Frage von Nele15, 47

Was antworte ich unserem Pfarrer wenn er mich fragt,wsrum ich das Patenamt für jemanden übernemen möchte?

hallo aus der kirche bin ich damals ausgetreten,nun haben mich Freunde gefragt,ob ich für ihr Kind das Patenamt übernehmen möchte Ich hab mich damit auseinander gesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen,das uch es übernehmen möchte demnächst hab ich ein Gespräch mit unserem Pfarrer. er weiss bescheid um was es geht,auch ist ein Kircheneintritt unumgänglich. was wenn die Frage kommt,warum ich es übernehmen möchte einbisschen ist mir dabei schon mulmig.

vieeleicht ist hier grad jemand der rat weiss

danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nachdenklich30, 9

Das Problem ist eine völlige Verwirrung darüber, was das Patenamt eigentlich bedeutet.

Für die Kirche ist ein Pate oder eine Patin jemand, der dem Täufling in der Entwicklung seines Glaubens zur Seite stehen möchte.

Frage: Willst Du Deinem Patenkind bei der Entwicklung seines GLaubens zur Seite stehen?

Für die meisten Eltern ist es jemand, der für das Kind da sein soll, wenn es den Eltern mal schlecht geht.

Jetzt frag mal im Jugendamt oder beim Familiengericht nach, ob im Zweifel dabei das Patenamt eine Rolle spielt...

Und ob Du in sagen wir 14 Jahren wirklich in der Lage sein würdest, Dein Patenkind bei Dir aufzunehmen und es zu erziehen und in die Volljährigkeit zu begleiten!

Mit anderen Worten: Mach Dir nicht so einen Kopf wegen des Pfarrers.

Wenn die Eltern Dich für den Notfall verbindlich als Vertrauensperson für Dein Patenkind einsetzen wollen, brauchst Du von Ihnen dazu eine rechtsverbindliche Vollmacht, aber keine Patenbescheinigung.

Ich würde mich natürlich drüber freuen, wenn Du in die Kirche eintrittst und Pate im kirchlichen Sinne würdest und lade Dich gerne dazu ein.

Aber schau noch mal, ob es wirklich das ist, was die Eltern wollen und was Du mit gutem Gewissen sein kannst. 

Und dann schaut, ob Ihr gemeinsam mit Dir und den Eltern und dem Pfarrer nicht eine Lösung finden könnt, die allen geecht wird.

Du könntest als Taufzeuge bei der Taufe mit beteiligt sein, als einer der Verantwortlichen für dieses Kind sollte Dich niemand vom Taufstein fernhalten dürfen, auch wenn Du möglicherweise keine kirchliche Patenbescheinigung bekommen solltest...

Und wenn die Kirchen dieses Durcheinander bisher nicht vernünftig geregelt haben, muss es nun anlässlich dieser Taufe auch nicht auf Eurem Rücken ausgetragen werden.

Finde ich.

Kommentar von Nele15 ,

danke für deine Antwort,eine Patenbescheinigung so siehts aus,werd ich nicht bekommen,auch weil ich nicht konfirmiert bin.ich denk mal es reicht nur als Taufzeugin....

Kommentar von nachdenklich30 ,

Je nachdem wie alt Du bist und zu welcher Landeskirche Du gehörst, könntest Du "der Konfirmation gleichgestellt" werden.

vgl.: http://kirchenrecht-ekir.de/document/3060#s10000106

Artikel 84 (4)

"Als Kinder getaufte religionsmündige Kirchenmitglieder, die nicht
konfirmiert worden sind, können in einem Verfahren entsprechend der Aufnahme gemäß Artikel 86 Konfirmierten gleichgestellt werden."

(So steht es z.B. in der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Kirchenordnung, also dem "Grundgesetz" dieser Kirche.)

Wenn die die DOMAIN Deiner Landeskirche kennst, müsstest Du damit auch in Deiner Kirchenordnung blättern können:

www.kirchenrecht-DOMAIN.de

einfach mal googlen.

Antwort
von Tellensohn, 13

Salue Nele

Es würde vermutlich vom Pfarrer als Ausrede empfunden, wenn Du extra in die Kirche eintrittst, nur um die Patenschaft zu übernehmen. Nach "tiefgläubig" hört sich das ja nicht an.

Ich glaube er wird es aber schätzen, wenn Du sagst, dass das Übernehmen der Elternschaft, wenn diese ausfallen würden, heute ja durch ein Amt bestimmte werde. Diese Funktion ist ja nicht mehr gegeben.

Die religiöse Erziehung des Kindes sei ja eigentlich auch nicht mehr aktuell, das Kind wird, wenn es entscheidungsfähig ist, selber entscheiden. Auch diese Funktion ist heute für einen Paten kaum möglich.

Deine Motivation sei es, und Du seist Dir dies auch bewusst, dass die oder der Pate keine auf einen Tag begrenzte Funktion habe. Du möchtest Diesem Kind ein Leben lang ein Berater sein, jemand der zuhört wenn das Kind Fragen hat, welches es den Eltern nicht stellen kann. Es soll zu Dir Vertrauen haben können und Du möchtest dem Kind auch die Möglichkeit bieten, Dich regelmässig zu treffen und Zeit zu haben.

Du seist Dir Deiner Verantwortung bewusst und sei auch Dein Herzenswunsch, dieses Ehrenamt zu übernehmen.

Ich bin in meinem Leben zwei mal Götti (Pate) geworden. Ich war zu diesem Zeitpunkt aus der Kirche ausgetreten. Niemand hat sich dafür interessiert !

Meine beiden Patenjungs sind längst gestandene Männer. Die beiden besuchen mich heute noch regelmässig und fragen heute noch, wenn Ihnen etwas auf dem Herzen liegt.

Ich wünsche Dir viel Befriedigung bei dieser Ehren-Aufgabe.

Es grüsst Dich

Tellensohn

Kommentar von Wilkinson ,

Ich bin in meinem Leben zwei mal Götti (Pate) geworden. Ich war zu diesem Zeitpunkt aus der Kirche ausgetreten. Niemand hat sich dafür interessiert !

Nun ja... das irritiert mich jetzt aber...

Dass Du Taufzeuge!! wurdest, okay... Aber Pate
obwohl Du aus der Kirche ausgetreten bist.... Sehr merkwürdig. Ich tue mich schwer, das zu glauben.  Sei mir jetzt nicht böse...

Sehr merkwürdig.... Eine ausgesprochen merkwürdige Gemeinde, die keinen Patenschein verlangte.....

Antwort
von pinkyitalycsb, 11

Frag dich doch erst einmal selbst, warum du es möchtest, und sag dem Pfarrer die Wahrheit!

Wenn du nur wieder in die Kirche eintreten willst, um Patentante zu werden, und danach weiterhin Kirche und Glauben ablehnst, ist es wohl besser, du verzichtest auf diese Aufgabe, denn in diesem Fall wärst du auch keine gute Patentante.

Falls dein Wiedereintritt in die Kirche aber ernst gemeint ist und du den Austritt bereust, kann das für dich und dein Patenkind eines Tages sogar zu einem besonders guten Verhältnis im Glauben und im täglichen Leben führen.

Antwort
von ThomasJNewton, 4

Ein Pate ist zu vielem gut, auch den Patenkindern ein anderes Leben zu zeigen, durch sein Vorbild.

Eltern machen nun mal nicht immer alles richtig, und auch was sie richtig machen, könnte man vielleicht auch anders richtig machen.

Falls du nicht nur finanziellen Gründen ausgetreten bist, solltest du zu deiner Überzeugung stehen.
Dann wirst du eben Zivilpate.
Oder gar keiner.

Dann bist du vielleicht nur die durchsetzungsstarke Freundin der Eltern.
Die, die zu ihren Überzeugungen steht.
Auch Freunde der Familie können durch ihr Vorbild wirken.

Antwort
von botanicus, 11

Wenn Du gute Gründe hast, dass sage ebendies. ERkläre, was Dich dazu bewegt, das Amt zu übernehmen.

Wenn nicht, dann solltest Du es sein lassen.

Antwort
von nowka20, 5

sage ihm: "ich fühle mich verantwortlich."

Antwort
von herja, 16

Dann nenne doch deine Gründe, die dich dazu bewogen haben, das Patenamt zu übernehmen.

Antwort
von Viktor1, 4
Was antworte ich unserem Pfarrer wenn er mich fragt

Die Wahrheit.

Antwort
von josef050153, 3

Es geht da nicht darum die 'richtigen' Antworteen zu geben, sondern die Wahrheit zu sagen. Die aber weißt du ja am Besten selber.

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