Frage von Emmalarley, 164

Ist HCl eine Ionenverbindung?

Antwort
von PWolff, 107

Als Gas - nein. Das Wasserstoffatom ist zu klein, um für sich allein ein Ion zu bilden. Auch würde eine Ionenverbindung bei Normaltemperatur ein Festkörper. Freie Ionen (Ionen in Gasphase) können erst bei Temperaturen existieren, wo die thermische Energie größer wird als die Energie der Coulomb-Anziehung zweier Elementarladungen im Abstand ca. eines Atomdurchmessers.

Antwort
von SlowPhil, 83

HCl als Reinstoff besteht aus Molekülen, d.h., es liegt eine kovalente Bindung vor. Das H^+ - Ion ist bloß ein Proton oder ein Deureron (also mit 1 Neutron) und hat keine eigene Hülle. Daher setzt sich das H^+ in eines der Orbitale des kovalenten Partners, respektive das H teilt sein Elektron mit dem Orbital seines kovalenten Partners.

Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 76

Nein, HCl ist eine überwiegend kovalente Verbindung.

Sie dissoziiert zwar in Wasser in Ionen, dies macht sie jedoch nicht zu einer Ionenverbindung. Eine Ionenverbindung liegt vor, wenn eine ionische Bindung vorliegt. Diese liegt in Salzsäure (also HCl in Wasser) nicht vor.

Antwort
von anwesende, 63

Hi,

die Definition einer Ionenbindung erfolgt in der Schulchemie über die Elektronegativität. Genauer gesagt: Über die unterschiedliche EN der beteiligten Bindungspartner.

Üblicherweise gehen viele (Schul)-Bücher von einem Delta EN von 1.7 aus.

In Fachbüchern ist HCl eine Grenzfall und wird unterschiedlich interpretiert. Mehrheitlich ist es eine kovalente Bindung aber real ein echter Grenzfall. Details kannst du bei Bedarf im Charles E. Mortimer nachlesen. Für Schulchemie gilt aber die o.g. "Definition", auch wenn sie streng genommen eine Vereinfachung und damit teilweise falsch ist.

m.f.G  

Antwort
von Kuno33, 72

Auf jeden ist HCl in Wasser eine Ionenverbindung. Das H lagert sich an ein Wassermolekül an, wird zu H3O+ und Chlor übernimmt von Wasserstoff ein Elektron und wird zu Cl-. Dadurch wird das Wasser recht gut leitfähig. Wenn Du einen Gleichstrom in die Lösung mit zwei Elektroden einleitest, entsteht am Minuspol Wasserstoff und am Pluspol Chlorgas. Aber Vorsicht die Mischung beider Gase ist explosiv und kann schon durch Licht gezündet werden.

Kommentar von Fiorella001 ,
Kommentar von Kuno33 ,

Tja, der Teil wird hier im Text nicht erwähnt. Aber es fehlt hier die Beschreibung der Dissoziation von Säuren. Da Du noch lernst, kannst Du nicht alles wissen. Was in Deinem Link steht ist schon richtig. Aber die Dissoziation von Säuren, die zur Bildung von Ionen führt, wird dort nicht behandelt.

Das Ammoniumion besteht aus Stickstoff und Wasserstoff. Es bildet echte Salze, es hat die Formel NH4+. Auch hier findest Du kein Metall. Bevor Du hier falsche Behauptungen aufstellst, solltest Du erst einmal Chemie lernen.

Kommentar von Fiorella001 ,

Aber ich dachte, in der Frage geht es um Chlorwasserstoff  gasförmig/ als wässrige Lösung >.<  Bei Wiki steht sogar: "Chlorwasserstoff (Summenformel HCl, systematisch auch als Wasserstoffchlorid oder Hydrogenchlorid bezeichnet) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das sich sehr leicht in Wasser löst. Wässrige Lösungen von Chlorwasserstoff werden Salzsäure oder Chlorwasserstoffsäure genannt. Chlorwasserstoff ist eine sehr starke Säure."

Wenn man also den ganzen Kram mit Dissoziation weglässt, ist das was ich geschrieben habe doch richtig :c

Kommentar von Kuno33 ,

Als Chlorwasserstoffgas ist HCl natürlich keine Säure. Das ist aber ganz etwas Anderes. Ich habe übrigens auch keine Lust mich hier belehren zu lassen. Dass ich vom gelösten Chlorwasserstoff ausgegangen bin, ist ja wohl meiner Beschreibung zu entnehmen.

"Wenn man also den ganzen Kram mit Dissoziation weglässt, ist das was ich geschrieben habe doch richtig :c"

Pass auf, ich habe keine Lust hier Besserwisserei zu betreiben. Sobald das Chlorwasserstoffgas in Wasser gerät, dissoziiert es in Ionen, genau wie ich das beschrieben habe: H3O+ und Cl-.

"Eine Ionenverbindung besteht aus einem Metall und einem Nichtmetall, zb. Natriumchlorid, auch bekannt als Kochsalz."
Dieser Satz ist auch falsch. Zwar stimmt das Beispiel, aber die Verallgemeinerung ist falsch.

Eine Fortführung der Diskussion bringt auch nichts, Nach 46-jähriger erfolgreicher beruflicher Tätigkeit muss ich mir nicht alles sagen lassen. Wenn Du kritisieren willst, musst Du schon genau lesen! Schluss der Debatte!

Kommentar von SlowPhil ,

HCl würde ich nach der Definition »Säuren geben Protonen ab« schon als Säure bezeichnen. Sobald das Gas auf Wasser trifft, dissoziiert es.

Antwort
von Fiorella001, 60

Nein, eine Säure (Salzsäure).

Eine Ionenverbindung besteht aus einem Metall und einem Nichtmetall, zb. Natriumchlorid, auch bekannt als Kochsalz.



Kommentar von Kuno33 ,

Sorry, aber dann reicht Dein Chemiewissen einfach nicht aus. Säuren dissoziieren in Wasser in negative und positive Ionen. Da Du es mir vermutlich nicht glauben willst, informiere Dich bei Wikipedia oder in Deinem Chemiebuch.

Oder sollte an der Uni in der Chemievorlesung der Professor zu dumm als Du gewesen sein?

Kommentar von Fiorella001 ,

Ich schreibe nur das auf, was mir im Chemieunterricht fast schon eingeprügelt wurde, und das ist die Definition, dass Ionenverbindungen nichts anderes als Salze sind, welche aus Metallen in Reaktion mit Nichtmetallen entstehen.

Aber wenn ein Uniprofessor das gesagt haben soll, dann frage ich mal meine Chemielehrerin, vielleicht kann sie das ja erklären. Wenn es stimmt, würde das nicht grundlegend im Gegensatz zu dem stehen, was Schülern eines Gymnasiums beigebracht wird? Das erscheint mir irgentwie.. traurig xD

Achja, ich habe eigentlich nur gemeint, dass HCl *allein*, also ohne Wasser, keine Ionenverbindung ist, was auch die Frage war.

Kommentar von Kuno33 ,

Da Du mir ja nicht glaubst, schau mal hier nach:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziation_%28Chemie%29

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