Frage von oneuser100, 53

Wartesemester, Ausbildung und dann Medizinstudium?

Liebe Community! Ich bin kurz vor meinem Abitur und überlege seit langem schon Medizin zu studieren. Mein Problem ist, dass mein Abi-Schnitt nicht gut genug für Medizin ist, also habe ich mir gedacht mich zu bewerben und die Wartesemester abzusitzen. Da ich ein Mensch bin der nie still sitzen kann, dachte ich mir während dieser Wartesemester eine Ausbildung zu machen, um meine Zeit sinnvol zu überbrücken. Mir kommen jedoch viele Fragen auf. Die Anzahl der Wartesemester wird errechnet, aber was wenn ich in meiner Ausbildung bin und die Wartesemster vorbei sind? Müsste ich meine Ausbildung abbrechen oder dürfte ich sie zuerst beenden? Und hat jemand noch Vorschläge zum Thema Medizinstudium? Außerdem, welche Ausbildung würde sich denn vom inhaltlichen und praktischen lohnen? Klar, keine Ausbildung ist umsonst, aber gibt es eine die eurer Meinung nach empfehlenswert wäre? Wie seid ihr zu euerem Studienplatz gekommen? Hattet ihr alle etwa einen Schnitt von 1,2 oder besser, oder ist jemand ein paar Umwege gegangen? :)

Antwort
von JuxSinnlos, 25

Mit den Wartesemestern ist es eigentlich ganz einfach: In jedem Semester ab dem Abitur, in dem man nicht an einer Uni in Deutschland eingeschrieben ist, "sammelt" man Wartesemester. Man muss sich dafür auch nichts tun oder anmelden.

Dann kann man sich in jedem Semester über die Wartezeit- Quote für das Medizinstudium bewerben. Die Bewerber mit den meisten Wartesemestern werden angenommen. Da aktuell (bzw. seit vielen Jahren) eine große Zahl von Bewerbern auf wenige Plätze kommt, sind entsprechend viele Wartesemester notwendig (Angebot und Nachfrage).

Auf hochschulstart.de kann für jedes Jahr nachgeschaut werden, wo die Grenze für die Zulassung lag. Im kommenden Wintersemester sind es 14 Semester= 7 Jahre. Wenn man eine Abiturnote über 2,9 hat, benötigt man 15 Wartesemester. Mit anderen Dingen wie dem "Medizinertest" oder weiteren Kriterien hat das nichts zu tun, die sind nur im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) relevant.

In dieser langen Zeit kann man viel sinnvolles machen! Für das Studium ist sicherlich eine Ausbildung empfehlenswert. Am häufigsten sind die Ausbildung in der Krankenpflege und im Rettungsdienst (mittlerweile der Notfallsanitäter). Seltener, aber auch sehr sinnvoll, sind z.B. Ausbildungen zum Physiotherapeut, Logopäde etc.

Die Ausbildungen (zumindest in Pflege und RD) sind nicht nur kostenlos, sondern gehen mit einem Ausbildungsgehalt einher. Wenn man vor Beendigung der Ausbildung einen Studiumplatz bekommt, muss man diesen nicht annehmen, sondern kann die Ausbildung fertig machen und sich anschließend wieder bewerben. Da man weiter Wartesemester sammelt, sollte einer erneuten Zulassung dann nichts im Wege stehen.

Antwort
von Rollerfreake, 30

Es gibt so viele verschiedene Ausbildungen im medizinischen Bereich. Beispielsweise Gesundheits- und Krankenpfleger, medizinischer Fachangestellter, anästhesietechnischer Assistent oder Notfallsanitäter. Was dir davon zusagt musst du selber herausfinden, jeder hat andere Interessen und Schwerpunkte. 

Antwort
von PoodleBurger, 27

Am besten kontaktierst du dazu ein Prüfungsamt oder eine entsprechende Stelle.

Soweit ich weiß, verbessert ein Wartesemester nicht deine Abiturnote sondern du kommst auf eine "Liste". Diese Liste beträgt bei Humanmedizin scheinbar zurzeit 14 Semester, also 7 Jahre (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/medizinstudium-wartezeit-fuer-studienpl...).

Es gibt aber wohl Kriterien die darauf Einfluss nehmen können, Ausbildung in medizinischen Berufen, der "Medizinertest" u.ä. (siehe hierzu: http://www.zeit.de/studium/studienfuehrer-2014/medizin-studium-auswahlkriterien)

Alternativ bleibt studieren im Ausland, vor allem Österreich und Ungarn sind hier wohl die relevantesten Länder.

Antwort
von eni70, 34

Du kannst den Rettungssanitäter machen, das ist unkompliziert und der könntest Geld verdienen. Krankenpflege würde dich gut vorbereiten, Anatomie usw hättest dann rauf und den Zugang zur Pflege, in der Praxis ist es jedoch oft schwierig, da es wohl zwei verschiedene Berufungen sind, da kommts auf deine Einstellung an. 

Bei der Bundeswehr hättest kein Wartesemester, müsstest dich aber für ein paar Jahre nach Examen verpflichten...

Wenn du schon einen Wunsch einer bestimmten Fachrichtung hast, könntest du entsprechend eine Ausbildung machen, Orthopäde z.B. Physiotherapeut usw.

Kommt auch drauf an,wie du dein Studium finanzieren wirst, was da hilfreich ist.........sehr viele Aspekte also. Du solltest zu einer Studienberatung gehen,die haben alle Fakten.

Kommentar von Adrian593 ,

Ein paar, du meinst 17 Jahre?:D

Antwort
von Fairy21, 27

"Welche Ausbildung würde sich lohnen? "

Da du Medizin studieren möchtest, würde ich eine Ausbildung in dem medizinischen Bereich vorschlagen. 

Gesundheits und Krankenpfleger/in (Krankenschwester/Krankenpfleger)

Arzthelfer/in

Es gibt welche die auf Umwegen Medizin studiert haben, es haben auch einige vorher erst die oben genannten Berufe gelernt (mehr ersteres ) und dann Medizin studiert. 

Das andere kann ich dir leider nicht beantworten. 

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