Frage von Lenacaro, 92

Tanz studieren ohne Erfahrung / Praktikum im Bereich Tanz ist das möglich?

Also wie oben schon erwähnt, ziehe ich es in Erwägung Tanz zu studieren. Ich habe aber leider nicht wirklich sehr viel Erfahrung mit Tanzen. Ich habe 2 Jahre Paartanz getanzt und 2 Jahre Jazz and modern Dance. Seit einem halben Jahr turne ich im Verein. Ich liebe das Tanzen und es ist mein ein und alles... Leider habe ich wieder damit aufgehört, denn es ich habe nie eine Tanz Art gefunden die perfekt für mich war oder eher gesagt den perfekten Verein... Zuhause habe ich aber immer noch weiter getanzt.... Erstrecht Ballett lieb ich, doch habe leider wenig Erfahrungen .... Meine alten Tanz / Turn Lehrer haben mich immer wieder darauf angesprochen ob ich nicht schon einmal Ballett getanzt hätte . Da ich meine Füße extrem belasten und dehnen kann, generell meinen ganzen Körper.
Deshalb wollte ich mal fragen ob man Tanz auch ohne große Kenntnisse studieren kann.
Bin jetzt 14 Jahre alt und könnte vielleicht immer noch mit Ballett oder so anfangen....vielleicht denken jetzt welche das ich noch zu jung bin um schon zu wissen was ich studieren möchte, oder ob ich überhaupt studieren möchte....doch bald habe ich in der Schule ein 3 Wöchiges Praktikum und ich wollte vielleicht zu einer Tanzschule oder irgend etwas in der Richtung . Da kann ich dann herausfinden ob es das ist was ich tun will . Hat jemand vielleicht schonmal ein Praktikum im Bereich Tanz gemacht , und kann mir sagen wo er sich beworben hat...also ob an einem Theater oder einer Hochschule oder einer Akademie ?
Ps: Wohne in NRW
Dankeschön schonmal im voraus 😄

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LillyWaldfee, 36

Ich bin mit drei Jahren ins Ballett gekommen, hatte 11 Jahre Unterricht, danach Jazzdance, Modern dance, Ausdruckstanz, Rock'n Roll, Standardturniere, Flamenco. Letzteres habe ich auch selbst unterrichtet, hatte ein eigenes Ensemble mit Livemusik. Tanzen ist für mich das schönste Hobby, das ich mir vorstellen kann. Ich hatte nie den Wunsch damit Geld verdienen zu müssen. Ich hatte unzählige wunderbare Auftritte auch mit Tanztheater. Bezahlung kam von den Leuten, denen das etwas wert war. Entscheident ist, das zu tun, was sich gut anfühlt und seinen eigenen Weg mutig zu gehen. Ich war schon 32 Jahre als ich anfing Flamencounterricht zu nehmen und ich wollte das gewiss nicht professionell machen. Doch ich war mit so viel Begeisterung dabei, daß ich schon bald für Auftritte gebucht wurde und gebeten wurde zu unterrichten. Es kam so viel semiprofessionelle Arbeit als Hobbytänzerin dazu, daß ich nach einigen Jahren ein Doppelleben führte, das mich in die totale Erschöpfung trieb. Heute bin ich 50 Jahre, bin arbeitsunfähig in meinem medizinischen Beruf und nehme wieder Unterricht in modern dance, weil tanzen einfach mein Leben ist und meine Kraftquelle. Die will ich nicht mehr zu Markt tragen um die Wünsche anderer zu erfüllen.Liebe Lena! Bewahre dir die Lust am Tanzen und hüte sie wie einen kostbaren Schatz. Genieße deine Kindheit und die Leichtigkeit des Seins, sie wird dir fehlen wenn du erwachsen bist. Bau dir deine eigene Bühne, erschaffe deinen eigenen Tanz und zeig den nur ausgewählten Menschen, die dich lieben.Liebevolle Grüße von Tänzerin zu Tänzerin. Corinna

Kommentar von Lenacaro ,

Vielen lieben Dank für deine Antwort sie hat mehr sehr weitergeholfen 😊 ich werde das Tanzen auch nie aufgeben

Kommentar von Tanzistleben ,

Das sollst du auch nicht, liebe Lena! Tanzen ist in jedem Fall und in all seinen vielfältigen Formen, das schönste Hobby der Welt! 

Antwort
von NeuKoma, 55

Das kannst du doch sicherlich bei jedem Tanzlehrer anfragen ob du einfach einmal ein paar Wochen bei ihm in den Betrieb schnuppern dürftest in Form eines Praktikums. Du wirst dann sicherlich die Aushilfe sein aber du wirst sicherlich einiges sehen und lernen.

Vor allem wirst du sicherlich dabei feststellen, ob sich das für dich lohnt und wie du weiter verfahren möchtest mit deiner Planung in diese Richtung.

Kommentar von Lenacaro ,

Dankeschön werde ich frag mal nach😊

Kommentar von Vani33 ,

Gute Antwort! Ein Praktikum ist in jedem Bereich eine gute Möglichkeit, sich über einen Beruf bzw. eine Tätigkeit zu informieren und zu schauen, ob es einen persönlich anspricht.

Kommentar von Tanzistleben ,

Noch einmal: es gibt für die Ausbildung zu Bühnenberufen keine Praktika! Habt ihr euch schon mal fünf Minuten überlegt, was ein Praktikant dabei tun sollte? Was stellt ihr euch vor, würde eine "Aushilfe" machen? Schaltet doch für kurze Zeit das Gehirn ein, bevor ihr solche sinnbefreite Antworten gebt!

Kommentar von NeuKoma ,

Hey Tanzistleben: Dennoch gibt es Menschen da draußen die mit dem Tanzen oder anderen Künsten Geld verdienen und ein eigenes Unternehmen führen. Dort kann man genauso gut ein Praktikum machen wie in einer Schreinerei oder ähnlichem. Denn es werden hier die anderen Seiten der "Kunst" gezeigt wie beispielsweise: Werbung machen für das eigene Tanzstudio, Kurse planen usw. usf.

Insofern bringt es nichts, hier beleidigt herumzugröhlen weil du die Weisheit mit Gabeln gegessen hast. Denk einfach einmal selbst etwas logisch drüber nach.

Kommentar von Tanzistleben ,

<lacht> Na, du musst es ja ganz genau wissen!

Kommentar von Tanzistleben ,

P.S. an Neukoma: "grölen" schreibt man ohne "h" und Kommata zu setzen, tut nicht weh! <lacht noch immer>

Kommentar von Vani33 ,

Wenn man keine Argumente mehr hat, fängt man an, die Rechtschreibung des Anderen zu kritisieren... oder wie ging der Spruch noch gleich? :-)

Kommentar von Vani33 ,

Da gebe ich NeuKoma vollkommen recht. In Tanzstudios o.Ä. geht es nicht ausschließlich um die Auftritte. Dahinter steckt jede Menge Organisation und Arbeit, welche ebenfalls geschätzt werden müssen. Außerdem müssen in jedem Studio, jeder Firma o.Ä. die Finanzen geregelt werden, wofür man dann wieder Buchhalter, Sekretärinnen etc. braucht. Dort kann man ein gewöhnliches Praktikum wie in jeder anderen Firma machen. "Etwas mit Tanz zu machen" bedeutet nicht unbedingt, tatsächlich zu tanzen. Es gibt viel mehr Mitwirkende, an die man vielleicht nicht sofort denkt, die aber einen wichtigen Beitrag zu Auftritten und Organisationen leisten.

Kommentar von Tanzistleben ,

Vani, ich sage so etwas sonst nicht, aber du solltest lieber deinen 16. Geburtstag morgen, zu dem ich dir alles Gute Wünsche, vorbereiten und dich drauf freuen, als hier Weisheiten zu verbreiten, die der blanke Unsinn sind.

Wenn jemand nach einem Praktikum im Bereich Tanz fragt und dabei Hochschulen und Akademien anspricht, will er/sie weder in der Buchhhaltung sitzen, noch in einem Büro oder Archiv Akten sortieren. Das könnte man in jeder x-beliebigen Firma auch haben. 

So eine dumme Antwort, wie auch deine andere Klug****** hier, ist wohl deinem Alter geschuldet. Sammle zuerst einmal ein bisschen Lebenserfahrung, ehe du auf Fragen antwortest, von deren Thema du Null Ahnung hast. Bis dahin geh lieber SIM 3 spielen und verschwende nicht die Zeit und Energie erwachsener Menschen. Das war jetzt meine letzte Antwort an dich. Ich antworte erst wieder, wenn du etwas zu sagen hast, worüber du zuvor nachgedacht hast. 

Liebe Grüße und mach' dir nichts draus, wir waren alle mal 16 und ich erinnere mich noch sehr gut an diese Zeit, wo man glaubt, alles zu wissen und vor allem, wo man sich schon sehr erwachsen fühlt. Das wird aber mit jedem Tag besser! Nochmals alles Gute zum morgigen Geburtstag!

Kommentar von Vani33 ,

Na, du scheinst dich sehr für mich zu interessieren, wenn du sogar mein Alter ausrechnen gehst... :-)

Schade, dass du Menschen nach dem Alter beurteilst. Das Alter hat nichts mit Intelligenz oder Weisheit zu tun. Ich meine keinesfalls, alles zu wissen. Wer denkt denn schon so was?

Du als Erwachsene wirfst natürlich alle Jugendliche in einen Topf, ohne dir bewusst zu sein, dass es vielleicht auch junge Leute gibt, die anders ticken. Ich habe eine andere Denkweise wie die meisten Jugendlichen. Aber das tut hier nichts zur Sache.

Nein, Lebenserfahrung habe ich nicht viel. Wie auch? Das bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht für die Welt interessiere und die ganze Zeit nur am Smartphone hocke. Ich informiere mich regelmäßig über Weltereignisse (Politik o.Ä.) und engagiere mich aktiv in meinem Heimatland (Praktiken, Ferienjobs o.Ä.). Aufgrund meiner Schulausbildung sind mir im Moment keine weiteren Möglichkeiten geboten, "Lebenserfahrung" zu sammeln. Das ist jedoch schon mehr, als man von Jugendlichen heutzutage erwarten kann.

Wir - und damit meine ich alle User hier - können diskutieren und uns gegenseitig kritisieren oder zurechtweisen, jedoch sollte das in einem akzeptablen Rahmen bleiben und nicht in Beleidigungen ausarten. *hust*

Wäre auch extrem freundlich von dir, mich nicht als dumme, unwissende Göre dahinzustellen. Ich fühle mich keineswegs allwissend und erwachsen. Ich stehe noch relativ am Anfang des Lebens und habe eine Menge vor mir. Das ist mir bewusst, danke für die Erinnerung.

Und nochmal: NICHT alle Jugendliche sind ignorant und gleichgültig gegenüber der Welt. NICHT alle Jugendliche hocken die ganze Zeit vor dem Computer und spielen Sims o.Ä. Wirf bitte nicht alle Jugendliche in einen Topf. Da wäre ich dir sehr dankbar dafür.

Ich verschwende deine Zeit? Wer zwingt dich denn, mir zu antworten?

Sicher hast du als Erwachsene mehr Ahnung von Ballett. Da ich aber als Kind einige Jahre im Ballett war, habe ich auch das Recht, mich an Diskussionen hier zu beteiligen. Wenn ich falsch liege, weise mich ruhig zurecht, ich kann mit anderen Ansichten und konstruktiver Kritik leben. Aber sei nicht so abwertend und hasserfüllt. Es ist nur ein Online-Forum, um Gottes Willen!

Von einem erwachsenen Menschen hätte ich mir mehr Akzeptanz und Vernunft sowie weniger Arroganz erhofft. Naja, jeder kann sich mal täuschen.

Ah, danke für die Glückwünsche.

P.S.: Neben rein bürokratischen Berufen (Buchhalter o.Ä.) gibt es noch andere Arbeiten, in denen mehr Kreativität und Interesse am Tanzen gefragt ist, zum Beispiel in der Marketing-Abteilung oder bei Projekten (allgemeine Organisation, Veranstaltungen o.Ä.). Wenn die Fragestellerin keine professionelle Ausbildung bekommen kann, wäre ein Beruf in diesem Gebiet sicher sehr interessant für sie.

Liebe Grüße

Kommentar von NeuKoma ,

Entschuldigung meine Dame aber sie haben sich ja wohl vollkommen die Birne "weggetanzt". Was hat bitte das Alter mit der Intelligenz zu tun? Denn wenn dem wirklich so wäre, strotzt ihr Beitrag nur von Kindergarten.

Lebenserfahrung wird nicht auf Dauer sondern auf Ereignissen gemacht insofern hat ein Kind aus einem schweren Haushalt oder, das viel mit Mobbing und Co zu tun hatte, sicherlich schon weit mehr Lebenserfahrung als Sie mit ihrer unberechtigt arroganten Art und Weise versuchen aufbauschen zu wollen.

Hören Sie Menschen und ihre Meinungen an und nehmen Sie diese als gegeben. So wie jeder andere zivilisierte Mensch hier. Stoppen Sie dieses völlig von Sinn befreite Geplänkel um ihren Status als "schlauer Erwachsener" der Sie absolut nicht sind zu festigen.

Diese Reaktionen lassen allerdings auch vermuten, dass Ihnen entweder der nötige Charakter oder tatsächlich selbst das notwendige Alter fehlt um sich selbst gegenüber klar zu werden, dass man auch mal unrecht haben kann.

Antwort
von Vani33, 48

Lass dir bitte dein Ziel von niemandem zunichtemachen. Versuche es! Wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht. Aber ehrgeizig sein Ziel zu verfolgen, auch wenn es schlussendlich nichts wird, ist immer noch besser, als tatenlos herumzusitzen und es nicht zu versuchen.

Viel Glück und Spaß beim Tanzen!

Kommentar von Lenacaro ,

Dankeschön für deine Aufmunterung ich werde es versuchen 😊

Kommentar von Vani33 ,

Viel Glück! Freu dich, wenn es klappt, aber sei nicht allzu enttäuscht, wenn du Schwierigkeiten hast oder es nichts wird. Hauptsache, du hast es versucht! 😊

Expertenantwort
von Tanzistleben, Community-Experte für Ballett & tanzen, 32

Hallo Lena,

ich muss dich leider enttäuschen. Mit einem professionellen Tanzstudium beginnt man etwa im Alter von 10 Jahren an einer der großen Akademien oder Hochschulen in den Vorbereitungsklassen. Wer später in eine höhere Klasse einsteigen möchte, muss schon ziemlich gut sein, um das zu schaffen. 

Mit 14 hat man üblicherweise schon drei bis vier Jahren intensiven Trainings = 6 x pro Woche je 3 - 4 Stunden täglich, und zwei Jahre Spitzentraining hinter sich. Dazu hat man in dem Alter auch schon etwa 3 - 4 Jahre Nationaltanz und einen Stil aus dem Contemporary Bereich hinter sich und muss auch da schon ein relativ hohes Niveau erreicht haben. Man beginnt auch schon mit Pas de deux und Repertoire-Training und hat regelmäßigen Unterricht in den theoretischen Fächern (Anatomie, Tanzgeschichte, Theatergeschichte, Kostümkunde, musiktheoretische Fächer, etc.)

Um zur Aufnahmeprüfung zugelassen zu werden, muss man bereits ab 12 vorab ein Video einschicken, das der Vorauswahl dient. Mit 14 bedeutet das: ein verkürztes Stangenexercice, in der Mitte Adagio mit Pirouetten, diverse klassische Sprünge und Spitze. Wenn auf diesem Video erkennbar ist, dass du gut genug bist, wirst du zur Aufnahmeprüfung eingeladen, die dann zumeist aus drei Teilen besteht. Zuerst ein normales klassisches Training für diese Altersgruppe. Wenn man das schafft, geht es zu den anderen Tanzarten, um das Niveau festzustellen. Dabei werden auch Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit, Musikalität, Rhythmusgefühl, etc.überprüft. Wer das auch geschafft hat, geht zur ärztlichen Untersuchung, wo festgestellt wird, ob der Körper bis in alle Details fürs Ballett geeignet ist (90°Ausdrehung im Hüftgelenk, Biegsamkeit und Stabilität der Wirbelsäule, Muskelbildung, Schulter-Hals-Linie, etc.) und zu einem persönlichen Gespräch mit dem zukünftigen Klassen-, oft auch dem Schulleiter.

Ganz klar gesagt, mit 14 ohne Erfahrung, jahrelangem Balletttraining und dem entsprechenden Können, ist man chancenlos.

Bevor mich hier jetzt wieder einige Leute steinigen: ja, es gibt vereinzelt Tänzer/innen, die später begonnen haben. Das sind weltweit etwa fünf oder sechs Leute mit wirklich absolut außergewöhnlichen Körpern und ebensolchem Talent. Zu diesen Wundertieren zu gehören, ist seltener, als ein Lotto-Sechs und seltener als einen lupenreinen Riesendiamanten zu finden. Alles klar?

Mit dem Tanzstudium, um professioneller Tänzer zu werden, muss man so früh beginnen und daher auch früh wissen, ob man sich über diese Zeit aus Schweiß und Tränen durchkämpfen will und kann. Entsprechend wenige Studierende schaffen es auch, das Studium abzuschließen. Gleichzeitig mit dem Abitur beendet man die Berufsausbildung mit dem Bühnenreifediplom und beginnt danach, mit 18, in den Beruf einzusteigen. 

Praktika an Tanzakademien und Hochschulen kann man keine absolvieren. Es wäre auch sinnlos. Entweder man ist gut genug und brennt für den Tanz, dann wird man versuchen, ins Studium einzusteigen. Ist man es nicht, hat man beim Unterricht nichts verloren. Was sollte man dabei auch "praktizieren"?

Du kannst dein Faible für das Tanzen nur im Hobbybereich weiterführen und viel dazuzulernen versuchen. Aber auch da musst du ordentlich Ballett lernen, wenn du später vielleicht versuchen möchtest, als Hobbytänzerin Auftritte zu bekommen und ein kleines Taschengeld damit zu verdienen.

Ich weiß, das klingt alles ziemlich hart und es tut mir immer weh, solche Auskünfte geben zu müssen. Es ist aber besser, ich sage dir das jetzt und hier, als du verlierst dich in unerreichbaren Wünschen und Träumen.

Es werden auch wieder die Kommentare kommen, wie "wenn du nur an dich glaubst und fleißig bist, schaffst du alles". Es tut mir leid, aber das ist ganz großer Mist. Wir sprechen hier nicht von rosaroten Wolkenträumen, sondern von professionellem Tanz und das ist beinharter Spitzensport, mit der Erschwernis des künstlerischen Ausdrucks, der Kunst in Rollen zu schlüpfen, etc. 

Ich hoffe, du bist nicht zu sehr enttäuscht und behältst dir trotzdem die Freude und Liebe am Tanzen. Vielleicht möchtest du ja über den Beruf einet Tanztherapeutin nachdenken? Das ist ein sehr wichtiger Beruf, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wenn es dich interessiert, kann ich dir nächstes Mal gerne noch mehr darüber erzählen.

Liebe Grüße 

Lilly ""Tanzistleben"

Kommentar von Vani33 ,

Was hat sie denn zu verlieren? Sie kann es versuchen, zumals da sie sagte, ihr Körper sei sehr belastbar und dehnbar. Wenn es nichts wird, dann wird es eben nichts. Aber es zu versuchen (selbst wenn sie kein Profi wird sondern nur gelegentlich auftritt) ist immer besser, als tatenlos herumzusitzen und sich immer wieder aufs Neue fragen, ob man nicht vielleicht doch etwas erreicht hätte. Selbst wenn es nur ein minimaler Erfolg ist.

Kommentar von Oliver Fleidl ,

Sie hat Zeit und Hoffnung zu verlieren. Ich halte die Antwort für sehr mutig und verantwortungsvoll. Lieber konzentriert sie sich auf etwas anderes, dass ihr vielleicht ebenso viel Spaß macht. 

Wir sehen, wohin DSDS und GNTM die Leute bringen. Da wird auch mit der Hoffnung der Menschen gespielt. Ätzend und peinlich ist das. 

Kommentar von Tanzistleben ,

Vani, wenn du meine Antwort gelesen hättest, hättest du auch verstanden, dass ich Lena rate, im Hobbybereich weiterzumachen. 

Ein dehnbarer, belastbarer Körper ist mit 14 für eine Profi-Karriere einfach nicht genug. Wozu soll sie jetzt Zeit und sehr viel Hoffnung und Träume, auch Geld, in etwas investieren, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist? Selbst das erforderliche Video herzustellen, kann nicht gelingen, wenn Lena die bereits jahrelange Erfahrung und das Training im Ballett fehlen. Würdest du jemandem, der dir erzählt, dass er kein Blut sehen kann, mit kranken Menschen nicht umgehen kann und will und sich vor dem Geruch in Krankenhäusern ekelt, raten, Medizin zu studieren? 

Du darfst mir glauben, dass ich nach 26jähriger Profi-Karriere als Tänzerin und vielen Jahren als Tanzpädagogin weiß, wovon ich spreche. Ich habe in dieser langen Zeit leider nur zu oft gesehen, dass es nicht nur nichts wurde mit dem Berufswunsch, sondern auch, wie viele junge Menschen daran zerbrochen sind. Wenn man erst einmal viel Zeit, Herzblut  und Hoffnung in den Berufswunsch gesteckt hat, dann tut man das nicht einfach mit einem Achselzucken und "dann wird es eben nichts" ab. 

Ich sehe meine Verantwortung darin, das zu verhindern, wenn von vornherein klar zu sehen ist, dass es beim besten Willen nichts werden kann mit einem Tanzstudium und dem Berufswunsch. Es ist leichter, sich von diesen Träumen zu verabschieden, wenn man noch nicht zu tief drinnen steckt, in dem Ganzen und noch nicht zu sehr vom "Theater-Virus" infiziert ist. 

Liebe Grüße Lilly 

Kommentar von Vani33 ,

Erstaunlich, dass du annimmst, ich würde deine Antworten nicht lesen. Im Gegensatz zu anderen Usern hier lese ich Beiträge sehr genau und versuche, andere Perspektiven nachzuvollziehen und nicht nur auf meiner eigenen Meinung zu beharren. *hust*

Wenn du meine Antwort gelesen hättest, wäre dir bewusst geworden, dass ich der Fragestellerin nicht unbedingt eine Karriere als Profitänzerin anrate. Aber auch im Hobbybereich hat man die Möglichkeit, gelegentlich aufzutreten oder bei Veranstaltungen mitzuwirken. Das müsstest du aufgrund deiner Karriere doch eigentlich wissen.

In einer Sache gebe ich dir jedoch recht: man soll sich nicht in allzu tief seine Träume reinsteigern und dann enttäuscht sein, wenn es nichts wird. Man muss sich schon seiner Möglichkeiten bewusst sein und je nachdem nicht allzu viele Hoffnungen in ein Tanzstudium haben. Ich bin mir aber sicher, dass die Fragestellerin vernünftig ist und sich nicht von Naivität und unrealistischen Träumen in eine falsche Bahn aus Hoffnung und evt. daraus entstehende Enttäuschung bringen lassen wird.

Liebe Grüße

Kommentar von Tanzistleben ,

Danke, Oliver, genau das ist es! Ich sehe es schon als große Verantwortung, hier jungen Menschen ihre Fragen so ehrlich wie möglich zu beantworten. Zu raten und zu unterstützen, wenn ìch gute Möglichkeiten sehe, aber auch abzuraten, wenn es, wie in diesem Fall, absolut keine Chancen auf Erfolg gibt.

Was DSDS, GNTM und sämtliche weitere sogenannte Talenteshows gibt, äußere ich mich lieber nicht, denn da müsste ich glatt meine gute Erziehung vergessen! ;-)

Kommentar von Tanzistleben ,

...... Talenteshows betrifft, sollte das heißen. Sorry!

Kommentar von Vani33 ,

Sie hat Zeit zu verlieren, aber sammelt dadurch Erfahrung und findet in der Zwischenzeit vielleicht eine Alternative.

Sie hat Hoffnung zu verlieren, aber lernt dadurch, mit eventuellen Misserfolgen umzugehen und aufmerksam nach weiteren Möglichkeiten und Alternativen zu suchen.

Was Shows wie DSDS und GNTM betrifft, gebe ich dir vollkommen recht...

Liebe Grüße

Kommentar von Lenacaro ,

Keine Sorge😉 ist ich möchte noch weiterhin tanzen💕und das wird mir und hat mir auch keiner gesagt das ich es nicht tun soll....ich möchte auch garkeine Tänzerin also professionell werden sondern nur als Hobby... doch vielleicht wäre ja Tanzlehrerin oder so was für mich oder so eine die sich Tanz Turniere anschaut und dann bewertet wisst ihr🙂ich frage mal nach was man alles als Praktikum machen kann in der Richtung
Danke trotzdem mal für die ganzen Antworten alle haben mich davon weitergebracht 😚

Kommentar von Vani33 ,

Das ist eine gute Idee! Tanzlehrerin ist ein wunderschöner Beruf, wenn man Leidenschaft und eine positive Ausstrahlung mitbringt :-)

Expertenantwort
von Oliver Fleidl, Tanzlehrer ADTV, 21

Hallo Lenacaro, 

also bezogen auf den Beruf der Profi-Tänzerin hat Lilly dich schon gut informiert. Da sieht es in der Tat nicht gut aus. 

Anders sieht es aus, wenn du dir vorstellen kannst andere für den Tanz zu begeistern. Wenn du Spaß daran hast andere mitzunehmen, ihnen die Freude am Tanzen zu zeigen,  und du gern Gastgeberin bist, dann wäre eine Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin auf jeden Fall eine Überlegung wert. 

Alle Infos dazu findest du auf unserer Webseite www.ich-werde-tanzlehrerin.de 

Viel Erfolg und Spaß! 

Oliver 

Kommentar von Tanzistleben ,

Das wäre natürlich eine super Sache und gute Alternative! Nochmals danke, Oliver! Im Bereich des sogenannten Gesellschaftstanzes, wäre es sicher schön, als ADTV-Tanzlehrerin Erfüllung zu finden. 

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