Frage von Rockylinchen, 250

Sie will ein halbblindes Pferd sich holen was soll ich tun?

Halli hallo leute, meine Freundin hat wieder eine Schnapsidee und ich weiß nicht ob ich sie davon abhalten soll oder nicht.

Sie wünscht sich schon lange ein Pferd, hat aber leider keine tausende euros für ein ordentliches.

Somit hat sie gegooglet und ist auf einen kaltblutwallach gestoßen, der auf einem Auge blind ist und aus anbindehaltung gerettet wurde .Er wird verschenkt.

Der gute ist 8 Jahre, und reißt sich laut vorbesitzerin beim longieren los. Beim reiten ist er angeblich brav.Schreckhaft ist er auch.

Nun möchte meine Freundin ihn unbedingt haben, und freut sich schon riesig, wenn er dieses Wochenende gebracht wird.

Ich finde das aber keine gute Idee, da sie nicht sehr viel Erfahrung hat und der stall auch unseriös auf mich wirkt. (Die Leute haben alle Pferde verkauft aufgrund von Schwangerschaft und wollen sich aufeinmal wieder neue holen).Derzeit ist noch eine einstellerin drin.

Sie sollte meiner Meinung nach lieber auf einen ordentlichen Reiterhof Unterricht nehmen, und sich ein ordentliches Pferd zusammensparen.

Ich brauche dringend eure Hilfe, da ich nicht weiß ob ich unrecht hab. Ich will ihr auch nicht schaden.

was sagt ihr dazu? Findet ihr die Idee schlecht?soll ich sie überreden es nicht zu tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Owntown, 121

Also an sich ist es ja lobenswert was deine Freundin da vor hat

Aber wenn man noch keine oder nur wenig Erfahrung mit Pferden hat sollte man sowas lieber erstmal lassen und sich das nötige Wissen aneignen. Den so ist keinem geholfen deiner Freundin nicht weil sie möglicherweise schnell enttäuscht werden könnte und dem Pferd tut es auch nichts gutes wenn eine "Anfängerin" versucht mit ihm klar zukommen.

Zudem kommen die Kosten wie Boxmiete, Führanlage, Futter etc dazu noch die ganze Ausrüstung (Sattel, Tränse, Decken, Schabracken,Geschirr, etc). Ein normales Hauspferd kann ca 25-30 Jahre alt werden. Damit will ich sagen sich ein Pferd anzuschaffen ist nicht das selbe als wenn man sich Pfeil und Bogen kauft den kann man einfach in die Ecke stellen, ein Pferd nicht.

Wenn man in den Urlaub will muss man jemanden finden der sich in der Zeit um das Pferd kümmert und sonst 3-4 mal pro Woche sollte man sich mindestens um das Pferd kümmern. Sprich Longieren, Reiten, laufenlassen.

Pferdesport ist kein Zuckerschlecken und Finanziell ist es auch eine Belastung auf viele Jahre.

Wenn das Pferd verschenkt wird dann hat das einen Grund..... und das ist nicht das es auf einem Auge blind ist. Da muss noch mehr sein. Wenn der Tierschutz es gerettet hat dann wurde es nicht artgerecht gehalten sprich warscheinlich hat es Psychisch einige verhaltensweisen die es nicht gerade umgänglicher macht (gerade mit anderen Pferden). Diese Tiere sind so schon Fluchttiere aber wenn die dann noch einen Knacks haben ist das echt nichts für Anfänger.

Ich hoffe ich konnte dir Helfen.

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 109

Hallo, 

wie alt ist denn deine Freundin? Ist der Wallach vom Tierschutz? Ich denke nicht. Deine Freundin würde unter diesen Umständen eigentlich keines bekommen. Da will vielleicht jemand einfach nur sein krankes Pferd schnell loswerden. 

Du kannst nochmal versuchen mit ihr in Ruhe zu reden. Wenn sie aber nicht hört, dann lass sie machen. Vielleicht gehts ja gut. Vielleicht nicht. Manche Menschen müssen halt ihre Erfahrung machen, um es zu glauben. Schlimm nur, wenn dann das Tier leidet. 

Ich wünsche dem Pferd alles Gute! 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Rockylinchen ,

meine Freundin ist 17, und das Pferd vom Tierschutz.

Kommentar von VanyVeggie ,

Dann kann sie gar kein Pferd kaufen, sondern nur ihre Eltern. Es heißt zwar ab 16 Jahre kann man ein Tier erwerben, aber nicht sowas wie ein Pferd. 

Kein verantwortungsvolles Tierschutzverein "verschenkt" ein blindes traumatisiertes Pferd an eine Minderjährige. Verschenkt werden Pferde nur, wenn sie schwer krank sind und der künftige Halter die gesamten Tierarztkosten übernimmt. Ansonsten wird ne Schutzgebühr gegen Schutzvertrag verlangt. 

Also da stimmt so einiges nicht. 

Kommentar von Urlewas ,

Vielleicht ist die ganze Frage hier nur ein Troll....

Kommentar von VanyVeggie ,

Hoffentlich hast du Recht. 

Antwort
von sukueh, 32

Eine richtige "Tierschutzorganisation" ist das bestimmt nicht, die würden nämlich kein Pferd / Tier an eine Minderjährige abgeben. Älter Aussehen hin oder her, die würden sich normalerweise besser erkundigen, wer das Tier bekommt.

Normalerweise guckt sich ein guter Tierschutz auch an, wo das Pferd zukünftig untergebracht werden soll. Andererseits ist es ja auch erstaunlich, dass jemand ein Pferd zu verschenken hat und das dann freundlicherweise auch gleich liefert....

Bist du sicher, dass deine Freundin dir nicht einen Bären aufbindet ?

Wie hat sie sich den überhaupt um den künftigen Stallplatz für das Pferd gekümmert ? Ich glaub ja auch nicht, dass ein seriöser Stallbetreiber mit einer Minderjährigen einen Einstellvertrag macht.

Es ist auf jeden Fall eine ziemlich miese Idee deiner Freundin. Wenn man eh schon kein Geld hat, dass man auf ein geschenktes Pferd "angewiesen" ist, von dem man dann auch noch weiß, dass es krank ist und durch die leider schlechte Haltung eigentlich auch kein "ordentliches Reitpferd" ist, ist der finanzielle Schiffbruch und die daraus resultierende Konsequenz, dass sie das Pferd nicht halten wird können, bereits vorprogrammiert...

Es geht gar nicht darum, ob man solche Pferde retten sollte oder nicht - natürlich sollte man - aber man sollte schon selbstkritisch hinterfragen, ob man mit so einem Tier selber auch klar kommt. Wenn man es - in der Regel - nicht kann, dann braucht man Hilfe und die ist in der Regel nicht umsonst.

Da nutzt der geschenkte Gaul und der günstige Einstellplatz nichts, wenn das Pferd dann ins Training gegeben werden muss, weil er sonst zu einer Gefahr für sich und seine Umwelt wird.

Bei einem kranken Tier und bei der vorherigen Art der Haltung kann man eh davon ausgehen, dass man sich sehr gut mit dem Tierarzt stellen sollte, weil so ein Pferd in der Regel mit Sicherheit aufgrund der Vergangenheit nicht gerade vor Gesundheit strotzen dürfte....

Aber gut, manche Leute sind mit 17 einfach doch noch nicht so erwachsen, wie sie glauben, denn sonst wären ihr diese Tatsachen einfach bewusst...

Traurig ist in der Regel immer nur, dass hier wieder mal ein Tier leiden muss, weil sich ein Kind unbedingt ein Pferd einbildet... Egal um welchen Preis.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 46

du hast recht.

und zwar hundertprozentig.

je nach grund der blindheit auf dem einen augen kann aus dem pferd auch schnell ein ganz blindes pferd werden. und wenn es einen gendefekt hat, kann es dann auch seinen geruchssinn verlieren.

ein blindes pferd ohne geruchssinn findet nicht mal mehr sein futter oder wasser allein und sollte getötet werden, weil die lebensqualität an null ist.

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das pferd scheint nicht sicher händelbar.

vermutlich ist es schwerst traumatisiert. und das WIRD (nicht kann, sondern wird) früher oder später lebensgefährlich.

ein solches pferd sollte sich ein professioneller pferdetrainer ansehen und mal drei wochen ins training nehmen, um herauszufinden, in wie weit man mit ihm umgehen und es arbeiten kann. dazu gehört auch "konfrontationstherapie", eben unangenehme situationen wie hufbearbeitung, einengen, arbeiten am und im maul, halt stressen, um zu sehen, wie das tier reagiert.

und selbst dann ist es nie sicher mit einem solchen pferd.

wenn ein solches pferd einen menschen schwer verletzt oder gar tötet, wird das veterinäramt seine tötung anordnen, was man einem solchen pferd in jedem fall ersparen sollte.

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ich finde, ein solches pferd sollte nicht mehr an privatleute vermittelt werden, sondern auf einen gnadenhof gehen, wo es einfach nur noch entsprechend seinen bedürfnissen versorgt wird und lebensqualität hat.

daher ist die intenition deiner freundin einfach purer egoismus.

Antwort
von Schleimschwein, 19

Hat deine Freundin eigentlich überhaupt Ahnung von Pferden? Würde mich nicht wundern wenn nicht, denn das ist wahrscheinlich viel mehr als eine Schnapsidee!

Wenn deine Freundin sich kein Pferd kaufen kann, wie will sie dann die Stallkosten bezahlen? Was ist mit Sattel, Zaumzeug, vielleicht auch Hufeisen und Futter?

Was ist wenn das Pferd krank wird? Impfungen, Wurmkuren, Hufschmied, Zahnarzt ... Wer soll das bezahlen? Da kommen locker viel mehr als tausend Euro auf.

Und abgesehen von dem Geld: Was ist wenn sie mit dem Pferd irgendwelche Probleme hat? Wenn es buckelt, beißt, ausschlägt oder sich irgendwann nicht mehr führen lässt? Wird dann das Pferd wieder verkauft?

Ich kenne dich und deine Freundin nicht, aber sage ihr umbedingt das die Idee völliger Blödsinn ist!

PS: Vielleicht habe ich zu schnell geurteilt, denn wenn sie genügend Geld und jemanden der sie anleitet hat der ihr bei möglichen Problemen mit dem Pferd helfen kann und sich sonst auch gut auskennt, dann könnte das klappen. Sonst nicht.

Schlage ihr lieber eine Pflegebeteiligung oder Reitbeteiligung auf einem Pferd vor.

Antwort
von DG2ACD, 103

Ohje, ich habe einen Kunmpel, wollte auch  nicht viel Geld ausgeben, zahlt jetzt richtig drauf, weil sein "Gaul" sehr krankheitsanfällig ist.

Und, wenn Deine Freundin ohnhin nicht so viel Geld hat, dann sollte sie sich mal gut überlegen, ob sie die Folgekosten nicht lieber sparen möchte, denn so ein Pferd ist für viele Jahre verpflichtend.

Das sind verschenkte Jahre, die sie, wenn sie sich etwas geduldet, mit einem gesunden Pferd in einem seriösen Stall sehr viel sinnvoller nutzen könnte.

Der bisherige Besitzer verschenkt das Pferd und bringt es auch noch! Das allein würde mich sehr nachdenklich machen.

Antwort
von BlackRose10897, 93

Wenn sie keine Erfahrung mit Pferden hat, rate ich persönlich von diesem Pferd ab. Wenn ein Pferd eingeschränkt ist und von einer schlechten Haltung kommt, hat man es als Anfänger schwer, mit so einem Pferd klar zu kommen. Kann sie sich den Unterhalt für das Pferd auch leisten? D.h. Stallmiete, Versicherung, Futter, Einstreu, Ausstattung, Hufschmied, Tierarzt etc? Wenn sie noch minderjährig ist, was sagen denn dann ihre Eltern dazu?

Kommentar von Rockylinchen ,

also die stallmiete beträgt 180€ , und ihre Eltern wissen von dem Spaß garnichts..

Kommentar von Rockylinchen ,

und leisten ist so eine Sache, sie hat nicht viel im Monat.

Kommentar von BlackRose10897 ,

Wie kann man denn nur so naiv sein? Alleine wie sie vorgehen möchte, zeigt schon, dass sie gar nicht fähig ist, ein Pferd zu halten. So verantwortungslos wie sie ist, kann das nur schief gehen. Armes Pferd.

Außerdem ist sie noch nicht volljährig und somit nur eingeschränkt geschäftsfähig, d.h. wenn ein Vertrag zustande kommt, können ihre Eltern diesen anfechten. Ein seriöser Händler wird ihr das Pferd so nicht übergeben. Denn auch wenn das Pferd verschenkt wird, sollte unbedingt ein Vertrag gemacht werden. Und ihre eingeschränkte Geschäftsfähigkeit wird ihr auch bei der Miete des Stellplatzes im Weg stehen. D.h. im schlimmsten Fall steht sie dann mit Pferd und ohne Stall da, wenn ihre Eltern nichts wissen und so auch den Mietvertrag nicht mit unterschreiben.

Du solltest sie irgendwie davon abhalten und, wenn sie gar nicht mit sich reden lässt, ihre Eltern informieren. Ihr zu Liebe und dem Pferd zu Liebe. Sie stürzt sich und das Tier nur ins Unglück.

Antwort
von mzlemmerich, 26

Im Schulbetrieb von meinem Reithof läuft auch ein Pferd, dass auf dem rechten Auge blind ist. Es läuft super und ganz normal mit. Das einzige was reiterlich etwas schwieriger ist, dass man rechts etwas verstärkt begrenzen muss, weil sonst zu sehr an die Bande kommt.
Ich denke also nicht, dass es ein Fehler wäre das Pferd zu kaufen, ich würde allerdings nur nach einem neuen Stall Ausschau halten, wenn dir dieser unseriös vorkommt. In einem anständigen Stall wird deine Freundin auch wahrscheinlich Hilfe von anderen Reitern bekommen für das Pferd.

Antwort
von Nikita1839, 51

Sie soll es gleich lassen. Nicht des blinden Auges wegen aber paar Tausend Euro setzt ein gratis Pferd auch voraus. Jeden Monat 500€ zirka + Ausrüstung und Tierarzt etc und das kostet Zeit und Geld.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 48

Na ja - dem Pferd  würde es ja bei ihr nicht schlechter gehen als vorher.

Aber dass eine Jugendliche ohne das Wissen der Eltern ein Pferd anschafft ist total daneben. Das geht auch gar nicht, erst recht nicht über den Tierschutz. Die schauen nämlich, wo die Tiere hin kommen. 

Mit scheint, die ganze Geschichte  hier entstammt der reinen Phantasie.

Kommentar von Rockylinchen ,

Sie sieht älter aus,und es sind Privatleute die im Tierschutz tätig sind.

Kommentar von Urlewas ,

Träum weiter.

Kommentar von Rockylinchen ,

es gibt halt Leute, die keinen Ausweis verlangen. Meine stiefschwester hat sich auch ein Pferd geholt und hat den Kaufvertrag ALLEINE unterschrieben..

Antwort
von Csawopez, 39

Ist sie das Pferd denn irgendwie schon mal Probegeritten oder so? Das sollte sie nämlich auf jeden Fall machen, bevor sie sich da einfach so ein Pferd anschafft.
Pferde die von irgendwo gerettet werden haben meistens sowieso einen Knacks und sind keinesfalls einfach. Ich selbst reite ein Pferd das aus Polen kommt und da über Jahre hinweg geschlagen wurde, ich weiß also wovon ich rede. Und einen Kaltblüter zu haben, der sich von der Longe losreißt ist auch kein Spaß. Die wiegen nämlich nochmal dezent mehr als beispielsweise ein Hannoveraner und selbst die kann man nicht festhalten wenn sie wirklich weg wollen.
Das Alter ist finde ich auch ein wenig schwierig, ich kenne viele Pferde die mit 8 halt echt noch ziemlich rumgezickt haben.
Andere Aspekte wie Urlaubsbetreuung sind ja bereits angesprochen worden.
Ich würde dir empfehlen, deine Freundin vielleicht davon zu überzeugen, darüber noch ein paar Nächte zu schlafen, sich noch mal ihre Finanzielle Lage durch den Kopf gehen zu lassen und vielleicht auch erst einmal selbst etwas mehr Erfahrung zu sammeln.
LG

Kommentar von Rockylinchen ,

nein,weil es zu weit weg steht holt sie sozusagen die Katze im Sack.

Kommentar von Csawopez ,

Wenn es zu weit Weg steht, um probegeritten zu werden, warum zum Teufel lässt sie es dann nicht gleich bleiben?! Das Pferd muss die gesamte Strecke im Hänger ja auch zurücklegen und das ist selbst für gut trainierte und zuverlässige Sportpferde teilweise ein Riesenproblem.

Antwort
von Michel2015, 32

Aus reinem Egoismus bin ich auf der Seite Deiner Freundin, denn nur solche Individualsiten geben solchen Pferden eine Chance. Ich hätte noch mehr davon (Pferde).

Habe vorhin mit dem Tierschutzbund telefoniert, es ging um verschiedene Themen, illegalte Tötung usw., u.a. auch um: "Wohin mit den Zossen". Ja, also genau da hin, zu solchen Leuten!

Wenn das die Berufung der Freundin ist, dann ist das doch Oke. Wenn die Freundin später vlt. enttäuscht ist, weil man nicht auf ein Turnier kann oder das Pferd taugt nix für die "Hohe Schule", na dann halte sie davon ab. Aber auch das weiß keiner, vlt. entpuppt sich ein Prachtstück.

Ich kann das nicht einschätzen und sonst auch kein Fremder. Wenn sie das genau so wie es ist glücklich macht, sollte man unterstützend handeln. Das wird sie jetzt benötigen, angefangen bei den Haltungsfragen.

Kommentar von sukueh ,

Ich bin ja ansonsten oft deiner Meinung, grundsätzlich spricht meiner Meinung nach auch nichts dagegen, wenn sich die "richtigen" Leute um solche Pferde kümmern.

In dem Fall haben wir aber eine Minderjährige, die sich ohne Wissen der Eltern (die dann vermutlich finanziell einspringen müssen, wenn es bei dem Mädel geldmäßig nicht mehr hinhaut) dieses Pferd scheinbar alleine deshalb kaufen möchte, weil es gerade in ihr knappes Budget passt.

Wir haben bei uns im Stall aktuell auch so ein Pferd steht: Besitzerin hat es aus lauter Mitleid für einen Euro gekauft, weil der Vorbesitzer gedroht hat, es ansonsten zum Schlachter zu bringen. Ist zwar einerseits sehr "ehrenvoll", das Problem ist aber, dass das Pferd beim Vorbesitzer schon unhandelbar war und die aktuelle Besitzerin jetzt nicht unbedingt DER Pferdemensch ist. Jetzt nach über einem Jahr der Selbstversuche hat sie sich endlich Hilfe geholt. D.h., das Pferd steht jetzt mal für ein paar Monate für 600 Euro/Monat in einem Trainingsstall, damit es sich wieder führen, anbinden etc. lässt (von Reiten reden wird jetzt mal gar nicht...).

Ich bin durchaus dafür, dass auch "schwere Fälle" nicht aufgegeben werden sollten, aber das soll nicht Lieschen Müller ohne Ahnung und ohne Geld machen, sondern jemand, der auch Ahnung hat, wie er mit so einem Tier richtig umgehen muss, damit weder er noch seine Umwelt noch das Tier zu Schaden kommen.

Ansonsten werden solche Pferde noch größere Problemfälle und der Weg endet dann durchaus doch beim Schlachter. Jemand, der schon beim Kaufpreis sparen muss, dass er sich aus großer Entfernung ein Pferd bringen lässt, Hauptsache es ist günstig, wird sicherlich Schwierigkeiten haben, sich bei den zu erwartenden Schwierigkeiten fachliche Hilfe zu holen (weil er die in der Regel bezahlen muss).

Wenn ich mir ein "schwieriges", weil Krankes oder nicht ordentlich handelbares Pferd kaufe, sollte ich VORHER nicht nur das Einverständnis meiner Eltern haben, wenn ich noch minderjährig bin, sondern auch das Kleingeld, um mir bei auftretenden Problemen Hilfe holen zu können. Und ich persönlich würde gerne wissen, ob zwischen mir und dem Pferd die Chemie soweit stimmt, dass sich diese "Mühen" auch lohnen (und der finanzielle Aufwand).

Sonst hat man bald wieder Fragen hier wie "mein blödes Pferd macht was es will, was soll ich tun.....".

Kommentar von Michel2015 ,

Jetzt wo Du mich über die Hintergründe aufgeklärst hast, ziehe ich meine Antwort zurück. Danke

Antwort
von JolieBijou, 24

Naja ich sags mal so...ich würde ihre Idee nicht unterstützen, aber letztendlich kannst du nichts dagegen machen. Man lernt nun mal aus Erfahrungen und meistens schaltet man nur auf stur, wenn jmd einem etwas ausreden will 

versuch ruhig mit ihr zu reden und such auf ihre Argumente einzugehen und sie zu verstehen..aber ich denke nicht, dass man sie davon abhalten kann

Antwort
von LyciaKarma, 26

Du hast Recht.

Allerdings klingt es so, als wenn ihr beide noch nicht erwachsen seid. Dann kann sie sich so oder so keines kaufen, sondern nur ihr Eltern.

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