Frage von miriamkelzer, 14

Notebook in der Universität notwendig (Mathematik)?

Guten Morgen erstmal. Ich fange ab Oktober an Mathematik zu studieren und überlege, ob ich mir ein neues Notebook kaufen soll. Momentan habe ich einen, aber die Akkulaufzeit ist total schlecht (1 Stunde) und er ist auch zu schwer und zu groß für eine Tasche. In die Uni könnte ich den nicht mitnehmen.
In meinem Umfeld gehen die Meinungen auseinander. Ich habe langsam das Gefühl, dass es auch einfach auf das Studienfach ankommt, da bei denen, die keinen mit in die Uni nehmen, die anderen Mitstudenten in der Regel auch keinen benutzen. Umgekehrt ist es genauso.
Freue mich über eure Erfahrungen zu dem Thema.

Antwort
von Schilduin, 12

Für die Vorlesungen lohnt es sich eigentlich nicht wirklich, für die Notizen wärst du auf Latex angewiesen, und bei neuen Schreibweisen müsstest du immer wieder nachschlagen, wie man das in Latex schreibt. Was die Übungsaufgaben angeht, bei mir war es der Fall dass die Profs nur handgeschriebene Aufgaben akzeptierten. In den ersten paar Semestern wirst du also eigentlich ganz gut ohne klarkommen, lediglich in Seminaren für Präsentationen, oder wenn man mal ein Protokoll schreiben soll, ist es ganz praktisch.

Antwort
von Nayes2020, 11

kommt nicht nur auf Studiengang sondern eben auf den Prof an.

Wenn der Prof sehr modern ist, dann hat er all seine Skripte online als PDF. dann tuts auch das Handy oder ein Tablet. da meist dann Übungen und Aufgaben online sind.

Für einiges an Bürokratie (wie Prüfungsanmeldung) muss man ins Internet. und es ist eben parktisch sein eigenen Rechner nutzen zu können. aber auch hier das handy reicht meist.

du wirst bei deinen Studiengang wohl auch gut ohne Laptop auskommen. Das einzige wofür du ihn nutzt ist Hausarbeiten schreiben, PDFS lesen.

Wenn du mit deiner Mühle zufrieden bist dann passt es doch. wenn du aber eh überlegst schon wegen privat dein gerät zu ersetzten dann wird es sicher nicht schaden.

Antwort
von Comment0815, 8

Unbedingt notwendig ist es nicht. Ich hatte bis vor kurzem auch einen großen, schweren mit schlechter Akkulaufzeit. Jetzt hab ich einen neuen und finde es schon praktisch. Auch zum Lernen nehm ich den immer mit.

Ob er in der Vorlesung hilfreich ist kommt ganz auf die Vorlesung an. Es gibt Dozenten, die nur an die Tafel schreiben und man muss alles abschreiben. Da hilft ein Laptop nicht viel. Manche Dozenten zeigen aber auch nur eine Powerpoint-Präsentation, die zudem vorab online veröffentlich wird. Dann kann man super einfach die Präsentation parallel auf dem Laptop durchklicken und gegebenenfalls per Kommentar-Funktion Randnotizen verfassen.

Außerdem ist es schon praktisch, wenn man beim Lernen einen Laptop hat. Bei uns stehen viele Lernunterlagen online. Dann kann man einfach dort drauf zugreifen, und direkt am Bildschirm die Übungsaufgaben sehen. Ich drucke solche Sachen zwar meistens aus, aber wenn mal was fehlt oder man was anderes nachschauen will ist ein Laptop schon hilfreich.

Also wie gesagt: Zwingend notwendig ist es nicht. Ob du es trotzdem machen willst musst du selbst entscheiden.

Zur Erklärung: Ich studiere nicht Mathe, sondern ein Ingenieurs-Fach (zwischen Maschinenbau und E-Technik) an der Uni (nicht FH).

Kommentar von Comment0815 ,

Jetzt wo ich die Kommentare der anderen gesehen hab sind mir noch zwei Ergänzungen eingefallen: Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass du zu Hause einen Laptop hast.

Und da kreisfoermig Rabatte anspricht: Für Studenten gibt es an vielen Unis viele Microsoft-Produkte (z.B. Windows) kostenlos. Du kannst also u.U. Geld sparen, indem du dir einen Laptop ohne Betriebssystem kaufst.

MS Office gibt es übrigens leider nicht. (Zumindest nicht bei mir.)

Das Programm, durch das das ermöglicht wird nennt sich "Dreamspark". Google einfach mal, ob deine Uni da mitmacht.

Antwort
von Gundi96, 7

Ein Freund von mir hat wirtschaftsmathematik studiert und am Anfang hat er sich einen kleinen Notebook geholt aber nach einem Semester fand er es unnötig da er es besser fand von Hand Notizen zumachen. Und die Übungen etc hat er sich auf sein Handy oder vom unipc runtergeladen.
Ich selbst werde dieses semester Mathe studieren aber werde es als erstes ohne versuchen(bin nicht so der Technik Typ;) )

Aber am Ende kommt es auf die uni und den profs an.

Antwort
von BarbaraAndree, 7

Mein Sohn hat zwar nicht Mathematik studiert, aber er hat sich für die Vorlesungen sein kleines Laptop mitgenommen und dort alle Notizen direkt eingegeben. Aber ein großes, schweres Gerät mitzuschleppen, ist umständlich, dann kannst du dir besser Notizen machen. Probiere es einfach einmal die ersten Tage aus und dann kannst du selbst entscheiden, was für dich besser ist.

Antwort
von kreisfoermig, 6

Zum mitschreiben aufm Laptop eignet sich wohl nur ein Programm/eine Sprache — LaTeX.

LaTeX'st du schon deine Mathenotizen, und zwar live/schnell? Wenn ja, dann kanns sich lohnen, ein Netzbook zu kaufen/mitzubringen.

Wenn etwa nicht, dann kannst dus fürs erste lassen, und qausi im Laufe des Semesters/nach einem Sem deinen persönlichen Stil und Bedarf rausfinden, und darauf reagieren.

Wenn du an Rabatte denkst… dann mach dir keine Sorgen: als Studierende gibt es die für dich immer. Und über Weihnachten sind die wohl sogar besser.

Übrigens… bin User von Windows+OSX gewesen. Ich empfehle zwecks Stabilität Mac. Meins hat sein 5 Jahren gehalten. Jeder meine Windows Laptops hingegen jeweils 2 Jahre oder weniger. Wobei die „Surface“ Reihe von Windows sehr gut sein dürfte (und evtl. kostengünstiger).

Kommentar von Comment0815 ,

Darf ich mal fragen, wie genau du mit LaTeX mitschreibst? Ich kenn LaTeX nur für die Ausarbeitung von wissenschaftlichen Texten. Aber dass jemand das zum Mitschreiben verwendet hab ich noch nie gehört. Verwendest du da ein spezielles WYSIWYG-Programm das LaTeX erkennt oder einfach TeX-Studio o.Ä.? Was für ein Skript/Vorlage verwendest du dann?

Kommentar von kreisfoermig ,

Hey, eigentlich schreibe ich direkt in irgendeinem Editor. Ich habe eigene Vorlagen und Macros entwickelt und entwickele dies adaptiv zum schnelleren (Mit)schreiben—d. h., wenn ich merke, in diesem oder jenem (oder allen) Modulen benutze ich häufig diese oder jene Umgebung, dann kürze ich das durch einen einzigen Befehl mit Parametern ab. Ich habe also globale und lokale Makros und Präambel-Einstellungen.

Die Verwendung erfolgt aber abwechselnd. Manchmal kann ich (oder will ich) nicht so direkt am Rechner mitschreiben. Dann benutze ich Stift und Zettel und übertrage später. Manchmal ists einfach unmöglich rechtzeitig so mitzuschreiben: z. B. in Geometrie, oder wenn man viele Diagramme erstellen muss. Trotzdem gibt es da eine adaptive Lösung (es gibt für Diagramme in LaTeX das Paket tikz) wie oben beschrieben oder ich schreibe den schriftlichen+symbolischen Teil am Rechner und Diagramme im Heft und verschiebe die Übersetzung auf später.

Kommentar von kreisfoermig ,

Manchmal ist es wegen der Extraschreiberei langsamer, öfters aber schneller: da oft in derselben Vorlesung Dinge wiederholt werden, sodass man Kopieren+Einsetzen verwenden kann. Wenn ich merke, dass ich richtig weit zurückliege, schreibe ich mit Syntaxfehlern und korrigiere später oder ich schreibe mit Pseudosymbolen wie ich das hier tue auf GF.

Andere Leute benutzen zur Geschwindigkeit emacs und evtl. auch (besonders Physikfreunde) LyX (das müsste das WYSIWYG-Programm sein, wovon du geredet hast?).

Kommentar von kreisfoermig ,

ich sollte aber ergänzen: meines Erachtens sollte jede/r Mathestudierende irgendwann anfangen und es sich gewöhnen, mindestens bei deinen Arbeiten bzw. Übungaufgaben diese alle zu „TeX“en, außer du hast eine sehr schöne Handschrift, aber auch dann. Wenn du eher früher als später damit beginnst, so hast du u. a. folgende Vorteile:

1. beim Schreiben, kannst du immer leichter überschreiben/korrigieren. Schriftlich ist dies beinahe unmöglich und bestenfalls umständlich.

2. sieht professioneller aus.

3. wegen 2 werden deine Arbeite über allen anderen hervorragen. (Ich habe Erstis unterrichtet und das war immer mein Eindruck gewesen bein den paar Leuten, die TeX'ten.)

4. Du kannst in Dokument Outputs aus andern Programmen leichter und nahtlos einbinden, statt Dinge drucken und zusammenkleben zu müssen.

5. Du baust ein durchsuchbares, übersichtliches, kompat und leicht aufzubewahrendes Archiv: Handschrift geht verloren, kann nicht leicht (in späteren Jahren) durchsucht werden, ist nicht kompakt.

Mit diesen Vorteilen empfehle ich i. A. die Verwendung von Rechnern im Mathestudium. Ich habe eine Hybride aus beiden gemacht: ich löse Problem aufm Blatt (manchmal aber doch direkt am Laptop), dann sobald ich das fertige Ergebnis habe bzw. die ungefähre Richtung weiß, übertrage ich dies formal auf digitale Form.

Jeder hat aber seine eigene Arbeitsweise, weshalb ich ursprünglich empfahl, dir Zeit zu lassen, damit du dies herausfinden kannst. Ich schreibe diese Ergänzung, damit du einige Vorteile von der Arbeitsweise sehen kannst, die ich relativ früh wählte.

Antwort
von KaiMaluschka90, 7

Für die Uni, egel welches Studiengang du auch machst, würde ich dir 2 Sachen empfehlen, die du unbedingt haben müsstest:

1. Laptop (kauft dir am besten ein gebrauchtes z.B Thinkpad x121e oder so, kostet eh nur 50 Euro ...) für Gruppenarbeit, Hausarbeit, Presentation, Seminar, ...

2. Handy oder auch ein gutes Minikamera zum Abfotografieren von Skripten, Lösungsaufgaben, wo du mal nicht schnell abschreiben kannst.

Antwort
von iokii, 6

Mir reicht mein Handy vollkommen.

Antwort
von techniqueFreak, 9

Hallo miriamkelzer,

es kommt natürlich immer stark auf den Anwendungsbedarf an. Wenn also jemand etwas mit Videoschnitt studiert, dann benötigt er einfach eine recht leistungsstarke Maschine.

Da du anfängst Mathematik zu studieren, wird für dich wohl LaTex ein beliebtes Tool werden. Mittlerweile gibt's die Software aber auch schon Webbasiert. 

Eine allzu leistungsstarke Kiste wirst du also aller Voraussicht nicht benötigen.

Ob es allerdings überhaupt notwendig ist bleibt zu klären. Denn in der Uni gibt es auch Computerarbeitsplätze.

Grüße aus dem Pott,

chris

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