die Jesus Christus wirkte.
Zwei davon (die Heilung des Tauben, der auch im Sprechen behindert war,
und die Heilung eines gewissen Blinden) sind nur im Markusevangelium
enthalten (Mar 7:31-37; 8:22-26).

Bezugnahmen auf die Hebräischen Schriften. Obwohl es scheint, daß Markus in erster Linie für die Römer schrieb, sind in seiner Abfassung
auch Bezugnahmen auf die Hebräischen Schriften und Zitate daraus zu
finden. Er berichtet, daß das Werk Johannes’ des Täufers eine Erfüllung
von Jesaja 40:3 und Maleachi 3:1 war (Mar 1:2-4).
Sein Bericht enthält außerdem Beispiele, die zeigen, wie Jesus die
Hebräischen Schriften anwandte, daraus zitierte oder darauf hinwies,
u. a. folgende: Gott nur Lippendienst darbringen (Mar 7:6, 7; Jes 29:13); die Eltern ehren (Mar 7:10; 2Mo 20:12; 21:17); die Erschaffung von Mann und Frau sowie die Einsetzung der Ehe (Mar 10:6-9; 1Mo 1:27; 2:24); verschiedene Gebote (Mar 10:19; 2Mo 20:12-16; 3Mo 19:13); was Jesus über den Tempel sagte (Mar 11:17; Jes 56:7; Jer 7:11) und darüber, daß er selbst verworfen werde (Mar 12:10, 11; Ps 118:22, 23); die Worte Jehovas zu Moses am brennenden Dornbusch (Mar 12:26; 2Mo 3:2, 6); die zwei großen Gebote über die Liebe (Mar 12:29-31; 5Mo 6:4, 5; 3Mo 19:18); Jehovas prophetische Worte an Davids Herrn über die Unterwerfung der Feinde (Mar 12:36; Ps 110:1); die Zerstreuung der Jünger Jesu (Mar 14:27; Sach 13:7); Jesu Äußerung, von Gott verlassen worden zu sein (Mar 15:34; Ps 22:1); seine Anweisungen, die er einem geheilten Aussätzigen gab (Mar 1:44; 3Mo 14:10, 11), und was er über das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, prophezeite (Mar 13:14; Da 9:27).

Die im Markusevangelium angeführten
Bezugnahmen auf die Hebräischen Schriften veranschaulichen sehr gut,
daß Jesus Christus an diese Schriften glaubte und sie in seinem Dienst
gebrauchte. Mit Hilfe dieses Evangeliums kann man auch den Menschensohn
besser kennenlernen, der nicht gekommen war, „um bedient zu werden,
sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen
viele zu geben“ (Mar 10:45).

-------------------------------

Quelle und weitere Infos über das Markusevangelium findest Du hier

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200002909

Antwort
von LordofDarkness, 26

Das Markusevangelium ist nach aktuell gültiger Lehrmeinung das älteste der vier kanonischen (biblischen) Evangelien. Es ist das ursprünglichste, am wenigsten ausgeschmückte schriftliche Dokument, das uns über Jesus Christus erhalten geblieben ist.

Markus bezieht sich bei seiner Schilderung weniger auf kleine Details, als es die anderen Evangelien tun. Er verschafft dem Leser mit kurzen, übersichtlichen und verständlichen Texten einen guten Überblick über die Jesusgeschichte. Theologie und religiöse Einflüsse sind hier am wenigsten vertreten. Man merkt diesem Evangelium einfach an, dass es von allen vier am wenigsten durch die Kirche bearbeitet worden ist.

Ich würde das Markus-Evangelium jedem empfehlen, der sich für das Christentum interessiert, und einen verständlichen Einstieg in das Neue Testament sucht.

Nebenbei gesagt ist Markus mein Lieblingsevangelium ;-)

Kommentar von Viktor1 ,
Man merkt.. einfach an.. dass es .. am wenigsten
durch die Kirche bearbeitet worden ist.

So ein Quatsch. Woran hast du denn gemerkt, daß die anderen Evangelien von der (kath.) Kirche "bearbeitet" worden sind.
Hätten die vielen Übersetzer (auch Luther) die "Bearbeitung" nicht "gemerkt" ? Du bist also das Genie, der "Merker", der das einfach gemerkt hat.



Kommentar von LordofDarkness ,

Man muss kein Genie sein, um zu merken, dass die drei späteren Evangelien mit allerlei "mystischen" Elementen angereichert wurden. Auch gibt es zwischen diesen Evangelien zahlreiche Widersprüche. Laut Matthäus wurde Jesus zur Zeit von König Herodes geboren. In diesem Fall müsste er also spätestens 4 n.Chr. geboren worden sein, denn in diesem Jahr starb Herodes. Lukas widerrum behauptet, Jesus sei zur Zeit der ersten großen Steuerschätzung des Reiches geboren worden. Die fand aber erst zwei Jahre nach Herodes' Tod statt. Beide Geschichten sind somit nicht in Einklang zu bringen. Es darf vielmehr vermutet werden, dass diese Elemente später aus Gründen der religiösen Konformität eingefügt wurden. Die Geschichte von Herodes' Kindermord sollte Jesus in das Erbe von Mose stellen, der ja als Baby selbst einer ähnlichen Verschwörung entkommen sein soll. Die Reise nach Bethlehem, wie wir sie von Lukas kennen, war widerrum nötig, um die Prophezeiungen des Alten Testamentes sozusagen "postum" zu erfüllen. Dort wurde nämlich angekündigt, der erwartete Messias werde in Bethlehem geboren, und nicht in Nazareth. Vom Johannesevangelium fange ich garnicht erst an. Dieses Evangelium ist nicht nur das jüngste (und somit am weitesten vom historischen Jesus entfernte) aller vier Bücher, sondern strotzt auch noch von Judenhass. Johannes ist eindeutig von der Zeit geprägt, als sich die junge Christensekte allmählich von der Mutterreligion zu lösen begann. Es bestand also durchaus ein Anlass aus frühkirchlicher Sicht, sich mit diesem Evangelium deutlich vom eigenen Ursprung abzusetzen, was man an den zahlreichen judenfeindlichen Inhalten des Buches auch deutlich erkennen kann. Ein Begleiter Jesu, der selbst gläubiger Jude war, hätte nie so ein Evangelium verfasst.

Antwort
von FAGlaube, 31

Eine frühe Tradition bringt das Mar
Markus hebt hervor, dass Jesus sei-
Evangelium mit dem Apostel nen eigenen Tod erwartete, seine
Petrus in Verbindung (siehe 1. Petrus Jünger zur Leidensbereitschaft in

5,13). Es ist also wahrscheinlich, dass
seiner Nachfolge aufrief und dass er

Markus die Berichte und Überliefe
Gottes Gericht über den Tempel

rungen zusammenfasst, die Petrus und die religiösen Führer Israels an

während seines langen Wirkens we
kündigte. Die letzte Woche im Le

tergab. Markus verschmolz sie zu e
ben Jesu schildert er ausführlich.

ner frischen, lebendigen Darstellung Die Auferstehung wird nicht direkt

Jesu, die seine heilende Kraft betont, beschrieben, und die Erzählung

sein Predigen (obwohl Markus nicht scheint kein abgerundetes Ende zu

viel davon aufführt), den Widerstand haben, sondern bricht quasi ab.

gegen ihn, das Staunen seiner Jün- Vielleicht wollte Markus damit ver-

ger und ihre Schwierigkeit, einzu- deutlichen, für wie unvollkommen

er seine Schilderungen hielt.

schätzen, wer oder was er war.

Quelle aus dem Bibelführer der Hoffnung für alle Bibel

Kommentar von Wurzelstock ,

Schade! Bitte probier es nochmal.

Kommentar von FAGlaube ,

oh ist mir gerade aufgefallen

Kommentar von FAGlaube ,

tut mir leid

Antwort
von Rationales, 19

Das Markusevangelium ist das Wertvollste. Denn ist ist am Unverstiegendsten. Es zeigt Jesus nicht als Gott sondern als MENSCH, als Wanderprediger, der er war. Dagegen das Johannes-Evangelium ist total versponnen und entrückt.


Antwort
von naaman, 23

Nur 2 der 4 Evangelien erwähnen die Geburt Jesu. Das Markusevangelium ist eins von zweien, das nichts über die Geburt Jesu berichtet.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten