Frage von fkate4, 180

Kangal Hund aus dem Tierheim holen?

Hallo
Ich und mein Freund haben uns entschieden einen Hund anzuschaffen.
Wie beide haben selber unser Leben lang schon Erfahrungen mit Hunden ( Rottweiler, Schäferhund, bordercollie etc. ). Nun hat es uns die Hunderasse Kangal sehr zugesagt. Wir leben beide auf einem großen Hof und der Hund wäre die ganze Zeit draußen und dürfte ihn bewachen außer abends da würde er natürlich mit rein kommen. Nun zu meiner Frage : Da der Kangal ja nicht immer ganz einfach ist kam nun die Frage auf wenn wir einen aus dem Tierheim nehmen würden, ob der unter Umständen völlig verkorkst sei und ob man das wenn das Tier schon älter wäre noch wegerziehen könnte ?
Lg

Antwort
von beglo1705, 96

Als erfahrene Hundehalter, die ihr Leben lang schon Hunde haben, sollte die Frage eigentlich hinfällig sein.

Kommt auf die Vorgeschichte und die Unart(en) die der Hund hat, an. Manches kann man abtrainieren mit viel Geduld, Lob und Einfühlungsvermögen, anderes geht eben nur sehr schwer bis gar nicht zu korrigieren.

Fahrt hin, schaut euch das Tier genau an, besucht ihn öfter und wägt dann ab, ob der Hund zu euch passt und ob ihr euch sicher seid, den Hund so zu halten dass keine Probleme entstehen.

Kommentar von camillasophie ,

"Leben lang" ist bei der Fragestellerin aber "Schülerin, 10. Klasse".

Antwort
von Buddhishi, 96

Hallo,

ich habe selbst immer Hunde aus Tierheimen gehabt und arbeite ehrenamtlich im Tierheim mit. NEIN - es ist nicht so, dass dort nur 'verkorkste' Tiere sind. Das geht nicht gegen Euch, aber: Ich wünschte, dieses Vorurteil würde endlich aus den Köpfen der Menschen verschwinden!

Wenn ein Hund tatsächlich mal verhaltensauffällig ist, dann war es immer ein 'verkorkster' Mensch, der das zu verantworten hat. Und JA - auch ältere Hunde gesunden mit viel Liebe, Konsequenz und Geduld. Und dafür bringt Ihr, so wie Du es beschreibst, sowohl die Voraussetzungen (wie Hundeerfahrungen) als auch die optimale Umgebung mit.

Ich habe selbst von jungen Hunden/Hündinnen bis zu einer 13jährigen Hündin nur gute Erfahrungen mit ( natürlich die o.g. Voraussetzungen erfüllend) meinen Begleitern/innen aus dem Tierheim gemacht. Von daher kann ich Euch mit absoluter Überzeugung sagen, macht es bitte so und nehmt einen Hund aus dem Tierheim. Besser geht es gar nicht :-)

Dazu wünsche ich Euch und Eurer künftigen 'Fellnase' viel Erfolg und eine schöne gemeinsame Zeit.

Buddhishi

PS: Mit der 13 J. 'jungen' Hündin hatte ich noch über 3 J. eine schöne Zeit. Sie hat sich trotz ihres ja wirklich hohen Alters bestens auf ihr Leben bei mir eingestellt :-)

Antwort
von Hexe121967, 76

naja, die frage kann dir hier niemand beantworten da keiner weiss was die tiere im tierheim so durchgemacht haben. du wirst aber auch nicht ins tierheim fahren können und das tier ungesehen sofort mitnehmen dürfen. 

Antwort
von LukaUndShiba, 74

Mir geht es bei meinem Nein nicht da drum das es ein Tierheim Hund ist sondern weil ein kangal kein Hund für normale Personen ist.

Ein kangal ist kein Hofhund sondern ein Herdenschutzhund. Und die beschützt der Hund mit seinem Leben vor alles und jedem. Gerade deswegen sind sie so schwierig. 

Ich rate euch generell davon ab egal ob Tierheim oder welpe beim Züchter. 

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 40

ob eine schuelerin der 10.klasse "lebenslange" erfahrung mit hunden hat, darf wohl bezweifelt werden... diese hunde wurden ja wohl von den eltern erzogen.

wenn ihr euch richtig informiert habt, wuesstet ihr das ein kangal kein hof- und huetehund sondern ein herdenschutzhund ist. da kann es zu gefahrlcihen situationen kommen, wenn diese rasse eine hof "bewacht"..

wenn man nicht wirklich sehr gute und lange hundeerfahung hat und sich mit dieser rasse auskennt, denke ich, dass es nicht gut ist so einen hund zu holen.

tierheimhunde sind mesitens sehr vertraglich und falls irgenwelche verhaltsnauffaelligkeitne bestehen informiert das tierheim.

ich habe einen hund aus dem tierhiem gehabt, einen hund aus einer auslandischen toetungsstation und einen vom zuechter...  

die groesste anforderung bestand beim hund des zuechters, da wusste ich aber auch, dass dieser hund ein "rueckgabehund" war -die ersten kaeufer kamen mit der rasse nicht zurecht und haben da wohl auch gewalt angewandt. es dauerte fast ein jahr, bis unsere huendin kein angsthase mehr war...  

Kommentar von Pudelcolada ,

wenn man nicht wirklich sehr gute und lange hundeerfahung hat und sich mit dieser rasse auskennt, denke ich, dass es nicht gut ist so einen hund zu holen.

Ergänzung:
Ich finde, diese Bedenken gelten bei vielen Rassen.
Wieviele Hunde werden sich nach rein optischen Gründen oder als Statussymbol angeschafft, ohne jedes Wissen um rassespezifische Verhaltensweisen und Bedürfnisse?

Ob es ein autoaggressiver, weil komplett unterforderter Boarder-Collie ist,
ein völlig verfetteter Cocker-Spaniel,
ein Husky, der nie an seine körperlichen Grenzen gebracht wird,
ein kleiner Terrier, der sich die Regeln selber machen muss und sich zum Chef aufschwingt
oder, oder, oder...

Das Ende vom Lied sind dann ein kranker Hund und dass Tier und Halter gleichermaßen unglücklich sind. Einfach nur, weil beide nicht zusammen passen, der Halter sich das Tier gedankenlos angeschafft und der Hund ja kein Mitspracherecht hat. Mit ein wenig Vorinformation über die Rasse ließe sich viel Elend vermeiden...

Antwort
von camillasophie, 91

ob der unter Umständen völlig verkorkst sei und ob man das wenn das Tier schon älter wäre noch wegerziehen könnte

Und die Frage stellt sich euch, obwohl ihr selbst so unendlich viel Erfahrung mit Hunden habt: Liegt das evtl. daran, dass du gerad erst Schülerin in der 10. Klasse bist (laut deinen anderen Fragen)?

Kommentar von ShilaMauz ,

Man kann doch auch als Schülerin der 10. klasse Erfahrung mit Hunden haben?

Ich habe mir mit 17 meine Hunde geholt und habe seid ich 3 Jahre alt bin Hunde. Bin mit Hunden aufgewachsen, als ich 13 war haben wir uns einen "Problem Hund" aus dem Tierheim geholt, einen Dobermann der eingeschläfert werden sollte weil er bissig war.

Wir haben ihn resozialisiert und er hatte noch ein schönes Leben bei uns 😉

Kommentar von camillasophie ,

Fakt ist es ist lächerlich zu sagen "ich habe sooo viel Erfahrung mit Hunden"...ist aber 16 Jahre alt, hat sich also NIE Vollzeit um einen Hund gekümmert...und stellt Fragen, die jeder der noch nie einen Hund hatte beantworten kann....

Antwort
von klugshicer, 82

Ich würde mir niemals einen Hund aus dem Tierheim holen, sondern nur privat kaufen - mit einem richtigen Kaufvertrag und niemals einen von diesen blöden Schutzverträgen unterschreiben.

Kommentar von camillasophie ,

Und die Tiere im Heim soll man vergasen?

Die Tiere können nichts dafür, dass es Sche*ß Menschen gibt.

Kommentar von klugshicer ,

Die Tierheime sollen einfach ihre Verträge ändern

Kommentar von camillasophie ,

Ich finde das sehr sinnvoll...

Kommentar von MaschaTheDog ,

Was ist an Tierheimhunden so schlimm?

Ich hätte liebe einen gesunden Hund mit Schutzvertrag als einen kranken Hund mit Kaufvertrag vom privaten Züchter.(muss nicht immer sein,ist aber meistens so)

Kommentar von beglo1705 ,

Das ist Blödsinn, Mascha. Man muss halt auch selber die Augen aufmachen, wenn man einen Hund kauft. Nicht jeder Züchter, der sich so nennt, ist auch einer. Dennoch gibt´s hier auch große Unterschiede, aber wer ein bisschen logisch überlegt, wird feststellen auf was zu achten ist.

Ich persönlich nehme lieber den vom Züchter meines Vertrauens. Alles andere kann gut gehen, muss aber nicht.

Kommentar von Berni74 ,

Das ist Blödsinn, Mascha. Man muss halt auch selber die Augen aufmachen, wenn man einen Hund kauft.

Ich denke, bei dem Kommentar von Mascha ging es nicht darum, keinen Hund vom Züchter haben zu wollen, sondern keinen von "privaten Züchtern" - sogenannten Hobbyzuchten oder Vermehrern.

Kommentar von klugshicer ,

Wenn ich ein Tier hätte, für das ich nicht mehr sorgen kann, dann würde ich alles tun, damit es privat gut unter kommt.

Kommentar von camillasophie ,

Mit einem Kaufvertrag hast du aber keine Möglichkeit mehr das zu überprüfen oder im Notfall einzugreifen. Mit einem Schutzvertrag schon. Du widersprichst dir selbst.

Kommentar von klugshicer ,

Ich musste mich wegen einer Allergie von einer Katze trennen und wenn man das Tier selber zum neuen Besitzer hin bringt, dann sieht man schon wo es landet. Wäre das eine Messibude gewesen, dann hätte ich Mizi einfach wieder mitgenommen.

Kommentar von camillasophie ,

Das sagt noch nichts darüber aus, ob es dem Tier gut geht dort. Oder wie es aussieht, wenn du wieder weg bist.

Kommentar von klugshicer ,

Also ein wenig Menschenkenntnis habe ich schon und kann Leute relativ gut einschätzen - ich hatte übrigens die Gelegenheit ein halbes Jahr später noch mal nach ihr zu schauen und es ging ihr gut.

Kommentar von camillasophie ,

Eben und wäre es ihr schlecht ergangen, dann hättest du zugucken müssen und hättest nichts ändern können.

Kommentar von klugshicer ,

Ich hatte bei den neuen Besitzern sofort ein gutes Gefühl und habe mich nicht getäuscht - das witzige war, dass sie die selbe Meinung von Tierheimen hatten wie ich...

Kommentar von Pudelcolada ,

Nachfrage: wieso findest Du Schutzverträge blöd bzw. was konkret an ihnen?
Mein Hund ist ein Vermittlungstier, ich kenne viele andere.
Weder ich noch ein anderer Halter fühlt sich vom Schutzvertrag gegängelt oder bevormundet.

Etwas anderes ist das Auftreten mancher Tierheimmitarbeiter, das ist aber m.E. eher eine Frage von Persönlichkeit und weniger die von Vetragsformulierungen...

Kommentar von klugshicer ,

Das Problem mit den Schutzverträgen ist, dass derjenige der das Tier übernimmt keinerlei Rechte an dem Tier erwirbt.

Insbesondere stören mich diverse Klauseln die dem "Nocheigentümer" das Recht eingeräumt wird nach belieben nach dem "Rechten" zu schauen, die Weitergabe einzuschränken und bei Bedarf das Tier einfach wieder zurück zu holen.

So einen Mist würde ich niemals unterschreiben - aber für die nächsten 15 Jahre habe ich eh nicht vor mir einen Hund anzuschaffen, eventuell denke ich als Rentner noch mal darüber nach.

Kommentar von inicio ,

es ist finde ich eine gute sache , dass sich die vermittler von tierheimhunde ein lebenlang verantwortlich fuer die hunde ansehen. es wird keinerlei probleme gegen, wenn du dich als korrekter hundehalter herrausstellst.

ich wurde als ich meinen ersten tierheim hund holte einmal ueberpreurft und nach einem jahr fand eine nachkontrolle statt.

selbstverstaendlich habe ich bei umzuegen oder tod das tierehim benachrichtigt,

ohne grund wird kein hund zureuckgeholt. ohne grund kein weitervermitteln behindert... 

Kommentar von Pudelcolada ,

@ klugshicer:
Och, mich stört das nicht groß. Ich habe ja sowieso nichts schlimmes mit meinem Hund vor. Außerdem habe ich bis heute große moralische Schwierigkeiten damit, ein Tier als mein Eigentum zu betrachten.

Allerdings kann ich Deine Bedenken jetzt besser verstehen, Dir geht es um Rechtssicherheit und eine saubere Übergabe. Du hast einen faden Beigeschmack von möglicher ungerechtfertigter Einmischung und Bevormundung, richtig?
Und Du hast den Eindruck, durch solche Vertragsklauseln entsteht eine Art Schwebezustand, und das lehnst Du ab.
Ist für mich ein legitimer Einwand...

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