Frage von Novi07, 60

Stromverbrauch Nachtspeicheröfen?

Hallo

Wir werden zum 1.8 umziehen in ein altes Haus mit Nachtspeicheröfen.
Ich weiß durchaus, dass dies die schlechteste Art zu heizen ist und auch die teuerste.

Es ist für Ca 1-1,5 Jahre.
Wir zahlen dafür keine Miete.

Mein derzeitiger Stromanbieter will nun wissen was wir als Verbrauch dafür schätzen würden. Dann
Berechnet er die monatliche Gebühr.

Wir sind ein 5 Personen Haushalt. 2 Erwachsene, 3 Kinder.
Von Montag bis Freitag sind wir ab 14:00 Uhr zu Hause (außer mein Mann der später).

Meine Schwägerin (2 Erw. 1 Kind) haben dort auch vorübergehend gewohnt (2 Jahre) und einen Verbrauch von 14.000 kW gehabt.

Unsere letzte Abrechnung im derzeitigen Haus (Öl zentral Heizung) lag bei (aufgerundet) 4000 kW. Und da ist sicher sparpotenrial wenn man will.

Mein Mann behauptet, seine Schwester hat das Systhem nie verstanden und völlig falsch damit geheizt / genutzt. Kein Wunder über den Verbrauch ...

Jetzt bin ich ratlos was ich meinem Anbieter (Eswe) sagen soll.
Ich will auch keine böse Überraschung erleben am Ende.

Habt ihr einen Rat?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 25

14.000 kWh im Jahr, umfasst das nur den heizstrom, oder ist da auch der normale stromverbrauch mit drin? wenn ja, dann ist das für eine nachtspeicheranlage eigendlich noch im grünen bereich. bedenkt man, dass ja auch die warmwassebreitung elektrisch erfolgt.

also ich sag mal, wenns nur 2 jahre sind, und ihr keine miete zahlen braucht, dann kann man sich das mal leisten.

lg, Anna

Antwort
von dompfeifer, 16

Google "Wärmebedarfsrechner". Dort gibst Du die baulichen Gegebenheiten (Baumaterialien und Maße) ein und die Wunschtemperatur und erhältst dann den jährlichen Wärmebedarf in kWh. Durch Multiplikation mit dem Nachtstromtarif erhältst Du die jährlichen Heizkosten.

Den erwarteten Wärmebedarf teilst Du dem Energieversorger mit zur Ermittlung der periodischen Abschlagszahlung. Da ist keine „böse Überraschung“ möglich! Die Abweichung zum realen Verbrauch wird mit der Jahresabrechnung geregelt durch Nach- oder Rückzahlung. Und die monatliche oder vierteljährliche) Abschlagsrate wird dann für das Folgejahr angepasst.

Deine Anmerkung

„…. hat das Systhem nie verstanden und völlig falsch damit geheizt / genutzt. Kein Wunder über den Verbrauch ...“

lässt übrigens erfahrungsgemäß die Vermutung aufkommen, dass Du da Opfer esoterischer Ratgeber geworden bist, die mit allerlei mehr oder weniger geheimnisvollen technischen Ritualen zur angeblichen Senkung der Heizkosten quacksalbern. Was gibt es da „falsch zu heizen“? Da gibt es nichts zu „verstehen über das System“ außer der ganz simplen Binsenweisheit:

Elektroheizkosten lassen sich bei gegebenem Stromtarif ausschließlich einsparen durch Vermeidung von unnötigem Heizen, alles andere ist Unfug!

Für jede gelieferte kWh Wärme rechnet der Stromversorger 1 kWh nach Tarif ab. Wärme kann man verschwenden z.B. durch unnötiges Lüften oder Heizen bei Abwesenheit.

Kommentar von dompfeifer ,

Auch mit jeder vorübergehenden Temperaturabsenkung wird Strom gespart, ganz entgegen hartnäckigen wilden Gerüchten!

Antwort
von Ursusmaritimus, 25

Der Verbrauch von 14.000 kW ist realistisch und dieser sollte als Abschlagswert eingefügt werden.

Antwort
von DetlefTe, 6

Achtung: Ganz Wichtig. Getrennte Zähler für Heizstrom und Normalen Verbrauchsstrom - ggs. diesen nochmals aufteilen in Tages- und Nachtstrom.

Stromanbieter müssen - falls noch nicht vorhanden, Extra-Stromzähler einbauen für jede Art der Strombeziehung - kostenlos.

Angebot machen lassen und mtl. Abschlagspreis vereinbaren, nicht zu niedrig ansetzen, damit es beim Jahresabschluss keine bösere Überraschung mit einer Nachzahlung gibt.

14000 kwh sind üppig, wahrscheinlich nur mit einem Zähler, sodass der Strompreis gleichmäßig über alle Bereiche berechnet wurde.

Möglichkeit besteht jedoch auch, dass die Raumtemperatur zu hoch angesetzt wurde. Oder aber für den Nachtspeicher zu viel Tagesstrom zur Anrechnung kamen aufgrund zu geringer Aufheizung in der Nacht

Heizstrom wird bei Antrag günstiger abgerechnet. Dies gilt auch für Nachtstrom - ebenfalls auf Antrag. Betrifft etwa 30% der Gesamtmenge Strom - außer Heizstrom.

Angebote gibt es viele. Ich habe bei meinem Grundversorgungsanbieter nach einem speziellen Tarif nachgefragt und ein Angebot erhalten, welches zum Vormieter etwa € 50,-- pro Monat einspart. Gesamtkosten werden vorauss. doch einiges über € 200,-- mtl. liegen. Lieber etwas höher pro Monat Abschlagszahlung leisten

Antwort
von Wischkraft1, 28

Schreib denen, Eswe, genau was du hier aufgeführt hast. Die haben Tabellen und Erfahrung und können anhand deiner Angaben die Kosten/den Verbracuh berechnen.

Ich sag jetzt nichts über die Heizungsart, das würde zu weit führen. Nur soviel:

Früher noch in der guten alten Zeit hatte man noch Kernkraftwerke, die produzierten Tag und Nacht gleichmässig viel Strom, der wurde( in der Nacht hauptsächlich) nicht voll gebraucht, weshalb sie diesen Nachtstrom propagierten und die Hauseigentümer solche Heizungen einbauten. Die KW/h kostete damals gerade mal ein paar Cent, äh, Pfennige natürlich, weit unter DM.010 Heute ist (war)  die Einspeisevergütung ja bereits schon gegen 30 Eurocent. So macht die Politik halt immer was, damit es was zum Tun gibt.

Die Situation hat sich drastisch geändert. Strom wird nur noch produziert, wenn der Wind weht und die Sonne scheint, den Ausgleich müssen die (Braun-)Kohlekraftwerke und Gas/Öl Kraftwerke übernehmen. Nix da mit Nachtstrom.

Vielleicht kommt dann doch noch einmal die gute alte Zeit zurück und das Einsehen, dass es eben doch nicht ganz so schlecht wäre, hätte man mehr Bandenergie zur Verfügung und könnte den immer grösseren Verbrauch an Elektrischer Energie damit decken .z.B. mit Aufladen all der Batterien für Mopeds, Fahrräder, Autos. . . . Und auch Speicherheizungen, Produktion von Wasserstoff etc etc etc etc und und und und und und. . . .

Umweltfreundlich und günstig noch darüber hinaus!!!

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Aua, hier werden richtige und falsche Argumente zu einem Eintopf verrührt.

Früher waren Grundlastkraftwerke (Kernkraft/Kohle/Öl/Gas) kaum in ihrer Energieabgabe regelbar. Dies und wenig Industrie im Vollschichtbetrieb führte zu einem Stromüberangebot in der Nacht. Darum wurde der (unsinnige) Verbraucher Nachtstromheizung bei welcher hochwertige Energie in Wärme umgewandelt wird protegiert.

Heute sind diese Kraftwerkstypen (Kernkraft wird sowieso abgeschaltet) erheblich besser in ihrer Leistungsabgabe regelbar. Auch ist der Energieverbrauch (Tag/Nacht/Wochende) nicht mehr so intensiven Schwankungen unterworfen.

Darum entfällt der Sinn der Nachtspeicherheizungen.

Unabhängig verbleiben natürlich die Probleme durch Schwankungen der erneuerbaren Energien. Aber bedenke, jede Tonne fossile Energie welche du heute nicht verbrennst hat noch dein Enkel zur Verfügung......

Kommentar von Wischkraft1 ,

Und auch das Klima kann er mehr geniessen, wenn es nicht mehr so kalt ist, es immer wärmer wird. . .

Aber hast schon recht. Ich versuchte einfach, meiner Überzeugung Raum zu geben, dass die Kernkraft meiner Meinung nach eben noch immer die einigermassen beste Energiequelle ist um el Strom zu machen. Wasserkraftwerke (Lauf und Speicher) sind ja nicht in D.

Antwort
von MancheAntwort, 20

ich frage mich, wie man als Familie mit nur 4000 KWh auskommen kann ?

wir ( 7 Personen in drei Wohnungen auf 280m² ) verbrauchen rund

37.000 KWh im Jahr, allerdings mit WarmWasser..... umgerechnet sind das

5300 KWh pro Person oder 135 KWh pro m²

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Es werden wohl 4000 Liter Öl gewesen sein. Dies entspricht etwa 20000kWh elektrischer Energie.

Kommentar von Novi07 ,

Da ist mir in der Tat ein kleiner Fehler unterlaufen :)
Das mit den 4000 kW (ganz genau waren es 4600- leicht verschätzt) passt soweit.
Das Öl kommt separat dazu- meine Eltern und wir tanken immer gemeinsam (wohnen im gleichen Haus) wir zahlen einen Abschlag von 200 Euro im Monat.
Ob das angemessen ist oder nicht kann ich nicht sagen - da wir aber auch hier mietfrei wohnen war uns das immer recht egal :)

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