Frage von Edmundbauer, 187

Sind die Wunder von Fatima irgendwie erklärbar?

Es heißt ja das 1917 in Fatima (Portugal) drei Hirtenkindern die ,,Mutter gottes'' erschein und diesen u. A. die Prophezeiungen gab, dass der erste Weltkrieg enden wird und der zweite beginnen und das Russland mächtig werden wird und viele Länder (den Ostblock) versklaven wird. Auch das Attentat auf den Papst wird vorausgesagt. Und das Sonnenwunder von Fatima , das sich 1980 ereignete . Gibt es irgendwelche Erklärungen für diese furchtbaren Ereignisse oder ist das der Beweis für die Warheit des christen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 103

Prophezeihungen sind immer so formuliert dass sie früher oder später eintreffen müssen. Sie sind allgemein und sehr schwammig beschrieben, mit reichlich Platz für eigene Interpretationen, sodass es leicht ist, bei irgendeiner Situation sagen zu können:

"Das wars! Darauf wollte uns die Prophezeihung hinweisen!"

Das gleiche Prinzip gilt für Horoskope. Die sind ebenfalls so allgemein gehalten, dass sie auf jeden zutreffen.

Kommentar von alexander329 ,

Tschuldigung für DH - ich wollte eigentlich kommentieren.

Die Prophezeihungen von Fatima sind eben nicht so allgemein gehalten wie Horoskope. Oder was kann man in die Aussage hineininterpretieren 

"Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen " ?

Kommentar von Zicke52 ,

Alexander329, da diese "Vorhersagen" 1941 niedergeschrieben wurden, also lange nachdem die "Prophezeiungen" eingetreten waren, braucht man gar nichts hineininterpretieren - es waren einfach "Nachhersagen".

Genauso beeindruckend, als wenn ich heute schreiben würde, ein Engel hätte mir 1970 angekündigt, dass 2001 zwei Flugzeuge das World Trade Center zerstören würden.

Kommentar von Andrastor ,

danke Zicke für diese tolle Antwort.

Kommentar von Zicke52 ,

Danke, Andrastor!

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Kommentar von alexander329 ,

Gut jetzt mit dem Geschmalze - ist ja wiederlich.Und von wegen tolle Antwort.

Kommentar von Andrastor ,

nur weil sie dir nicht passt, ist die Antwort nicht von schlechter Qualität.

Und ich pflege mich stets dafür zu bedanken wenn meine Antworten ausgezeichnet werden, also hat das nichts mit Geschmalze zu tun.

Kommentar von alexander329 ,

Liebe Zicke52 - wo hast du denn diese Information her?Oder hast du dir das Datum selbst ausgedacht. Die erste Niederschrift war am Weihnachtsfest 1935 fertig. Abgesehen davon ist es logisch, daß Kinder nicht mit Notizblock zum Erscheinungsort laufen. 

Kommentar von Zicke52 ,

alexander329, warum so giftig? 

Erst mal habe ich Wikipedia konsultiert,  da es da eine übersichtliche Zusammenfassung gibt. Aber ich habe die dort angegebenen Daten anhand einiger anderer Quellen geprüft  (u.a. kath.net, fatima.ch, vatican.va, josef-hanauer.de 'das dritte Geheimnis von fatima'). Aus all diesen Quellen geht hervor,dass die erste Niederschrift 1941 fertiggestellt und 1942 veröffentlicht wurde. Hanauer erwähnt zwar, dass Lucia auf Drängen ihres Bischof 1935 zu schreiben angefangen habe, aber in diesem ersten Entwurf war von keinem Geheimnis die Rede.

Der FS hat die gleiche Frage am 30.1. nochmals gestellt, dort findest du unter "hilfreichste Antwort" einen Link, der meine Daten bestätigt.  

Antwort
von dompfeifer, 67

Was sollte an überlieferten Kinderfantasien nicht "erklärbar" sein? Und warum sollten "religiöse Hotspots" nicht erklärbar sein?

Antwort
von RudolfFischer, 32

Wenn alle Berichte stimmen, die ich darüber gelesen habe, muss schon etwas Außergewöhnliches geschehen sein. Vor allem die physikalischen Begleiterscheinunge geben zu denken:

- Die Äste des Baumes senken sich, wenn die Mutter Gottes über ihm schwebend erscheint, und heben sich wieder, wenn sie geht.

- Es gibt zu Beginn und am Ende der Erscheinung einen Knall.

- Das Sonnenphänomen soll auch in mehreren Kilometern Umkreis zu sehen gewesen sein, auch von Leuten, die die Erscheinungen gar nicht verfolgt hatten oder ihnen skeptisch gegenüberstanden.

Danach würden Massenhysterie und Betrug ausfallen.

Der religiösen Bedeutung stehe ich aber auch sehr skeptisch gegenüber. Soweit es sich nicht um reine Drohbotschaft handelt, sind die "Lehren" der Erscheinung banal. Da scheint mir eher das Denken der Hirtenkinder seinen Ausdruck gefunden zu haben. Ich glaube auch generell nicht, dass Gott (oder Maria) Menschen mit Taschenspielertricks gläubig machen will. 

Wenn man also die oben beschriebenen Phänome als wirklich geschehen hinnimmt, bleiben nur mehr oder minder phantastische Erklärungstheorien: Die noch naheliegendste ist, dass die Kinder medial begabt waren und unbewusst diese Phänomene hervorriefen. Der Knall ist auch bei einigen Erscheinungen, die mit "Zweites Gesicht" bezeichnet werden, anderswo dokumentiert und wird so gedeutet, dass das vorübergehend gestörte Raum-Zeit-Gefüge in seine normale Position zurückschnellt (analog dem Donner beim Gewitter). Von dieser Störung könnte auch herrühren, dass die Äste sich beugen und dass die Sonne in einem gewissen Raum instabile Positionen zu haben scheint.   

Wir haben keine Ahnung, was unsere Gehirne alles bewirken können, zumal die von einigen speziell Begabten.

Die Botschaft von Fatima, sich um ein Leben mit Gott zu bemühen, gilt unabhängig von der objektiven Wahrheit der geschilderten Geschehnisse, und mehr braucht man auch eigentlich nicht.  

Antwort
von realsausi2, 58

Massenhysterie, Persönlichkeitsstörung, Betrug, Zufall. Damit sind wohl so ziemlich alle Ereignisse hinlänglich beschrieben.

Antwort
von ES1956, 98

Hinterher findet sich immer einer der vorher schon alles gewusst hat.

Antwort
von aribaole, 88

Es heißt nicht nur, sondern ist durch Augenzeugen Bestätigt. Die letzte (ich glaube Jacinta hieß sie) starb erst vor ein paar Jahren.

Kommentar von aribaole ,

Sie wurde bereits Seelig gesprochen, und wird auch bald Heilig gesprochen.

Antwort
von Viktor1, 84

Hallo,
Mutter-Gottes-Erscheinungen gibt es zu hauf. In der Folge gibt es auch "Wunder" zu hauf. Den meisten Erscheinungen und "Wundern" steht die kath. Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber.

oder ist das der Beweis für die Wahrheit des christen? 

Wie dem auch sei, ob Wunder gedacht oder auch sonst nicht erklärt werden können oder wenn sie tatsachlich "Wunder wären, oder wenn "Voraussagen" tatsächlich als solche eingetroffen wären, sie sind auf keinen Fall - niemals -
ein Beleg für die "Wahrheit" des Christentums:
Die "Wahrheit" des Christentums ist in in der Botschaft Jesu (nicht Bibel) enthalten. Sie ist nachvollziehbar und bringt deshalb Erkenntnis.
Jesus hat zwar auch "Wunder" (Zeichen) bewirkt, um seine Zuhörer von seiner Sendung durch Gott zu überzeugen damit sie seine "Wahrheit" erst mal aufnehmen. Doch richtige (mündige !) Christen brauchen dies nicht weil die "Wahrheit" der Botschaft für sich spricht, die anspricht, welche guten Willens sind.
Gruß Viktor

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