Frage von lenachrist1, 97

Ist Latein Oder Französisch leichter?

Hallo leute also dieses jahr muss ich wählen ob ich latein oder französisch lernen will .. Was meint ihr was leichter ist ?

Antwort
von jf20011, 16

Also... Ich mache seit ca. 2,5 Jahren Französisch. Deshalb kann ich dir nur dahingehend genauere Angaben machen.

Französisch ist eigentlich nicht so extrem schwer, die Grammatik stimmt größtenteils mit Englisch überein.

Latein hat 6 Kasus, dafür muss man bei Latein aber nicht sprechen.

Die französische Orthographie ist gewöhnungsbedürftig, es ist eine Sprache mit vielen Polygraphen, z.B. eau für [o].

Doch Latein ist ein Fach, in dem man nicht viel mehr macht als übersetzen und eventuell ab und zu ein bisschen neue Grammatik. Das ist auf Dauer möglicherweise recht langweilig.

Den Französischunterricht kann man hingegen etwas abwechslungsreicher gestalten. Man könnte z.B. Lieder hören und lesen, sie bestenfalls auch verstehen. Man lernt, wie man alltägliche bzw. nützliche Dinge anfertigt, z.B. ein Bewerbungsschreiben oder einen ganz normalen Brief.

Latein ist jedoch gut geeignet, wenn es darum geht, sich die späteren Fremdwörter abzuleiten.

Wenn du aber in Französisch richtig gut bist, kannst du das sicher auch mit Französisch. Man kann sogar die beiden
Sprachen voneinander ableiten: Lat. deus ist z.B. Gott. Das lässt sich ableiten von frz. dieu (von adieu).

Die Sprache der Römer ist heutzutage aber nur im Vatikan anzutreffen.

Die französische Sprache kann man dagegen in vielen Ländern anwenden, sie ist neben Englisch die einzige Sprache, die auf allen Kontinenten vertreten ist. Bsp.: Frankreich, Elfenbeinküste, Französisch-Guyana. r noch die Sprache der Vatikaner. Latein taucht heutzutage kaum mehr im Alltag auf. Bestenfalls, wenn man Biologe wird und solchen Gruselworten wie ursus maritimus begegnen will.

Neben dem hat Latein den Vorteil, sich keiner Akzente zu bedienen.

Allerdings hat Französisch mit zwei Genera eines weniger als Latein - nur Maskulinum und Femininum.

Latein sollte man jedoch vorziehen, wenn man sich für Geschichte interessiert. Außerdem ist es unentbehrlich für das Studium für Theologie, Geschichte und alle europäischen Sprachen.

Doch Französisch ist eine lebendige Sprache. Es gibt Dialekte oder auch Spielsprachen wie das Verlan. Man lernt in der Schule auch die Umgangssprache.

Man liest im Lateinunterricht eigentlich nur Cäsars Briefe usw.

Durch Französisch kann man aber sogar Bücher wie Le Second Souffle, Le Petit Prince etc. lesen. Wenn man gut ist, kann man sogar die Zeitung auf Französisch lesen.

Doch ein ganz großer Nachteil ist die Grammatik des Französischen. Es gibt zwei verschiedene Arten des Konjunktivs. Der eine entspricht dem deutschen, der andere ist der Subjunktiv. Mit ihm drückt man starke Zweifel aus, oder man verwendet ihn, um zu sagen, was man subjektiv empfindet. Außerdem gibt es bestimmte Konjunktionen, die ihn erfordern. Das zu lernen ist wahrscheinlich erstmal schwer. Aber das kommt auch erst in der 10. Klasse, also im 3. Jahr.

Alles in allem ist und bleibt es deine Entscheidung, welche Sprache du wählst. Ich persönlich mag Französisch, es gibt aber auch viele, die es nicht mögen - und durch ihre Einstellung auch nicht können. Es kommt also auch auf die Lerneinstellung an.

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Latein, Schule, Sprache, 11

Ich habe beides in der Schule gelernt.
Schon damals fand ich Französisch komplizierter.

Latein habe ich im Kopf behalten, von Französisch weiß ich nur noch Brocken.

http://dieter-online.de.tl/Warum-Latein-f-.htm

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Schule, Sprache, franzoesisch, 18

Die Grammatik dürfte in Französisch leichter sein.
Wer aber nicht so gerne spricht, könnte eventuell mit Französisch mehr Schwierigkeiten haben. Außerdem geht die Schreibung und die Aussprache ziemlich weit auseinander.
Wenn du dich gerne mit anderen Leuten in einer Fremdsprache unterhältst, dann nimm Französisch.

Antwort
von AriZona04, 26

Französisch ist so gesehen leichter, auch, weil es aktiv auf der Erde gesprochen wird. Jedoch brauchst Du in einigen "Jobs" Latein zum studieren.


Kommentar von adabei ,

In nicht sehr vielen. Für Medizin ist das Latinum schon einmal nicht vorgeschrieben. Das ist aber ein Mythos, der nicht auszurotten ist.
Wenn man Theologie studiert braucht man es, aber selbst da kann man es an der Uni noch nachholen.

Kommentar von AriZona04 ,

Dann unbedingt Französisch! Kannst Du für den nächsten Urlaub schon verwenden!

Kommentar von jf20011 ,

Man braucht Latein als Historiker, Theologe und Sprachenlehrer. Egal, welche (europäische) Sprache. Finde ich persönlich sehr blöd, weil ich vielleicht Französischlehrer werden will, dafür aber Latein können müsste. Im Übrigen ist der Kurs an der Uni immer nur ein Crashkurs, nur ein Monat für eine Sprache. Wenn man das dann nicht rafft, hat man ganz einfach Pech gehabt.

Kommentar von LolleFee ,

Für Romanistik ist das auf jeden Fall uniabhängig. In Bremen sind Lateinkenntnisse "empfohlen", aber keine Pflicht.

Antwort
von Trinchen2000, 25

Französisch ist leichter aber je nachdem was du später mal werden willst könnte Latein sinnvoller sein

Kommentar von HansH41 ,

"je nachdem was du später mal werden willst könnte Latein sinnvoller sein"

Du brauchst Latein, wenn du katholische Theologie studieren willst.

Kommentar von Trinchen2000 ,

und es könnte beim lernen von medizinischen Begriffen helfen

Kommentar von LolleFee ,

Naja... ich musste auch ix Muskeln und Knochen und Co auswendig lernen und mir hat mein Latinum gar nichts gebracht. Voraussetzung ist nämlich, dass man die entsprechenden Vokabeln im Unterricht hatte, was zum größten Teil nicht der Fall war.

Antwort
von Wandkosmetiker, 5

Ich denke es macht keinen wirklich großen Unterschied wenn das Interesse für die jeweilige Sprache vorhanden ist. Ich würde allerdings sagen das französisch sinnvoller ist, da Latein nur noch im Vatikan gesprochen wird, oder zum Medizinstudium von Nöten ist. Also eine mehr oder weniger Tote, nutzlose Sprache.

Antwort
von DrBronstein, 10

Französisch ist  zwar insgesamt leichter, aber bei Latein musst du nur übersetzen. Auch das Interpretieren war weniger. Aussprache ist bei Latein einfach.

Antwort
von TomahawkDonVito, 16

Ich habe seit 5 Jahren Latein und kann das Fach nur weiterempfehlen. Mit ein bisschen Fleiß kommt man gut mit und wenn die Automatismen sitzen, macht der Unterricht und das Übersetzen wirklich Spaß. Ohne Aufmerksamkeit im Unterricht und Lernen läuft allerdings nichts.  

Antwort
von lenimaeve, 19

Soweit ich weiß französisch:)

Antwort
von CarrieSatan, 17

Das kann man porschal nicht sagen. Ich persönlich hab zuerst Latein genommen und bin mit ach und Krach durchgefallen. Jetzt bin ich auf zwar nur auf der Realschule und habe dementsprechend keine zweite Fremdsprache aber ich bringe mir selbst Französisch bei und das geht so viel besser als Lateinisch. 

Expertenantwort
von ymarc, Community-Experte für franzoesisch, 16

Latein soll schwerer sein. Ein Vorteil ist, dass es eine tote Sprache ist, die man als Schüler nicht weiter "töten" kann.

Kommentar von TomahawkDonVito ,

Tot ja, allerdings lassen sich viele Bezüge zu anderen romanischen Sprachen herstellen. So hat mir der Lateinunterricht unheimlich beim Erlernen von Spanisch geholfen.

Kommentar von LolleFee ,

Du empfindest es demnach als "Töten" der Sprache, wenn ein Französischlernender Fehler macht, von mir aus auch immer wieder? Da kann ich echt nur den Kopf schütteln.

Kommentar von ymarc ,

Humor soll man in jeder Sprache verstehen! Ce qui caractérise un francophone, un germanophone, un anglophone, c'est sa "capacité" de manier et de comprendre l'humour.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community