Warum benutzen Menschen Briefwahl?

13 Antworten

Ich nutze in der Regel auch die Briefwahl und habe auch jetzt für die anstehende Wahl des europäischen Parlamentes wieder die Briefwahlunterlagen für mich beantragt. Im Allgemeinen, kann es verschiedene Gründe haben, warum sich Menschen für die Briefwahl entscheiden:

1.) Kein Anstehen-/ Warten im Wahllokal,

2.) Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit bestimmten Vorerkrankungen Gesundheitsschutz-/ Selbstschutz,

3.) Erhöhte Flexibilität und Sicherheit. Man kann auf jeden Fall seine Stimme abgeben und wählen, auch bei kurzfristiger Verhinderung am Wahltag,

4.) Menschen, die einen Beruf im Schichtdienst ausüben. Hier sind die Schichten in der Regel nicht bereits Wochen im Voraus sondern maximal eine Woche im Voraus bekannt. Wenn man erst eine Woche vor der Wahl mitgeteilt bekommt, dass man am Tag der Wahl zur Arbeit erscheinen muss, dann ist das zu kurzfristig, um noch die Briefwahlunterlagen zu beantragen, also macht man es in der Regel vorher und

5.) Menschen, deren Personalausweis abgelaufen ist. Im Wahllokal, dürften sie dann nicht wählen gehen, per Briefwahl jedoch schon.

Und viele weitere mögliche Gründe.

Mfg

Weil ich an diesem einen Stichtag vielleicht was anderes vorhabe, als eben den Gang zum zeitlich limitierten Wahllokal zu gehen. Was sollte gegen die Briefwahl sprechen? Ich schau mir zuhause alles in Ruhe an, gehe auf dem Weg zur Arbeit ohnehin an einem Briefkasten vorbei und werfe das Ding ein - Erledigt.

Weil es flexibler ist und halt mehr zur heutigen Zeit passt. Man ist spontan unterwegs und will es machen wenn man will und nicht an eine Zeit gebunden sein.

Bin froh das in der Schweiz die Briefwahl standart ist. Wäre sonst schon etwas stressig bei ca 4 Wahlsonntagen im Jahr.

Eventuell ist man gerade zu dem Termin beruflich oder wegen einer Urlaubsreise gar nicht zuhause.

Seit Jahren mache ich Briefwahl, weil ich nicht immer weiß, wo ich dann sein werde.

Wahlen sind Sonntags. Und es gibt ja auch Wochenendheimfahrer, Leute, die Urlaub haben, etwas mit der Familie geplant haben usw.

Außerdem sind Wahlen mittlerweile etwas Selbstverständliches. Ich bin Jahrgang 1962. Meine Eltern sind noch aufgedonnert ins Wahllokal gegangen, um dort feierlich ihre Stimme abzugeben. Beide haben die Diktatur miterlebt, das hat nicht nur sie, sondern auch uns Kinder geprägt. Ich war nur ein einziges Mal nicht wählen, weil ich kurzfristig krank geworden war (Stichwahl Oberbürgermeister). Ansonsten gehe ich wählen, weil es auch für mich immer noch nicht selbstverständlich ist, das zu dürfen.