Hallo, Welcher Ölpreis wird in der Verbrauchsabrechnung angesetzt. Mischkalkulation aus Bestand + Zukauf, oder bei Jahresbezug der tatsächliche Zukaufspreis?

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3 Antworten

der Preis kann passen, da kommen noch paar Sachen drauf; sind Netto

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Mein lieber Schwan, ihr habt aber nen riesen Verbrauch! Selbst ich mit meinem 1945er Altbau ungedämmt verbrauche maximal 3000 für 2 Parteien, dann muss es aber auch schon ein verdammt strenger Winter sein! Was habt ihr denn für ne Heizungsanlage?!

Mischkalkulation kann man machen, wenn das Öl wieder teurer wird zahlt ihr dann ja auch weniger. Ich rechne mit der Mietpartei allerdings immer nach dem aktuellen Preis ab. Macht die Sache irgendwie einfacher...

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In der Heizkostenverordnung ist nichts über die Brennstoffrestbewertung bei Heizanlagen mit Vorratshaltung, also bei Öl-, Flüssiggas- oder Pelletsbevorratung, zu finden. Weil in der jährlichen Abrechnung aber nur die Kosten der tatsächlich verbrauchten Brennstoffe abgerechnet werden dürfen (§ 7 Abs. 2 HKVO), versteht es sich von selbst, dass Anfangs- und Restbestände festzustellen und bei der Abrechnung zu berücksichtigen sind.

Schon früh hat der Bundesgerichtshof die Angabe von Anfangs- und Schlussbestand als Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Abrechnung vorgeschrieben (u.a. BGH-Urteil vom 23.11.1981 Az. VIII ZR 298/80).

So ist es selbstverständlich, dass Brennstoffe nur in der Reihenfolge ihrer Anlieferung verbraucht und abgerechnet werden können. Der Fachbegriff dafür lautet ‘first in - first out’, was nichts anderes bedeutet, als dass das, was zuerst hineinkam, auch zuerst wieder hinausging.

Eine Mischpreisberechnung ist demnach nicht zulässig. Das bedeutet dann aber auch, dass der billige Einkauf dieses Jahres erst im kommenden Winter verbraucht und abgerechnet wird. Ein möglicher Vorteil hebt sich also irgendwann wieder auf.

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