Warum schreien Babys aus EVOLUTIONÄRER Sicht?
Da in der Wildnis jedes Geschrei Unmengen an Feinden aufmerksam macht, muss doch ein Vorteil vorhanden sein, der noch größer ist! Einem Rehkitz würde es nie einfallen, so einen Radau zu machen.
Steckt dahinter sogar ein simpler Mechanismus / Zweck?
Bitte keine Baby-Erziehungstipps. Es geht nur um ererbte Reflexe / Funktionen.
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Es kamen ja schon ein Duzend Antworten wie aus der Kanone geschossen, aber keine kann stimmen. Aus 2 Gründen: 1. Zeigt der Vergleich mit den Schimpansen, dass dort genau das Gegenteil der Fall ist. Das Baby versucht möglichst ruhig und unauffällig zu bleiben. Die Mutter vernachlässigt das Baby trotzdem nicht, hat aber die Möglichkeit dieses sehr behutsam in die Gruppe einzuführen und so die Chance zu erhöhen, dass es von dieser angenommen wird. Ein Geschrei wäre kontraproduktiv. 2. Auch beim Menschen erhöht das Geschrei nicht die Aufmerksamkeit der Mutter, sondern das Baby erhöht durch Geschrei die Wahrscheinlichkeit, dass es den Unmut der unmittelbaren Umgebung hervorruft und von den genervten Eltern erschlagen oder erstickt wird.
Hieraus folgt, dass der Mensch in einer entscheidenden Phase völlig anderen Umweltbedingungen ausgesetzt war. Die Babys wurden in einer von Raubtieren gesicherten Insel aufgezogen und ständig betreut, auch dann, wenn die Mutter und der Vater abwesend (z.B. auf Nahrungssuche) waren. Nur unter dieser Voraussetzung ist das Baby-Geschrei ein evolutionärer Vorteil, wie der Vergleich mit Brutkolonien von Vögel (und auch Säugetieren) zeigt, die geballt auf einer Insel brüten. Es gibt noch einen Aspekt der Brutkolonien und des Schreiens: Wie Experimente mit Krallenäffchen zeigen (siehe z.B. http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/familie/stieffamilien/evolution_un... ) ist die Entwicklung der Empathie-Fähigkeit korreliert mit einer gemeinsamen Jungenaufzucht. Hieraus erwächst ein weiterer Nutzen des Geschreis, aber natürlich nur, wenn die Abwesenheit von Raubtieren oder feindlichen Gruppen garantiert ist, was nur auf einer schwer erreichbaren Insel der Fall ist.
Wie man also sieht, kann man aus der Frage interessante Schlussfolgerungen über das Habitat des frühen Menschen ziehen, die von der Wissenschaft nicht durch Funde bestätigt sind.
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weil sie mit diesen Eigenschaften in der Vergangenheit Erfolg hatten.
wenn Neugeborene lächeln oder schreien, haben sie vermutlich keine emotionale Empfindungen. Vielmehr ist dies ein Trick der Evolution, die Mutter an das Neugeborene zu binden.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Beim Lächeln sehe ich es ja noch ein. Nonverbale Kommunikation. Dauergeschrei kann allerdings nach Stunden zu dem Wunsch führen, das Fenster auf zu machen und ...
Kommentar von beemayabeemaya 13.08.2012wenn ein baby derartig schreit weils luft braucht o es zum leistenbruch kommt hab ich nicht eingeschlossen in meiner antwort sowas ist selbstverständlich. hab nur den evolutionären teil gemeint nicht den der vernachlässigung
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012... ich auch. Bei Vernachlässigung ist das Schreien ja Zeichen eines Mangels und unbestritten sinnvoll.
Auch Schreikinder im medizinischen Sinne sind nicht Standard und Zentrum der "Ermittlungen". Andererseits stimmt es aber, dass schreiende Kinder nicht immer Fürsorge auf sich ziehen. Es sind schon genug Väter vor Gericht gelandet. Und seien wir ehrlich: Mütter haben auch nur Nerven. Das Kind tut sich keinen Gefallen, wenn es seiner Mutter den letzten raubt und grob behandelt oder angefahren wird. Aber da setzt kein Selbsterhaltungstrieb ein, das Kind schreit und schreit immer lauter ... (jetzt zwar eindeutig mit Grund aber seine Lage verschlechternd)
Kommentar von MamikaMamika 13.08.2012Naja, das Kind schreit zwar, allerdings kann es sich ja nciht genauer mitteilen, so dass es nichts dafür kann, wenn die Eltern genervt reagieren. Was im Übrigen stark an unserer kultureller Prägung liegt - in anderen Kulturen denkt keiner, dass ein schreiendes Kind sofort ruhig werden muss, wenn man es versorgt. Klar ist das Heulen verdammt anstrengend (die armen Schreikindeltern), aber das Kind kann ja nicht anders. Wenn irgendetwas das Kind stört und ihm die Eltern nicht helfen können (was einfach nicht immer geht), schreit es nunmal.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Man möchte gern Eltern UND Kind helfen. Aber offenbar gibt es Fälle, wo man einfach nicht weiter weiß und das Kind schreien lassen muss. Schade, ich hätte mir gern eingeredet, dass das Geschrei trotzdem zu etwas nütze sein könnte. Es treibt sicher den CO2-Pegel im Blut hoch. In einem Film hat das dem Kind das Leben gerettet, aber es war ein Film ...
Warum werden Kinder nicht mit installiertem Betriebssystem ausgeliefert? MIT Sprachmodul!
Kommentar von beemayabeemaya 14.08.2012aber bitte mit mac board sonst heißt die ausgabe nur immer
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Auch Tierbabies machen auf sich Aufmerksam. Vogelküken zB piepsen wie wahnsinnig wenn sie Hunger haben oder aus dem Nest gefallen sind. Es ist schlicht der erste und einzige Weg als Baby auf sich aufmerksam zu machen.
Menschliche Babies werden vermutlich vor allem deswegen häufiger schreien, weil sie keine Gefahren zu befürchten haben und sich dieses Wissen über die Jahrhunderte evolutionär eingeprägt hat, während Tiere noch stärker mit ihren Instinkten verwurzelt sind.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012auf die Vogelküken war ich gefasst :-) Unsere Verwandschaft mit ihnen ist aber schon recht gering. Wie sieht das bei Schimpansen aus?
So groß der Radau bei den Vögeln ist: Ihre Boden-Feinde können nicht an sie heran. Ihre Luftfeinde sind zu weg weg, um sie zu hören. Wenn der Raubvogel sehr nah ist und schon sucht, dann ist das der letzte Pieps gewesen, denn er BRINGT nicht das Futter.
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Ey,
in der Wildnis werden nicht nur Feinde aufmerksam gemacht, sonst hätte Tarzan nicht überlebt!
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012vergiss Mowgli nicht!
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Ein sehr interessantes Buch zum Thema Schreiverhalten von Babys in natürlicher Umgebung: http://www.amazon.de/verlorenen-Zerst%C3%B6rung-unserer-Gl%C3%BCcksf%C3%A4higkei...
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Antwort von Zuckerland 13.08.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hallo,
Menschenbabys kommen im prinzip 12 Monate zu früh auf die Welt. Nach 9 Monaten im Bauch ist ein Menschenbaby noch nicht ausgereift. Es kann sich weder allein fortbewegen (von leichten Kriechbewegungen mal abgesehen) noch allein ernähren. Es hat aber einen sehr ausgeprägten Greifreflex, mit dem er sich in Urzeiten am Fell der Mutter festklammern konnte. Ansonsten ist es total hilflos. Das Schreien sichert sein Überleben in sofern, dass es nicht abgelegt und vergessen werden kann. Keine Mutter kann das Schreien ihres Babys lange tatenlos ertragen. Sie wird immer den Reflex haben, es aufzunehmen (egal was die Schwiegermutter dazu sagt) und zu trösten, zu tragen und zu schaukeln. Das ist die sichere Umgebung die das Baby beruhigt weil es sich dann sicher fühlt. Außerdem wissen Babys noch nicht, dass sie eigene Personen sind. Sie halten sich für einen Teil der Mutter und verstehen es nicht, wenn diese weg ist. Es versetzt sie in Panik, zumal sie auch nicht wissen, wie endgültig die Trennung ist - sie haben das Konzept von Zeit noch nicht kennen gelernt, es zählt nur der aktuelle Moment und der scheint ohne Mutter bedrohlich.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Alles richtig, DH! Es erklärt das Schreien bei Abwesenheit. Aber nicht das bei Anwesenheit. Gibt es da ein Zuwendungs-Universalrezept, das sofort das Schreien beendet? Ich glaube, das würden viele gern wissen. (Vorausgesetzt, die Grundbedürfnisse sind bereits gestillt)
Kommentar von MamikaMamika 13.08.2012Da gibts kein Universalrezept, da du nie genau wissen kannst, was das Kind quält. Klar kannst du versuchen es zu Stillen (wie der Name schon sagt, hilft das meistens) um Hunger und Durst zu löschen, du kannst es herumtragen um seine Bauchschmerzen zu lindern oder ihm Nähe zugeben, usw. Aber wenn dein Kind Überreizung quält oder es etwas drückt, kann es dir das ja nicht sagen. Also kannst du es probieren und Glück haben, oder auch nicht. ;)
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Das ist doch mal eine schöne Frage, die besten Antworten sollten vielleicht mal alle die lesen, die empfehlen kleine Kinder ruhig mal "schreien zu lassen". Entschuldigung fürs OT.
Jetzt zur Frage: Als der Mensch sich zu entwickeln begann, waren die Menschen Nomaden. Die ganze Gruppe war unterwegs und musste auf Feinde achtgeben. Ein Kind was nun abgelegt wurde und noch nicht laufen konnte, musste schnell auf sich aufmerksam machen um nicht vergessen zu werden - was den sicheren Tod bedeutet hätte. Um so lauter und eindringlicher geschrien wurde, um so bessere Chancen hatte das Kind. Erst wenn das Kind nach langer Zeit noch immer nicht aufgenommen wurde, konnte es aufhören zu schreien, um so länger Energie zu sparen um vielleicht doch noch gefunden zu werden.
Evolutionär hat sich also eingeprägt, so laut und lange wie möglich zu schreien um Hilfe zu bekommen (Todesangst pur für das Kind, wenn es keine bekommt!). Die Kinder die zu leise schrien oder nicht lange genug die haben sicher nicht allzulange überlebt.
Unsere Menschenkinder sind passive Traglinge die dafür gemacht sind am Körper der Mutter getragen zu werden. Abgelegte Kinder verhalten sich also genau so wie es ihnen vorgeschrieben ist, sie rufen nach Hilfe.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Das deckt sich mit der Antwort von Luna293. Gleiche Quelle? Ich verweise auf meine Antwort dort. Kinder schreien nur aus Einsamkeit?
So leicht lasse ich nicht locker ;-) Ist es denn plausibel, dass abgelegte Traglinge sofort schreien? Es gibt doch garantiert einen Grund, dass sie abgelegt werden vom Nomadenstamm - es ist ja nicht so, dass sie aus Versehen vom Pferd gefallen sind. Die Mutter musste sich also um etwas Wichtiges kümmern. Wenn sie davon sofort abgehalten wird, weil die Sirene losgeht, schränkt das die Überlebenschancen beider ein. Raubtiere werden aufmerksam. Die Mutter muss die Nahrungsbeschaffung abbrechen - oder sogar die Verteidigung. Das schreiende Kind versaut den Jagderfolg der Gruppe, weil das Wild davonflitzt, bevor der Pfeil fliegen kann.
Wenn das alles von Vorteil wäre, warum wurden dann die Eltern nicht MIT genetisch angepasst? Wieso sind sie dann genervt, wenn sie immer wieder nach ihrem Schreihals schauen müssen (statt dem Tagwerk nachzugehen)? Wieso haben sie dicke Augenringe, anstatt sich zu freuen?
Das Ende vom Lied bzw. Geschrei ist doch, dass der Tragling auf dem Rücken in der prallen Sonne schnarcht, während die Mutter mit der Hacke das Feld bearbeitet. So sieht man es in Afrika, der Wiege der Menschheit. Ich nehme an, die Hacke ist schwer genug, der Boden hart, Wasser knapp und keine Wolke am Himmel. Da ist so ein Kind auf Bauch oder Rücken ja ideal :-P
Kommentar von MamikaMamika 13.08.2012Nein, Kinder schreien nicht nur aus Einsamkeit. Natürlich ist das früher der wichtigste Grund gewesen, aber es gibt doch so viel mehr - Hunger, Überreizung, zu warm, Bauch drückt...
Die Nomaden haben damals kaum gejagt und die Mütter ihre Kinder wohl kaum abgelegt, daher dürfte das Kind wenig gestört haben. Warum sollten damals die Mütter ihre KInder ablegen? Ständige Nahrungszufuhr (also häufiges Stillen) und viel Nähe (Wärme und so) haben gute Bedingungen für das Gedeihen des Nachwuchses geliefert.
Die Eltern sind Dank unsere verkorksten Kultur genervt, denn bis vor Erfindung des Kinderwagens war es hier noch voll normal, sein Kind zu tragen. Und dann kamen die Kinderärzte mit ihren Empfehlungen für Hygiene und später die Nazis (Va Johanna Haarer mit ihren Erziehungsbüchern die auch noch bis in die 80er verlegt wurden) mit den Anweisungen, wie man perfekte kleine Nazis erziehen konnte, wozu kein Körperkontakt gehörte. Also wurde es normal in unserer Gesellschaft, die kleinen nicht zu verwöhnen, Schreien gehörte dazu und war was für Schwächlinge...
So ein Kind wird in den "ursprünglichen Kulturen" auf dem Rücken getragen, wo es nicht im Weg ist und normalerweise in einer Großfamilie erzogen, wo sich immer jemand kümmern kann. In manchen Kulturen wird das Kind von allen stillfähigen Frauen gestillt und in einer Kindergruppe verwahrt so dass es die Mutter nicht stören kann...
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 14.08.2012Du hast völlig recht, aber das alles ist zu neuzeitlich. Und die Nazis haben ihr Konzept nicht bis Brasiliens Regenwald tragen können ... Ich bin auf deiner Seite und habe auch Kind getragen und auf meinem Bauch schlafen lassen und mich nicht zu rühren gewagt - und ich habe es auch geschüttelt, weil es mir nicht sagen wollte, was ich denn NOCH machen soll!
Rowal sagt ganz richtig: Geschrei ist oft kontraproduktiv.
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Auch Tierbabys schreien/rufen, wenn die Mutter länger fort bleibt. Schon bei Katzen und Hunden siehst Du das Verhalten. Da es aber in den seltensten Fällen passiert, dass die Tierbabys länger allein gelassen werden, schreien sie nicht, machen sie nicht auf sich aufmerksam. Das "Ablegen" der Jungen ist etwas Anderes. Meist sind sie satt, verhalten sich ruhig, haben "Aufpasser" aus dem Rudel. Geparden, die "alleinerziehend" sind verlieren oft ihre Jungen, weil sie auf sich Aufmerksam machen, während die Mutter nach Beute jagd. Babys schreien nur dann, wenn ihnen etwas fehlt. Sei es eine saubere Windel, Essen, trinken. Oder ihnen tut etwas weh: Bäuerchen sitzt quer, Luft im Bauch, Hunger, Durst kann derbe weh tun. Falsche Lage.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Babys schreien nur dann, wenn ihnen etwas fehlt
DAS ist die große Frage hinter der Frage. Dann wären alle Mütter, die ihr Kind schreien lassen, Rabenmütter. - Leider sind die Kleinen ganz schlecht darin, sich mitzuteilen. Wenn man wirklich ALLES kontrolliert hat, möchte man über den Ausschalter stolpern oder über eine entsprechende Laufschrift "Error No. 102: Dein grimmiges Gesicht macht mir Angst."
Jetzt fehlt eben noch die Antwort eines Genies, welche sagt, ob es nicht doch ein Schreien ohne Grund gibt, z.B. um Hitze abzugeben, weil Babys ja nicht schwitzen können - also rein instinktives Überlebensverhalten Das wäre so ein Grund wie ich suche. Die Mutter könnte man sicher auch anders rufen. Mit kurzen Piepsern oder so statt Dauerbeschallung.
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Das ist so, weil ein Menschenbaby ohne andere Menschen absolut hilflos ist. Ein Baby was alleingelassen wird schreit. Man könnte sagen, dass ist Todesangst. Ein Rehkitz kann schon laufen nach der Geburt also brauch es dafür die Mutter nicht. Es kann auch selber zur Milchquelle und muß sich auch dafür nicht bemerkbar machen. Rein biologisch bedingt schwebt ein Baby das allein gelassen wird in Lebensgefahr! Es ist völlig hilflos. In der Evolution hatten Babys die geschrien haben, wenn man sie allein ließ bessere chancen, da jeder Mensch auf Babyschreie unbewußt reagiert und der Beschützerinstinkt geweckt wird.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Das leuchtet ein. Dann ist das ein relativ neuzeitlicher Reflex. Affen, die nicht ganz solche unbeholfenen Frühgeburten sind, müssten demnach leiser sein. Also:
Je größer das Gehirn, desto dicker der Kopf, desto früher die Geburt, desto hilfloser das Wesen, desto größer das Todesangstgeschrei.
Das müsste jetzt ein Tierpfleger oder so bestätigen :-)
Nun zur Gegenprobe: Babys, die einen Elternteil in der Nähe wissen, schreien nie? Muss Sichtkontakt bestehen? Babys sehen doch ziemlich schlecht.
Kommentar von MamikaMamika 13.08.2012Wie du selber schreibst, Babies sehen schlecht. Daher ist Körperkontakt das Mittel der Wahl. Bis zu ungefähr einem Jahr (wo die Kinder auch meist schon "Mama" oder "Äh" rufen können), gilt "Aus den Augen, aus dem Sinn". Wenn dein Kind dich nciht sieht, bist du für es verschwunden, denn ihm fehlt die geistige Reife um zu verstehen, dass du in der Nähe bist und wiederkommst, außerdem hat es noch kein Zeitverständnis wie wir.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 14.08.2012Ist ja noch kein Grund, so ein Theater zu machen. Die Evolution hätte für diesen Fall ein Schläfchen vorsehen können. Auch Füchse und andere Raubtiere lassen ihren Nachwuchs unbeaufsichtigt, um jagen zu gehen. - Wenn die da gleich schreien, sind sie Futter für eine andere Spezies.
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Warum schreien Babys aus EVOLUTIONÄRER Sicht?
aufmerksamkeit
aus hunger (damit auch jeder es hören kann und dem kind was zu essen gibt)
Einem Rehkitz würde es nie einfallen, so einen Radau zu machen.
sind ja auch von der natur aus fluchttiere bzw sehr scheue tiere.
das ist bei uns menschen nicht der fall, denn vor was sollen wir uns fürchten???
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012das ist bei uns menschen nicht der fall,
Bei der Evolution sollte man nicht in zu kurzen Zeiträumen denken. Noch vor wenigen Jahren hat ein Stamm, der einen anderen überfallen hat, ALLES platt gemacht. Junge Frauen hatten noch gewisse Chance, ihre Babys nicht.
Kommentar von xistmeinnamexistmeinname 13.08.2012Bei der Evolution [...] hat ein Stamm, der einen anderen überfallen hat, ALLES platt gemacht.
ich weiß nicht von welchen stämmen du redest, aber ich gehe stark davon aus, dass diese keine große evolution mitgemacht haben...
du müstest bei deiner frage schon zwischen der zivilisation und irgendwelchen stämmen aus dem tiefsten busch unterscheiden
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Haha, da bilden wir uns aber viel auf unsere Zivilisation ein, was? Nehmen wir die Wikinger oder die Hunnen. Nehmen wir Katholiken gegen Protestanten oder Herrscher, die Nachkommen von Nebenlinien oder gar eigene Geschwister haben töten lassen.
Sagt dir "Kindermord in Betlehem" was? Dieser Stamm hat schon eine gewisse Evolution mitgemacht, obwohl das im Kontext mit der Bibel eine gewagte Formulierung ist. Jedenfalls reicht die seitdem verstrichene Zeit nicht aus, weltweit das Verhalten der Kleinkinder genetisch zu verändern.
Übrigens haben die Zivilisierten persönlich in Gods own Country nicht davor Halt gemacht, Indianerbabys oder Sklavenbabys niederzumetzeln. Wie lang ist das her? In Mittel- und Südamerika geschah das noch vor wenigen Jahren (im Namen der Plantagenbesitzer mit weißer Weste) und ich würde es für die Gegenwart nicht ausschließen. Mag sein, das hier nicht der Durchschnittsmensch am Werk ist, aber ganz sicher jemand, der sich für modern, westlich und überlegen hält.
Kommentar von xistmeinnamexistmeinname 14.08.2012Haha, da bilden wir uns aber viel auf unsere Zivilisation ein, was?
was du dir einbildest weiß ich nicht und das was ich bilde mir sicherlich gar nichts ein...
Nehmen wir die Wikinger oder die Hunnen. Nehmen wir Katholiken gegen Protestanten oder Herrscher, die Nachkommen von Nebenlinien oder gar eigene Geschwister haben töten lassen.
was hat das konkret mit deiner frage zu tun?
Sagt dir "Kindermord in Betlehem" was? Dieser Stamm hat schon eine gewisse Evolution mitgemacht, obwohl das im Kontext mit der Bibel eine gewagte Formulierung ist. Jedenfalls reicht die seitdem verstrichene Zeit nicht aus, weltweit das Verhalten der Kleinkinder genetisch zu verändern.
evolution geschieht eben nicht innerhalb 2000 jahren sondern nach viel viel mehr (bzw für den laien spürbar)
Übrigens haben die Zivilisierten persönlich in Gods own Country nicht davor Halt gemacht, Indianerbabys oder Sklavenbabys niederzumetzeln. Wie lang ist das her? In Mittel- und Südamerika geschah das noch vor wenigen Jahren (im Namen der Plantagenbesitzer mit weißer Weste) und ich würde es für die Gegenwart nicht ausschließen. Mag sein, das hier nicht der Durchschnittsmensch am Werk ist, aber ganz sicher jemand, der sich für modern, westlich und überlegen hält.
ich denke du schweifst zu sehr von meiner eigentlichen antwort ab...
der rest mit bibel und gott interessiert mich eh einen furz.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 14.08.2012Ich bin sehr wohl auf deine Antwort eingegangen, die ich aber als arrogant empfand und zu widerlegen versucht habe.
du müstest bei deiner frage schon zwischen der zivilisation und irgendwelchen stämmen aus dem tiefsten busch unterscheiden
Das haben die Hunnen damit zu tun. Und richtig: Die zivilisierte Zeit seitdem ist definitiv zu kurz. Das nenne ich Eigentor.
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Dadurch signalisierensie, dass es ihnen an etwas fehlt. Sei es sie haben hunger oder brauchen einfac nur Zuwendung.
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Nuja, ich würd sagen, da wir seit vielen Generationen keine wirklichen Fressfeinde mehr haben, ist das Schreien nicht mehr so schlimm.
Im Grunde schreit ein Baby nur um die Aufmerksamkeit der Mutter zu gewinnen, aus welchem Grund auch immer.
Auch Tierbabies geben gewissen Geräusche von sich, wenn sie ihre Mutter rufen. Nur sind diese meist für andere Tiere nicht wirklich hörbar.
Außer z.B. bei Vogelküken, dort gilt häufig: Wer am lautesten Pfeift bekommt mehr Futter.
Kommentar von HerrDeWordeHerrDeWorde 13.08.2012Vogelküken von Arten, die auf dem Boden nisten bzw. im Schilf, machen nicht so viel Lärm, glaube ich.
Und die anderen Tierbabys rufen, richtig. Eben so "Hallo!", "Hallo?". Sie verausgaben sich nicht, bis sie nicht mehr können. Sie haushalten mit ihren Kräfen.
Aber dieses Dauerschreien ... könnte es nicht so sein - wie manche alte Frauen sagen - dass "es" nur viel frische Luft einsaugt? Irgendein simpler, zweckmäßiger Hintergrund? (Da ist ja der Schluckauf leichter erklärt :-)
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Antwort von Kronenzeitung 13.08.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Ich denke mal, das liegt in der Natur der Tiere.
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Weil sie nur so auf sich aufmerksam machen können. Ein Baby kann noch nicht sagen ich hab Hunger, ich hab Durst usw..
Ich zeichne diese Antwort mit einem Stern aus, weil sie neue Gesichtspunkte ins Spiel bringt und Aufmerksamkeit verdient - unabhängig davon, ob das das Gelbe vom Ei und der letzte Schlüssel zur Lösung ist.
Ich nehme dies aber nur ernst, wenn der Begriff "Insel" weit gefasst ist. Ein mit Palisaden gesichertes Dorf auf einer Waldlichtung ist für mich eine Insel. Man müsste jetzt wirklich überprüfen, ob in Afrikas Lehmhüttendörfern, die oftmals schlecht geschützt sind, ebenso viel geplärrt wird.
Paviane leben auf Felseninseln an Land. Wie sieht es dort aus? So weit ich mich entsinne, toben zwar die Kinder und Halbstarken herum, die Babys sind aber tatsächlich stumme Traglinge.
Wie auch immer: Das Geschrei müsste nach dieser Theorie eine recht neuzeitliche Erfindung sein, die sich überall auf der Erde durchgesetzt hat. (Oder gibt es Stämme, wo die Kinder leise sind?) Der Vorteil muss also enorm sein, wo man sich doch mit Schimpansenähnlichen einst das gleiche Territorium geteilt hatte und die noch immer schweigsam sind.
Zumindest muss man nicht die Vernunft und die Zivilisiertheit bemühen, die es noch viel weniger lang gibt.
Erstmal danke für den Stern. Es gibt meiner Meinung nach noch andere Besonderheiten beim Menschen, die mit dem „Baby-Geschrei“ zusammenhängen. Da ist zunächst einmal zu nennen, dass eine menschliche Frau ohne weiteres jedes Jahr ein Kind zur Welt bringen kann, während ein weiblicher Schimpanse nur etwa alle 4 Jahre Nachwuchs bekommt. Ein menschliches Kind durchzubringen ist aber sicherlich schwieriger als ein Schimpansen-Kind. Außerdem ist die Geburt beim Menschen komplikationsreicher. Ein jährlicher Nachwuchs in guten Zeiten ist bei einer so aufwendigen Brutpflege wie beim Menschen ist nur dann vorteilhaft und nicht nachteilig, wenn die Aufzucht eine Gemeinschaftsaufgabe ist und in einem geschützten Bereich stattfinden kann, wenn es also quasi einen „Kindergarten“ gibt. Ein weiterer Punkt ist die Fähigkeit zum Nahrungserwerb beim frühen Menschen oder den Vormenschen wie den Australopithecinen. Zum Jagen waren sie jedenfalls noch nicht fähig, aber sie ernährten sich auch nicht überwiegend aus Früchten sondern hatten einen gemischten Speiseplan, wie z.B. die Entwicklung des Gebisses beweist. Dies war nur in Gewässergebieten möglich, wo man z.B. an Muscheln herankommt. Auf diese Weise können dann auch die Kinder relativ bequem ernährt werden, die man aber natürlich nicht bei der Nahrungssuche mitnehmen kann. Der nächste Punkt ist der Verlust des Felles. Das ist nur bei ganz speziellen Umständen vorteilhabt, nämlich bei langen Wasseraufenthalten (wie bei den Flusspferden oder den Elefanten, deren Vorfahren sich sehr wahrscheinlich überwiegend im Wasser aufhielten). Bei den Babys ist ein Fell unvorteilhaft, wenn sich viele auf engem Raum befinden, da sie dann vom Ungeziefer geplagt sind. Der aufrechte Gang ist ebenfalls zunächst nur vorteilhaft, wenn man sich viel in flachem Gewässer aufhält, denn die späteren Vorteile – wie eine energiesparende Fortbewegung – waren zunächst gar nicht vorhanden wie die Anatomie die frühen Menschen beweist, sondern haben sich erst später durch Optimierung ergeben. Auch die Fähigkeit zu Schwitzen macht nur in einer wasserreichen Gegend Sinn, ansonsten ist dies wegen des Wasserverlustes nachteilig. Noch ein Punkt ist die Neigung der Pickelbildung beim Menschen am Ende der Kindheit. Das ist doch komisch in einer Lebensphase, wo es auf die Attraktivität für das andere Geschlecht ankommt. Dies kann ich mir nur so erklären, dass die Kinder am Ende ihrer Kindheit ihre geschützte Insel zwecks Nahrungssuche verlassen mussten und sich nun viel im nassen Element aufhielten. Dann nämlich ist die Fettabsonderung in dieser Lebensphase sehr nützlich und schützt die Haut. Eine Pickelbildung gibt es da nicht. Ein weiteres Relikt aus dieser Zeit ist die Fähigkeit des Menschen zu weinen, denn die anderen Affenarten können dies nicht, wohl aber Elefanten, die sich in der Vergangenheit ebenfalls mehr im Wasser aufhielten. Die besondere Fähigkeit des Menschen zu tauchen ist ganz offensichtlich, bei Schimpanse und Co. würde über die Nase Wasser in die Lunge laufen. Was weniger auffällig ist, aber wahrscheinlich viel wichtiger, ist die mit dem Tauchen verbundene Fähigkeit der Atemkontrolle, eine Voraussetzung für das Sprechen.
Wenn die eben beschriebene Überlegung stimmt, so ist klar, dass die Neugeborenen und Kleinkinder (evt. auch ältere Kinder) der frühen Menschheit separat untergebracht werden mussten, ganz im Gegensatz z.B. zu den Schimpansen. Eine Insel würde jedenfalls den bestmöglichen Schutz bieten, denn gezielte Schutz- und Verteidigungseinrichtungen konnten noch nicht gebaut werden. Das „Schreien“ macht unter diesen Umständen jedenfalls Sinn, denn die Mutter kann nicht ständig da sein. Und auch die Betreuer müssen aufmerksam gemacht werden, da diese mehrere oder viele Kinder gleichzeitig zu betreuen haben.
Wird diese Inseltheorie noch irgendwo aufgeführt oder ist das eine private Theorie? Mir fällt auf, dass dies eine sehr revolutionäre Sicht ist, die viele Details enthält, die ich mir auch so vorgestellt habe, nur offizielle Lehrmeinung ist das ja nicht.
Nur mit den Inseln im Wasser kann ich mich nicht ganz so anfreunden. Wenn der Mensch einst von den Bäumen gestiegen ist, dann doch, weil ihn Trockenheit dazu gezwungen hat. Und die australischen Ureinwohner leben in den trockensten Gebieten. Da gibt es keine Inseln. Wie das bei den Buschleuten aussieht, weiß ich nicht mit Sicherheit. Vielleicht schreien deren Kinder nicht? Die Insel, die erwachsene Nomaden Tag für Tag zum Nahrungserwerb verlassen können - ohne Boot - und die Raubtiere trotzdem nicht erreichen können, muss erst noch entdeckt werden. Wenn man heutige Urvölker studiert (die gern an Flüssen siedeln), so werden Inseln nicht bevorzugt besiedelt.
Auch die Elefanten als Wasserwesen ... In der Eiszeit ist dem Afrikanischen ganz schnell ein Fell gewachsen, so dass die Mammuts mit dem nackten Afrikanischen näher verwandt sind als mit dem Indischen Elefanten. Da waren sie schon längt Landbewohner. Und auch in der trockenen Namib gibt es Elefanten und denen ist kein Fell nachgewachsen. Die nackte Haut ist anscheinend besser und es erübrigt sich, eine Wasservergangenheit zu konstruieren. Es mag ja irgendwo wasserliebende Vorfahren geben, aber die sehen ganz anders aus und bei all diesen Veränderungen soll die Haut die gleiche geblieben sein?