katinkajutta am 17.09.2009 um 13:28 Uhr
Habe vor 15 Jahren einen Silberring gekauft mit einem Stempel von 935 und zwei geschwungenen Buchstaben JK. Früher war er leicht vergoldet.
Meine Frage: Gab es damals schon Silber 935 (habe mich nicht verlesen, ist klar und deutlich punziert). Und was könnte es für ein Stein sein?
Vielen Dank!
Bild/er:
In Silber würde man einen echten Rubin dieser Größe nicht verarbeiten. Das kann auch ein synthetischer Rubin oder ein synthetischer rubinfarbener Spinell sein. Diese sysnthetischen Spinelle gab es in größerer Stückzahl am Markt und sie wurden gern in Silberrringen oder in 8 Karat Goldringen gefasst.
Mit freundlichem Gruß, Heinrich Butschal

Ich glaube nicht, dass ein Rubin von solcher Qualität (es gibt auch pinkfarbene) "nur" in Silber verarbeitet würde. Was hat er denn gekostet? Nicht böse sein, aber es kann auch Glas sein, wobei der Facettschliff dem Stein schon einen gewissen Wert verleiht. Heutzutage ist Glas oft teurer als mancher Halbedelstein, insbesondere, wenn es sich um Kristallglas handelt. Da wird bei Schmucksteinen kein Blei (wie ursprünglich bei Bleikristall)sondern Silber beigemischt, was ein beeindruckendes Funkeln verursacht.
Ja, das gab es damals schon. Und ich würde auf einen Rubin tippen.
Ja, der Ring ist auf jeden Fall aus echtem Silber. Dieses hat div. Stempel, 800, 825, 835 (heute weniger), 900, 925 für Sterlingsilber sowie 935. Der Stein dürfte ein synthetischer Rubin sein, allerdings denke ich, daß in einem Silberring und vielleicht auch hier ein einfacher aber schön geschliffener Farbstein ausgefaßt wurde.
Die Firma JK ist www.jk-kaiser.com/.
Das traditionelle "Sterlingsilber" 925/- wurde "verbessert" und auf 935/- , also um 10/100 Feinsilber erhöht, um den Feingehalt von Sterlingsilber sicherzustellen; obwohl es höher legiert ist, nennt man es auch "Sterlingsilber".
"Wieso kann das kein Juwelier?" Weil nicht jeder Juwelier eine Ausbildung zum Goldschmied und Gemmologen hat. Weil nicht jeder, der vom Juwelier angestellt ist, eine Ausbildung zum Goldschmied und Gemmologen hat. Weil es viele, viele Informationen gibt, auch in den sogenannten Fachgeschäften, die nicht überprüft werden; also man meint, es sei richtig und gibt es so weiter, überprüft aber nicht, was man meint zu wissen. Kein Juwelier und auch kein Goldschmied kann nach Augenschein "wissen, was das für ein Stein ist" - das ist eine ehrliche Antwort! Nicht jeder ist so ehrlich! Es gibt viele, die sich toll finden, Auskünfte zu geben, die ungeprüft sind, und es gibt viele, die sich überschätzen! Die Auskunft, daß nur ein Gemmologe den Stein sicher bestimmen kann, ist korrekt, denn zur Steinbestimmung braucht man ein Gerät, das die Spektralfarben des Lichts im Stein erkennen und widergeben kann! Dazu muß der Stein ausgefasst sein.
Wenn Du das willst, frage dort: Deutsche Gemmologische Gesellschaft eV (DGemG)
Oder wende Dich an Johann Kaiser.
Wenn Du das nicht willst, wirst Du in Spekuationen bleiben.
Was hälst du davon und gehst zu einem Juwelier? Der kann dir das 100%ig beantworten.
katinkajutta am 17. September 2009 13:40 eben nicht, kann nicht sehen und prüfen, was es für ein Stein ist. Höchstens ein Gemologe
Wieso kann das kein Juwelier?

Es gab ja Silber 935 damals und der tein kann Rubin sein, doch etwas zu hell als Rubin. Lieber Rosenquarz.
katinkajutta am 17. September 2009 13:37 er ist in Wahrheit etwas dünkler. Der Fotoapparat hellt auf.
katinkajutta am 17. September 2009 13:38 nein, kein Rosenquarz
dies ist die beste und ausführlichste Antwort, auf diese habe ich gewartet. Vielen Dank für Deine Hilfe