Frage von Finjameintraum, 103

Wie bringt man einem Hund das Auflösekommando "ok" bei?

Der hund muss wenn er sitzt doch immer warten bis man "ok" oder ähnliches sagt. Kann mir jemand sagen wie ich das dem hund beibringen kann,dass er dann wieder stehen darf oder dass er wenn er aufs futter wartet und ich dann ok sage dass er es nehmem darf?

Antwort
von torfmauke, 57

Da der Hund sehr gut im Lesen von Körpersprache ist, benutze ich für die Futterfreigabe Handzeichen. Ich mache eine Wischbewegung mit der Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger in Richtung Futter. Für Freigaben aus "Platz" oder "Sitz" benutze ich das Kommando "Komm".

Kommentar von fishfan90 ,

Man muss immer erst ein Kommando auflösen, bevor man ein neues abverlangt, sonst kann das insbesondere im Falle von "bleib" passieren, dass der Hund eben nicht abwartet, bis er das ok erhält. Bei anderen Kommandos ist es mEn nicht ganz so wichtig, aber der Hund sollte genau wissen, wann ein Kommando beendet ist.

Kommentar von torfmauke ,

Wobei es keine Rolle spielt, ob das Kommando per Körpersprache/Handzeichen gegeben wird und/oder per Wort. Das ist allein eine Frage des Trainings. Mein Kommando "Komm" bedarf keiner Auflösung, ebensowenig wie "Aus", "Nein" "Pfui" oder beim Auflösen/Herrufen mit der Hundepfeife..

Auflösung braucht es nur bei meinen Kommandos "Platz", "Sitz", "Steh", "Warte", "Fuss/bei Fuss" und "Zurück"!

Antwort
von Dailytwo, 57

Ich kann nur von mir sprechen, ich habe mein Hund es so beigebracht das ich (sie) immer wieder zurück gerufen habe und wenn sie sitzen blieb mit Leckerchen oder Lob (Gut gemacht e.t.c.) bestätigt habe.Mittlerweile bleibt sie von alleine an Ampeln stehen, und hört auf das Wort "Warte".Sie darf dann erst bei "Jetzt" weiterlaufen.Es hat natürlich etwas gedauert aber mit der Zeit wurde es immer besser.Viel Glück.

Kommentar von Finjameintraum ,

Ja genau aber wie hast du ihr das kommando jetzt beigebracht?

Kommentar von Dailytwo ,

Es immer wiederholt bis sie es begriffen hat, diese Aktion mit Leckerchen bestätigt.Kostet natürlich Geduld und Zeit, und ich bin ruhig dabei geblieben,braucht halt seine Zeit

Kommentar von torfmauke ,

Um dem Hund Kommandos beizubringen ist es sinnvoll, die Leidenschaften des Hundes zu kennen, um ihn damit positiv zu belohnen, wenn er eine Übung richtig macht. Das kann ein besonderes Leckerli sein, eine kurze Spielpause mit oder ohne Lieblings-Spielzeug oder auch ein gesprochenes Lob mit Streicheleinheit. Da hat jeder Hund seine ganz speziellen Vorlieben, die der Halter kennen sollte. Negative Behandlung, wie Schimpfe oder gar Bestrafung sind zu unterlassen, da sie zu nichts führen, als den Hund zu verunsichern. Wer schwache Nerven hat, sollte lieber eine Beruhigungspause einlegen und sich mit autogenem Training wieder runterbringen.

Wenn der Hund seine Übung richtig gemacht hat, das bitte sofort anzeigen. Das kann per Klickertraining (Knackfrosch) oder mit den sanft und zustimmend gesprochenen Worten "FEIN" oder "FEIN GEMACHT" passieren und muss anfangs gleich danach belohnt werden. Ich persönlich mache es mit der Stimme, weil ich einerseits glaube, dass das die Bindung festigt (Klickertraining ist vorteilhafter, wenn viele Personen ein Tier trainieren) und ich immer und überall trainieren kann, auch wenn ich den Knackfrosch nicht dabei habe. Später kann eine Belohnung auch nach dem Training erfolgen, was bei Belohnung durch eine Spielsession natürlich vorteilhafter ist.

Wichtig ist auch viel Einsatz von Körpersprache zur Unterstützung der Kommandos. Alle Kommandos, die für die Führung ohne Leine antrainiert werden sollen, müssen auch mit anwesender Ablenkung (Spaziergänger mit Hund, Radfahrer, Katze etc.) gut eingeübt werden, um später unvorhergesehenen Problemen gewachsen zu sein. Das Training erfordert Geduld, Konsequenz und eine dominante Haltung, alles andere führt zu Rückschlägen oder Misserfolgen. Man darf sich auf keinen Fall dazu hinreißen lassen, zu schimpfen oder gar den Hund zu bestrafen, damit verunsichert man den Hund und macht ihn ängstlich, was in kritischen Situationen verheerende Folgen haben kann.

Manche Menschen vergessen, dass der Hund in den 30.000 Jahren, die er sich uns inzwischen angeschlossen hat, unsere Körpersprache sehr gut zu lesen gelernt hat. Aus diesem Grund wird es auch immer wieder Probleme in der Führung von Hunden geben. Sie geben beim Zusammentreffen mit anderen Hunden oder in sonstigen Situationen z.B. ein Kommando, das der Hund ausführen soll, aber er liest in ihrer Körpersprache Unsicherheit oder gar Angst und reagiert natürlich völlig falsch.

Wenn man aber mit seinem Körper signalisieren kann: sieh, ich bin Dein „Leithund“, stehe über Dir, stelle mich vor Dich und deute Dir mit Körper und Hand, ruhig zu bleiben und mir zu folgen, weil ich der Situation gewachsen bin, mich kümmere und Stärke zeige, wird sich der Hund auch ganz anders verhalten, als wenn Sie selber unsicher sind oder gar Angst zeigen. Es kann eventuell etwas der Übung bedürfen, klappt aber über kurz oder lang besser, als alle anderen Maßnahmen.

Kommentar von Dailytwo ,

Tolle Antwort,Danke!

Antwort
von MiraAnui, 52

Du sagst z.B. Sitz..ein Hund der Sitz noch nicht kann. Steht eh wieder auf, deshalb sagst du gleich danach dein Auflöskommando.

Beim Fressen das selbe. Ein Welpe wird gleich wieder drauf stürzen.

Kommentar von Finjameintraum ,

Du meinst wenn er sitz macht aber nur so 5 sek. Dann sag ich ok und dann steht er auf? Aber dann lernt er dich nie beides richtig oder?

Kommentar von MiraAnui ,

Doch doch nur sind 5sek am anfang schon zu lang ;)

Mein hunde sind als Welpen vlt 1 sekunden sitzen geblieben.dann war der hintern schon wieder in der Luft.

Du baust sitz dann immer länger aus. Und jedesmal bevor er auf steht sagst du ok. Hunde kapieren das sehr schnell.

Du kannst auch beim Kommando Nein (leckerlie in der Hand) ok sagen wenn er es holen darf.

Expertenantwort
von Isildur, Community-Experte für Hund, 35

Hallo,

das würd eic bei jedem Kommando anfangs neu "installieren". Hund macht Sitz -> Belohnung so geben das er sitzten bleibt --> Auflösekommando sagen und mit Körpersprache anzeigen das er aufstehen darf. Das selbe Prozedere mit den anderen "Standartsachen"

Antwort
von Pina2015, 39

Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Hunden, aber ich weiß nicht, ob ok so ein gutes Kommando ist, weil man das ja öfter mal sagt, dann kann es z.B. in der Stadt sein, dass irgendjemand anderes ok sagt und der Hund dann aufsteht, weil er denkt, er ist gemeint...

Kommentar von Finjameintraum ,

Ich kann ja auxh was andres sagen.aber wie bring ich es ihm bei???

Kommentar von Pina2015 ,

Wie gesagt, ich hab sonst nicht viel Ahnung von Hunden... vielleicht irgendwie mit diesen Clickern?

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