Reichweite und mobilität von CB Funkgeräten?

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3 Antworten

Besagtes Albrecht Gerät AE 6100 mini kurz im Web recherchiert. Verfügt offenbar über gute Modulation (Sprachleistung bzw. Sprachwiedergabe beim Senden) Der Punkt ist gerade bei schwachen Empfangssignalen "lebenswichtig". 

Genereller Hinweis: Sowohl Mobil-als auch Festsstationsantennen MÜSSEN jeweils abgestimmt werden, um zu hohe SWR-Werte (Stehwellenverhältnis) zu verhindern. Je niedriger der SWR-Wert beim Senden (rücklaufende Sendeleistung) desto besser ist die Antenne in Resonanz und somit effektiver. 

Bei beiden Antennenformen (Mobil-und Feststationsantennen) braucht man sog. Koaxialspeisekabel (nur 50 Ohm-Kabel nehmen) für den Geräteanschluss

1. Mobilbetrieb: Entweder über Zigarettenanzünderanschluss oder per Batteriedirektanschluss die Stromversorgung herstellen. 

Mobilantenne: Hier massenhaft Antennenmodelle sowohl auf Magnetfussbasis als auch zum Festeinbau (Bohren in Karosserie für den Antennenfuss) auffindbar. 

Pers. Empfehlung: Mind. sog. 1/4 Lambda-Antennen benutzen, besser wären noch 1/2 Lambda bzw. 5/8 Lambda. Hauptgrund: Max. Effektivität der abgestrahlten Sendeleistung bzw. Empfangsleistungen. 

Bei Magnetfussantennen beachten: Je länger der Antennenstrahler desto vorsichtiger die max. Fahrgeschwindigkeit wählen. Sonst weht dir der Fahrtwind während der Fahrt die Antenne runter. 

Reichweite im Mobilbetrieb: Bei guten und richtig abgestimmten Mobilantennen durchschnittl. 5-10km bei einigermassen freier Umgebung problemlos machbar. 

2. Feststationsbetrieb: Zwingende Notwendigkeit für die Stromversorgung ein sog. 12 Volt Netzteil mit ca. 5A Dauerleistung. Diese finden sich in div. Funkläden bzw. Funkversandhandel. 

Keinesfalls sog. Ladeteile benutzen. Diese "sieben" die Ausgangsspannung (12V) nicht sauber. Die Folgen u.a. ggfs. starkes 50 Hz Netzbrummen auf dem Sendesignal bzw Empfangsweg. 

Feststationsantenne: Wie bei den Mobilantennen div. Modelle in div. Ausführungen am Markt. Genau wie bei Mobilantennen auf gute Effektivität - also Lambda-Werte  - achten. Durchschnittsgrösse für Rundstrahlantennen ca. 5m Länge. 

Bei Antennendachmontage auf Blitzschutz achten! Beim "Blitz-Volltreffer" OHNE Blitzschutz ist der Folgeschaden gelinde gesagt um einiges grösser als mit Blitzschutz. Auch verweigern div. Versicherungen (Hausrat, Wohngebäude etc..) OHNE Blitzschutz im Schadensfalle jegliche Zahlungen wegen grober Fahrlässigkeit. 

Reichweiten: Bei richtig abgestimmter Antenne (SWR) und freistehender Montage gut 30km Reichweite und teils erhebl. mehr zu erwarten. 

Ist keine Dachantenne möglich, tuts zur Not auch eine sog. CB-Funk-Balkonantenne. Hier aber mit nicht soviel Reichweite als mit einer Dachantenne. 

Bei sog. Überreichweiten (man hört jede Menge ausländische Stationen u.a. aus Russland, Spanien, Italien etc..aber auch ggfs. aus den USA usw) wäre sogar europaweiter bzw. weltweiter Funkverkehr möglich. Dabei u.a. diese Einschränkungen in Kauf nehmen: 

-sog. Lokalverbindungen sind bei Überreichweiten schwer bis unmöglich. Die ausländischen Stationen decken alles zu

- Europaweiter bzw. weltweiter Funkverkehr zwar grundsätzlich machbar. Die Verbindungen halten aber meist nicht zulange wegen anderer Stationen bzw. wechselnder Ausbreitungsbedingungen. 

Wichtige Abschlusshinweise: 

1. Bitte KEINE sog. "Nachbrenner" nutzen. Das sind für den CB-Funk durchweg unzulässige Sendeleistungsverstärker. Aus z.B. 4,5W machen sie je nach Nachbrennermodell locker 100W und mehr. 

2. Als Nicht-Funkamateur keinerlei techn. Geräteumbauten, Modifikationen usw. vornehmen. Einzig zulässige Ausnahme wäre ein Mikrofonwechsel. 

Beides stellt einen Verstoss gegen das TKG (Telekommunikationsgesetz) dar, was durchaus mehrere Tausend Euro nebst Gerätebeschlagnahme als Konsequenz mit sich bringt. 

Hoffentlich hilft dies umfangreiche Posting fürs Erste weiter. 

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auf den zugelassenen CB-Funkfrequenzen ist heutzutage nicht mehr viel los.
Ich scanne die hin und wieder mal...in den seltensten Fällen kriege
ich mal was rein.
Mach Dich mal schlau über die Ausbreitungscharakteristik von Kurzwellen.
Wenn Du im "platten Land" wohnst, sehe ich 50 km als durchaus machbar an.
Allerdings nicht mit einem Handfunk- oder Mobilfunkgerät, dann sollte es schon eine Feststation mit stationärer Antenne auf dem Dach des Hauses sein.
Die neuen zugelassenen Gerät dürfen, soweit mir das bekannt ist - man möge mich korrigieren - heute eine HF-Ausgangsleistung von 0,5 Watt im AM-Bereich, und 5 Watt im FM-Bereich haben.
5 Watt FM reichen bei guten topologischen Bedingungen (eben "plattes Land") nach meinen Erfahrungen für 50 km Luftlinie

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Sceneity hat die Frage schon prima beantwortet.

Kleiner Zusatz: das von Dir gepostete Modell benötigt eine feste Stromquelle und eine Antenne (Strom also entweder zu Hause mit Trafo oder per PKW-Strom)

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