Mineralfutter Erfahrungen?

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6 Antworten

Reformin plus hat gegenüber zumindest Magnolythe und Magnostable (die anderen kenne ich nicht auswendig) den Nachteil, dass es viele Spurenelemente in anorganischen Bindungen liefert, die nicht so gut verstoffwechselt werden können und dass es ein sehr ungünstiges Ca-P-Verhältnis hat. Letzteres sollte beim Mineralfutter zwischen 1:1 und 3:1 liegen, da die hiesigen Futterpflanzen (Gras, das beweidet und zu Heu verarbeitet wird und Hafer - andere auch, aber die sehe ich nicht als Futterpflanzen) eh schon oft einen Phosphor-Überschuss mit sich bringen, also das Grundfutter schon im ungünstigen Verhältnis steht. Nun ist es aber auch nicht gesund, einfach Calcium so weit überzudosieren, bis man auch eine hohe Phosphormenge unterbringt. Die Gesamtzusammensetzung muss stimmen.

Ich weiß, dass meine Pferde mit Magnolythe sehr gut fahren, der geringe Bedarf dann auch die Kosten nicht ganz so explodieren lässt, wohingegen die Leber meines Großen bei einigen anderen Mineralfuttern schnell mault. Ich habe allerdings nicht alle Mineralfutter am Markt durchprobiert. Sie fressen Magnolythe extrem gerne, Magnostable ist nicht ganz so beliebt.

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Kommentar von VanillePferde
10.08.2016, 12:23

Ja, das Calvium-Phosphor Verhältnis ist mir beim reformin auch negativ aufgefallen. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, ich werde wahrscheinlich mal eine Futterprobe von Magnolythe und Magnistable bestellen. 

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Kommentar von WesternCalimero
10.08.2016, 14:48

Hallo Baroque,

Bei uns muss jährlich Phosphor im Dünger sein (Nach Bodenanalyse). Daß die Futterpflanzen einen Phosphor-Überschuss mitbringen halte ich nicht für selbstverständlich. Könntest Du mir dazu eine Quelle nennen ?

PS.: Die Weltreserven an Phosphor reichen noch etwa 10 Jahre, dann ist Schluss. Es wir bereits an Verfahren gearbeitet, um Phosphor aus Klärwasser zu gewinnen. Ohne P geht leider gar nix, siehe Zellstoffwechsel (Adenintriphosphat)

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Wir füttern das Marstall Force und unseren Pferden geht es damit sehr gut. 

Unsere Pferde sind laut TA und meiner eigenen Einschätzung ausnehmend gut bemuskelt, haben glänzende gesunde Felle, kommen auch alle immer sehr gut durch den Fellwechsel, der Schmied ist jedes Mal auf`s Neue begeistert von den stabilen und guten Hufen und sie sind alle -mit Ausnahme unseres Rentner-Ponys- voll im Training.

Vielleicht wäre all das Positive auch ohne Mineralfutter der Fall, weil sie so  oder so ordentlichen Hafer, hochwertiges Heu, Stroh und ausreichend Weide und wirklich viel Bewegung bekommen.

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Ich füttere nur noch Iwest oder Derby aus 2 Gründen:

1. sehr gute Zusammensetzung

2. kein oder sehr wenig Trägermaterial

Fressen tun meine zwei Stuten beides sehr gut, ich mix es halt mit ein bisschen Hafer und Bierhefe, da nehmen meine so ziemlich alles.

Ich füttere 2 x für 4 Monate Mineralfutter im Jahr - jeder Überschuss kann sich dann in den anderen 4 Monaten wieder abbauen.


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Hallo, 

ich füttere das Mineralfutter von Iwest und bin sehr zufrieden damit. Iwest passt das Futter dem Pferd an.  Manche sind von dem Sortiment total verwirrt oder finden nicht das Richtige für ihr Pferd. Dann wird man auch ganz nett und gut am Telefin beraten.

Mit freundlichen Grüßen 

VanyVeggie

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Ob ein Mineralfutter gut ist oder nicht, hängt von der Zusammensetzung ab.

Diese ist variabel - und ganz ehrlich, ich würde kein Mineralfutter ohne Anweisung vom Tierarzt füttern.

Für das eine Pferd ist das Iwest von der Zusammensetzung her gut, bei einem anderen deckt es aber gar nicht den persönlichen Mangel an Spurenelementen ab.

Dein Tierarzt kann dir mit Hilfe eines Blutbilds zu einem entsprechenden Mineralfutter raten - und das dann auch nur als Kur.

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Kommentar von Punkgirl512
10.08.2016, 12:36

Achso, gerade gelesen, warum du Mineralfutter dazu fütterst.

Dann wäre es am sinnvollsten, wegen der Wiese eine Bodenanalyse zu machen und zumindest eine grobe Heuanalyse - vorausgesetzt, das Heu kommt immer vom selben Lieferanten.

Sonst macht das Zufüttern von Mineralien keinen Sinn.

Ich kenne z.B. einen Stallbesitzer, da füttert er allgemein und keiner was extra und er hat sein eigenes Mineralfutter - speziell zusammengestellt für den Bedarf seiner Wiesen und seines Heus.

So macht das Sinn - und nicht das drauf los kaufen.

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Kommentar von VanillePferde
10.08.2016, 19:42

Bodenanalyse haben wir im Frühling erst gemacht. :) Heuanalyse ist aber auch ne sehr gute Idee. 

Danke

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wieso willst du denn mineralfutter geben? besteht ein mangel? willst du deinem Pferd was gutes tun (pass auf wegen Überdosis, wenns nicht mit dem Tierarzt abgesprochen ist)? wenn ja, was willst du unterstützen? wie alt ist dein Pferd? welche rasse? wie wird es gehalten? was bekommt es zu fressen? reitest du? wenn ja, Freizeit oder Sport? wie oft/ welche Leistung muss es bringen? merkst du, dass es an Leistung abnimmt? ist es bemuskelt?

das alles sind fragen, die man sich durch den kopf gehen lassen muss, bevor man zusatzfutter füttert, außer es ist mit dem Tierarzt so besprochen :D
lg verihihi :)

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Kommentar von VanillePferde
10.08.2016, 11:39

Vielen Dank für deine Antwort, aber meine Frage war nicht ob und warum ich MiFu füttern sollte, sondern was ihr für Erfahrungen gemacht habt. Ich füttere es, weil ich der Meinung bin, dass das heu sowie Gras( also einfach unser Boden) nicht alle Mineralien und eventuell auch Vitamine enthält, die ein pferd eben braucht. Das MiFu gehört für mich einfach zu einer guten Fütterung dazu. 

Trotzdem danke

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