Frage von Raabtt, 250

Lohnt es sich im Franchise ,mitzumachen bzw. Wie verdient man im Durchschnitt an einer Filiale?

Als franchise nehmer und wie lange dauert es durschnittlich bis man die 500.000 euro Eigenkapital wieder drin hat? Beispiel McDonalds... Und kann man diese nebenberuflich leiten ..bzw mehrere Filialen.

Antwort
von Ifm001, 180

Franchise ist von Prinzip her eine gute Sache. Es gibt hier aber viel zu differenzieren. So gibt es Franchise-Systeme, die nur gebietsweise (z. B. McDonalds) oder gar länderweise (z. B. Buttlers) Lizenzen vergeben werden.

Hinzu können unterschiedliche Grund-Konzepte. Das reicht von reinen optischen Auftreten bis hin zu ganz engen Vorgaben. Da musst Du halt schauen, wie sehr Du Du dich in deinem eigenständigem handeln einschränken lassen möchtest und es auch verantworten kannst. Am Ende zahlen musst Du es, auch wenn die Entscheidung aus der "Zentrale" gekommen ist.

Du hast aber einen bisschen vernebelten Blick auf das Ganze. Du bist als Franchisenehmer genau so ein Selbstständiger, wie der Einzelkämpfer. Du braucht für die ersten Jahre ausreichend finanziellen Puffer. Du wirst nicht weniger arbeiten. Mit Franchise hat man aber eine deutlich bessere Chance, mehr als seine eigenen Mitarbeiter zu verdienen und sich ein besseres Rentenleben zu gestalten.

Schaue dir aber genau die schriftlichen(!) Bedingungen an und analysiere, ob das gewählte System zu dir und deinen Möglichkeiten passt. Ggf. solltest Du dir auch mal die Angebote von Verbundgruppen wie Vedes oder der EK-servicegroup ansehen. Die haben auch franchise-ähnliche Konzepte (Systemgeschät genannt).

Antwort
von berkersheim, 153

Die Empfehlung von Jewiberg ist schon mal gut. Franchise ist vor allem, falls die Bedingungen fair sind, gut für Einsteiger, die noch nie selbst eingekauft haben, die keine Kontrakte haben zu Lieferanten usw.. Hier ist Franchise als Einstieg gut für jemanden, der Erfahrung sammeln will. Man muss sich keinen Namen aufbauen, bekommt von der Zentrale Handreichungen in Punkto Werbung und Kundenumgang. Vor Vorteil ist, wenn man sich dabei nicht passiv verhält, also die einfach machen lässt sondern aktiv mittut immer in der Absicht, das später mal selbst in die Hand zu nehmen.

Antwort
von soissesPDF, 171

Hängt vom Konzept ab.
- größere Ketten, wie Tankstellen finanzieren alles vor und amortisieren
  das Ganze über den Geschäftsverlauf

Sonstig ist das eine Kalkulation wie sonstig auch nur, Umsatz minus Kosten und Steuern/Abgaben = Gewinn.
Im Fall von Franchise kommen zu den gewöhnlichen Kosten noch die Lizenzkosten, die Abnahmeverpflichtungen (Waren, Werbemittel) und entsprechende Umsatzvorgaben.
Nicht jedes Franchisekonzept geht auf.
Starbucks hat damit unrühmliche Schlagzeilen gemacht.

Antwort
von medmonk, 162

Franchise ist für mein Verständnis ein besser klingendes Wort für Knebelvertrag. Selbst wenn ich mehre Millionen auf meinem Konto hätte und nicht wüsste wohin mit dem ganzen Geld, sicher nicht als Franchise-Nehmer mein Glück versuchen würde. 

Da hat schon so mancher sein Vermögen verbrannt. Gerade was die großen Fastfood-Ketten angeht, man Dutzend Auflagen zu erfüllen hat, die sich gewaschen haben. Davon mal ab haben genau jene »Ketten« mittlerweile mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Allen voran McDonalds. 

Antwort
von Jewiberg, 135

Es kommt sehr stark auf das System an, dem du dich anschließt. Am besten du siehst dich mal auf der Seite des Deutschen Francise Verbandes um. Die bewerten die Sydteme auch. Wer da nicht auftaucht, wie z.B. Subway, Finger weg. Aber les dir mal die vielen Infos auf der Seite durch.

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von TechnologKing68, 159

Also Franchise basiert ja darauf, dass du dir einen Namen leihst und damit ein Geschäft führst. Ob du da mehrere Filialen haben kannst, entscheidet der Besitzer der Namensrechte, also McDonalds. Ob du das Nebenberuflich machen kannst? Naja, du brauchst einen Geschäftsführer, wenn du es dir leisten kannst, respektive der Laden genug abwirft.

Antwort
von Ontario, 77

Ob es sich lohnt, Franchiseunternehmer zu werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Oftamals sind die Verträge reine Knebelverträge die dir kaum Luft zum Atmen lassen. Entscheiden kannst du selber kaum etwas. Wo du einkaufen musst wird dir vorgeschrieben. In Einzelfällen benötigst du auch ordentlich Kapital, damit du überhaupt einen Vertrag bekommst. Nimm mal diese Postzusteller mit ihren Sprintern. Die müssen die Fahrzeuge selber kaufen, alles selber finanzieren und Tag für Tag rennen ohne Ende, damit überhaupt etwas zum Leben übrigbleibt. Wenn du ein Geschäft als Franchiseunternehmer übernimmst, das einen gute Lage hat, kannst du auch ordentlich verdienen. ( REWE, EDEKA usw.) Nebenberuflich wirst du das nicht schaffen. Da ist dein voller Einsatz gefragt. Oftmals mehr als 8 Stunden am Tag . Wochenenden für die Arbeit opfern. Bei gewissen Franchiseunternehmen musst du dir erst die Kunden suchen, einen Kundenstamm aufbauen. Das kann lange dauern, bis diese Arbeit kostendeckend ist. Da brauchst du Kapital um die Durststrecken überwinden zu können. Bevor man sich auf so einen Vertrag einlässt, sollte man diesen auf Haken und Ösen von einem Fachmann überprüfen lassen, damit man am End enicht vor einem Schuldenberg steht. Es sind Lizensgebühren zu entrichten, Steuern, eben alle Kosten die im Zusammenhang mit einem Gewerbe entstehen. Das alles muss erst verdient werden. Auflagen die von den Ordnungs.-und Gerwerbeämtern zu beachten sind. Ich würde keinen Vertrag als Franchiseunternehmer abschliessen. Wenn Selbständigkeit dann die Form bei der ich alleine entscheiden kann, was ich mache und was nicht. Ich kenne aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit einige Franchiseunternehmer die  wirklich Mühe und Not haben, nur um ihre Fixkosten hereinzuholen. Fürs Leben bleibt da kaum noch etwas. Das kann ein ausserordentlich brutaler Job sein, verbunden mit viel Risiko.

Antwort
von FranchisePORTAL, 144

Hallo Raabtt,

konkrete Zahlen, wie der durchschnittliche Verdienst mit einer McDonald's Filiale wirst du nur vom Franchise-System selbst erhalten. Und das wahrscheinlich erst, wenn du (als Franchise-Interessent) und McDonald's (als Franchise-Geber) ernsthaft eine Franchise-Partnerschaft in Betracht zieht. Dann müssen ! alle Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch gelegt werden.

Übrigens: Die benötigten 500.000 Eigenkapital, die McDonald's hier http://www.franchiseportal.de/franchise-unternehmen/mcdonald-s-deutschland-m-165... angibt, sind bitte nicht zu verwechseln mit Gebühren o.Ä. Überleg mal wieviel es wohl kosten würde ein vergleichbar großes, modernes Restaurant mit der entsprechenden Technik etc. zu bauen/auszustatten/eröffnen.

Das erforderliche Eigenkapital dient der Finanzierung der Selbstständigkeit. In diesem speziellen Fall also weiß McDonald's durch seine Erfahrung mit anderen Franchise-Partnern, dass diese Summe Eigenkapital vorhanden sein muss, um die nötige Finanzierung zu realisieren. Wie eingangs schon erwähnt, kann man dann anhand eines detaillierten Businessplans und mit Hilfe der Zahlen von McDonald's erkennen, wann und wie sich dieses Geschäft armotisieren wird.

Zum Thema nebenberuflich: Man kann sich auch im Franchising nebenberuflich selbstständig machen. Es sind meist jedoch eher Lizenz- als Franchise-Konzepte (Geringere Gebühren, weniger Leistungen, einfache Geschäftskonzepte). Diese lassen sich auch neben einer Vollzeittätigkeit noch realisieren. Die in Frage kommenden Systeme kommunizieren dies dann auch deutlich.

Bei McDonald's ist dies nicht der Fall. Du erwähntest in einem Kommentar Henry Maske als prominenten Franchise-Nehmer des Unternehmens. In wie weit Maske tatsächlich sein Business selbst betreut, vermag ich nicht zu sagen. Er hat aber sicherlich einzelne Geschäftsführer in seinen Restaurants angestellt und ist per se nicht der klassische Franchise-Nehmer sondern eher ein (geschickter?) Investor, der eine gute Geschäftsidee nutzt. :-)

Viel Erfolg!

Antwort
von SirKermit, 131

Nebenberuflich geht schon mal gar nichts, das ist sicher. Wenn du als Inhaber einen 10 Stunden Tag schaffst, dann bist du wahrscheinlich gut. Hier mal ein paar Anregungen:

- http://www.gruenderland.de/geschaeftsidee/franchising-geschaeftsidee.html

- http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-110117998.html

Es kann klappen, oder auch nicht. Alleine die Frage nach dem "ob es sich lohnt" zeigt, dass du dir kaum Vorstellungen darüber machst, was es bedeutet, Selbstständig zu sein und gleichzeitig stark eingebunden bist, was die Produkte des Franchisegebers betrifft.

siehe auch https://www.gutefrage.net/frage/lohnt-es-sich-franchise-partner-von-backwerk-ode...

Kommentar von Raabtt ,

Wie macht dies so "ein Herr Trump..oder so "ein Herr henry Maske "er besitzt nämlich "nebenbei" 8 McDonalds Restaurants

Kommentar von Ifm001 ,

Wenn Du die gleichen Voraussetzungen mitbringst - insbesondere Finanzielle - lässt sich das natürlich auch als Hobby betreiben.

Kommentar von SirKermit ,

Sorry, wenn ich dir jetzt eine erschreckende Naivität vorwerfe. Aber in der Liga eines Trump hat man einerseits eine ausreichend starke Verhandlungsposition und man hat seine Leute.

Oder glaubst du ernsthaft, der kümmert sich um das Tagesgeschäft in einer Filiale? Als angehender Unternehmer stehst du in den ersten Jahren mehr als 10 Stunden täglich in solch einem Laden, meist mit wenigen oder keinen freien Wochenenden. Dazu kommen noch die notwendigen Kontrollfunktionen und Abrechnungen, Bestellungen an Lieferanten und das sonstige tägliche organisatorische Gedöns.

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