UlfDunkel am 02.06.2007 um 13:57 Uhr
Wir haben einen großen Kompost von ca. 10 qm Fläche und 1,2 m Höhe. Von dem nehme ich alle 2-3 Jahre die oberste Schicht zur Seite, hebe die unterste Schicht aus und siebe sie durch ein großes Kompostsieb, bevor ich den Kompost auf den Beeten verteile. Da ich bisher keinen Grünzeugschredder habe, bleibt mir nichts anderes übrig, wenn ich keine längeren Stöcke und Stöckchen in der Komposterde auf dem Beet haben will. Ich scheue die Ausgabe für den Schredder.
Ist es tatsächlich praktischer, Zweige doch schon vorher zu schreddern und dann einfach so zu kompostieren? Ist die vorgeschredderte Komposterde tatsächlich ohne weiteres Sieben so verwertbar?
Wir sieben auch immer durch. So ist auf jeden Fall sicher, dass auch nur "durchkompostierte" Erde in den Garten kommt. Der Rest kommt wieder oben auf den Kompost, damit es weiter arbeiten kann.
Mein Komposter ist zwar viel kleiner, aber ich mache es genau so. Einmal im Jahr wird er geleert und zwar durchs Sieb aus Streckmetall vom Reservekomposter. Da mein Garten nur ein kleiner Nutzgarten ist, habe ich so gut wie keine Äste u.ä.. Und alle anderen Grünabfälle aus dem Garten und der Küche vorrotten in dem Thermokomposter auch ohne schreddern.

Ich habe einen Schredder, aber ich habe auch einen schönen Kamin im Wohnzimmer, mit dem wir heizen. D.h., Zweige etc. landen bei uns im Kamin und entsprechend wenig wird der Schredder benutzt.
Davon abgesehen haben wir im Garten noch einen extra Sammelplatz für Laub, Grasschnitt etc, weil das zu große Mengen sind, die da anfallen. Das karren wir dann einmal im Jahr zu einer städtischen Kompostanlage.
Wir haben zwei selbstgebaute Komposteinfriedungen, in einer "reift" immer der Kompost, die andere wird aktuell befüllt.
Den fertigen Kompost schaufeln wir einfach auf ein Sieb daneben, der verwertbare Teil fällt in einen Behälter darunter, grobere Teile werden so aussortiert.
P.S. Vielleicht könntest Du mir noch auf meine Frage zu der Mondlandung von gestern antworten bzgl. der angeblich per Teleskop sichtbaren Teile auf dem Mond - wäre mir nämlich neu, danke.
UlfDunkel am 2. Juni 2007 19:27 @Mondlandung: Ich habe leider keine Website dazu -- hat mir mal einer erzählt. Sorry, kann sein, dass ich da nur was nachgeplappert habe.
Mikatto am 3. Juni 2007 19:54 Gut, denn das wär nämlich ein Riesending...
Selbst das Hubble hat nicht genug Auflösung und ein Zusammenschluß vieler großer Erdteleskope, die das zeigen könnte, wurde bisher nicht realisiert - fragt sich nur warum, ein Schelm, wer böses dabei denkt....

Ich habe drei grosse Kompostkisten (je etwa 2.5 qm bei 1.60 Höhe).
Aus einer wird "fertiger" Kompost entnommen.
Wenn die leer ist, wird der Inhalt aus Kiste zwei dahin umgesetzt und der Inhalt der "aktuellen" Kiste kommt in Kiste zwei.
Ich habe weder einen Schredder, noch wird bei mir der Kompost gesiebt und ernsthafte Problem sind daraus noch nicht entstanden.
UlfDunkel am 2. Juni 2007 19:29 Könntest Du nicht einfach die Kisten umwidmen, wenn Kiste eins leer ist? ;-)
demosthenes am 3. Juni 2007 14:02 @UlfDunkel:
Sicher könnte ich das, aber durch das Umsetzen mit einer Grabforke werden die "unverdauten Reste" sehr schön zerkleinert und gemixt - hat sich so gut bewährt.
12 m³ Kompost ohne Schredder. Stattliche Leistung. Im Beet muss das Zeug fein sein, also sieben. ( mach ich auch ) unter Obstbäume, Sträucher etc. kann auch halbfertiger, ungesiebter Kompost. Wenn ein Jahr später noch Äste rumliegen, werden die zusammengerecht und wandern auf den nächsten Haufen. Ich rate allerings, aus einem großen Haufen 3 Kleine zu machen. 1 Jahr sammeln, danach umschichten und im 3. Jahr wie oben weitermachen. Ungeschredderte Äste und ähnliche Grobheiten liegen bei mir auf eineme großen Haufen im letzten Winkel des Grundstücks, freuen Igel, Schlangen, Kröten und sonstiges Geziefer und werden nur im Dekandenrhythmus abgefasst.
Also so nen Billigbaumarktschredder kannst Dir echt sparen. Die machen einen Höllenlärm und dauernd verklemmt sich das Zeug. Hab mir vor Jahren einen großen Schreder zugelegt mit Benzinmotor, da wir ein großes Grundstück mit viel Bäumen und Buschwerk haben. Starke Äste werden zersägt und zu Brennholz verwendet. Die kleinen Äste landen dann im Schredder. Dann wird der Komost Schicht für Schicht aufgebaut und ich hau ordentlich Kompostbescheuniger rein. Die Wiese wird 3 mal pro Jahr mit dem Balkenmäher gemäht - das Zeug landet beim Nachbarn (Bauer). Dann gehts noch mal mit dem Rasenmäher drüber und mit dem Grasschnitt und kleinen Ästen setz ich einem komposthaufen an - da kommt Kompostbeschleuniger drauf und in 4-6 Wochen ist da nicht mehr viel übrig. Im Herbst werden die Komposthaufen gesiebt und die Erde im Garten verteilt. Das grobe Zeug landet nochmals im Komposthaufen.