kein Nationalstolz : ist sowas normal?

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20 Antworten

Nö, Nationalstolz ist kleingeistig... und als Deutscher kann man sich ja eh nur noch schämen.

Die ganze Menschheit sitzt im gleichen Boot, einem großen, kugelförmigen, blau-grünen Boot namens Erde. Was sind da schon Nationalitäten?

Wenn ich diesen Dreck zur EM oder WM sehe, kommt mir auch das Grausen. Vermutlich für viele der einzige echte Höhepunkt des Jahres. Erbärmlicher gehts meiner Meinung nach nicht...

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 18:29

hahahahaha.....coole Antwort ! ^^

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Kommentar von PeterSchu
18.05.2016, 08:50

Stimme dir zu, nur solltest du vielleicht auch die Möglichkeit sehen, dass man sich für den Fußball nur wegen dem Sport interessiert und eben keinen Nationalstolz dabei empfindet.

Der Nationalstolz beim Fußball kommt meines Erachtens meist von den Leuten, die sich zwischen EM und WM zwei Jahre lang kaum für den Fußball interessieren.

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Kommentar von Gedankenundso
22.06.2016, 13:51

warum sollte man sich als deutscher schämen ?

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Deine Frage zeigt wohl, dass wir meist nur in Extremen denken. Entweder einen Riesenwirbel mit Autokorsos von Leuten, von denen sich viele danach zwei Jahre nicht mehr um den Fußball kümmern, oder wie in deinem Fall "Rage", nur weil die deutsche Mannschaft gewinnt.

Es steht dir ja frei, keinen Nationalstolz zu empfinden und es steht dir auch frei, auszuwandern. Ich würde dir nur raten, von deinem Schwarz-Weiß-Denken weg zu kommen, denn zwischen schwarz und weiß gibt es noch viele Farben dazwischen.

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Hi,- siehe Schopenhauerzitat von PeVau. Dem ist nichts hinzuzufügen. - Du bist vielleicht normaler als viele andere,- nur gerade in der falschen Zeit.

In Sachen Fußball empfehle ich "harmlosen" Regionalbezug. Man kann Fußball auch als das sehen was es ist: Ein manchmal (irrational) spannender Kinofilm, der nach 90 Minuten wieder vorbei ist,-  aber schööööön. Und ich kann auch wissen, daß mein "Mitfiebern" für "meine" Manschaft etwas in mir anspricht was im Kern ungesund wird wenn ich davon zuviel zu mir nehme,- wie die Bierchen und Cocktails auf einer lockern ausgelassenen Party mit anderen lockeren ausgelassenen Menschen. Wichtig ist nur, dass ich das weiß; dann kann ich es auch kontrollieren; das ist wie mit den Vorurteilen: die gefährlichsten Menschen sind die, die von sich denken, dass sie keine haben und perfekt gut sind. Die sind die ersten "Monster" wenn das "System" ihnen die Chance im Namen des "Guten" dazu gibt.

Nationalismus ist ein Überbleibsel aus der Zeit der "Horden und Reviere" aber es ist noch in uns wie der Blinddarm und wenn die Politik und angeschlossene Eliten mal wieder "verka...t" haben gelingt es ihnen immer wieder diesen alten Reflex als letztes Mittel zur eigenen Machterhaltung zu aktivieren. - Was könnte ein "Oberaffe" auch regieren wenn die Horde keine Horde wäre. Macht braucht immer einen Machtbereich - eine äußere Grenze; sonst funktioniert das nicht. - Mal sehen wielange die Evolution noch brauchen wird, um auch diese Reste noch weg-zu-entwickeln.

PS: Ich persönlich empfehle den BvB oder den heimischen Verein in Kreis-, Bezirks- oder Sonstwas-Liga. Das ist herrlich bescheuert irrational - geht aber auch kurz danach wieder vorbei und tut keinem weh (und Bratwurst und Bierchen im Stadion mit Kumpeln ist auch schööön).

Gruß ;-)


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Ich bin durchaus stolz, Deutsche zu sein. Es ist ein fantastisches Land, das vieles hervor gebracht hat, was heute in der ganzen Welt genutzt wird, in dem ich sehr gern lebe. Mit Fußball hat das allerdings wenig zu tun, denn das Ergebnis kann ich nicht beeinflussen. 

Viel mehr geht es mir darum, was ich hier alles habe, was ich in anderen Länder nicht hatte (ich habe eine ganze Zeit im Ausland gelebt). Es geht mir hier einfach sehr gut, und das merke ich jedes Mal, wenn ich (besonders im Außereuropäischen) Ausland bin. 

Natürlich weiß ich, dass es auch in Deutschland unschöne Dinge gab, wie den Nazi-Zeit, aber ich halte mich in dieser Hinsicht gern an die Worte Otto Franks:

"To build a future you have to know the past".

Um Deutschland noch besser zu machen, muss man sich zwangsläufig also mit der Vergangenheit, ob schön oder nicht, auseinandersetzen. Im Übrigen hat jedes Land genug Schandtaten, die sie am liebsten vertuschen würden. 

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Ich hab für Fußball generell keine Leidenschaft, von dem her werde ich dich für den mangelnden Eifer in dieser Sache kaum belehren. Ich kenne auch gut das Gefühl, keine unbedingte Bindung zu Deutschland zu verspüren. Ich will auch auswandern - mittlerweile aber nicht mehr, weil ich mit Deutschland unzufrieden bin! Ich habe in letzter Zeit Deutschland immer wieder mit anderen Ländern vergleichen müssen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich nicht viele Orte auf Erden gibt, an denen man es besser haben kann. Wir haben gravierende Probleme, ja. Aber andere Staaten haben NUR gravierende Probleme. In Amerika zum Beispiel würde ich auch nicht mehr wohnen wollen, und das obwohl die Zustände im weltweiten Vergleich doch gut mit Deutschland vergleichbar sind. 

Also zusammengefasst, ich verstehe dich in weiten Teilen und sehe nichts Verwerfliches in deinem Verhalten, hoffe aber dass du das Leben hier in Zukunft vielleicht ein wenig mehr schätzen lernen kannst. Es gibt vieles hier in Deutschland (und zwar speziell in Deutschland, nicht nur in Industrienationen allgemein) wonach sich andere die Finger lecken würden.

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 18:28

am liebsten würde ich ja in die Niederlande auswandern !

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Leider bin ich aus Deiner Sicht unter aller Kanone. Denn ich liebe es geradezu Fußball zu gucken. Und ich drücke meinen Mannschaften (Alemannia Aachen, Eintracht Frankfurt und dem Nationalteam) auch immer kräftig bei jedem Spiel die Daumen.

Aber ist es nicht so, dass das irgendwie auch ok ist ?

Ich bin ja nicht stolz darauf ausgerechnet Deutscher zu sein. Gerade als Deutscher macht es sich auch nicht besonders gut. Aufgrund schrecklicher historischer Ereignisse, die man nicht einfach unter den Teppich kehren kann, sollte man sich eine gewisse Beschränktheit in dieser Richtung bewahren.

Dennoch lebe ich nun mal in Deutschland. Es ist mein persönliches --> Dharma und --> Karma was in meinem Leben geschieht. Und es ist nun mal meine Heimat ! Unabhängig von irgendwelchen Negativ- oder Positiverfolgen der eigenen Staatsbürger oder mir.

Die Liebe zum Fußball muss nichts mit Nationalstolz gemeinsam haben. Es ist einfach nur ein sportlicher Wettbewerb, bei dem das Siegen bekanntlich in erster Linie durch das Dabeisein stattfindet

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Normal ist es nicht, da du damit wirklich aus der reihe tanzt. Schlimm finde ich es aber nicht. Was ich mich frage ist:

Wenn du die Politik nicht leiden kannst, was stellst du dir vor was für Politik hier herrschen soll und warum bemühst du dich nicht sie durchzusetzen?

Entweder wandere aus oder mache etwas für deine Zufriedenheit. Meckern ist immer ganz einfach aber etwas gegen die Probleme zu unternehmen machen die wenigsten.

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Hallo!

Ich bin zwar nicht am Auswandern interessiert, aber Nationalstolz in Form von Fußballkult pflege ich auch nicht... das ist vollkommen normal oder auch unbedenklich, wenn jmd. kein Interesse an Fußball hat bzw. nicht ständig Deutschland bis zum Himmel lobt, nur weil er eben hier wohnt.

Überzogener Patriotismus kann ganz im Gegenteil - das ist meine subjektive Meinung - sogar ziemlich prollig & peinlich rüberkommen.. man muss es mit der Deutschtümelei nicht übertreiben!

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 18:25

Ich danke Dir für Deine gute Antwort !

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Keinen Nationalstolz zu haben ist an und für sich erstmal normal und eigentlich auch eine rationale Haltung. Es ist schließlich nicht meine Leistung, dass ich in Deutschland geboren bin statt z.B. in Australien oder Indien.

Allerdings: Was du dann weiter beschreibst- dass du wütend wirst, wenn die deutsche Nationalmannschaft gewinnt- ist nicht normal oder angemessen. So, wie es auch nicht angemessen wäre, z.B. bei einem Sieg der französischen Nationalmannschaft wütend zu werden.

Daran solltest du arbeiten. Dass du keinen Nationalstolz hast, ist aber in Ordnung. 

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 21:12

die Zeiten, als ich noch Fußballfan war sind vorbei ! damals hatten wir noch gestandene Mannsbilder und heute nur Milchbubis. zudem ist mir Löw höchst unsympathisch und ich freue mich nunmal, wenn ne andere Mannschaft gewinnt ! muss es denn immer nur Deutschland sein ? und was hab ich davon, besoffen in einem Autocorso mitzufahren. meiner Meinung nach ist das niveaulos, primitiv, rücksichtslos und eher was für Proleten

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Der Philosoph Immanuel Kant charakterisierte den "Nationalstolz" etwa so: Was muss man denn für ein armes Würstchen sein, wenn man auf etwas stolz ist, wozu man gar nichts kann und was man mit so ungeheuer vielen anderen Menschen gemeinsam hat? Der wörtliche Text lässt sich ergoogeln. Suchbegriff : "über den Nationalstolz", Kant. Ich habe versucht, das Ganze in "Alltagsdeutsch" zu übersetzen.

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Wer auf seine Nation stolz ist, weil diese Nation so viele tolle Sachen und Leistungen hervorgebracht hat, der müsste doch konsequenterweise sich auch schämen für das, was diese Nation verbrochen hat.

Hier aber werden gerade die, die besonders stolz sind, die Scham über Verbrechen zurückweisen, denn für die Verbrechen kann man ja schließlich nichts.

Genau an dieser Rosinenpickerei entlarven sie sich. Arthur Schopenhauer meinte dazu:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 20:53

klasse Antwort ! ich bin beeindruckt ! lg

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Kommentar von simferopol
17.05.2016, 22:27

DH!

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Ich bin Schweizer, aber ich bin gar nicht stolz auf mein Land, unsere Politiker und auch unser Fussballnationalteam.

Die CH hat sicher auch viel gutes getan. Aber ich sehe, was schlecht ist und was man verbessern kann. Auf unsere Politiker kann man nicht stolz sein denke ich (als politisch engagierter Bürger - Politik ist ein Hobby von mir!)

Unsere Fussballnati spielt sehr unkonstant. Zuerst verlieren sie, dann sagen sie, sie müssen mehr kämpfen und gewinnen vielleicht die nächsten zwei Matches, das nächste ist ein 0:0 und dann verlieren sie wieder gegen einen eigentlich viel schwächeren Gegner!

Somit denke ich, es ist schon normal, dass man eher das schlechte seines Vaterlandes sieht.

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Reisende soll man nicht aufhalten und auch in anderen Ländern ist nicht alles Gold was glänzt.

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ist bei mir ähnlich, ich glaub das ist nichts ungewöhnliches

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nun, wer stolz ist auf sein land das ist ja keine straftat, aber viele dieser übertriebenen patrioten weisen sämtliche verbrechen der nation von sich, da wird es in meinen augen gefährlich

die ansicht alles  gute ist unser als volk, aber für böses können wir nix ist dann das wo man sich mal am kopp kratzen darf

viele fühlen sich in ihrer leere dem einzigen zugehörig was ihnen bleibt,, ihr`` land

sie vergessen das gute dinge ja nicht immer nur von sich ausgehen müssen,also vom eigenen land sondern von vielen zusammen

bei negativen dingen oder gar verbrechen kommt die haltung ,, andere waren auch .... wir können ja nicht für allesd verantwortlich sein 

das zitat von Schopenhauer hat dir PeVau ja schon geschrieben

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Man kann zumindest froh sein, dass Deutschland ein Land ist, in dem die Einwohner die Möglichkeit haben auf höchstem Niveau zu krähen. Solange ich bin nicht beschweren muss, dass mein Haus weggebombt wird, oder ich aufgrund meiner Meinung zum Tode verurteilt werde...

In welches so perfekte Land möchtest du denn auswandern?

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Wenn du tatsächlich in Rage gerätst weil die Deutschen gewinnen, hast du noch mehr Probleme als gedacht. Weil du wegen allem in Rage gerätst.

Ich bin nicht in Deutschland geboren aber ich bin Deutsche, ich hasse nicht das Land, in dem ich lebe.

Wenn du ans auswandern denkst, bitte, keiner hält dich hier fest. Bedenke aber, dass das Land, das du hasst, ein gutes Sicherheitsnetz hat, das ist dir auch zugute gekommen.... Andere Länder haben das nicht, ich frage mich wie man da leben will..... Na, auf jeden Fall schlechter als in Deutschland.

Also, lass deine Hassgedanke mal weg, es ist ja fürchterlich was ein Mensch alles hassen kann, gesund ist das sicherlich nicht.

Ach ja, das auch noch. Mich interessiert Fußball recht wenig bis gar nicht. Aber ich hasse weder Fußballfans, noch Spieler. Und wenn die Deutschen feiern, dann halte ich das aus, trotz Autokorso. Wieso das für dich rücksichtslos ist? Gestehe anderen auch mal Vorlieben zu, du hast deine, wie jeder lesen kann.

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 22:21

ich bin ja weitgehenst tolerant, aber es gibt auch Grenzen !

wenn z.B. besoffene Fußballfans nach nem Spiel sich prügeln, laut feiern, mit nem Autocorso durch die Strassen rasen - es gibt auch Rentner, die z.B. nicht gesund sind und sich erschrecken und ihre Ruhe brauchen. ausserdem sind Autocorsos gefährlich. die nehmen keinerlei Rücksicht und da passiert auch mal schnell n Unfall.

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Der Partypatriotismus der beim Fussball gepflegt wird, hat mit Nationalstolz nur sehr wenig zu tun.

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Ich bin auch nicht Stolz auf meine Nationalität, ich meine, nenne mir was gutes an Moldawien. 

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Kommentar von vanillakusss
17.05.2016, 22:46

Poti sä fii mindra, indiferent de unde esti.

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Was hälst du von der Aussage, “Ich liebe Deutschland“?

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Kommentar von Torrnado
17.05.2016, 20:04

nichts ! absolut nichts !!!!

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Kommentar von Pug444
17.05.2016, 20:34

Und warum?

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Kommentar von Pug444
17.05.2016, 23:07

Wieso hasst du dann Deutschland? Was hast du davon? Geht es dir dadurch besser?

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