Frage von Tastaturid, 130

Ständiges bellen bei labrador?

Hallo! Wir haben einen bald ein jährigen Labrador. Er ist untypisch aufgeweckt. Er ist reinrassig! Ich schildere mal unsere Situation.. Von heute zb.

Heute waren wir mit Carlos schon 2 mal spazieren. Grundsätzlich gehen wir 3x am Tag immer so eine halbe Stunde! Viele werden jetzt gleich sagen es ist zu wenig.. Heute waren wir 2x mit ihm die halbe Stunde draußen und haben von unserem Haus (so 200m entfert) einen Garten. Da waren wir heute 3-4h.. in den Garten ist Carlos sein gleichaltriger Schäferhund Kumpel zu Besuch gewesen und die beiden haben ununterbrochen miteinander gespielt (1h lang ) und wie wild umher gerannt. Unser Garten ist sehr groß und sie haben viel Platz!

Nun ist der Kumpel heim und Carlos hat mit uns dagesessen. Jedes Mal fängt er dann wie wild an uns auszubellen.. Er bellt ohne Grund und hat das sogar mal eine Stunde durchweg gemacht und es war kein Ende in Sicht. Wir denken er ist noch nicht ausgelastet. Also spielen wir mit ihm. Wenn wir nun auch mal Ruhe wollen geht das ganze wieder weiter. Er bellt und bellt und bellt.. Und bellt und bellt und bellt und hört auf kein "aus" oder "nein".. Er bellt und bellt..

Darauf hin bin ich nochmal eine große Runde mit ihm gegangen. Komme wieder in garten und er setzt sich vor uns und bellt.. Ich habe es mit ignorieren probiert aber klappt nicht.

Könnt ihr mir sagen was ich machen kann? Langsam bin ich mit meinen Kräften am ende.. Weil heute hat er denke ich viel Auslauf gehabt und müsste ausgepowert sein.. Er lernt schnell und kann alle Grundlagen sehr gut. "Sitz,bleib,platz,aus,nein...usw..."

Wie könnt ihr mir helfen? Vllt spielerisch oder doch drastisch?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 30

Hallo Tastaturid . Wie viele schon schreiben, ist euer Hund 1 Jahr alt und brauch ALTERSGERECHTE Auslastung, die den rassentypischen Eigenschaften entspricht. 

Ein Labrador ist ein Jagdhund der gerne apportiert , seine Nase einsetzt und gerne was mit seinen Menschen macht, wenn die Bindung passt. 

2x 30 min ist gut so einen jungen Hund , viel zu wenig. Man sagt pro Lebensmonat 5 min. Heißt 5x12 Monate. Kommen wir auf 60 min Gassi gehen. 

Wenn ihr 2x 60 min geht und die Spaziergänge spannend gestaltet. Heißt Suchspiele, Dummy apportieren, Spielzeug. Dann noch im Zusammenhang mit Grundgehorsamsübungen und Impulskonntrolle. Später nochmal kleine Pipi Runden. Wird euer Hund auch zuhause chilliger. Gesundes Maß an Auslastung und Ruhe, sowas brauch ein Hund. 

Dazu bitte kurze Trainingseinheiten, so das der Hund auch nicht überfordert. Rest darf der Hund , hundetypisches Zeugs machen, Zeitung lesen und soziale Kontakte pflegen. Bringt dem Hund bei wie er sich im Alltag zu verhalten hat. 

Zu der Bellsituation im heimischen garten. Euer Hund hat euch super erzogen. Er bellt, ihr sagt noch nein oder aus und vermutlich reagiert er nicht auf die Kommandos. 

Jetzt ist meine Frage, hat euer Hund überhaupt ein Nein oder Aus gelernt? Ein Kommando bringt nur dann etwas, wenn der Hund danach auch das erwünschte Verhalten zeigt. Das geht aber nur wenn der Vierbeiner auch aufnahmefähig ist. Heißt wenn der Hund gestresst, über oder unterfordert ist lernt er rein garnichts. 

Nein nutze ich überhaupt nicht , weil das meines Erachtens das schlechteste Abbruchkommando ist, das es überhaupt gibt. Für jedes Kommando was du dem Hund sagst, er nicht das tut was du von ihm möchtest. Nutzt du es ab. Weil man es zu häufig verwendet ohne das der Hund erwünschtes Verhalten zeigt. Und das Aus Kommando nutze ich, wenn mein Hund etwas im Maul hat und soll es ablegen. Egal ob es Spielzeug ist, fressen oder der gleichen. Sein Abbruchkommando ist "wehe" und mein Hund unterlässt jegliches Vorhaben. Ob er einer Fährte nach geht, ob er zu den Spielenden Hunden rennen will oder sonst was. Dazu muss der Hund aber auch erst lernen mit solchen Reizen umzugehen. 

Und nein ich muss dich enttäuschen, der Hund hört auf kein Abbruchsignal die du genannt hast. Wenn er gut auf diese hören würde, dann wäre die Situation im garten absolut kontrollierbar. Schick den Hund nach der ALTERSGERECHTEN Auslastung auf seinen zugewiesen Ruheort. In sofern der Hund diesen auch als seine Ruheort akzeptiert hat. Und dort schickst du ihn ins platz. Das musst du aber konsequent durchsetzen. Du sagst ja er beherrscht das. 

Konsequent in dem Sinne. Versucht der Hund aufzustehen, immer wieder hinführen oder drauf schicken. Das kann über viele Wochen hinweg locker 20-30 x der Fall sein, oder mehr. Bis der Hund mal merkt "Ohh die meinen das jetzt ernst" 

Dazu darfst du aber nicht nach dem 10x aufgeben und gernervt sein. Das spürt der Hund. Mit Ruhe , souveräner und konsequenter Führung wird das auch was. 

Wenn ihr allerdings auf das Gebelle eingeht, gernervt seid Aus oder Nein brüllt. Bestärkt ihr den Hund nur, und wenn ihr dann aufgebt und ihm dann Aufmerksamkeit schenkt, hat der Hund euch prima konditioniert und genau das bekommen was er wollte. Ihr beginnt das Spiel und ihr beendet es auch. 

Ihr habt ein Haufen Baustellen und Hausaufgaben auf. Grundgehorsam festigen, in jeder erdenklichen alltäglichen Situation, Ruheort positiv aufbauen, dazu ein Ruhesignal üben, ebenso Impulskontrolle üben. 

Und eben ALTERSGERECHTE Auslastung, ich betone das deswegen , weil viele unerfahrene Besitzer ihren Hund nicht lesen können. Und verstehen wann der Hund über oder unterfordert ist. Kein stupides Gassi gehen und mal ein Stock oder Ball werfen. Das pusht den Hund zu sehr und bestärkt auch unerwünschten Jagdtrieb. Auch nicht eine Handvoll Leckerlies nehmen und in eine Wiese schmeißen und den Hund suchen lassen. Nein lass dir was einfallen. Intensive suchspiele mit Dummys oder die Leckerlies so verstecken das der Hund auch mal überlegen muss. In baumrinde drücken, unter einem Stein verstecken, etwas in die Erde drücken. Dazu kannst du den Hund ins Grundgehorsam schicken wie Sitz oder Platz und er guckt dir zu wie du sie versteckst. Das ist alles aufeinmal Grundgehorsam üben, Impulskontrolle und intensive Suchspiele. Sowas ist Hundegerecht und auch Hundetypsich. 

Das ist sehr förderlich für die Bindung, da es spannend ist für den Hund. 

auch kannst du insofern der Hund draußen gut im Gehorsam steht , ihn ans Fahrrad fahren gewöhnen. Lockeres Trab laufen und auf den Halter zu achten ist auch anstrengend für das Hundehirn. Damit meine ich jetzt nicht 20 km aber , so 2-3 km lockeres gesundes Trab laufen 20-30 min,  ist keinesfalls Zuviel für einen jungen Hund. 

Wenn du nicht weißt wie du es dem Hund beibringen kannst, solltest du dringend eine Hundeschule besuchen, die dir den richtigen Umgang mit dem Hund zeigt. Hat sich erstmal unerwünschtes Verhalten gefestigt, kann es Monate sogar Jahre dauern bis du das wieder weg trainiert bekommst. 

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 41

Auch, wenn Du es nicht hören möchtest, der Hund ist bei Euch hoffnungslos unterfordert.

Du schreibst selbst, er wäre "ungewöhnlich" aufgeweckt. Vermutlich stammt er aus einer Arbeitslinie. Diese Hunde wollen etwas tun. Da sind erstens die Spaziergänge viel zu kurz, und zweitens braucht der Hund geistige Beschäftigung.

Sucht Euch einen Hundeverein, wo Ihr mehrfach in der Woche mit ihm trainiert. Obedience eignet sich gut oder Dummytraining oder alles, wo er seine Nase einsetzen darf (Fährten, Mantrailing, ZOS).

Der Hund möchte mit Euch etwas machen, darum bellt er Euch auch ständig an.

Allerdings wäre es ein Fehler, ihm genau in dem Moment - während er bellt - nachzugeben und mit ihm zu arbeiten oder zu spielen. Ist der Hund jedoch sinnvoll ausgelastet, wird er Euch auch nicht mehr ständig herausfordern.

Antwort
von TheFreakz, 61

Hey, ein Labrador ist ein Jagdhund und braucht mehr als nur Spielen und Spazieren gehen. :) Meine Hündin ist zwar kein Labrador, aber habe mit ihr schon verschiedene Spiele gemacht. z.B. Habe ich Leckerli's oder Wurst in eine alte Socke getan und diese dann versteckt, Sie daweil warten lassen. Dann musste Sie die Socke suchen :) Oder einfach mal so in der ganzen Wohnung verteilen und dann suchen lassen!
Sonst: es gibt diesen Preydummy (?), einen Beutel wo man Leckerlis reintut und dann Apportiert. Meine hat das nie wirklich interessiert, aber vielleicht euren Hund?
Meine Hündin machte aber total gerne Agility! Sie sprang gerne über Sachen drüber und darunter durch und und und. Leider gab es bei uns keinen Platz, deshalb musste ein Spielplatz und Hindernisse im Garten darunter "leiden" 😅

Schaut doch was zu eurem Hund passt und lastet ihn entsprechend aus! :)

Antwort
von MuttiSagt, 24

Wieso untypisch aufgeweckt???? Labradore SIND sehr aufgeweckte Arbeitshunde, vor allem wenn Arbeitslinie mit drin ist. Wie wäre es mal mit artgerechter Auslastung zum Beispiel Dummytraining ?

Antwort
von Morlemau, 39

hy, du solltest wissen, das dein Hund eine Rasse ist, die Kopfarbeit braucht. Du kannst kleine Stücke Pansen oder Spielzeug erst leicht dann schwerer verstecken. Wenn er`s gefunden hat, immer loben. Auch beim Spielen braucht er Kopfarbeit, sonst bellt er dauernd oder wenn du Pech hast, "renoviert" er deine Wohnung um oder verpasst den Schuhen deiner  Frau/Freundin zusätzliche Luftlöcher. Er ist noch jung. Mit viel Liebe, Konsequenz und Geduld ( vielleicht besucht Ihr mal eine Hundeschule mit ihm !! ) bekommt ihr ihn zu einem tollen Hund. Er muss nur wissen, dass DU der Rudelführer bist. Ihr müsst ein Team werden und die perfekte Hilfe dafür bekommst du in einer Hundeschule. Denk mal drüber nach und ich hoffe, dass ihr einen gemeinsamen Nenner findet. Viel glück

Antwort
von Lumilka, 17

Ein Hund bekommt Verhaltensstörungen (eher gesagt es kann sein) wenn man
1. Nicht genung rausgeht (auslauf hat)
2. Nicht genug spielt z.B. Dummyarbeit
3. Keine aufmerksamkeit hat
Gehen sie mal mit ihm raus Geschirr an Leine dran und Inliner an und los fahren ihn ins Wasser lassen oder eine Runde Fahrrad fahren damit er richtig ausgelastet wird aber nicht zu arg den sonst geht es auf die Gelenke!

Antwort
von brandon, 34

Geh doch mal in einen Hundeverein oder zu einer Hundeschule dort wird man Dir bestimmt weiterhelfen.

LG

Antwort
von Gargoyle74, 63

Nun,ich denke ER erzieht EUCH gerade! Ihr müsst ihn Grenzen setzen. So geht das nicht! Schickt ihn energisch auf seinen Platz, nachdem er draussen war. Nicht in der Wohnung mit ihm spielen !-ganz wichtig. Wohnung ist Ruheort,kein Spielplatz.

Kommentar von Tastaturid ,

Wir spielen nicht mit ihm im Haus. Es geht um die Situation im Garten. Da sitzen wir auch draußen. Aber Fakt ist dass ich ein Beispiel brauche wie ich das jetzt anstelle! Ich weiß dass ich ihn erziehen muss aber ich habe die Frage gestellt wie ich das anstelle! Vielen lieben Dank

Kommentar von Gargoyle74 ,

Ok,habe verstanden,aber es ist doch auch völlig normal und legitim,das der Hund sein Haus und Garten verteidigt und anschlägt,wenn irgendwelche Leute umherlaufen.........ich würde mir eher Sorgen machen,wenn der Hund das völlig kommentarlos ignorieren würde,meinst Du nicht??

Kommentar von Viowow ,

warum soll man einen hund, der so gepusht wird, dann dafür bestrafen? artgerechte auslastung wäre besser für den hund.

Kommentar von Tastaturid ,

Er bellt ja nicht vorbei laufende Leute aus sondern uns

Kommentar von Gargoyle74 ,

Nun,dann massregelt er EUCH,da ihr ihm nicht klar Grenzen setzt und ihm zeigt,das IHR alles im Griff habt. @Viowow: Richtig lesen kann zum Denken führen und kleinste Synapsen zum Mitdenken veranlassen!!

Kommentar von Viowow ,

die TE hats nicht so mitm denken....

Kommentar von Gargoyle74 ,

???

Kommentar von Berni74 ,

Super Idee *Ironie*

Der Hund ist völlig unterfordert und soll dann auch noch mit Zwang in den Gehorsam gedrückt werden. Der arme Kerl platzt doch vor Energie! Gehorsam ist schön und gut, aber nur mit entsprechender Ausarbeitung und artgerechter Beschäftigung.

Antwort
von Viowow, 66

dein hund ist überhaupt nicht ausgelastet. rasseuntypisch aufgeweckt?! ein labrador ist ein jagthund!
habt ihr euch nicht informiert? ihr pusht den körperlich immer weiter hoch und wundert euch, warum er keine ruhe gibt?! unfassbar.

-> nasenarbeit
-> dummytraining
-> mantrailing
-> suchhundearbeit
-> rettungsschwimmen
...

stupides rumgetobe hat noch niemanden ausgelastet. weder kind noch hund.

Kommentar von Tastaturid ,

finde diese Antwort ein bisschen doof da sie auch netter formuliert werden kann. Und da sie ja so Oberschwaben sind sagen sie mir doch mal wie ich es am besten anstelle denn deine Antwort war hilfreich gleich null

Kommentar von Viowow ,

ich bin nicht hier um nett rumzusülzen, sondern um antworten geben die fakten enthalten. wenn du keine willst, frag nicht. wenn du die antwort nochmal genau liest,steht dort genau, was du mit einem jagthund(einem labbi) machen kannst, um ihn auszulasten. Wie du das jeweilige machst, lernst du in dem entsprechenden kurs bei einem kompetenten trainer. meine antwort enthält lediglich ideen. wie es genau geht, kannst du googlen.

Kommentar von MuttiSagt ,

Kann nicht verstehen, wie hier jemand ein Daumen runter gibt! Dieser Beitrag erfasst das Problem!

Kommentar von Viowow ,

danke, MuttiSagt😊

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