HiHat am 30.04.2009 um 22:01 Uhr
also athmosphärische konflikte scheidet aber aus. und es muss "lernbar" sein.rezitationswettbewerb 8. klasse

Sogenannte Klassefrauen
Sind sie nicht pfui teuflisch anzuschauen?
Plötzlich färben sich die "Klassefrauen",
weil es Mode ist, die Nägel rot!
Wenn es Mode wird, sie abzukauen
oder mit dem Hammer blauzuhauen
tun sie's auch. Und freuen sich halbtot.
Wenn es Mode wird, die Brust zu färben
oder, falls man die nicht hat, den Bauch...
Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
oder sich die Hände gelbzugerben,
bis sie Handschuhn ähneln, tun sie's auch.
Wenn es Mode wird, sich schwarzzuschmieren...
Wenn verrückte Gänse in Paris
sich die Haut wie Chinakrepp plissieren...
Wenn es Mode wird, auf allen Vieren
durch die Stadt zu kriechen, machen sie's.
Wenn es gälte, Volapük zu lernen
und die Nasenlöcher zuzunähn
und die Schädeldecke zu entfernen
und das Bein zu heben an Laternen -
morgen könnten wir's bei ihnen sehn.
Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
immer auf den ersten besten Mist.
Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln!
Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
wenn sie hören, daß was Mode ist.
Wenn's doch Mode würde, zu verblöden!
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn's doch Mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten!
Denn dann wären wir sie endlich los.

Schau einmal: http://mitglied.lycos.de/spangenberg/gedichte/kaest00.html
Vielleicht ist ja etwas dabei !!!

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind ? Es ist der Vater mit seinem Kind. Er hat den Knaben hinten am Sozius, er faselt dort was von Konfuzius.
Mein Sohn, birg lieber fest dein Gesicht ! Siehst Vater, du die Wildsau denn nicht ? Das Ding dort, mit stehendem Schweif ? Mein Sohn, es ist nur der Vogel Greif !
Du liebes Kind, nun halt deinen Mund, dein Gelaber wird mir bald zu bunt ! Siehst du nicht die Bäume am Straßenrand, in ihrem graugrünen Blättergewand ?
Mein Vater, mein Vater, merkst du denn nicht, du rast durch die Nacht, am Krad brennt kein Licht ? Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind, ich fahr doch mit Brille, bin lang noch nicht blind !
Willst feiner Knabe du mit mir nach Haus, dann halt dich gut fest und sieh gradeaus, die Sterne dort oben, sie führen uns heim, ich kenn kein Verkehrsschild, das musst du verzeih´n !
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort, vor uns die Häuser, ein düsterer Ort ? Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau, rechts und links Mauern, im schaurigen Grau.
Ich rase hindurch, mach nirgendwo Halt, an Händen und Füßen, ist mir schon ganz kalt ! Mein Vater, mein Vater, jetzt schau auf den Weg, denk an die Einfahrt, das Bächlein mit Steg !
Der Vater hat´s übersehen, da kracht es auch schon, verzweifelt sucht er das Kind, seinen einzigen Sohn. Er findet und drückt es, rennt zum Gehöft mit Mühe und Not, in den Armen das Kind, wohlauf, - nicht wie im Erlkönig, - tot.