Frage von Roseo, 236

Kann man gleichzeitig Tierfreund sein und die Fleisch-/Milch-/Eierindustrie fördern?

Antwort
von berkersheim, 82

Ja geht. Siehe Schopenhauer. Er war erklärter Tierfreund und hat dennoch kein Steak und kein Schnitzel liegen gelassen. Dass wir alles billiger haben wollen und dass sich überall die Großverarbeiter durchsetzen hängt miteinander zusammen. Dass wir im Übermaß Fleisch essen und wenn' s geht, das Billigste bedeutet nicht, dass sich unsere Esskultur weiterentwickelt hat. Manchmal habe ich den Eindruck, unsere Gesellschaft zerfällt in zwei Gruppen. Die moralischen Großschwätzer und die Fresser, die in der Angst zuschlagen, es wäre bald das letzte Mal. In beiden Gruppen fehlt die Gelassenheit und Lebenskultur. Die einen zerreden sie und die anderen zerfressen sie mit Massenkonsum. Man glaubt, wir würden auf der Titanik leben und das kurz vor dem Untergang. Vielleicht sind diese Befürchtungen auch berechtigt. Also ran, solange es noch was gibt!

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 77

Hallo, 

kommt drauf an. Wenn du direkt die übliche Milchindustrie und co. förderst finde ich das etwas widersprüchig. Du musst jedenfalls kein Veganer sein, um dich Tierschützer nennen zu können. Aber du solltest auf die Herkunft deiner Milch und Eier achten. Dazu fährst du zu einem Bauernhof direkt, schaust dir die Haltung an und kaufst, wenn alles gut ist, von dort. 

Zwar rettest du damit keine Leben, aber du verbesserst das der Tiere, Letztlich kannst du eh nicht alle Tiere retten. Da macht man sich nur verrückt. Das Töten gehört dazu. Das ist Natur. Du kannst dich auf 1-3 Tierarten beziehen, denen du das Leben retten kannst. Aber ganz ohne Opfer kann ein Mensch nicht durch´s Leben gehen. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Omnivore10 ,

Ihr immer mit eurem "Tiere retten". Die Tiere sitzen nicht in einem brennenden Haus, sondern werden täglich von einem Landwirten umsorgt!

Kommentar von VanyVeggie ,

Und du mit deiner Intoleranz.

Kommentar von Omnivore10 ,

Intolerant ist es eher, wenn Vegs ständig von Tiere "retten" sprechen, weil das nämlich irgendeine negative Situation für die Tiere suggeriert. DAS ist Intoleranz auf höchstem Niveau!

Kommentar von VanyVeggie ,

Deine Aussagen ergeben nicht mal Sinn... Lass doch einfach jedem das Seine. 

Kommentar von Omnivore10 ,

Natürlich ergibt das Sinn. Fachfrage an DICH: WARUM "retten" Vegetarier Tiere? Vor was "retten" sie die Tiere?

Wenn es keinen Sinn ergibt, dann erklär es mir doch! Vor was "rettet" ihr die Tiere?

Kommentar von VanyVeggie ,

Lies erstmal richtig. Ich habe nicht geschrieben, dass Vegetarier Tiere retten. Ich habe geschrieben, dass man niemals alle Tiere retten kann und sich dabei unnötig verrückt macht indem man sich beispielsweise vegan ernährt und dann anfängt so zu leben. Mein Tipp war hier bewusst Tierprodukte zu kaufen, wo man die Haltung kennt. Es ist nicht jede gut. Das ist sowas von naiv zu glauben, dass die Nutztierverordnung das alles im Griff hat. Es gibt auch unter Landwirte schwarze Schafe. Es kann daher nie falsch sein sich einen Bauernhof anzusehen und den Bauern direkt zu bezahlen. 

Nochmal zurück zum Thema Tiere retten: Ich sag immer man soll sich auf 1-3 Tierarten beschränken und sich für diese einsetzen. Damit erreicht man mehr als wenn man versucht alle Tiere irgendwie zu retten indem man vegan lebt und PETA sein ganzes Geld in den Rachen schiebt. 

Kommentar von Omnivore10 ,


Letztlich kannst du eh nicht alle Tiere retten.

Was soll das dann? Das gehört hier genauso nicht hin wie "Nicht jeder kann Windows-Nutzer sein"

Kommentar von Omnivore10 ,

Na gut. Wenigstens ein wenig kann ich dir diesmal zustimmen.

Antwort
von frank394, 109

Ich bin Landwirt und somit auch ein Tierfreund. Also somit kein Widerspruch.

Kommentar von Omnivore10 ,

DH!

Das sind die meisten landwirte, wenn man sieht wie liebevoll sie sich um ihr Viehbestand kümmern.

Kommentar von TaigaAisaka ,

Es tut mir leid aber liebevoll und schlachten passt für mich nicht ganz zusammen

Kommentar von frank394 ,

Meiner Meinung nach, kann das zusammen passen, denn was hat die Haltung der Tiere mit dem schlachten zutun? Man darf natürlich bei aller Liebe zum Tier nicht vergessen, dass es Nutztiere sind.

Kommentar von Omnivore10 ,

Wir hatten mal Schlachtkaninchen. Die habe ich liebevoll behandelt. Liebevoll gestreichelt und liebevoll gefüttert. Und sie sind dennoch in der Pfanne gelandet, weil sie nun mal nur für diesen Zweck gezüchtet wurden.

Antwort
von JolieBijou, 89

Ja finde ich schon.

Das ist ein bisschen wie beim Wählen. Jedes Mal wenn du nicht wählen gehst unterstützt du die gegnerische Partei.

Jedes Mal wenn du keine Produkte aus "artgerechter", "humaner" Haltung kaufst, fehlt ihnen etwas Geld und die Massentierhaltung gewinnt an Größe, weil sich kleine, lokale Bauern nicht über Wasser halten können.

deshalb sollte man bedacht und in Maßen einkaufen, aber trd nicht unbedingt auf tierische Produkte verzichten 

Antwort
von eva5104, 49

Du solltest nur darauf achten, woher das Fleisch kommt und wie die Verhältnisse für die Tiere dort sind.

Antwort
von Gudy13, 67

Ich liebe Tiere (mehr als die meisten Menschen) und wuerde nie Huehner essen, weil wir die zu Hause haben... ;-).

Aber auch sonst bin ich sehr vorsichtig was ich kaufe und auch das ist wenig.

Ich helfe finanziell (weil anderes leider nicht moeglich ist), das Leiden von Tieren zu verkleinern.

Das sind meine persoenlichen Beitraege und ich glaube und hoffe, dass jedes bisschen hilft.   

Antwort
von wickedsick05, 31

klar geht das siehe:

zudem Tiere sind nicht nur Nutztiere. Tiere in Freier Natur haben von dem Vezicht auf Fleisch NICHTS.

DABEI ist Artenschutz VIEL wichtiger. Ackerbau mit ihrem hohen einsatz an Pestiziden und Synthetischem Dünger tötet Tiere in freier Natur im gegensatz zu Nutztieren werden diese NICHT nachgezüchtet.

Der Fleischverzicht hat mit Tierschutz nichts zu tun. Er fördert keine Bessere Tierhaltung im gegenteil.

Antwort
von loift14, 117

Yes.
Ich würde alles für meine Haustiere tun.
Und trotzdem esse ich Fleisch

Antwort
von KIttyHR, 105

Ja klar. Man sollte nur darauf achten, welche Produkte man kauft. Wie die Tiere gehalten wurden, wo das Produkt herkommt und man sollte Bioprodukte kaufen.
Ich finde, dass unsere lokalen Biobauern mehr unterstützt werden sollten, indem wir mehr von ihnen kaufen. Damit schont man nicht nur die Unwelt (gesparte transportkosten), sondern kann auch sehen, wie die Tiere leben und behandelt werden.

Kommentar von Nyaruko ,

Warum eigentlich immer die „Biobauern“ und nicht allgemein den „einfachen Bauern in der Nähe“?

Kommentar von KIttyHR ,

Weil Biobauern anderes Futter füttern, welches auch für uns Menschen gesünder ist (keine Antibiotika) und weil das Biosiegel auch viele Haltungsvoraussetzungen mitbringt, die den Tieren zugute kommen.

Kommentar von Nyaruko ,

Und ich dachte immer, mein Bauer ind er Nähe würde auch alle Voraussetzungen für das Bio-Siegel erfüllen ... nur hat er werder Lust, noch die finanziellen Möglichkeiten für dieses Siegel zu bezahlen ...

Kommentar von Omnivore10 ,

1) Das füttern von Antibiotika ist in der gesamten EU verboten!

2) Ein Biosiegel kostet eine Menge Geld

3) ist durch Bio NUR die Herkunft des Futters reglementiert. Diese Ansprüche kann genauso auch durch konventionelle Bauern erfolgen. Mein Rinderzüchter hat auch kein Biosiegel und hält sein Vieh fast ganzjährig auf gepachteter Weide.

4) In Bayern können Biomilchkühe direkt von der Weide zurück in den Stall kommen mit Anbindehaltung. Bei uns im Osten oder Norden sind dagegen (ja bei konventioneller Haltung) Laufställe vermehrt.

Bio sagt rein gar nichts, ausser "teuer"

Kommentar von friesennarr ,

Nein - bei Biohaltung ist keine bestimmte Haltung angesagt, das können auch Ständerhaltungen sein.

Ich kenne einen normal Bauer, der Auslaufhaltung hat.

Kommentar von Omnivore10 ,

Was hat Bio damit zu tun? Bio sagt NICHTS über die Haltungsform aus. Jedenfalls nicht pauschal

Antwort
von AppleTea, 79

Bei den meisten hört die Freundschaft halt auf, sobald der andere gut schmeckt

Kommentar von Undsonstso ,

....oder wenn er ein Veganer ist und einen Carnivoren als Haustier hat.

Kommentar von AppleTea ,

Da gehts ja nicht um mein Essen, sondern um das des Tieres. Das MUSS andere Tiere essen ;)

Kommentar von Undsonstso ,

Nichtsdostotrotz rettet ein Veganer mit einem Frettchen im Haushalt  durch den persönlichen
Fleischverzicht  kein einziges Tier aufgrund dessen, weil er sich den
Luxus gönnt, Frettchen zu halten.


Auch für das Fressen dieser Tiere gilt, die Nahrung von Frettchen wurde nicht totgestreichelt.

Kommentar von AppleTea ,

Meine Frettchen fressen auch kein Fleisch, das ich kaufe. Das kauft mein Mann. Insofern unterstütze ich die Fleischproduktion nicht, sondern er (der eh Mischköstler ist). Rechtfertigen muss ich mich vor dir zwar sowieso nicht aber vielleicht raffst du es ja irgendwann und musst dann nicht mehr so nen unsinn schreiben.. nichts zu danken.

Kommentar von Undsonstso ,

Aha, du lässt die Tiere ernähren und wäschst deine Hände in Unschuld bezügl. des Frettchen-Futters. 

Liest sich ein wenig wie ein Pipilotta-Prinzip / Pippilotta-Logik.

Warum solch aggro-Wortwahl ("raffen")...?


Kommentar von Nyaruko ,

Erinnert mich gerade an die GEMA: „Wir sperren keine Videos auf Youtube, das macht Youtube selbst.“

Kommentar von AppleTea ,

na wenns dich glücklich macht :) Uns gehts wunderbar so wie es ist.

Kommentar von AppleTea ,

war gar nicht aggro gemeint die Wortwahl.

Kommentar von AppleTea ,

Macht nur leider in dem Zusammenhang so keinen Sinn

Antwort
von MissLeMiChel, 75

Also richtiger Tierfreund bestimmt nicht denn richtige Tierfreunde denken darüber nach und versuchen auch mal zu verzichten... "Tierfreunde" die das anders sehen sind Heuchler meiner Meinung nach

Antwort
von hutten52, 97

Genau genommen kannst du als Tierfreund nur Biofleisch und Biomilchprodukte essen. Dort werden die Tiere einigermaßen natürlich gehalten, haben z. B. mehr Platz und Bewegung.

Kommentar von Omnivore10 ,

äääää also ist mein Rinderzüchter jemand, der seine Tiere nicht anständig hält, weil er keine Lust auf überteuerte Siegel hat? Brachalgeile Schlussfolgerung. Nur Biobauern sind anständige Menschen. Alle anderen scheinen bestialische Tierquäler zu sein....

Kommentar von hutten52 ,

Du übertreibst. Schau dir einfach die Bedingungen in Legebatterien oder in der Massenrinderzucht und Massenschweinezucht an. Es gibt da schon klare Unterschiede. Manches hat sich auch in der Massenhaltung schon etwas verbessert. Aber Freilandhühner habens wohl schon am besten.

Antwort
von Undsonstso, 64

Jupp... z.B.

Jeder Tierbesitzer mit einem Fleischfresser als Haustier tut es ....

Jeder Veganer, der beispielsweise  Frettchen hat, fördert trotz seiner Askese hinsichtl. Fleischverzehrs anderseits "das Tierleid"...

Kommentar von AppleTea ,

Die Tiere können es sich nicht aussuchen ob sie Fleisch essen wollen oder nicht. Sie MÜSSEN. Sonst sterben sie. Das ist sehr wohl ein Unterschied als wenn man für sich selbst Fleisch kauft obwohl es unnötig wäre

Kommentar von Omnivore10 ,

Ich muss auch Fleisch essen....sonst sterbe ich

Kommentar von Undsonstso ,

Das ist mir bekannt, was Frettchen fressen..... Nichtsdostotrotz rettest du durch deinen persönlichen Fleischverzicht  kein einziges Tier aufgrund dessen, dass du dir den luxus gönnst, Frettchen zu halten.

Die Nahrung deiner Frettchen wurde auch nicht totgestreichelt.

Kommentar von AppleTea ,

Jaaa omni :) du bist auch ein Carnivore.. ich weiß.

Kommentar von Omnivore10 ,

Jetzt hast du es begriffen. Dafür geb ich dir ein DH :)

Antwort
von Multiwelli, 108

Das kommt auf dich an jeder sieht dass anders 

ich persönlich 

Ich bin Vegetarier, und kann auch keineTiere töten ( nicht mal kleine Fliegen/Stechmücken)...

Allerdings ist eine meiner Freundinnen auch tierlieb und isst Fleisch.

Es liegt  letzendes nur an dir ob du Fleisch.... Etc. isst oder eben nicht...

Lg

Antwort
von bababu19, 114

Jeder definiert "Tierfreund" anders.

Ich denke schon, dass viele Tiere unter den o.g. Industrien leiden.

Also vielleicht nicht ein vollkommener Tierfreund, aber wenn man tierlieb zu den Tieren ist, denke ich schon.

Man kann die Industrie ja auch ins positive fördern:) Für gerechte Haltung, dass es den Tieren auch gut geht

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