Frage von nala2408, 67

Kennt jemand dieses Gefühl der Unwirklichkeit?

Hallo zusammen, ich wollte euch etwas fragen. Ich weiß nicht, ob ihr euch damit auskennt oder dieses Gefühl selbst kennt. Seit längerer Zeit (ca. 3 Jahre) fühle ich mich so, als würde ich neben mir selbst stehen und mich beobachten. Das fing an als meine Mutter vor 3 Jahren gestorben ist. Ich musste leider zusehen, wie der Rettungsdienst versucht hat sie wiederzubeleben. Und plötzlich war es so, als wäre mein Geist aus meinem Körper geschieden. Ich konnte mich selbst beobachten. Seitdem fühlt sich mein Leben so künstlich und unreal an, als würde sich mein Leben auf einer Bühne abspielen und ich bin nur der Zuschauer. Auch heute noch, 3 Jahre später, habe ich das Gefühl, dass mein Leben nicht real ist. Alles fühlt sich so komisch an und manchmal ist es schwer zu begreifen, dass ich wirklich existiere. Ich wohne jetzt schon länger in einer anderen Stadt und mache eine Ausbildung, aber das alles ist auch unrealistisch für mich. Es ist immer noch so, dass ich mir selbst zusehen kann, wenn ich irgendwas mache, als wären mein Körper und mein Geist getrennt. Dieses Gefühl macht mir schon Angst. Wenn ich jemandem etwas sage, hört sich das manchmal so an, als würde diese Stimme nicht zu mir gehören oder als würde ich mir selber zuhören. Ich kann da mit niemandem drüber reden, deswegen schreibe ich es hier rein. Kennt das jemand von euch oder weiß was das ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Streamer, 67

https://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation viel Spaß beim lesen, wirkliche Hilfe kann ich dir leider nicht anbieten, das ist teilweise sehr individuell. Oft kann man sich auf bestimmte Dinge konzentrieren (z. B Atmung, Gerüche... generell Sinne stimulieren bis hin zu Dingen wie Eiswürfel in der hand schmelzen lassen etc.) um sich wieder einigermaßen normal zu fühlen. Wenn das so häufig auftritt solltest du unbedingt mit einem Psychologen sprechen.

Kommentar von nala2408 ,

Genauso fühle ich mich seit 3 Jahren. Danke für die Antwort

Kommentar von Streamer ,

Ich kenne das Gefühl gut. Wünsche dir alles Gute!

Kommentar von nala2408 ,

Danke, dir auch alles Gute.

Antwort
von Seanna, 56

Derealisation und Depersonalisation sind Formen der Dissoziation ("Abspaltung von Wahrnehmungsprozessen").

Diese sind eine normale Reaktion der Psyche auf seelisch sehr belastende Ereignisse oder Traumata und KEINE Krankheit.

Halten sie länger als 6 Monate an und kommen weitere Kriterien (Therapeuten befragen!) hinzu, nennt sich das PTBS und wird therapeutisch behandelt, mit gutem Erfolg.

Antwort
von Sophilinchen, 50

Depersonalisation, Derealision sind Dissoziative Störungen.Es geht wieder weg,versprochen! Ich habs auch geschafft.Der Zustand ist nur vorrübergehend,aber du solltest Therapie machen damit es schneller geht.Mach alles wie immer und ignorier das Gefühl.Es besteht aus Angst,und wenn du Angst hast,dass es nicht weggeht,wird es doller.Dir muss egal sein,ob es da ist oder nicht,du musst es akzeptieren lernen,nur so wirst du es los! Du kannst auch Tagebuch schreiben wenn dich das erleichtert,und mit jemandem darüber sprechen.Denk immer dran,das dir nichts passieren kann,du stribst nicht,wirst nicht irre oder sonst was.Viel Glück!

Antwort
von missproduced, 43

Persönlichkeitsdefizite, Persönlichkeitsstörung, Persönlichkeitsverlust, Depersonalisierung und eine wahrscheinlich angehende Sozialphobie.

Tritt meist das erste Mal (und einzige Mal) in der Jugend rund um 15 - 16 Jahre, für kurze Zeit auf. Wenn es über längere Zeit andauert, kann daraus tendenziell sehr wahrscheinlich eine Sozialphobie entstehen.

Mache am besten einen Termin bei einem Psychiater. Wenn sich eine Sozialphobie daraus entwickelt, dann wird es unnötig Zeitintensiver und schwerer den Defiziten entgegenzuwirken.

Kommentar von Seanna ,

Wie kommst du auf Persönlichkeitsdefizite (was soll das sein?), Persönlichkeitsstörungen, Persönlichkeitsverlust (was soll das sein?) und vor allem eine Sozialphobie?!

Es gibt schließlich ein eindeutiges auslösendes als traumatisch zu bewertendes Ereignis, das den Beginn der Symptomatik kennzeichnet und die Symptomatik ist typisch für Traumafolgestörungen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community