Studium/Umschulung/Weiterbildung zur Sozialpädagogin?

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6 Antworten

Tausend Fragen- die man hier wahrscheinlich gar nicht alle umfassend beantworten kann, versuchs aber mal so weit wie möglich. Das Jugendamt hat natürlich zig Abteilungen- grob zu unterscheiden wären da die Verwaltungs- und die pädagogischen Mitarbeiter. Die pädagogischen Mitarbeiter haben meistens Soziale Arbeit oder Erziehungswissenschaften studiert oder eine Erzieherausbildung absolviert. Die Familienhilfen dürften zu nahezu 100 % eine dieser drei Ausbildungswege bestritten haben- wobei Erzieher da auch schon eher die Ausnahme sind. In deiner Situation wäre eine Erzieherausbildung wohl am ungeeignetsten, die genauere Ausführung spare ich mir mal. Ein Studium Soziale Arbeit wäre meines Wissens nicht als Fernstudium möglich, sehr wohl aber z.B. in Teilzeit, so dass du ggf. auch deine Schichten als Pflegerin - bei einem verständnisvollen AG - mit den Vorlesungszeiten in Einklang bringen könntest, wobei eine Vollzeittätigkeit dann sicherlich sehr schwierig wäre. Dann wäre noch die Frage nach dem Abitur, falls nicht vorhanden hier mal nachlesen: http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/ . Grundsätzlich wäre dein Berufsabschluss aber eine passende Voraussetzung für dieses Studium. Staatliche Unterstützung wie BaföG während eines Vollzeitstudiums wäre von vielen persönlichen Voraussetzungen abhängig, kann man pauschal schlecht beantworten. Besonders hohe Zuwendungen sind da aber nicht zu erwarten. Soziale Arbeit wäre dann noch besonders gut mit deinem Beruf zu verbinden- ich kenne durch mein Aufbaustudium mehrere Altenheimleiterinnen, die genau diese beiden Ausbildungswege bestritten haben.

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Sozialpädagogin studiert man in der Regel an der Fachhochschule. Hierfür braucht es ein Abitur oder eine Fachhochschulreife (Umgangssprachlich Fachabitur). An manchen FH's kann man als Absolvent eines gleichartigen Ausbildungsberufes (hier z.B. Erzieher) nach einigen Jahren Berufstätigkeit über eine Ausnahmeregelung auch ohne schulische Zugangsberechtigung einen Studienplatz bekommen.

Ob die Ausbildung zum Altenpfleger als gleichartiger Beruf anerkannt wird, weiss ich im Moment nicht.

Grundsätzlich macht es Sinn, die Arbeit, die man im sozialen Bereich macht, auch gelernt zu haben. Sozialpädagogische Familienhilfe ist in aller Regel mehr, als der Kunde (also die Familie) tatsächlich sieht. Deswegen hat der Gesetzgeber hier auch relativ klare Vorgaben, was man für diese Arbeit für einen Abschluss braucht.

Noch in den 90er Jahren waren in diesem Bereich auch "ungelernte" Kräfte beschäftigt, die dann (im guten Glauben, das Richtige zu tun) mehr Probleme erzeugt als gelöst hatten. 

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Hallo Dudelsack92,

uns fällt dazu als bester Weg die Weiterbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen ein. Damit qualifizierst Du Dich in jedem Fall für Jobs in der Sozial- und Gesunheitsbranche weiter. Angeboten werden hier Kurse auch in Abendschulen und am Wochenende nebenberuflich.

Zusätzlich gibt Dir der Abschluß zur Fachwirtin die Zugangsberechtigung zum Bachelorstudium im Sozialwesen. Ebenalls wird diese Weiterbildung, als so genannte Aufstiegsfortbildung, mit dem Meister- (Aufstiegs-)BAföG unterstützt und Du kannst ein Studium (z.B. Sozialpädagogik) durch Deinen Fachwirtabschluß unter Umständen bis zu 2 Semester verkürzen.

Mach Dich doch dazu einfach mal bei den einschlägigen Anbietern / Akademien bei uns schlau. Hier findest Du die meisten Fachwirt-Schulen dafür in Deutschland:

https://www.fortbildung24.com/fachwirt-im-gesundheits-und-sozialwesen/suchergebnisse.html

Viel Erfolg und alles Gute

Serviceteam FORTBILDUNG24

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Kommentar von Joergi666
06.09.2016, 18:07

Schwerpunkt der Frage war die Tätigkeit im Jugendamt / der Familienhilfe- mit der genannten Fortbildung wäre dies aber nicht möglich, nur eben dann noch mit dem anschließenden Studium, welches von der Fragestellerin aber sehr wahrscheinlich auch im Rahmen von Studieren ohne Abitur absolviert werden könnte und ihr direkt die gewünschte Möglichkeit eröffnet. Von mir aus macht hier eure Werbung, dann aber auch bitte bei den Fakten bleiben und die Fortbildung nicht als den besten Weg anpreisen, dass ist er nämlich nicht.

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Ausbildung im sozialen Bereich (hast Du) plus einige Jahre Berufserfahrung berechtigen an einigen FAchhochschulen zum Studium der Sozialen Arbeit. Es kann also klappen.

Ich würde allerdings kein Fernstudium empfehlen, weil Dir da ganz viel Input fehlt. Such Dir ein Studium aus, in dem der Praxisanteil möglichst hoch ist. Nur mit Theorie wird Dich gerade in den beratenden Feldern später niemand einstellen.

Insgesamt ist es schwer, als SozPäd in den öffentlichen Dienst zu kommen. Gerade bei Jugendamt und Co. muss man sich gleich am besten schon im Studium dort die Praktikumsplätze sichern und sich beweisen sowie Bereitschaft zur Fortbildung (zB therapeutische Zusatzausbildung) zeigen, damit man da reinkommt. Und: Jugendamt ist hart!

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ohne >fachabi geht es wohl kaum?

du kannst höchsten an der hochschule anfragen ob das was möglich ist? es gibt prüfungen die für begabte fachleute maches möglich macht? aber das würde dann mehr richtung altenhilfe gehen (man kann ja später was anders machen)

aber ohne pädagoische ausbildung familienhilfe machen, werden wohl viele als bedenklich halten?

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Kommentar von Dudelsack92
06.09.2016, 10:23

Ja, wie gesagt kenne mich da noch nicht aus und hätte ja sein können, dass es da noch was anderes gibt als das Studium Sozialpädagogik. wusste ich ja nicht

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